A Declaration of the Independence of the Cyberspace

John Perry Barlow (1947–2018):

Governments of the Industrial World, you weary giants of flesh and steel, I come from Cyberspace, the new home of Mind. On behalf of the future, I ask you of the past to leave us alone. You are not welcome among us. You have no sovereignty where we gather.

We have no elected government, nor are we likely to have one, so I address you with no greater authority than that with which liberty itself always speaks. I declare the global social space we are building to be naturally independent of the tyrannies you seek to impose on us. You have no moral right to rule us nor do you possess any methods of enforcement we have true reason to fear.

Read the full declaration on the site of the EFF.

Don’t travel to the US if you can. At the border you won’t have any privacy in terms of your digital devices. And bringing a burner and a cleared laptop probably means only trouble. 

Read what a Canadian had to go through when he wanted to visit his boyfriend:

US Customs block Canadian man after reading his Scruff profile

“They said, ‘Next time you come through, don’t have a cleared phone,’ and that was it.

Passwords

What happens at the US-border of I just don’t know my passwords? I know only the password of my pw-manager and if I don’t have it with me, there is no chance that I could tell them my passwords…

It is Trump night again. I see sooo many face palms and dented desks…

Trump has an inverse reality distortion field. Jobs had one that distorted the reality from everyone else, Trump has one that distorts only his reality.

Tim Harford about trade

A great post by Tim Harford what is great about trade. You should read it.

there are two ways to make cheese in the UK: the obvious way, using cows, and the indirect way, by making cars and then trading the cars in exchange for cheese.

I’d say that I am an economist by training and I am actually pro-free trade and against distortions like subsidies. In my opinion the EU could for example remove the subsidies for farmers, the US should do so, too. Both economic areas talk a lot about free trade but harm poor countries with exactly such subsidies which destroy world market prices of goods like corn for example. And that means that poor countries have a hard time to produce those goods. Sure, if we would drop those subsidies our agricultural sector would have a real problem but it would also mean that we probably increase the welfare somewhere else by more than we increase them here by our subsidies. It is easy to say for me since I am not a farmer but maybe other countries should get a shot at a better standard of living, too. And it can’t be that our institutions demand free trade from other countries but increase trade barriers to those for protecting their own and hurt the countries where they do the demands and thus hurt those countries in these end. Please, more free trade. We probably find a better way for getting a middle ground in terms of regulations that protect the consumers but all in all I want more free trade. And I am anxious about those tendencies to get back to more isolationism. In the end it is probably trade or war. I prefer trade.

Fehlende Bürgerbeteiligung beim Tempelhofer Feld

Die TAZ hat einen Artikel geschrieben über die fehlende Bürgerbeteiligung beim Tempelhofer Feld. Essenz des Artikels ist: Alle wollen direkte Demokratie und dann kümmert sich niemand. Nachdem ich den Artikel komplett gelesen habe, dachte ich nur “What the Fuck? You serious?

Seit Dezember 2015 gibt es eine Webseite auf der man sich beteiligen kann beim Tempelhofer Feld. Die Phase des Sammelns der Vorschläge geht laut dem Artikel bis Ende Februar. Tilmann Heuser, der Koordinator der Bürgerbeteiligung und Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz teilt aber mit, dass die Werbung noch nicht richtig angelaufen sei dafür. Wir schreiben übrigens den 20. Januar. Es gebe wohl auch Veranstaltungen vor Ort um den Dialog zu suchen.

Finde ich interessant. Ich wohne etwa 5 – 10 Minuten fußläufig vom Tempelhofer Feld. Und ich wusste exakt nüscht davon. Zugegeben, ich habe mich nicht wirklich gekümmert was da gemacht wird und wie die Bürgerbeteiligung aussehen wird. Ich schließe mal von mir auf andere, aber ich glaube anderen geht es ähnlich. Und zur Abstimmung wurde ja ohne Ende Werbung gefahren.

Meine Vermutung war, dass man informiert wird als Anwohner. Man könnte ja die Anwohner im Umkreis per Flugzettel im Briefkasten informieren. Dürfte nicht so schwer und teuer sein. Und wie kann ich denn bitte eine Plattform zur Bürgerbeteiligung starten, Werbung dafür einplanen und dann die Werbung so spät anlaufen lassen, dass bei der ersten Phase davon noch nahezu nichts zu sehen ist.

Ich glaube nicht, dass es unbedingt am Unwillen der Bürger liegt, dass sich da niemand beteiligt. Sondern an fehlender Kommunikatio und einfach nahezu niemand davon weiß, dass es die Plattform gibt.

Zu wenig Schmerz

“The silent majority is outraged!”

@tante

TL;DR: Die Totalüberwachung der NSA und anderer Nachrichtendienste wird als Problem wahrgenommen, aber es tut nicht weh genug.

Heute habe ich mir den Vortrag von Jacob Appelbaum auf dem 30C3 angesehen. Das war schon ziemlich heftig, auch wenn ich Teile davon wusste. Und wie so oft in den letzten Monaten musste ich über die ganze NSA-Sache nachdenken. Was es für mich bedeutet und warum der laute Aufschrei fehlt. Die Medien berichten darüber. Das Thema scheint die Leute zu interessieren, ansonsten wäre es schon längst wieder aus den Medien verschwunden. Schließlich leben sie von Einschaltquoten und Verkaufszahlen.

Ich unterhalte mich auch immer mal wieder mit Menschen über das Thema, die sich nicht in meiner Tech-Filterblase befinden. Die Meinung ist weitgehend: “Es ist schlimm, aber was soll ich schon tun?” Und wenn das Gespräch lang genug anhält, dass Verschlüsselung angesprochen wird, ist sie entweder zu kompliziert oder die Reaktion ist schlussendlich: “Und mit wem schreib ich dann? Benutzt ja sonst niemand.”

Also die üblichen und bekannten Probleme.

Aber vielleicht ist es auch noch etwas anderes. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass vor ein paar Jahren viele Leute File Sharing betrieben haben, um nicht nur Linux-Distributionen herunterzuladen. Mit der Zeit ist es weniger geworden. Denn die Einschläge kamen näher. Und wenn auf einmal die Abmahnung bei Freunden landete oder gar bei einem selbst, dann war Schluss damit1. So lang das aber nicht passierte, wusste man zwar um die Gefahren, machte aber munter weiter. Ich denke mit der Totalüberwachung durch Nachrichtendienste ist es ähnlich. So lang man die Gefahr nicht zumindest aus zweiter Hand erlebt, ist die Gefahr einfach zu fern, zu abstrakt. Es ist noch nicht mal ein “Ich habe nichts zu verbergen”, als ein “Mir wird schon nichts passieren”. Das Bewusstsein der Datenabgraberei durch Unternehmen und Staaten scheint vorhanden zu sein. “Warum soll ich meine E-Mails verschlüsseln? Ich benutz Google Mail, die lesen doch eh alle meine Mails”, habe ich gerade erst heute zu hören bekommen.2 Ich höre von mehr Leuten, als ich erwartet habe, dass sie z.B. Facebook gar nicht oder sparsam benutzen. Sie wollen eben nicht, dass eine Firma sie plötzlich besser kennt, als sie sich selbst.

Der Schmerz ist einfach nicht groß genug, als dass man dagegen etwas tun möchte. Es gibt auch keine lauten Bürgerrechtsgruppen3, die sich um das Problem kümmern. Ich sehe ja noch nicht einmal aus dem linksextremen Lager Poster oder ähnliches. Und in der Gegend in der ich lebe, rufen sie auf Postern zu diversen Straftaten wegen der Gentrifizierung auf.

Die einzigen, die sich darüber so sehr darüber aufregen, dass sie nach weiteren Informationen zum Thema suchen und vielleicht sogar etwas schreiben, sind du und ich. Ja, du, der diesen Text gerade liest. Sonst hättest du den Weg nicht hierher gefunden. Und was habe ich getan? Ich mache mir seit Monaten Gedanken und schaffe es nicht einmal mich zu überwinden mein Betriebssystem zu etwas zu wechseln, das vermutlich etwas sicherer ist. Geschweige denn den Versuch zu starten mich mit anderen zu organisieren, damit das Thema in den Meatspace getragen wird. Der Schmerz ist einfach nicht groß genug.

“Gebt mit sechs Zeilen von der Hand des ehrlichsten Mannes, so werde ich etwas finden, um ihn an den Galgen zu bringen.”
— Armand Jean du Plessis Richelieu


  1. Und wechselte zu Streaming-Plattformen…

  2. Ja, ich habe dann gleich drauf hingewiesen, dass Google dann nicht mehr die Mails lesen könne. Die Antwort darauf war, dass der Inhalt den Aufwand nicht wert sei und wenn das wirklich jemand bei der NSA liest, hat der Analyst der NSA es nicht anders verdient als an purer Langeweile zu sterben.

  3. Nein, im Netz dazu etwas zu schreiben ist nicht “laut” sein. Stände in Fußgängerzonen und auf Volksfesten haben ist laut, Flyer verteilen ist laut, Leute auf der Straße aufklären ist laut, Politiker ansprechen, ihnen Briefe und Faxe schreiben ist laut.

Japan State Secret Law im Blue Moon

Am 02.01.2014 hab ich bei Marcus Richter aka Monoxyd im Blue Moon mit freier Themenwahl angerufen und über das neue Gesetz zu Staatsgeheimnissen in Japan gesprochen.

Den Blue Moon gibt es hier zum Download. Ich bin gleich der erste Anrufer.