Zur Wiedervorlage: Mein Mac OS X-Setup

Alle Texte in Sachen Rechnerkram und iPhone habe ich auf mein neues Blog Rechnerkram umgezogen. Diesen Artikel findet man dort unter folgendem Link:

Zur Wiedervorlage: Mein Mac OS X-Setup auf Rechnerkram

Auf Twitter wurde heute gefragt, was es denn so an guten Anwendungen für OS X gibt und da dachte ich mir, dass ich ja einfach mal auf meinen Text über mein OS X-Setup verweisen könnte. Und was musste ich feststellen? Im letzten Jahr hat sich da eine Menge geändert. Ich muss nicht alles wiederholen, was drin steht, also werde ich nur etwas über die Änderungen schreiben.

Als Mail-Client benutze ich inzwischen kaum noch Postbox, sondern fast ausschließlich Sparrow. Sparrow nimmt weniger Platz auf dem Bildschirm weg, sieht besser aus, fühlt sich mehr nach OS X an und ja, es fühlt sich einfach gut an. Postbox ist ein Arbeitstier, Sparrow ist ein minimalistischer Mail-Client, der tut was er soll. Aktuell funktioniert er nur mit Gmail-Konten, aber das nächste größere Update bringt generelle Unterstützung für IMAP. Die private Beta dafür ist grade in der letzten Phase und das als Tester kann ich sagen, dass grade das Hinzufügen dieses Features Postbox für mich unnötig gemacht hat. Eine Sache stört mich allerdings: Die Suche ist anscheinend nicht ganz so gut. Da sind Mail.app und Postbox besser. Mein Konto über das der Großteil meines Mail-Verkehrs geht ist allerdings ein GMail-Konto und ich suche dann einfach im Web-Interface. Das ist in der Regel eh schneller als Postbox oder Mail.

Als es hieß, dass der native h264-Support aus Chrome rausfliegen wird, bin ich eine zeitlang auf Safari zurückgewechselt, aber vor kurzem bin ich zurück zu Chrome. Und allein die kombinierte URL/Search-bar mit Google Instant ist Gold wert.

Allerdings hat sich bei den Plug-Ins/Extensions was verändert. Eine ganze Reihe wie z.B. Feedly und der Instapaper-Kram sind rausgeflogen. Aber es soll hier um die Neuzugänge gehen:

Hide My Ass“ hilft dabei YouTube-Videos zu sehen, die in unseren Landen nicht verfügbar sind und TabCloud „synchronisiert“ Tabs und Fenster zwischen Computern. Synchronisieren ist nicht das richtige Wort, Übertragen von einem Rechner auf einen anderen trifft es wohl besser.

xmarks ist übrigens auch geflogen. Bookmarks synchronisiere ich via Chrome. Die einzigen wichtigen Bookmarks sind das knappe Dutzend in der URL-Bar, die hauptsächlich Bookmarklets sind. Die werden zur Not per Hand übertragen bei einem „echten“ Browserwechsel. Alle anderen Bookmarks schicke ich zu pinboard.in. Dafür gibt’s inzwischen auch eine brauchbare Extension für Chrome: Pinboard. Bei einem deutschen Tastaturlayout sollte man allerdings die Keyboard-Shortcuts ausstellen, da sie auf den Umlauten liegen.

Mein Feedreader der Wahl ist inzwischen die Beta von Reeder. Reeder sieht schick aus, tut was es soll und lässt sich meiner Meinung nach sehr gut bedienen. Das fehlende Feed-Management stört mich eher weniger, dafür hab ich eh ein Subscribe-Bookmarklet in der Bookmark-Bar. Das neue NetNewsWire Lite sieht schick aus, aber ohne Google Reader-Sync bringt es mir wenig.

Mein gefühlt größter Wechsel ist bei den ToDo-Apps von statten gegangen. Da der Over the Air-Sync von Things immer noch auf sich warten lässt, habe ich mich jetzt doch mal umgeschaut. Und bin am Schluss bei OmniFocus gelandet. OmniFocus sieht nicht ganz so schick aus, aber es ist einfach um so vieles mächtiger als Things und es lässt sich damit so viel besser arbeiten, dass ich mich ohrfeigen könnte, dass ich nicht früher gewechselt bin. Allein schon Due Dates mit lokalen Notifications auf dem iPhone und dem Mac zu einer bestimmten Uhrzeit sind genial und die weitaus bessere Eingabe und Verwaltung von Kontexten, anstatt der halbgaren Tags-Lösung von Things, sind die Mehrausgabe wert.

Allerdings sollte man sich die Video Tutorials dazu anschauen. OmniFocus kostet nicht wenig und braucht Einarbeitungszeit (gefühlt 1 – 2 Stunden…und später dann mal Blog-Artikel und sowas wie Creating Flow with OmniFocus lesen um mehr rauszuholen und um sowas wie Perspektiven zu verstehen), aber es lohnt sich. Der ganzen Geschichte werde ich nochmal einen eigenen Blog-Artikel widmen.

Beim Twitter-Client bin ich jetzt bei Echofon gelandet. Zwischenzeitlich war ich bei der offiziellen Twitter-App aber mit der Optik kam ich nur mäßig klar und dann hatte ich regelmäßig das Problem, dass die Refreshs nicht funktioniert haben. Echofon funktioniert einfach und das sehr gut. Die Optik stört mich auch weniger als früher. Dazu nutzt er die Stream-API, die Echtzeitkommunikation ermöglicht. Und ich freu mich schon sehr, wenn die Mute-Funktion in die Mac AppStore-Version (schon n der „normalen“ Version verfügbar) kommt, um Tweets von Clients wie geocaching.com, 4square und Konsorten rausfiltern zu können. Das einzige was mir aus Hibari fehlt, sind Suchergebnisse eingebettet in die Timeline.

simplenote benutze ich nicht mehr. Text- und Markdown-Dateien in der Dropbox in einem spezifischen Ordner reichen aus. Auf dem iPhone benutze ich Elements für den Sync. Im Dock habe ich ein TextMate-Projekt, das dann wiederum den Elements-Ordner in der Dropbox inne hat.

Für Videos bin ich grade zu MPlayer X gewechselt, weil ich es zufällig im Mac AppStore fand. Sieht schicker aus als VLC, tut auch seinen Dienst und ich finde die Shortcuts (die vier Cursortasten) um durch Videos zu springen angenehmer.

Von Launchbar bin ich auch abgekommen und bin zu Alfred mit Powerpack gewechselt. Fühlt sich moderner an als Launchbar, bedient sich besser, ist allerdings noch nicht ganz so funktional, lässt sich dafür aber schneller lernen und ist meiner Meinung nach intuitiver. Die Anwendung wird sehr aktiv weiterentwickelt und hat ein kommunikationsfreudiges Team hinter sich, das auch schnell per Twitter oder etwas weniger schnell per Mail auf Supportanfragen antwortet und auf die Nutzer eingeht. Außerdem funktioniert es im Gegensatz zu Launchbar Out-of-the-Box mit Sparrow und Postbox um Dateien per Anhang zu verschicken u.ä.

Eine kurze Randnotiz an dieser Stelle: das gute alte Quicksilver wird wieder aktiv weiterentwickelt, allerdings fehlt da inzwischen einiges an Plug-Ins um sich an neuere Anwendungen anzudocken. Ein Blick ist aber auf jeden Fall empfehlenswert weil es so verdammt mächtig ist. Aber an sich reicht mir Alfred, nur der Komma-Trick fehlt noch aber da kommt wohl in einem der nächsten Updates was nach, um mehrere Dateien auf einmal nutzen zu können.

Neu hinzugekommen ist außerdem noch Calendarbar und Alarms. Zwei kleine Anwendungen, die sich in der Menüleiste verstecken. Calendarbar zeigt auf Klick eine Liste der anstehenden Ereignisse aus dem Kalender an. Alarms benutze ich viel als Timer (auf’s Menubar-Icon klicken, gedrückt halten und runterziehen) und manchmal für Erinnerungen. Aber letzteres hat seit OmniFocus auch stark abgenommen. Das Erstellen eines Tasks mit Erinnerung über die QuickInput-Box von OmniFocus ist einfach noch schneller als etwas in Alarms reinzuziehen.

Zu guter letzt eine Sache, die ich auch gerne mal von anderen Nutzern sehen würde. Mein Setup an systemweiten Shortcuts, die ich ständig verwende.

Ctrl habe ich über die Systemeinstellungen auf CapsLock umgelegt, wodurch entsprechende Shortcuts angenehmer einzugeben sind.

Ctrl+Space: Alfredapp
Alt+Space:  Umschalten zwischen Keyboard-Layouts (insbesondere Deutsch und Japanisch; manchmal auch US für so manches Flash-Spiel)
Cmd+Space: OmniFocus Quick Input-Box

Cinch-Shortcuts:
Ctrl+Alt+Cmd+links: App-Fenster auf die linke Bildschirmhälfte bringen 
Ctrl+Alt+Cmd+rechts: App-Fenster auf die rechte Bildschirmhälfte bringen (die beiden benutze ich viel mit dem Finder)
Ctrl+Alt+links/rechts: Anwendung auf den anderen Monitor schieben (ich habe zwei Displays)
Ctrl+Alt+M: Anwendung bildschirmfüllend vergrößern (hauptsächlich Chrome, Reeder, iTunes)

KeyboardMaestro-Shortcuts:
Ctrl+Cmd+oben: iTunes Play/Pause
Ctrl+Cmd+links: iTunes Lied zurück
Ctrl+Cmd+rechts: iTunes Lied vor

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5 Gedanken zu „Zur Wiedervorlage: Mein Mac OS X-Setup

  1. Danke für die schnelle Rückmeldung am heutigen Morgen und dieses Update, ich habe mir gleich mehrere Programme näher angeschaut.

    Ein kleiner Tipp von mir: Für simplenote Nutzer ist Notational Velocity wahrscheinlich der beste Client, funktioniert einfach perfekt und ist auch nur lokal verwendbar.

  2. Hallo und Danke für Deine informative Site. Leider funkt der Link zu Deinem OS X – Setup nicht – ist evtl. dem Umzug auf „Rechnerkram“ zum Opfer gefallen? Hätte mich als „Jungswitcher“ sehr interessiert.
    Grüße aus Tirol!

  3. Wenn du normale Textnotizen auf dem Mac mit schöner Übersicht willst, dann schau dir mal Notational Velocity an. Sehr schlank, speichert alles als txt und kann nach Wahl auch einfach mit simplenote synchronisiert werden. Ich liebe es, vor Allem, da es komplett per Tastatur gesteuert werden kann.

    CMD + Space (Alfred) -> „Not“ tippen -> Enter -> Vorhandenen oder neuen Notiztitel eingeben -> Enter -> Tippen -> Fertig

    Gespeichert wird während dem Tippen.

    Alfred ist die App und inzwischen sehr ausgereift und umfangreich. Vor Allem mit Powerpack. Appstarter, Datei/Ordner suchen und öffnen, iTunes steuern, Rechner, Adressbuch, Mail, Custom Websearches und Clipboard. Alles was ich brauche mit der Tastatur zu steuern und dazu schnell und einfach.

    Sparrow schaue ich mir im Moment an und ich denke, es könnte tatsächlich Mail ersetzen, wobei ich da mal auf Lion warte.

    Nur Newsreader kenn ich noch keinen guten. Reeder schreckt mich wegen dem Preis und fehlender Demo ab…

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