Mein Mac OS X-Setup

Alle Texte in Sachen Rechnerkram und iPhone habe ich auf mein neues Blog Rechnerkram umgezogen. Diesen Artikel findet man dort unter folgendem Link:

Mein Mac OS X-Setup auf Rechnerkram

 

Mich interessiert immer, welche Software von anderen benutzt wird. Dadurch lernt man neue Software und auch neue Workflows kennen, die evtl. schneller bzw. angenehmer als die eigenen sind. Daher dachte ich mir, dass ich einmal über mein Setup schreibe.

Ich werde einfach mal mein Dock von oben nach unten durchgehen, dann einige Programme, die ich nur ab und zu benutze, dann die Menulets und zum Schluss zusätzliche PreferencePanes.

Als Systemsprache verwende ich Englisch. Erst habe ich Deutsch benutzt aber mir ging es auf die Nerven, dass ich regelmäßig Anwendungen hatte, die nicht lokalisiert waren. Da benutze ich lieber das gesamte System auf Englisch, als dass ich den Sprachmischmasch habe.

Als File-Manager benutze ich den  mitgebrachten Finder ohne Plug-Ins. Allerdings habe ich ein paar Shiny Droplets in der Menüleiste (XCode und TextMate), sowie cd to… um per Klick in den aktuellen Ordner per Terminal zu wechseln.

Mail.app habe ich vor einiger Zeit durch Postbox ersetzt und verwende es in der aktuellen Beta. Ohne weitere Plug-Ins habe ich eine Spaltenansicht, kann Mails per Tastatur durch die Gegend schieben, Threading, dass sich nicht nur auf den aktuellen Ordner bezieht und mehr. Gegenüber Thunderbird ist es weitaus besser ins System integriert. Leider schwächelt die Applescript-Unterstützung noch ein wenig und bei einigen Anwendungen wird bei dem „Send per E-Mail“-Befehl, grundsätzlich Mail.app geöffnet und der eingestellte Standard-Mail-Client ignoriert. Wenn ich Mail.app benutze, dann nur mit MailActOn um Regeln per Shortcut anzuwenden und mit Letterbox für die Spaltenansicht.

Mein Browser der Wahl ist Chrome. Ich finde ihn hübscher (aufgrund der Tabs-on-Top und der nur temporär eingeblendeten Statusleiste) und schneller. Und die kombinierte URL/Google Suchbar hat keine Alternative in anderen Browsern. Außerdem kann ich relativ einfach die Extensions synchronisieren. Bei einem Browser sollte man wohl immer noch die Extensions erwähnen, die installiert sind. Da ich 1Password-Benutzer bin (später hierzu mehr) habe ich natürlich die 1Password-Extension installiert. Dann kommt AdBlock und der BrowserButton for AdBlock um es aus- und wieder einschalten zu können. In die selbe Reihe gesellt sich FlashBlock. Das Netz ist einfach ruhiger damit. Da ich einige Bookmarklets verwende, möchte ich diese einfach per Tastatur anwählen können. Mit der Extension Bookmarks Bar Keyboard Shortcuts ist dies möglich. Leider nur per ctrl+Zahl und nicht per cmd+Zahl wie im Safari. Für eine schönere Aufbereitung von Google Reader benutze ich Feedly. Hat so ein bisschen was von Flipboard für den Browser. Gibt’s allerdings schon wesentlich länger. Da ich aktiver Instapaper-Benutzer bin, habe ich noch die Instapaper Article Tools und Instapaper Greystyled installiert. Sie machen Instapaper schöner und besser bedienbar. Ein Session Manager darf auch nicht fehlen um Tab-Anordnungen zu speichern. Und als letztes kommt xmarks. Damit halte ich meine Browser in Sync, auch den Safari. Da ich nicht immer den Chrome benutzen kann und die Bookmarks auf dem iPhone nur über den Safari synchronisieren brauche ich mehr als den eingebauten Sync von Chrome und xmarks löst dieses Problem. Und als letztes kommt noch iReader. Eine Extension, welche die Reader-Funktionalität im Chrome nachrüstet.

Jetzt zu den Bookmarklets. Auf Platz 1 steht Readability. Macht Seiten lesbarer, schmeißt in der Regel Werbung und Kommentare raus. An zweiter Stelle das Bookmarklet von Instapaper um Artikel im Netz später lesen zu können. Entweder auf der Instapaper-Webseite, dem iPhone oder einem eBook-Reader. Dann noch ein URL-Shortener-Bookmarklet (is.gd!), Send to Delibar, hierzu aber später, ein Bookmarklet um auf meinen Instapaper-Account zuzugreifen und als letztes der Subscribe…-Button von Google Reader.

Weiter geht’s mit den Anwendungen. iCal habe ich vor einiger Zeit mit BusyCal ersetzt. Für Kalender in der Cloud benutze ich GoogleReader und da ist BusyCal für die Verwaltung und Synchronisation um einiges besser geeignet als iCal. Dazu kommt, dass es gefühlt auch noch mächtiger ist und sich besser bedienen lässt.

Mein FeedReader ist NetNewsWire. Er bindet sich schön ins System ein und lässt sich sehr gut mit der Tastatur bedienen. Aber so ganz zufrieden bin ich mit NNW nicht wirklich. Ich kann nicht genau sagen woran es liegt. Er wirkt ein wenig altbacken. Ab und zu benutz ich Google Reader und warte sehr gespannt auf Reeder/Mac und Caffeinated. Andere Feed-Reader habe ich getestet aber NNW stellt sich immer wieder als der Beste heraus.

Für meine To-Dos verwende ich Things. Es tut alles was ich will, der Preis war erträglich, ist fix und synchronisiert schnell über WLAN mit der passenden iPhone-Anwendung. Ich hoffe inständigst auf einen Over-the-Air-Sync (also über’s Internet) aber so lange es den nicht gibt, synchronisiere ich Things auf meinem Deskop-Rechner und Laptop per Dropbox.

Dann kommt JEdict. Da ich häufig Zugriff auf ein Japanisch-Wörterbuch benötige und das edict und das wadoku die besten freien Wörterbücher sind, ist dies der edict-Client meiner Wahl. Leider wird das JMDict-Format nicht wirklich gut unterstützt aber eine wirklich gut benutzbare Alternative habe ich noch nicht gefunden. Aber durch seine Shortcuts, eine sehr gute Kanji-Suche und die Überwachung der Zwischenablage, finde ich damit am schnellsten die Übersetzungen, die ich benötige.

Für Musik benutze ich immer noch iTunes. Es gibt zwar „leichtere“ Alternativen aber am Ende muss ich iTunes ja doch aufmachen um mein iPhone zu synchronisieren.

Mein Twitter-Client ist Hibari. Tut im großen und ganzen was er soll, ist eine native App, die schick designt ist (bis auf die Icons in der Icon-Leiste) und unterstützt die Features, die mir wichtig sind bei Twitter.

Texteditoren benutze ich zwei. An sich benötige ich sie nur für LaTeX und nur selten für weiteres. TextMate ist mein Editor der Wahl wenn ich alleine arbeiten. Er ist supermächtig und durch ctrl+cmd+t (einfach mal darin ausprobieren) sehr schnell zu bedienen, wenn man mal Shortcuts nicht weiß. Und die LaTeX- und BibTeX-Unterstützung ist großartig. Wenn ich allerdings mit anderen zusammenarbeite um z.B. einen Text in LaTeX zu korrigieren, während jemand anderes noch darin schreibt, benutze ich SubEthaEdit. Ein großartiger Texteditor für gemeinsames arbeiten.

Meine Literatur verwalte ich mit BibDesk. Das beste Programm, was mir in jeglichem Betriebssystem über den Weg gelaufen ist um Literatur mit Bib-Dateien für BibTeX zu verwalten. Es funktioniert einfach. Meine Bib-Files und die gesammelten Paper synchronisiere ich dann über Dropbox.

Da ich reger Benutzer von simplenote bin, habe ich auch hierfür einen Desktop-Client. Die schönste Alternative, die mir bis jetzt über den Weg gelaufen ist, ist JustNotes. Sieht gut aus, tut was es soll.

Zum Editieren von Blog-Einträgen habe ich lange das Blogging-Bundle von TextMate benutzt. Inzwischen bin ich auf MarsEdit umgeschwenkt. Ich kann damit einfach etwas schneller arbeiten. Vor allen Dingen wenn es um so Dinge geht, wie Kategorien auswählen oder die Veröffentlichungszeit für einen Blog-Post zu setzen. Und darin zu schreiben macht Spaß. Die Vorschau, deren Template man so gestalten kann, dass man direkt sieht wie es im eigenen Blog aussehen wird ist auch ein großartiges Feature.

Um mir Videos anzusehen benutze ich den VLC. Damit geht es einfach am schmerzfreiesten und das Spulen per Shortcut klappt einfach weitaus besser als in Quicktime meiner Meinung nach.

Dann kommt Launchbar. Ein superschneller Launcher, der bei mir auf ctrl+space sitzt (alt+space wechselt Eingabesprachen und cmd+space startet Spotlight). Damit kann ich schnell Anwendungen starten, zu Dateien navigieren, Playlisten in iTunes auswählen, es hat einen vernünftigen Clipboard-Manager integriert und ist einfach eine verdammt mächtige Anwendung, die mein Arbeiten am Rechner beschleunigt. Ich musste mich anfangs an Launcher gewöhnen aber jetzt verfluche ich jedes System auf dem nicht Launchbar o.ä. installiert ist.

Um meine VPN-Verbindungen, zu verwalten benutze ich Shimo. Eine schöne Anwendung dafür, die auch Cisco-Profile verwaltet, wenn denn der Cisco-Client installiert ist. Es kann sogar anhand der ausgewählten Netzwerkumgebung bzw. des WLANs mit dem man sich verbindet, sich automatisch mit einem gewünschten VPN verbinden.

Für Instant Messaging benutze ich Adium, da es von Haus aus OTR und eine ganze Reihe an IM-Protokollen unterstützt.

Für die Kommandozeile benutze ich das OS X-eigene Terminal. Den Vorteil von iTerm habe ich nie wirklich verstanden.

Als Flashcard-Anwendung für das Lernen am Rechner benutze ich Anki. Das SRS ist sehr gut umgesetzt, die Desktop-Anwendung ist kostenfrei und sie lässt sich mit der dazugehörigen (nicht kostenfreien) iPhone-Anwendung synchronisieren.

Der Bittorrent-Client meiner Wahl ist Transmission. Ich mag ihn, er funktioniert und ich sehe keinen Grund auf was anderes zu wechseln.

Für die Verwaltung von Passwörtern benutze ich 1Password. Ich war eine zeitlang 1Password-Nutzer, fand es aber dämlich, dass ich unterwegs dann nicht auf meine Passwörter zugreifen konnte und stoppte dann wieder die Nutzung. Seit der iPhone-App hat sich das geändert und ich bin wieder sehr zufriedener Nutzer, der für jeden Webservice ein anderes min. 20-stelliges zufallsgeneriertes Password hat.

Mein PDF-Viewer der Wahl ist die Opensource-Software Skim. Der große Vorteil gegenüber Preview: Man kann Anmerkungen in PDFs machen, welche die PDF nicht verändern. Skim kann diese nämlich in den Meta-Daten der PDF speichern (die auch über Dropbox synchronisiert werden mit der Foren-Beta von Dropbox) oder in einer extra Datei.

Für Screenshots und sehr einfache Bildmanipulation verwende ich Skitch. Seltsames Interface, funktioniert aber einwandfrei

Jetzt zu den Menulets. Als erstes kommt das bereits oben erwähnte xmarks. Safari for xmarks läuft als Menulet und ich brauche es um die Bookmarks aus anderen Browsern nach Safari zu synchronisieren um sie dann auf mein iPhone schieben zu können.

Als nächstes folgt Dropbox mit dem ich alle wichtigen Dateien und Einstellungen von diversen Programme synchronisiere.

Dann Keyboard Maestro (20% Rabatt gibt es über diesen Link; wegen Transparenz: wenn es drei Leute darüber kaufen bekomme ich das nächste Major Update kostenfrei). Ein Tool mit dem ich z.B. systemweit iTunes kontrollieren kann, Textbausteine über Abkürzungen aktivieren kann und mehr. Es hat für mich u.a. CoverSutra, dass ich hauptsächlich für die iTunes-Kontrolle verwendete, und TypeIt4Me ersetzt.

Die nächsten zwei sind Window-Manager: Cinch und SizeUp. Mit Cinch kann ich Fenster an einen Rand schieben und sie werden automatisch auf die passende Größe gesetzt (z.B. exakt die linke oder rechte Hälfte des Bildschirms). SizeUp macht etwas ähnliches, nur über Tastaturkürzel. Außerdem kann ich damit per Tastaturkürzel Anwendungen zwischen Monitoren springen lassen und habe ein paar mehr Einstellungen als bei Cinch (z.B. nur ein Viertel des Displays etc).

Dann kommt Delibar. Ein sehr schöner Client für Delicious bzw. meinen den Web-Bookmarkservice meiner Wahl pinboard.in. Letzterer kann im Gegensetz zu Delicious nämlich auch Bookmarks aus Instapaper, RSS-Feeds, Twitter u.a. automatisch ziehen.

Das nächste Menulet in der Reihe ist PasteBot Sync um schnell die Zwischenablage zwischen iPhone und OS X auszutauschen – Links, Fotos u.ä.

Für das schnelle Sharen von jeglichen Dateitypen benutze ich CloudApp. Datei drauf schieben, Link kopieren, fertig.

In der Menulet-Reihe folgt dann QuickCursor um Text aus jeglichem Textfenster in den Texteditor meiner Wahl zu schieben.

Und als letztes 3rd-Party-Menulet kommt jetzt noch Growl für Notifications und damit ich es auch schnell mal ausschalten kann. Zum Thema Notifications: Ich benutze inzwischen fast gar keine mehr. Mails werden nicht automatisch abgerufen, Unread-Counts sind abgestellt etc. Growl informiert mich nur noch über DMs und Mentions wenn Hibari läuft (was nicht immer der Fall ist), wenn Transmission etwas fertig heruntergeladen hat, ich mich mit einem VPN verbinde bzw. die Verbindung unterbreche (über Shimo) und wenn Adium läuft (selten) über An- und Abmeldungen von Nutzern bzw. Nachrichten die mir geschickt werden, wenn Adium nicht im Vordergrund ist. Die ganzen Notifications lenken sonst viel zu sehr von dem ab, was ich gerade mache und sind in der Regel nicht wirklich wichtig.

Zum Schluss zu den zusätzlichen Preference Panes, die ich aktiv benutze. Wie ich gerade feststelle könnte ich da mal wieder aufräumen. Preference Panes, die sich auf oben erwähnte Anwendungen beziehe, lasse ich außen vor.

Damit der QuickTime-Player auch  mit Videos ordentlich umgehen kann, habe ich Flip4Mac und Perian installiert. Damit gehen dann auch WMV und sonstige Codecs.

Da ich es regelmäßig schaffe meinen Mouse-Cursor nicht mehr wieder zu finden, benutze ich Mouse Locator. Einmal F13 gedrückt und mir wird deutlich angezeigt, wo sich der Mouse Cursor gerade befindet (funktioniert natürlich auch mit anderen Funktionstasten). Und dann kommt eigentlich nur noch die Preference Pane für den XBox360-Controller-Treiber. Der Treiber wird zwar anscheinend nicht mehr gepflegt und läuft nicht ohne weiteres und Snow Leopard aber wenn man ihn selbst kompiliert und per Hand die Binaries durch die Gegend kopiert, funktioniert es anstandslos.

So, das war’s. Ich hoffe, dieser Post gibt Ideen und vielleicht posten auch mal andere was sie täglich benutzen. Demnächst schreibe ich dann mal über meine ersten beiden iPhone-Homescreens 🙂

 

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Ein Gedanke zu „Mein Mac OS X-Setup

  1. Echt ne nette Liste, habe wieder ein paar neue Apps kennengelernt! Viele (die meisten) nutze ich eigentlich auch.

    Ich nutze außerdem noch Evernote für alle interessanten Artikel / Tutorials die ich so im Netz finde. Für alle „wichtigen, privaten“ Dokumente nehme ich Devonthink (wobei ich noch unschlüssig bin, Together ist z.B. auch ganz nett, hat aber keine iphone/ipad app).

    Für text-snippets etc verwende ich TextExpander. Vorteil dabei is das viele ios apps die Snippets integrieren. Apropro Snippets, für Code-Snippets nutze ich das hübsche Prog mit dem gleichen namen „Snippets“.

    Bei den App-Launcher bin ich im Moment am umsteigen von LaunchBar zu Alfred, wobei das noch lange nicht so viele Features zu bieten hat.

    Als Finder-Ersatz nutze ich Forklift. Dual-Pane, schnell .. was will man mehr.

    Im Moment nutze ich ebenfalls (noch) Things, bin aber seit Jahren nicht mehr überzeugt von (von Omnifocus noch weniger), vor allem das seit Ewigkeiten nur noch Bugfix-Release bzw Release mit „kleinen“ Features rauskommen. Die Entwicklung schreitet da sehr langsam voran. Da kommt demnächst eine neue App raus namens Taskflow, vielleicht löst diese meien Probleme in der Hinsicht.

    Als Subversion-Client nutze ich Cornerstone.

    Für FTP etc. Transmit.

    So, das waren erst einmal so ein paar Apps die ich nutze. Vielleicht schreibe ich später noch mehr zu dem Thema 🙂

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