Auch wenn ich ein bisschen spät dran bin, wollte ich als bekannt evangelikaler Atheist diese Herausforderung nicht ignorieren:
Es sind für mich weniger die direkten Einwirkungen religiöser Menschen, die mich stören. (Mich hat zu meinem großen Bedauern noch nie jemand mit einem ernsthaften Bekehrungsversuch behelligt. Noch nie! So traurig.) Es sind weniger die gesellschaftlichen Auswirkungen religiöser Vorstellungen, die uns allen schaden. Es ist noch nicht lange her, dass Homosexualität in Deutschland strafbar war. Bis heute sind homosexuelle Partnerschaften nicht gleichberechtigt mit heterosexuellen. Auch meine Steuergelder gehen an Bischöfe (die bei uns vom Staat bezahlt werden). Ein rationaler Diskurs über PID oder Abtreibung ist kaum möglich. Und so weiter. Ein bisschen ausführlicher habe ich das z.B. hier mal aufgeschrieben.
Dein spieltheoretisches Beispiel ist übrigens als Pascals Wette bekannt, und ich halte es für… nicht so überzeugend.
So. Äh. Naja, jetzt ist das ein echt langer Kommentar geworden, und das, obwohl du ja im Beitrag schon geschrieben hattest, dass Leute wie ich dich nerven. Ich hoffe, du verzeihst mir. Manchmal überkommt es mich einfach.