Rezept: Club Mate-Wackelpudding

Leider habe ich keine Photos, aber gestern habe ich nach ein wenig Experimentierei erfolgreich (Club) Mate-Wackelpudding hergestellt. FĂŒr Nachmacher hier das Rezept 😉

Ich hatte recht viel hergestellt, das Endergebnis sind 1l FlĂŒssigkeit, die geliert werden in fĂŒnf Farben.

Zutaten:

  • 3l Club Mate
  • 400g Zucker
  • 2 gehĂ€ufte Teelöffel Matetee (in meinem Fall war es Yerba-Mate, importiert aus irgendeinem SĂŒdamerikanischen Land; ich weiß leider nicht mehr woher >_<)
  • Agar Agar
    • ich habe Agar Agar von Rapunzel verwendet
    • der Vorteil von Agar Agar ist, dass es im Gegensatz zu Gelatine nicht aus Schweine- oder Rinderknochen gemacht ist und damit Menschen, die vor BSE u.Ă€. Sorgen haben oder auch Vegetarier eure Götterspeise essen können; die Struktur ist aber leicht anders
  • Lebensmittelfarbe
    • hier kann ich Wilton Icing Colors empfehlen. Man brauch sehr wenig Farbe, um sehr schöne Ergebnisse zu erzielen und sie verteilt sich auch großartig gleichmĂ€ĂŸig. Keine Streifen in Teigen oder Toppings o.Ă€., wenn ihr sie mal fĂŒr etwas anderes verwenden wollte. Außerdem kann man sie auch mischen fĂŒr neue Farben etc. Man bekommt sie z.B. bei tortenwelt-shop.com oder Amazon. Die sind nicht billig, lohnen sich aber.
Zubereitung:
  1. 3l Club Mate in einen ausreichend großen Topf gießen und ihn auf eine heiße Herdplatte/großes Feuer stellen
  2. 2 gehÀufte TL Matetee dazu geben
  3. Den  Zucker dazugeben
  4. Unter regelmĂ€ĂŸigem RĂŒhren zum Kochen bringen
  5. bei mittlerer Hitze köcheln lassen und alle paar Minuten umrĂŒhren
  6. Das Ganze muss eingekocht werden, bis nur noch etwa 1l FlĂŒssigkeit vorhanden ist, also um zwei Drittel. Abmessen ist schwer. Bei einem Topf der gleichmĂ€ĂŸig hoch ist (also nicht rund zulĂ€uft oder so, könntet ihr ein StĂ€bchen nehmen und einmal am Anfang reinstecken, einen Strich auf der FlĂŒssigkeitshöhe machen und dann immer mal wieder testen, ob ihr auf etwa ⅓ runter seid).
  7. Vergesst nicht abzuschmecken. Ihr solltet auf pappsĂŒĂŸ mit einem deutlichen bitteren Nachgeschmack abzielen. Das Gelieren und kalt stellen, lĂ€sst eine Menge Geschmack verschwinden. Deswegen klappt es auch nicht, einfach nur eine Flasche Club Mate zu gelieren.
  8. Schaltet den Herd aus und lasst die FlĂŒssigkeit abkĂŒhlen.
  9. Nehmt ein GefĂ€ĂŸ in das ihr bequem die eingekochte FlĂŒssigkeit reinbekommt und auch noch rĂŒhren könnt. Ein Pitcher, also so ein großer Bierkrug, eignet sich zum Beispiel sehr gut oder ein entsprechender Topf. Legt ein sauberes KĂŒchenhandtuch in einer Lage drauf, so dass es leicht reinbeult.
  10. Sucht euch eine zweite Person, die das KĂŒchenhandtuch hĂ€lt, aber nicht straff spannt.
  11. Kippt die FlĂŒssigkeit durch das Tuch in euer GefĂ€ĂŸ. Das KĂŒchenhandtuch filtert die feinen TeeblĂ€tter und ist groß genug, dass ihr nicht durch ein kleines Teesieb gießen mĂŒsst.
  12. Nun gebt ihr das Agar Agar in die FlĂŒssigkeit. Bei dem, was ich nutzte mussten es 4TL sein (2TL auf 500ml fĂŒr Puddings etc) und rĂŒhrt gut um.
  13. Jetzt nehmt ihr euch einen Messbecher und fĂŒnf SchĂŒsseln (fĂŒr die fĂŒnf Farben) und fĂŒllt jeweils 200ml ab. Jedesmal vorher gut umrĂŒhren, da sich das Agar Agar schnell absetzt.
  14. Als nĂ€chstes werden die Lebensmittelfarben in die SchĂŒsseln gegeben. Bei den o.g. Wilton Icing Colors reicht jeweils eine Messerspitze.
  15. Nehmt einen kleinen Topf und einen Esslöffel. FĂŒllt den Inhalt der ersten SchĂŒssel in den ersten Topf und nehmt den Esslöffel um das abgesetzte Agar Agar mit in den Topf zu tun.
  16. Wascht die SchĂŒssel kalt ab und trocknet sie nur außen. Innen lasst ihr sie nur abtropfen. Dadurch lĂ€sst sich die Götterspeise am Ende leichter stĂŒrzen.
  17. Bringt die FlĂŒssigkeit zum Kochen und in meinem Fall musste ich die FlĂŒssigkeit mit dem Agar Agar zwei Minuten kochen lassen (Rapunzel gibt an 5 Minuten fĂŒr 500ml). 
    1. Wenn ihr weniger macht, mĂŒsst ihr dementsprechend kĂŒrzer kochen. Bei mir funktionierte ĂŒberraschenderweise 1 Minute pro 100ml sehr gut. Wenn ihr zu lang kocht, verkocht euch zu viel FlĂŒssigkeit und der Zucker karamellisiert. Damit gibt’s keine Götterspeise und der Topf lĂ€sst sich rĂ€udig abwaschen. Evtl. könnt ihr das Ergebnis als Mate-Bonbons verwenden. Das habe ich aber nicht getestet.
  18. FĂŒllt die heiße FlĂŒssigkeit in die gerade kalt ausgespĂŒlte SchĂŒssel und stellt sie zur Seite.
  19. SpĂŒlt den Topf und wiederholt Schritt 15-18 fĂŒr alle SchĂŒsseln.
  20. Lasst eure SchĂŒsseln erst einmal außerhalb des KĂŒhlschranks abkĂŒhlen und stellt sie frĂŒhestens, wenn sie nicht mehr dampft in den KĂŒhlschrank.
  21. Wartet eine Stunde nachdem ihr sie in den KĂŒhlschrank gestellt habt, ggf. geht’s auch schneller und geht dann wieder an eure SchĂŒsseln. Kippt sie ein wenig, denn damit könnt ihr sehen, ob die gewĂŒnschte Festigkeit erreicht ist, wenn nein, weiter warten, ansonsten Schritt 22.
  22. Nehmt ein scharfes Messer und versucht die Götterspeise am Rand zu lösen und dann stĂŒrzt ihr sie auf die gewĂŒnschte OberflĂ€che zur Weiterverarbeitung.
  23. Macht die KĂŒche sauber.

 

Spotify gecancelt

Bevor ich noch mehr Tweets beantworte, warum ich Spotify gecancelt habe, schreibe ich es lieber hier auf. Das Ganze benötigt eh mehr als 140 Zeichen.

1) Der Desktop-Client hat bei mir regelmĂ€ĂŸig Probleme gemacht. Wenn ich auf Twitter von @Spotify gelesen habe, dass es Probleme mit dem Service gibt, war ich geschĂ€tzt in einem Drittel der FĂ€lle betroffen auf dem Desktop. Mobil ging es trotzdem in der Regel

2) Spotify hat so einiges der Musik nicht, die ich höre. Nur mal einige Beispiele: Nur sehr wenig Musik von den Ärzten, keine Beatles, kein Madness, min. mit einem wichtigen Label der japanischen Musik haben sie keinen Vertrag (Avex), womit eine Menge japanische Musik wegfĂ€llt. Den Ausschlag hat ĂŒbrigens Madness gegeben. Ich mochte von denen ein Lied (Our House), habe auf Spotify gesucht und drei Titel gefunden. Schaut mal im iTunes Store vorbei. Und Madness ist jetzt keine unbekannte Band. (Ich habe mir ĂŒbrigens gleich ein Album bei iTunes fĂŒr 10,99€ gekauft
)

3) Spotify hat eine Rolle beim Berufungsprozess um Peter Sunde und Co gespielt. Zwei der Laienrichter, waren zufĂ€lligerweise von Spotify angestellt und Spotify gehört zu guten Teilen den Majors. Der Text des Gnadengesuchs ist sehr lesenswert. Hier gibt es ĂŒbrigens die Avaaz-Petition fĂŒr das Gnadengesuch von Peter Sunde: Grant Peter Sunde’s (of The Pirate Bay) plea for pardon

4) Ich gebe 10€ im Monat fĂŒr Spotify aus. So viel Geld habe ich selten pro Monat fĂŒr Musik ausgegeben. Und ich habe nicht so viel Musik damit gefunden, dass ich selbst bei Einzelkauf bei Amazon oder iTunes auf 10€ im Monat kĂ€me. Da spare ich lieber das Geld und kaufe mir die Alben direkt.

5) Zum Suchen und Finden von Musik kann ich Spotify immer noch in kostenfrei verwenden. DafĂŒr brauche ich nicht den Zehner im Monat ausgeben. Den Zehner gebe ich dafĂŒr aus, dass ich keine Werbung habe (das macht 5€
aka Unlimited) und dass ich die Musik auf meinem iPhone habe. Aber unterwegs höre ich eh in der Regel Podcasts oder meine 5-Sterne-Lieder. Mehr ist es selten. Die paar neuen Starred kann ich mir auch so kaufen und da bekommen die KĂŒnstler auch noch mehr Geld, so wie es aussieht.

MacBook Air schlÀft nicht mit Saft

Heute schon vermehrt ĂŒber Twitter geschrieben, dass ich mich mit Apple auseinandergesetzt hatte, weil ich Probleme mit meinem MacBook Air habe.
Mein Problem: Das MacBook Air schlÀft nicht ein, wenn Strom am GerÀt angeschlossen ist. Mit diesem Problem habe ich mich dann heute telefonisch mit AppleCare First- und Second Level rumgeschlagen. Die Dame vom Second Level bat mich dann noch ihr eine Mail zu schreiben, falls ich eine Lösung finden sollte.
Schlussendlich habe ich die Lösung gefunden.

Mein MacBook Air ist im Folgenden Rechner1, ein weiterer Rechner in meinem Haushalt ist Rechner2.

Ich habe File Sharing deaktiviert und mein MacBook Air schlief auf einmal ein. Wieder aktiviert und es schlief immer noch ein.
Nun habe ich Rechner2 angeschaltet und ihn mit Rechner1 verbunden. Zack, Bumm, Rechner1 schlief nicht mehr ein. Neustart gemacht, Rechner schlief immer noch nicht ein. Rechner2 schlafen gelegt und Rechner1 schlief immer noch nicht ein. Neustart gemacht (Rechner2 schlief) und immer war noch nicht an Einschlafen zu denken. Erst das Deaktivieren von File Sharing half dann wieder.

Ein kurzes Schlusswort: Großes Lob an die Mitarbeiter von AppleCare, die mich nicht wie einen Idioten behandelt haben, sondern mit mir zusammen an der Problemlösung gearbeitet haben. Noch ein großes Lob: Als sich herausgestellt hatte, dass es kein Hardware-Problem ist (Rechner schlief im Recovery-Mode ein), wurde trotzdem noch weiter an der Problemlösung gearbeitet. Inkl LaunchDaemons, systemweite Startup-Items durchgehen etc (und bei jedem Item fĂŒr ein VPN wurde gefragt, ob ich es wirklich noch brauche und ggf. wofĂŒr mit dem VerstĂ€ndnis, dass ich die Sachen wirklich noch brauche ;)). Ganz großer Service und großes Lob. HĂ€tte ich wirklich nicht erwartet. Normalerweise hören Firmen auf, wenn klar ist, dass es kein Hardware-Fehler ist und empfehlen dann nen Clean Install.

Der Mac App Store-Only Mac

Es sieht so aus, als ob am ersten Juni diesmal wirklich Sandboxing eine Vorraussetzung fĂŒr neue Apps im Mac App Store (MAS) wird. Ein weiterer Schritt zum sicheren Mac, ein weiterer Schritt in Richtung App Store-only meiner Meinung nach.

tl;dr.: Was sollte Apple dran hindern irgendwann nur noch MAS-Software in OSX laufen zu lassen? Power User könnten sich per Dev Account freimieten.

Disclaimer: Ich bin kein Entwickler, habe kein Informatikstudium und arbeite hier vermutlich teils mit gefÀhrlichem Halbwissen.

Der Weg

Seitdem es den MAS gibt, wird der letzte Schritt gefĂŒrchtet: Der Mac geht AppStore-only, genauso wie iOS-GerĂ€te. Sprich: es lĂ€uft nur noch Software unter OS X, die aus dem AppStore heruntergeladen wurde. Ab Mac OS 10.8 wird es die Gatekeeper-Software geben: eine Möglichkeit Mac OS mitzuteilen, dass man auch mehr als nur AppStore-Software laufen lassen will.

Die Default-Einstellung ist wohl aktuell: nur Mac AppStore und signierte Software laufen zu lassen.

In 10.9 könnte die Default-Einstellung lauten, dass nur noch MAS-Software lÀuft. Der nÀchste Schritt in OS XI könnte meiner Meinung nach folgender sein: RegulÀre Benutzer können nur noch MAS-Software starten und Mitglieder des Entwickler-Programms können sich mithilfe ihres Accounts ihren Rechner aufmachen. Dazu unten mehr.

Welche Vorteile hĂ€tte das fĂŒr Apple?

Die Chance auf Malware reduziert sich wieder. Flashback hat gezeigt, dass auch Rechner von Apple inzwischen hinreichend interessante Ziele sind. Und wie wir alle wissen, ist Apple nicht die schnellste Firma was das Fixen von Bugs angeht. Mit einem MAS-Only-GerĂ€t und einer entsprechenden Infrastruktur im Betriebssystem hieße das, dass Malware-Entwickler ein viel schwerer zu knackendes Ziel hĂ€tten. Die Kisten wĂ€ren vermutlich weitaus sicherer als vorher. Und damit gĂ€be es wieder den Verkaufsgrund des virenfreien Mac OS, der in den nĂ€chsten Jahren mehr und mehr Schaden nehmen wird. Flashback hat da ja vermutlich endgĂŒltig einen Anfang gemacht.

Dazu kommt, dass 30% der UmsĂ€tze von SoftwareverkĂ€ufen an Apple ginge. Aber das dĂŒrfte nur ein kleiner Punkt auf der Agenda sein, da wohl diese Einnahmen nur einen kleinen Teil bei Apple ausmachen. Aber Einnahmen sind Einnahmen.

Welche Vorteile hĂ€tte das fĂŒr einen Großteil der Kunden?

Die Kunden haben eine voraussichtlich sehr sichere Maschine und einen vertrauenswĂŒrdigen Weg Software zu kaufen. Scheint unter iOS auch gut zu klappen. Die Kreditkartendaten sind schon da und fertig. Auch die Option sich ggf. die Nicht-MAS-Version zu kaufen fĂ€llt weg, ergo weniger Optionen, also mehr gut (zumindest in der Apple-Welt).

Warum wechselt Apple dann nicht jetzt schon?

Mac OS X war ein freies System und man muss die langjÀhrigen Nutzer erst an die neuen Spielregeln gewöhnen. Die Entwickler auch und Apple muss sehen, was noch alles gebraucht wird. Ein Rechner wird anders verwendet, als ein iPad oder iPhone.

Da wird jetzt noch dran gewerkelt, welche Berechtigungen Programme wirklich benötigen und welche Berechtigungen man nicht braucht. Und die Treiberproblematik, wie z.B. bei VMWare, besteht natĂŒrlich auch, aber auch das wĂ€re eine Sache der Berechtigungen. Die Entwickler werden schon laut genug schreien und auf der WWDC ihr Wehleid den Entwicklern von Apple klagen. Außerdem muss Apple den Unterbau noch sicher bekommen und selbst mehr in die Sandbox packen, um Angriffsvektoren zu verkleinern.

Dazu kommt natĂŒrlich noch das Problem der großen Softwarefirmen, mir fallen da spontan Firmen wie Microsoft und Adobe ein. Wenn Apple sie als wichtig genug ansieht, werden sie ihnen beim Umstieg unter die Arme greifen und gegebenenfalls spezielle Deals aushandeln, damit weniger als 30% an Apple gehen und man hĂ€ufiger ein MAS-Feature ist. Gegebenenfalls könnten sie auch das Argument bringen, dass Raubkopien ein kleineres Problem darstellen.

Aber das braucht Zeit. Wenn es wirklich einen Jahreszyklus bei Mac OS geben wird, dann wÀren das ab 10.8 noch zwei Jahre. Zwei Jahre in denen am Unterbau gefeilt wird, Nutzer und Entwickler erzogen und Deals ausgehandelt werden.

Und die “armen” Power-User?

Erst einmal ist die Frage inwiefern sich die möglichen Berechtigungen der Sandbox ausdehnen und ob ggf. dann auch Software in der Sandbox möglich sein wird, die jetzt nicht möglich sein wird. Gegebenenfalls ist damit dann schon ein Großteil der Software im MAS verfĂŒgbar.

Was fehlen wird ist GPL-Software und Kommandozeilentools. Aber seit ehrlich zu euch, wie oft benötigt ihr die?

Und dann gibt es noch die Möglichkeit des Entwickler-Accounts.

Wenn Apple der Meinung sein sollte, dass Entwickler eine grĂ¶ĂŸere Auswahl an Software laufen lassen können sollte, weil sonst ihr Leben erschwert ist, könnten sie fĂŒr Entwickler die Gatekeeper-Software im System lassen.

In einer Preference Pane oder was auch immer sich Apple einfallen lĂ€sst, kann man seinen Developer-Account eintragen und Gatekeeper wird freigeschaltet. Mit dieser lassen sich dann alle Einstellungen treffen, wie mit der Gatekeeper-Software, die es auch schon unter 10.8 gibt. Damit könnten Poweruser all ihre Software weiterverwenden. Sie zahlen dafĂŒr 100$/Jahr und es geht einfach.

Ich weiß nicht, inwiefern das wiederum eine SicherheitslĂŒcke im System hinterlĂ€sst, wenn man diese Möglichkeit offen lĂ€sst, aber das wĂ€re zumindest ein Weg fĂŒr Power User trotzdem alles laufen zu lassen, dass sie laufen lassen wollen. Und Apple weiß, dass die wenigsten zu einem anderen Betriebssystem wechseln werden, sondern eher die 100$ zahlen. Geht einmal tief in euch. Selbst wenn ihr kein Entwickler seit, ihr wĂŒrdet die 100$/Jahr zahlen und nicht auf einmal zu Windows, Linux oder *BSD wechseln.

Ich wĂŒrde es.

Game Boy-Spiele originalgetreu spielen

Heute kam es auf Twitter zu einer Diskussion mit @schwadroneur zum Thema Game Boy-Spiele originalgetreu spielen. Ich hab ihm eine Mail zum Thema versprochen und die ist recht lang und ausfĂŒhrlich geworden. Daher dachte ich sie mir, dass man sie auch in Teilen verbloggen kann.

tl;dr: Kauf entweder einen Game Boy/Pocket/Light oder einen DS/Lite und spiel sie emuliert.

Hier nun die Mail:

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann willst du Game Boy-Spiele spielen und meintest, dass nen DS u.a. nicht in Frage kommt, weil die Spiele dafĂŒr nicht gemacht wurden. Ein paar Gedanken zu der ganzen Sache.

Ein klein wenig zum Hintergrund den ich habe bei der Sache. Ich habe meinen ersten Game Boy Weihnachten 1990 bekommen und das war ein tolles Weihnachten. Mein nĂ€chster Game Boy war ein Transparenter aus der Special Edition. Die hatten die gleichen Ausmaße wie ein normaler Game Boy und brauchten auch vier Batterien.

Mit dem Game Boy Pocket habe ich mal gespielt, den Game Boy Light hĂ€tte ich fast gekauft und nen Game Boy Color hat meine Freundin, daher habe ich damit auch ausgiebig Erfahrung. Einen Super Game Boy (nen Adapter fĂŒr das Super Nintendo) hatte ich mal fĂŒr lĂ€ngere Zeit ausgeliehen.

Ich hatte danach einen Game Boy Advance der ersten Generation (die in Lila im breiten Format), habe ihn irgendwann komplett verkauft, weil ich dachte ich spiele nicht mehr damit. Und habe mir dann in Japan einen Game Boy Advance SP (Famicom-Edition) geholt.
Als der Nintendo DS kam, habe ich ihn mir sofort aus Japan importiert und hatte ihn relativ kurz nach dem Erscheinungsdatum. Der DS und der DS Lite haben einen Schacht fĂŒr GBA-Spiele, sind aber nicht kompatibel mit Game Boy-Spielen. Aber hierzu spĂ€ter, warum sie trotzdem interessant sind.

Ein Game Boy ist am ehesten zu vergleichen mit einem portablen NES, ein GBA mit einem portablen SNES und ein DS mit einem portablen N64 mit zwei Screens wobei einer ein Touch Screen ist.

Der Game Boy lĂ€uft mit Batterien, der GBA auch. Ab dem GBA SP gibt’s einen Siliziumionenakku.

Der ursprĂŒngliche Game Boy war schwarzweiß (na ja, hellgrĂŒn-dunkelgrĂŒn), ab dem Color geht’s in Farbe los.

Von einem Color und einem Game Boy Advance kann ich nur abraten. Das Problem ist, dass das nicht beleuchtete Display ein Greuel ist, wenn man damit spielen will.

Das Display vom Game Boy und Game Boy Pocket ist da um einiges besser, wenn auch nicht in Farbe. FĂŒr den Game Boy Color gab es nur wenige Exklusivtitel, die auch nicht wirklich interessant sind (z.B. Super Mario Bros. vom NES oder ein coloriertes Zelda4).

Der Game Boy Advance SP hat ein Display, das von vorne beleuchtet ist. Wenn du hintergrundbeleuchtete Displays kennst, ist dir das in der Regel zu dunkel. Aus dem Grund spiele ich meine Game Boy Advance-Titel fast ausschließlich auf dem Nintendo DS.

Jetzt mach ich einen kleinen Sprung zum Thema “wurde dafĂŒr nicht gemacht”. Wenn du Game Boy-Spiele so originalgetreu wie möglich spielen willst, hol dir einen Game Boy, der vier Batterien benötigt. Gegebenenfalls einen Game Boy Pocket. Alles danach suckt entweder (der Color; der Light ist schwer zu bekommen) oder fĂŒhlt sich nicht mehr wie ein Game Boy an. Beim GBA suckt das Display, beim GBA SP steht das Modul unten raus, was auch irgendwie suckt.

Aber ehrlich gesagt passt das Argument auch nicht so richtig. Meiner Meinung hĂ€ngt das “wurde dafĂŒr gemacht” vom Knöpfe-Layout ab. Beim NES liegen zwei Knöpfe nebeneinander und das D-Pad ist toll. Wenn ich GB-Spiele emuliert auf’m Rechner spiele nehme ich auch liebend gerne das NES-Pad. Beim SNES will man Shoulder-Buttons haben, beim Mega Drive drei Knöpfe nebeneinander (ggf. in zwei Reihen fĂŒr 6-Knopf-Spiele), beim Master System ist auch das NES-Pad toll. Beim Neo Geo will man einen Arcade-Stick und 4 Knöpfe nebeneinander bzw. in leichter Kurve, bei den einzelnen Automaten nen 4- oder 8-Wege-Stick/Trackball und die Knöpfe in der richtigen Anordnung.

Um Game Boy-Spiele ordentlich zu spielen bzw. wofĂŒr diese gemacht wurden:
1 D-Pad und zwei Knöpfe nach Möglichkeit nebeneinander (wobei sich ĂŒbereinander in der Regel besser spielt, weil man es mehr gewohnt ist).

Und nun zu dem was man haben will. Es ist natĂŒrlich eine Geldfrage. Daher folgende Optionen:

Du willst nur Game Boy-Spiele spielen: hol dir einen Game Boy oder Game Boy Pocket (bzw. Light).

Du willst auch Game Boy Advance-Spiele spielen und hast jetzt nicht wirklich Geld: hol dir einen GBA SP.

Du willst Game Boy-Spiele und Advance-Spiele spielen: hol dir einen Nintendo DS (Lite) mit einer M3- oder R4-Karte. Damit kannst du dann Homebrew-Spiele spielen, was bedeutet dass du einen Emulator nutzen kannst (und der Kram landet dann auf einer Mikro-SD-Karte). Das Pad vom DS ist toll, die Feuerknöpfe sind auch sehr gut. Beim Emulator gibt’s keine Abstriche zu machen. Und auf dem GBA fĂŒhlen sich die Spiele auch wie emuliert an, nur dass man kein Quick Freeze hat und die Module benötigt zum Spielen. Was bedeutet, dass man sie die ganze Zeit mit rumschleppen muss. Es gibt auch sehr gute DS-Spiele (z.B. The World is not Enough und die Zelda-Teile fĂŒr den DS) und GBA-Spiele kann man auch direkt damit spielen. Der GBA ist nicht wirklich gut emuliert auf mobilen GerĂ€ten, daher suckt es GBA-Spiele auf der PSP zu zocken.

Daher mein Fazit: Wenn du möglichst viele Nintendo-Spiele spielen willst, holst du dir am Besten einen DS oder DS Lite mit einer entsprechenden M3- oder R4-Karte.

Wenn du so nah wie möglich ans Original-GefĂŒhl willst: Hol dir einen Game Boy/Pocket/Light.

Schöne GrĂŒĂŸe

Niels

P.s.: ich spiele ĂŒbrigens Game Boy-Spiele wie fast alles auf einer gehackten PSP2000 aktuell und hole meinen DS nur vor fĂŒr GBA- und DS-Spiele. Der SP bleibt meist im Schrank und der GB Color sowieso.

Emulatorsetup

Wie sicherlich bekannt mache ich mit beim Retrozirkel. Und vieles spiele ich inzwischen auf dem Emulator aus diversen GrĂŒnden. Sei es nun, dass der Scaler vom Fernseher so rĂ€udig ist (ja ich musste meine Röhre aufgeben), dass ich lieber OS X skalieren lasse, oder weil ich die Spiele unterwegs spielen will.

Hier ein klein wenig zum Setup. WorĂŒber ich hier aber nicht schreiben werde ist, wie ihr zum Einen an die ROMs oder ISOs kommt bzw. wie die Dinger zum Laufen zu bringen sind (insbesondere bei MAME ist das ja etwas komplizierter). Das wĂŒrde den Rahmen sprengen.

Erst einmal zum Thema Rechner. Ich benutze ein 2011er 13″-MacBook Air. Als Zweitdisplay ist aktuell ein 720p-Monitor mit 26″ angeschlossen. FĂŒr NES- und Mega Drive-Spiele verwende ich Original-Controller mit entsprechenden USB-Adaptern von Retrousb.com. Der Mega Drive-Adapter will zumindest von meinem genutzten Emulator nicht als Joypad erkannt werden, daher benutze GamePad Companion. Mit GamePad Companion kann man Tastatureingaben auf sein Joypad mappen, funktioniert wunderbar und ist auch super um z.B. Flash-Spiele o.Ă€. mit nem Joypad bedienen zu können.

FĂŒr das meiste andere benutze ich XBox360-Controller. Der Grund ist, dass es hierfĂŒr freie Treiber fĂŒr OS X bei Tattiebogle.net gibt und die seit Jahren einwandfrei funktionieren. Nicht Konsolen-USB-Pads sucken in der Regel und ein XBox360-Controller ist billiger als eine Wii-Remote mit Classic Controller. Auch wenn ich vermute, dass der Classic Controller besser wĂ€re, da das D-Pad vom 360-Controller nicht so der Bringer ist. Und gerade beim D-Pad hat Nintendo imho grundsĂ€tzlich die Nase vorn.

FĂŒr Arcade-Spiele, egal unter welchem Emulator, benutze ich nach Möglichkeit meinen X-Arcade Tankstick. Der ist zwar teuer, aber er lĂ€sst das richtige Feeling aufkommen. Und wenn ich mir doch mal ne neuere Konsole zulege, kann ich mir gĂŒnstig einen Adapter kaufen und ich bin bereit loszuzocken. Dazu kommt, dass der Support super ist. Ich hatte Probleme damit, dass mit dem eingebauten USB-Kabel einige Emulatoren nicht mehr wollten und hatte innerhalb weniger Tage via FedEx Express einen funktionierenden USB-Adapter zugeschickt bekommen.

Nun zu den Emulatoren. Hier liste ich jetzt einfach auf, was ich verwende, da es die Emulatoren sind mit denen ich die besten Erfahrungen gemacht habe (wenn’s denn ĂŒberhaupt eine Alternative gibt). Bei allen Emulatoren von Bannister verwende ich den Emulator Enhancer.

Einen guten PC-Engine-Emulator habe ich noch nicht gefunden. Und die scheinen fĂŒr OS X auch alle zu kosten und das ist es mir bei der PC Engine nicht wert, da ich hier nicht genug richtig gute Spiele kenne. Übrigens geht es mir mit einem PSX-Emulator Ă€hnlich. Wer mir fĂŒr Mac OS X einen ordentlichen Playstation-, Saturn-, Dreamcast- etc-Emulator empfehlen kann: Bitte per Mail melden (siehe Impressum) oder noch besser per Twitter

FĂŒr unterwegs hat sich die PSP als bester Handheld herausgestellt. Um genau zu sein eine hackbare PSP2000 mit CFW 6.60 ME-1.6. Die Akku-Laufzeit ist ordentlich, das Pad und die Feuerknöpfe taugen (wenn sie auch nicht ganz so gut sind wie beim Nintendo DS), die Auflösung ist hoch genug um auch die Auflösung von den TV-Konsolen darzustellen. Das kann der DS nĂ€mlich nicht und dann ist das alles immer ein Krampf. GegenĂŒber einer PSP1000 habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass ich mehr Emulatoren zum Laufen gebracht habe bzw. sie besser laufen. Ich vermute mal, dass es an dem Mehr an RAM liegt, was die Homebrew-Szene meines Wissens nach auch ausnutzt. Gebraucht findet man sowas aktuell fĂŒr 60 – 80€ auf Ebay. Dazu kommen dann in der Regel noch die Kosten fĂŒr einen grĂ¶ĂŸeren MemoryStick Duo.

Hier liste ich jetzt nur die Emulatoren und die Versionen, die ich benutze. Das Zusammengooglen kostet mir ehrlich gesagt jetzt zu viel Zeit und teilweise habe ich bessere Erfahrungen mit Àlteren, als mit neueren Versionen gemacht (z.B. beim SNES9X TYL).

Mame habe ich fĂŒr mich noch nicht zum Laufen gebracht, fĂŒr’s Lynx habe ich noch nie nach einem Emulator gesucht und fĂŒr’s 32X gibt es anscheinend keinen. Die ISOs von PSX-Spielen lassen sich direkt fĂŒr die PSP umwandeln und damit braucht man hierfĂŒr keinen Emulator.

  • Game Boy: Homer’s Rin (Version unbekannt)
  • Game Boy Advance: UO gpSP kai 3.4 test 3 Build 92 (habe ich aber nur sehr mĂ€ĂŸige Erfahrungen mit gemacht)
  • Game Gear: MasterBox v2.02
  • Master System: MasterBox v2.02
  • Mega Drive: PicoDrive v1.3.5
  • NES: NesterJ Ver1.13beta2
  • Neo Geo: MVSPSP 2.3.1 for FW 3.xx
  • PC-Engine: PSPHUGO-v1.3.0-fw5x
  • Sega-CD: PicoDrive v1.3.5
  • ScummVM: aktuelle Version von scummvm.org (hierfĂŒr hĂ€tte ich ja gerne ein iPad und einen iOS-Dev-Account
)
  • Super Nintendo: SNES9XTXYO 0.4.2 mecm

WordPress → Octopress → WordPress

Vor einiger Zeit bin ich von WordPress auf Octopress umgestiegen. Octopress ist eine statische Blogging-Engine, was so einige Vorteile mit sich bringt. U.a. braucht man sich keinerlei Gedanken ums Caching machen und die BlogeintrÀgen liegen lokal auf der eigenen Platte als Textdateien rum und können per Versionsmanagement auch ordentlich versioniert werden.

Leider hat es auch mehrere Nachteile:

  • ich muss an meinem Rechner sitzen, um ggf neue Posts zu veröffentlichen (außer ich bau mir Skripts zusammen und lasse meinen Rechner die ganze Zeit laufen)
  • es fehlt an Infrastruktur fĂŒr Plugins
  • jeder Post brauch mehrere Schritte auf der Kommandozeile und ich poste so selten, dass ich jedes Mal die Syntax vergesse
  • ich muss jedes Mal den Flattr-Button per Hand anlegen

Und da ich kein echter Hacker bin (die Tagline von Octopress ist “A blogging framework for hackers”) und mir Bequemlichkeit wichtiger ist, bin ich wieder bei WordPress gelandet. Hier kann ich das tolle MarsEdit benutzen (ich kenn OctoMars, funktionierte nie bei mir), um Posts zu veröffentlichen und schreiben kann ich sie immer noch in jedwedem Texteditor. Mal schauen ob’s ein Schuss in den Ofen ist, aber ich denke nicht.

Kommentar zu Newz of the World 10 ĂŒber Nordkorea

Newz of the World ein sehr schöner Podcast ĂŒber eben jenes, hat in Folge 10 u.a. ĂŒber Nord Korea und den anstehenden Satellitenstart im Rahmen des Programms zum 100. Geburtstag von Kim Il-Sung gesprochen.

Ich habe daraufhin im Blog ein wenig kommentiert, aber leider ist der Kommentar noch nicht freigeschaltet. Daher an dieser Stelle:

I just want to give some comments about the part about North Korea. The name of the leader is Kim Jong-Eun (depending on transcription type you choose it can be Kim Jong-Un as well). The J is spoken like in “jungle”. Unfortunately I couldn’t find an example for the “eu”
and I’m not good in the phonetic alphabet
 🙁

2012 marks the 100th birthday of Kim Il-Sung, the great leader and eternal president. NK said for a pretty long time now, that they will be a “strong and prosperous country” until 2012 (well
at least in the propaganda).

The problem with the satellite launch is that they show with that, that they have a developed a working long-range model. The Taepodong-1-missile was shot over Japan to show, that they can reach Japan. Now with the Taepodong-2 they want to show that they can reach the US (Alaska iirc) with their weapon arsenal. Since North Korea always uses a kind of blackmail to get what they want, this is obviously part of it.

The US won’t launch a military attack against North Korea because nobody in the region has an interest in that. China is afraid about tons of refugees, South Koreas capital Seoul is in range of the artillery of NK and a unification would be far pricier than that of Germany (the last estimate that I read was 2.5 times pricier than that of the unification of Germany). Japan could be targeted by NK as well. And China won’t approve of a war against NK, they are still kinda allies, even so NK is in the minor position and China could probably do something about the state of the country. After all it seems that the last travels of Kim Jong-Il to Beijing was about getting Beijings blessing for Kim Jong-Eun as a rightful heir of the leadership. And like Richard J. Samuels once said in a talk he gave at the Free University of Berlin: If NK wouldn’t exist, it would have been invented. With such an enemy available you can give a lot of things a reason (i.e. security policies). Ah, and I doubt that Kim Jong-Eun is better than his father and grandfather. Nobody knows yet what is influence is, but after the dead of Kim Jong-Il the borders got shutdown tight and punishments for border-crossings got harsher and more strict. But I have to admit that I do not know what the current state of the borders to China are. They might be opened up a bit after the mourning phase was over. NK also stiffened the control of foreign media which is one of the main influences which could lead to a change because it shows that the propaganda is completely wrong. Thus I doubt that Kim Jong-Eun is a new generation that will bring betterment to the country.

Voodoo löst iTunes Crash – WTF“

Nach dem Update auf iTunes 10.6 fing iTunes an bei mir abzustĂŒrzen, wenn ich iTunes Match startete. Ich habe so ziemlich alles probiert. Cache geleert, Preferences gelöscht, iTunes neu installiert, der obligatorische Neustart etc.

Also an Apple gewendet per Express Lane gewendet und einen RĂŒckruf bekommen. Der Mensch vom Support hat mit mir dann einen SMC- und PRam-Reset gemacht. Das hĂ€tte wohl in letzter Zeit hĂ€ufiger bei iTunes-Crashes geholfen. Er wusste auch nicht, was der Kram mit iTunes zu tun hat, funktionierte aber in der Regel. Ein bisschen WTF“ Aber er schien das Ă€hnlich zu sehen. Bei mir half es nicht und er verwies mich auf den iTunes Support per Webseite.

Die Kommunikation lief dann ĂŒber Webseite und E-Mail ab. Mein Ansprechpartner antwortete erstmal mit Textblock, woraufhin ich eine böse Mail schrieb. Dann kam er mit Standardmaßnahmen, die ich alle noch einmal durchfĂŒhrte. Dazu kam das ganze Problem nochmal mit einem neuen Account nachzustellen.

Also neuen Account erstellt, Musik von der externen Festplatte importiert. iTunes Match gestartet. Aus GrĂŒnden habe ich es unterbrochen wĂ€hrend es gerade etwas hochlud. Danach Match neu gestartet und es crashte wieder. Die Crashlogs waren aber unlesbar (im Gegensatz zu vorher, wo ich zumindest eine gewisse Idee hatte). iTunes neu gestartet und es crashte wieder. Den Spaß noch ein paar Mal wiederholt und iTunes crashte immer kurz nach dem Start, ohne das Match irgendwas machen konnte.

Nun gut, zurĂŒckgewechselt zum Standardaccount. Böse Mail angefangen an den Support zu schreiben, aber bevor ich sie abschickte, wollte ich es doch nochmal probieren. iTunes gestartet, Match gestartet und es lief durch. Nochmal ein paar Lieder hinzugefĂŒgt und es lief wieder durch. ZuverlĂ€ssig mehrere Male. WTF“

Kann mir mal jemand erklĂ€ren, wie das Anlegen eines neuen Accounts und das Crashen von iTunes im neuen Account dazu fĂŒhrt, dass iTunes in einem anderen Account auf einmal wieder will? Sowas habe ich schon wirklich lange nicht mehr gesehen



Feedback zum Krypto-Post

Auf meinen letzten Artikel gab es einiges Feedback und das soll hier zusammengefasst abgearbeitet werden. Am Ende des Artikels gehe ich auf Dinge wie VerschlĂŒsselung auf Mobiltelefonen ein. Wer sich also dafĂŒr interessiert, kann einfach nach unten scrollen.

Es gibt, wie ehrlich gesagt erwartet, eine ganze Reihe an Lesern des Artikels, die selbst Mails verschlĂŒsseln. Auch mit einem Dutzend Leuten. Es gab auch das Feedback, dass jeder nachfragt, was dieser komische Anhang soll, der nicht geöffnet werden kann. Die Konversionsrate von Nicht-Nerds scheint aber vom Feedback her nicht besonders hoch zu sein.

Dann gab es auch die erwarteten VorwĂŒrfe der schlechten Recherche und dass ich statt des Rantens doch lieber Leute aufklĂ€ren soll. NatĂŒrlich durfte ich auch lesen, dass den Leuten schickes Aussehen wichtiger sei, als Sicherheit.

Hier gehe ich einmal von hinten nach vorne durch. NatĂŒrlich ist den Leuten das schickes Aussehen, Image und Einfachheit wichtiger. Das ist schließlich das Grundproblem der Sache. Das ist ja mein Punkt. Den meisten sind eben diese Sachen wichtiger. Deswegen benutzen sie heute auch Facebook fĂŒr alles. Allerdings sollte uns die Geschichte auch zeigen, dass AufklĂ€rung scheinbar nicht wirklich viel hilft. Der Kram muss eben schick aussehen und einfach sein. Ansonsten wĂŒrden alle die Kommandozeile, vi(m)/emacs und mutt benutzen anstatt Klickibunti-GUI, Textverarbeitung und Webmailer (bzw. heute Facebook). Das ist die typische Nerd-Herangehensweise: Wenn man will, geht’s doch. Die anderen sind alle nur zu blöd und verstehen es nicht und wollen aus dem Grund nicht. So geht aber andere Netznutzer nicht an das Problem ran. Sie sind sich zum Einen des Problems nicht bewusst und selbst dann ist es eben nicht einfach und schön.

Zum Thema AufklĂ€rung. Ich bat um den Elevator-Pitch fĂŒr die ErklĂ€rung. Gerade von denen, die sich beschwerten kamen Mails im Format TL;DR, die mich teils in einer Weise angingen, dass ich da eigentlich keine Lust drauf hatte. Meine Favoriten waren eine verschlĂŒsselte Mail, die ich erst Abends am Rechner lesen konnte und eine Zuschrift per Pastebin. Wenn mir ein Ei-Avatar auf Twitter einfach nur einen Link schickt, wird normalerweise sofort geblockt. Das ist typisches Spammer-Verhalten. Zum GlĂŒck habe ich nochmal ein zweites Mal hingeschaut. Von den beiden Mails, gab es auch die nĂŒtzlichsten Links.

Zur Recherche. Ich hab da schon ein paar Mal recherchiert, aber ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust mehr nach sowas zu suchen. Das ist auch Teil des Problems. Den Kram sollte man gar nicht erst suchen mĂŒssen.

Aber man kann auch mobil verschlĂŒsseln und wohl auch in Webmailern (wenn man Firefox benutzt). Allerdings Ă€ndert das nichts am Hauptproblem: Die Leute benutzen inzwischen Facebook auf der Webseite um sich Nachrichten zu schreiben und zu chatten. Sie benutzen nicht mehr Mail- und Chat-Clients. Dahin muss man sie erstmal wieder zurĂŒckbekommen. Das ist das große Problem. Klar kann man Facebook-Chat auch mit OTR versehen. Aber wie ich schrieb, wird auf der Webseite mit komplettem Logging durch Facebook gechattet. Da wird kein Chat-Client benutzt.

Aber jetzt fĂŒr die, die verschlĂŒsseln wollen und nicht nur auf ihrem Rechner den Kram verwenden wollen.

Da ich selber privat ausschließlich Mac OS X und ein iPhone benutze, erstmal hierzu.

Benutzt man S/Mime kann man sowohl mit den großen Clients (Mail.app, Thunderbird, Postbox) und auf dem iPhone verschlĂŒsseln. Eine Liste mit Anbietern freier Zertifikate gibt es hier. Mit ein bisschen gegoogle findet man Anleitungen wie man die Zertifikate in seinen Mail-Client einbindet. Ich habe mir das Zertifikat dann noch selbst zugemailt und konnte es dann einfach auf dem iPhone installieren.

Da sich die Leute ja nicht einig sind, ob man lieber S/Mime oder GPG benutzt, empfehle ich die Verwendung von Mail.app auf dem Mac. Mit dem Nightly Build) der GPGTool lÀsst sich S/Mime und GPG dann parallel auf dem Mac benutzen.

Auf dem iPhone gibt es dann noch zwei Anwendungen zum Ver- und EntschlĂŒsseln mit GPG. Bei beiden wird der Private Key auf dem GerĂ€t gespeichert. Außerdem funktionieren sie beide ĂŒber Copy&Paste aus der Mail-Anwendung, wenn Inline-GPG verwendet wird.

Beide sind hĂ€sslich, iPGMail ist eine der hĂ€sslichsten Anwendungen, die ich je fĂŒr das iPhone gesehen habe, aber es funktioniert. Imho fĂŒhlt es sich von der Bedienung schmerzfreier als oPenGP an. Ist trotzdem hĂ€sslich wie die Nacht und komfortable Bedienung ist was anderes.

FĂŒr den Chat mit OTR gibt es ChatSecure. Das beherrscht XMPP (einfach GMail anklicken und seinen Jabber-Account eintragen) und AIM. Das ist aber auch hĂ€sslich wie die Nacht, kann kein Push und da wurde nicht mal auch nur ansatzweise versucht etwas schöner zu machen.

Alles drei fĂ€llt unter die Kategorie: “Hurra! Es geht aber börks ist das hĂ€sslich”. Das ist keine Software, die ich irgendwem zumuten will.

FĂŒr Android geht man am Besten zum GuardianProject/. Da gibt es einen Link zu einem Mail-Client, der GPG eingebaut hat und auch einen Chat-Client, der OTR kann. ZusĂ€tzlich bieten die auch Tor fĂŒr Android an und es gibt noch Links zu anderen Apps, wie eine fĂŒr verschlĂŒsselte VoIP-GesprĂ€che. Wenn ich es richtig verstehe, will das Projekt mobile Kommunikation sicher machen. ZusĂ€tzlich gibt es noch Beem als OTR-Chat-Client. Da wurde mir aber von einem Kollegen erzĂ€hlt, dass es wohl hĂ€sslich wie die Nacht ist. Aber das könnt ihr selbst entscheiden. Zu S/Mime unter Android wurde mir nichts geschrieben und mein Kollege konnte mir dazu leider auch nichts sagen.

Als Abschluss noch die Liste mit Dingen, die ich noch nicht erwÀhnt habe von @antifarben, die ich kommentarlos hier wiedergebe.