Computer, Worth Reading, Worth Watching

vim-tricks without plug-ins

vim is a text-editor I use a lot in my daily work. I even wrote my whole thesis with it. Most of the notes I do on my computer I do in vim, when I configure software I use vim, when I rarely code I use vim. The reason for me to start mutt, a console-based e-mail-client, was that it allowed me to use vim for writing e-mails1. Some time ago I found a presentation I finally watched which explains some nice-tricks you can do without using plug-ins:

  • file-search
  • tag-jumping
  • auto-completion
  • file system navigation and some more

I knew some of the stuff already but the talk was interesting nonetheless. If you use vim, watch it. And if you want more I can really recommend Practical Vim by Drew Neil.


  1. Nowadays I appreciate mutt for itself as well and each time I try something else, I switch back to mutt pretty fast.

Worth Reading

Book recommendation: Necrotech

I am a big fan of everything that fits into the wide array of genres related to cyberpunk. Recently I came by across a book called “Necrotech” by K.C. Alexander. I am not only a reader but also a big fan of cyberpunk-role playing games1. One of the problems those games face is a way to limit how much cyberware, technological enhancements implanted into the body, a character can accumulate. In Cyberpunk 2020 the characters loose Empathy. And when people have too much cyberware in them they become mass-killing pschopaths and there is a special police force that hunts those people down. When you remove the cyberware and go to psychological counseling you can regain it. But at the same moment it leads to stuff like my assassin character to whom I gave an empathy of 102 so that I could put as much CW as possible into him. In Shadowrun people loose Essence. All in all it doesn’t make much of a difference for mundane characters how much they lost. If you reach 0, you usually die.

In Necrotech the author did something similar to Cyberpunk 2020. People who implant too much cyberware become suddenly owned by their own cyberware and then start going onto a killing spree. And thus become kind of a cyberzombie who can even loose parts of their body and still go on since the cyberware controls the body now and not really the brain. And through new developments in the book it becomes a crossover of cyberpunk and starting zombie-apocalypse.

The main character is a woman who is a tough mercenary who wakes up with memory loss in a tough situation. And when she gets back to her team, they are not happy to see her while they think that she betrayed them. An interesting set up with a female main character who isn’t that stereotypical with some nice ideas of a modern cyberpunk world which extrapolates technologies and ideas from the beginning 21st century instead of the usual 80s make it a fun read if you like action and/or cyberpunk. Give it a shot.

P.s.: I should write more often about the books I liked reading.


  1. as in pen & paper

  2. the max value

Opinion, Politics, Worth Reading

Idee: Strafazahlung für Unternehmen, die zu geringe Gehälter zahlen

Bei Bloomberg hab ich einen interessanten Artikel von Barry Ritholz gelesen, in dem es darum ging, dass McDonald’s und Wal-Mart die größten “Bezieher” von Sozialleistungen sind. Danach geht der Autor auf mögliche Lösungen, mit einem sehr interessanten Vorschlag ein.

Kurz etwas zum großen M und zu Wal-Mart. Laut Artikel hat McDonald’s eine eigene Hotline, die ihren Mitarbeitern hilft, quasi Hartz IV-Anträge auszufüllen bzw. dem Äquivalent davon in den USA. Wal-Mart hat die größte Gruppe an Medicaid-Beziehern, das Krankenversicherungsprogramm in den USA für Menschen mit niedrigem Einkommen und die größte Gruppe an Beziehern von Lebensmittelmarken. Mitarbeiter von Wal-Mart beziehen im Schnitt $1000 an öffentlichen Hilfen.

Nun zu den Lösungsvorschlägen. Zwei sind bekannt: ein höherer Mindestlohn (ja, im Gegensatz zu Deutschland haben die USA einen, auch wenn er gering ist) und ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Den dritten genannten Vorschlag kannte ich noch nicht, würde ich aber auch gerne in Deutschland umgesetzt sehen. Ritholz schlägt vor, dass Unternehmen, die ihren Mitarbeitern so wenig Gehalt zahlen, dass sie staatliche Unterstützung benötigen Strafzahlungen auferlegt bekommen. Und zwar in einer Höhe der staatlichen Hilfe durch den Staat. Sprich: das Geld, dass Aufstocker bekommen, bekommt der Staat zurück vom Unternehmen. Damit werden die Kosten vom Staat, also uns, dem Unternehmen, dass sich nicht wirklich sozial verhält aufgebürdet. Natürlich wird es dann immer noch Unternehmen geben, die immer noch zu wenig zahlen, denn sie haben schließlich auch Steuerersparnisse durch geringere Bruttolöhne. Meiner Meinung nach sollten aus diesem Grund die Strafzahlungen so hoch sein, dass es keinen Unterschied mehr gibt zwischen Bezahlung des Arbeitnehmers und zu geringer Bezahlung des Arbeitnehmers plus Strafzahlung. Ausweichmöglichkeiten gibt es vermutlich trotzdem. Spontan fallen mir Teilzeitarbeit und Minijobs ein, sollte die Regelung nur für Vollzeiter gelten. Aber sicherlich gibt es da auch Lösungen wie anteilige Strafzahlungen falls der Arbeitnehmer trotzdem staatliche Leistungen in Anspruch nehmen muss.

Ich sehe das nicht kommen, vor allem nicht unter einer von der CDU geführten großen Koalition weil der Arbeitgeberverband Sturm laufen würde. Eine schöne Idee finde ich es trotzdem.

Japanisch, Japanisch Lernen, Worth Reading

Buchempfehlung: Making Sense of Japanese

Japanische Grammatik ist auf den ersten Blick relativ einfach. Ein paar wenige Zeitformen, keine Artikel, keine Geschlechter, kein Plural oder Singular und und und. Besteigt man jedoch den Berg des Japanischen, so stellt man beim Erreichen des Gipfels fest, dass es dahinter noch einen gibt, der höher liegt. Und hat man auch diesen erreicht, so stellt man fest, dass dahinter ein noch höherer liegt. Ein bisschen wie in der Simpsons-Szene als Homer einen hohen Berg besteigen soll und denkt, dass er nicht sonderlich hoch ist und ihm dann der zweite und dritte Gipfel auffällt.

Vor kurzem bin ich über ein Buch gestolpert, dass einem ein wenig zusätzliches Kletterzeug an die Hand gibt um den Berg zu besteigen: “Making Sense of Japanese: What the Textbooks Don’t Tell You” von Jay Rubin. In der Staatsbibliothek Berlin habe ich die Version von 1992 (Sig: 1A553 970) gefunden.

Die Hauptzielgruppe sind Japanisch-Lernende, die gerade dabei sind von Lehrbüchern auf natürliche Texte zu wechseln. Meiner Meinung nach ist das Buch für jeden geeignet, der bereits Keigo (Höflichkeitssprache) intensiver behandelt hat.

Die behandelten Themen sind ausschließlich grammatikalischer Natur. Der Unterschied von は und が, wie funktioniert das nochmal mit あげる, くれる, もらう, Passiv und Passivkausativ und mehr. Sehr interessante Sachen, die man evtl. schon mal gehört hat aber hier nochmal in einer Weise wiederholt werden, dass man ein besseres Verständnis erhält. Rubin schlägt auch vor, dass man sich die Sachen auch nochmal in seinem Lehrbuch anschauen sollte, nachdem das Buch gelesen hat.

Rubin benutzt viele natürliche Beispiele, meist aus Romanen von bekannten Schriftstellern wie Murakami Haruki oder Mishima Yukio. Teilweise auch selbst gewählte. An diesen sieht man dann auch meiner Meinung das Alter des Buches: das Japanisch fühlt sich alt an. Min. 20 Jahre – das war eine Schätzung bevor ich auf das Erscheinungsdatum geschaut hatte. Trotz dessen ist das Buch sehr lesenswert und kann nur jedem empfohlen werden meiner Meinung nach.

Bei Google Books gibt es eine Preview des Buches mit Inhaltsverzeichnis und Introduction (Link)
Das Buch kostet in der Auflage von 2002 bei Amazon aktuell 10,86€ (Link zum Buch).

Society, Worth Reading

Yakuza Moon – Ein anderes Japan

Cover von Yakuza MoonShoko Tendo ist aufgewachsen als Kind eines hochrangigen Mitgliedes der Yakuza und hat auch seinen Fall miterlebt. Gleichzeitig kann man in ihrer Autobiographie “Yakuza Moon: Memoirs of a Gangster’s Daughter” sehr gut sehen, wie sie selber in ein Milieu geraten ist, über das man eher selten liest bzw. dessen Sichtweise man selten findet, wenn man sich mit Japan beschäftigt.
Vom verhätschelten Kind, dass aber auch Gewalt im Familienhaus erfahren musste, zum Mitglied japanischer Jugendgangs, zur drogenabhängigen Hostess, in Beziehungen, die glaub ich niemand als erfahren möchte.
Eins der wenigen Bücher in der letzten Zeit, die ich wirklich verschlungen habe. Stellenweise nicht für zarte Gemüter, da es wirklich gewalttätig zugeht und Tendo ihre eigenen Erfahrungen sehr bildhaft beschreibt. Dazu kommen ein paar sehr schöne Schwarz-Weiß-Fotos aus ihrer Vergangenheit.

Wirklich empfehlenswert. Das Buch hat knapp 200 Seiten und liegt in englischer Übersetzung vor. Bei Amazon kostet es aktuell um die 9€.

Kommentare und Fragen sind wie immer gewünscht.