EMUI009 Linux Tag 4

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Ein weiterer Tag mit Linux und ein Zwischenfazit. Evtl. auch schon das Ende der Serie, aber hört mehr im Podcast. Der Titel der ersten Sendung war wohl zu hoch gegriffen.

One thought on “EMUI009 Linux Tag 4

  1. Du nutzt doch den Synaptics-Treiber? Hm… Ich hatte 2010 auf Ubuntu und seitdem auf Debian und Arch nie die von Dir beschriebenen Probleme mit der versehentlichen Fingererkennung und Ungenauigkeit meines Magic Trackpads (ist aber auch extern).
    Warum kein “Rubberband-Scrolling”/”Bounce-Back”: PATENTE! Darum ist das auch nicht in Android. Wurde aber letzten Herbst für ungültig erklärt, man darf also hoffen: http://thenextweb.com/apple/2012/10/23/oh-snap-us-patent-office-issues-initial-invalidation-of-apples-rubber-banding-patent/

    Verstehe das absolut, dass Du Software willst, die Spaß macht. Für mich war 2006 der Fenstermanager Compiz mit seinen revolutionären 3D-Effekten der letzte Grund, Linux zu meinem Hauptsystem zu machen. 🙂
    Recht hast Du auch auf jeden Fall, dass die Software nicht so poliert ist wie auf OS X. Ist klar, an den meisten GUI-Applikationen arbeiten auch ‘nur’ freie Entwickler in ihrer Freizeit und werden nicht mit Geld beworfen. Wäre mir anders auch lieber, aber tante hat in seinem Podcast das einmal auch ganz gut so formuliert, dass man auf Linux eben glücklich ist, wenn man etwas Funktionales gefunden hat…

    Es stimmt, dass die Community versplittert ist und gewisse Selbstzerfleischungstendenzen vorhanden sind. Grabenkämpfe zwischen Anhängern verschiedener Philosophien, wie meiner gegen die Canonicals. Es ist so, aber es ist auch nicht verwunderlich bei einer Szene, die eben im Herzen auf freien Hacker-Werten basiert.
    Der ‘Diktator’, den Du Dir für die Linux-Landschaft ersehnst, wird in Form von systemd als einem über immer mehr Distributionen übergreifenden Systemdienst, über den sukzessive mehr Systemkonfiguration geregelt wird, Realität. Ubuntu scheert auch da aus und setzt unverständlicherweise weiterhin auf sein eigenes “Upstart” – um Phoronix-Forum schließt man Wetten darüber ab, wann sie einknicken und feiert die Release-Notes von neuen Upstart-Versionen als Running Gag.

    Zu dem “KDE kopiert eher Windows” sei noch gesagt: Microsoft hat bei Vista einiges von KDE 3 und GNOME 2 übernommen (Beispiel: Die ‘Brotkrummen-Navigation’ im Dateimanager über die klickbare Ordnerhierarchie).
    Bei KDE Plasma (die normale Desktop-Oberfläche) besteht der gesamte Desktop aus Widgets (“Plasmoids”) und daher ist dessen Aussehen sehr frei konfigurierbar. Auch das Startmenü austauschbar. 😉
    Die GNOME 3 Shell ist zu großen Teilen in JavaScript geschrieben, darum kann auch eine Webseite im Gnome-Browser Deinen Desktop verändern. Warum sie das noch nicht in den Desktop integriert haben, erschließt sich mir auch nicht ganz, wahrscheinlich ist, dass die Erweiterungen als ‘Hacks’ von Dritten starteten, denen die Änderungen an GNOME 3 nicht gefielen (z.B. war lange kein Herunterfahren möglich, nur Standby und Ruhezustand) und die GNOME-Entwickler versperrten sich dann etwas diesen Hacks… Heute aber dürfte es historische Gründe haben, und dass noch niemand dazu kam, es wie bei KDE in den Desktop zu integrieren.

    Dein Fazit ist verständlich. Wenn man wenig Zeit und dafür Stress hat, ist so ein Experiment nicht angenehm.

    Zum Mac-Kauftipp für den Mann mit Geld sei noch gesagt, dass es heute auch sehr leicht ist, einen Hackintosh aufzusetzen, solange man einigermaßen populäre Intel-Hardware verwendet. Auch viele PCs von der Stange kommen damit prima klar, Kompatibilitätslisten gibt es bei osx86project.org. Das könnte man vom Aufwand zwischen ein Linux und Windows stellen. Eine gewisse Kompetenzaneignung ist erforderlich, aber dann funktioniert das auch sehr gut. Eventuell ja auch eine Möglichkeit für Dich.

    Letztendlich Danke für Dein wohlwollendes Urteil. Tante war da bei OS X nicht so gönnerhaft.

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