Rechnerkram

iTunes Match FAQ

Heute ist iTunes Match gestartet und es sind eine Menge Fragen aufgekommen. Ich versuche sie hier zu beantworten mit dem was ich mir angelesen habe bzw. aus eigener Erfahrung raus.
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  1. Was kostet iTunes Match?
  2. Kann man mit einem iTunes Gutschein bezahlen?
  3. Was ist die Grenze an Titeln?
  4. Was passiert wenn ich mehr als 25.000 Titel habe?
  5. Wie bekomme ich auch mit mehr als 25.000 Titeln Match?
  6. Werden die Metadaten angetastet?
  7. Was wird auf keinen Fall gematcht?
  8. Was wird gematcht?
  9. Kann ich Lieder mit zu niedriger Bitrate trotzdem matchen?
  10. Wie lange dauert das Prozedere?
  11. Wie sehen Titel aus, die ich lösche und neu herunterlade?
  12. Was passiert wenn ich Match auf meinem iOS-Gerät aktiviere?
  13. Kann ich Lieder auf meinem iOS-Gerät löschen?
  14. Wie funktioniert das automatische Löschen?
  15. Funktionieren Smart Playlists auf iOS?
  16. Ist ein Ersatz für Spotify- oder andere Streaming-Dienste? Ich will doch Platz auf meiner Platte frei schaufeln oder meinem iOS-Device.
  17. Was passiert wenn Match ausläuft?
  18. Werden Lyrics synchronisiert?

1. Was kostet iTunes Match?

iTunes Match kostet 24,99€ pro Jahr.

2. Kann man mit einem iTunes Gutschein bezahlen?

Ja und nein. Ihr könnt über Guthaben bezahlen (aufgeladen z.B. durch einen Gutschein), es muss aber eine Kreditkarte oder Click’n’Buy als Zahlungsmittel im Konto hinterlegt sein.

3. Was ist die Grenze an Titeln?

Man kann max. 25.000 Titel + im iTMS (iTunes Music Store) gekaufte Titel haben. Es gibt drei Status: Matched, Uploaded und Purchased. Matched und Uploaded zählen in die 25.000 Titel rein, Purchased nicht.

4. Was passiert wenn ich mehr als 25.000 Titel habe?

Dann kann Match nicht aktiviert werden.

5. Wie bekomme ich auch mit mehr als 25.000 Titeln Match?

iTunes mit alt gedrückt starten (unter OS X) und eine neue Library anlegen, die max. 25.000 Titel enthält.

6. Werden die Metadaten angetastet?

Anscheinend nicht.

7. Was wird auf keinen Fall gematcht?

Titel, die größer als 200MB sind, Titel mit einer Bitrate < 96KBit, Hörbücher, ogg, mp4 (auch ohne Video), QuickTime-Dateien (danke an @gerritvanaaken). Bei FLAC und Losless hab ich leider keine Erfahrung.

8. Was wird gematcht?

Es wird gematcht über Titel, Künstler, Album, Song-Länge und ein Audio-Fingerprint. So wie es aussieht, wird auf jeden Fall nicht gematcht, was es nicht schon im deutschen iTunes Store zu kaufen gibt, auch wenn ein Titel in einem anderem internationalen iTMS erhältlich ist. (Danke @tblar)

9. Kann ich Lieder mit zu niedriger Bitrate trotzdem matchen?

Neu enkodieren mit höherer Bitrate. Am Besten in iTunes unter “Advanced -> Create AAC Version” konvertieren. Die Sachen hören sich danach natürlich immer noch räudig an. Mit Glück werden sie aber gematcht und nicht hochgeladen, dann könnt ihr euch die gute Qualität saugen.

10. Wie lange dauert das Prozedere?

Hängt von der Größe der Bibliothek ab, der Geschwindigkeit eurer Platte (meine USB-Platte war beim Datensammeln am Anschlag des USB2-Limits) und wenn’s ums Hochladen geht, von eurem Upstream. Ich rechne damit, dass meine 7500 “Artikel”, die hochzuladen sind, ein paar Tage brauchen werden.

11. Wie sehen Titel aus, die ich lösche und neu herunterlade?

Vier Fälle: Purchased ohne DRM, Purchased mit DRM, Matched und Uploaded.

  • Purchased ohne DRM: Die Datei bleibt wie sie ist inkl. Metadaten (inkl. Play und Skip Count, Rating etc.). Hat sich allerdings der Name bei der Rechnungsadresse geändert oder der Account, so ändert sich auch der Name im “Purchased by”-Feld bzw. -Account-Feld.
  • Purchased mit DRM: Herzlichen Glückwunsch, kostenloses Upgrade auf eine iTunes+-Datei (256 kBit, kein DRM), ansonsten identisch wie bei Purchased ohne DRM.
  • Matched: Der Titel kommt in 256KBit AAC runter und ist signiert (mit dem Namen in der Rechnungsadresse eures Zahlungsmittels), unabhängig vom vorherigen Format 128 und 320KBit MP3. Die Metadaten bleiben bis auf die Signatur identisch (inkl. Play und Skip Count, Rating etc.).
  • Uploaded: Die Datei kommt so runter, wie sie hochgeladen wurde. Keine Signatur, gleiche Qualität, die Metadaten sind identisch (inkl. Encoder und Kram).

12. Was passiert wenn ich Match auf meinem iOS-Gerät aktiviere?

Eure Library wird gelöscht und ihr dürft alles über’s Netz, das ihr hören wollt neu herunterladen. Batch-Download geht album- oder playlistweise. Die Lieder sollten beim Status Uploaded also in der Originalbitrate runtergeladen werden, alles andere (Matched, Purchased) in 256KBit – die Option der Reduktion der Bitrate kann dann nicht mehr verwendet werden.
Ein lokaler Sync der Musik über USB oder WLAN ist dann nicht mehr möglich. Alles andere kann weiterhin lokal synchronisiert werden.

13. Kann ich Lieder auf meinem iOS-Gerät löschen?

Ja, aber wie in iTunes nicht aus einer Playlist heraus. Ansonsten geht es album- und songweise aus den anderen Ansichten heraus über die Swipe-Geste auf dem Lied oder dem Album. Die gesamte Musik lässt sich löschen über: Einstellungen → Allgemein → Benutzung → Musik auswählen, dann die Swipe-Geste ausführen. (Danke @ilikeapfelmus und @seagers)

14. Wie funktioniert das automatische Löschen?

Wenn euer Gerät voll läuft, fängt iOS wohl das selbstständige Löschen an. Gelöscht wird wohl nach dem was ihr schon lange und wenig gehört habt.

15. Funktionieren Smart Playlists auf iOS?

Ja, mit Einschränkungen. Limits (max. 25 Lieder z.B.) funktionieren nicht. Ob “zuletzt gespielt am” und Play/Skip Counts synchronisiert werden ist unklar. Einige Leute sehen es, andere nicht. Ratings werden synchronisiert. Ob es noch weitere Einschränkungen gibt, ist mir unbekannt.
In iTunes funktionieren die Listen normal, aber unter iOS kann man dann Playlists wie die obigen komplett vergessen. (Danke @hessi und @tschookki)

16. Ist ein Ersatz für Spotify- oder andere Streaming-Dienste? Ich will doch Platz auf meiner Platte frei schaufeln oder meinem iOS-Device.

Ja und nein. iTunes auf einem Computer betreibt scheinbar echtes Streaming, allerdings müssen die Dateien einmal vorhanden gewesen sein für den Matching-Prozess. Ein automatisches Löschen für heruntergeladene Dateien gibt es aber wohl nicht.

Außerdem sollte man dran denken, dass wohl alle Dateien weg sind, die man nicht lokal lagert, wenn iTunes Match ausläuft. Daher ist es wohl geraten die komplette Musik min. einmal vorrätig zu halten.

Allerdings bedeutet das auch, dass man z.B. bei Computern mit kleiner Festplatte, die komplette Library auf einer externen Platte halten kann und dann unterwegs eine zweite Library anlegt (unter OS X iTunes mit alt gedrückt starten und eine neue kreieren). Bei der zweiten Library wird nur gestreamt bzw. nur ein Teil der Musik runtergeladen. Dank iTunes Match findet trotzdem eine Synchronisation statt.

Unter iOS wird die Datei runtergeladen und während sie runterlädt wird angefange abzuspielen. Das Abspielen setzt erst dann ein, wenn genug von der Datei runtergeladen wurde.

17. Was passiert wenn Match ausläuft?

iTunes Match lässt sich nicht mehr aktivieren, alle nicht lokal gespeicherten Songs werden gelöscht. (Danke @tblar)

18. Werden Lyrics synchronisiert?

So wie es aussieht, werden Lyrics nicht synchronisiert. (Danke Sebastian)

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iPhone, Opinion

Das iPhone als Handheld

GBGBADS

Auf Twitter habe ich seit einigen Tagen eine kleine Diskussion mit @Truhe von Tap to Play!, für das ich auch mal geschrieben habe, wie das iPhone als Handheld dasteht. Er selbst hat sich vor Kurzem auf ebay einen Game Boy Advance SP geschossen. Da 140 Zeichen nicht ausreichen, werde ich jetzt mal meine Meinung dazu ausbreiten.

Ich habe selbst einen Game Boy Advance SP (GBA) und einen Nintendo DS (DS). Für den GBA etwa 20 Spiele, für den DS etwa ein Dutzend. Für mein iPhone dürfte es irgendeine dreistellige Zahl sein.

Für alle drei Handhelds (und auch für die PSP, auch für andere “tote” Handhelds) gibt es großartige Spiele. Auf dem iPhone fehlen natürlich die Nintendo-Franchises und auch andere diverse exklusive Titel. Den GBA SP habe ich mir damals hauptsächlich wegen der Remakes geholt. Es gab nur wenige neue Spiele für den Handheld, die etwas taugten. Auf dem DS gab es mehr neue Spiele, die etwas taugten, aber auch hier nicht so viele wie man denken würde.

Auf dem iPhone hingegen gibt es eine wahre Explosion an Spielen. Viele haben nur eine kurze Spieldauer, aber kosten auch nur wenig. Selbst “große” Titel wie Final Fantasy 3 kosten nur etwas mehr als 10 Euro, in der Regel sogar weniger als 10€.

Selbst mit kleinem Geldbeutel kann man sich eine stattliche Spielesammlung aufbauen. Viele der Spiele mögen “kleiner” sein, als die von GBA oder DS aber der Preisfaktor alleine entschädigt. iOS-Spiele sind selbst im Vergleich zu gebrauchten GBA- oder DS-Spielen in der Regel um einiges günstiger. Dazu kommt, dass man sein iPhone immer dabei hat. Und selbst als ich nur einen iPod Touch hatte, war der immer am Mann. Schließlich sind es auch verdammt gute PDAs und MP3-Player. MP3s, Videos und PDA-Funktionen lassen sich auch bei einem DS oder GBA nachrüsten aber die sind weit entfernt von dem, was auf einem iOS-Gerät möglich ist. Also muss ich die Geräte immer zusätzlich einpacken und habe das Risiko nicht das Spiel dabei zu haben, auf dass ich gerade Lust habe. Die ganze Sammlung will man schließlich nicht mit sich rumschleppen. So ähnlich wie der Umstieg damals von Walkman oder tragbaren CD-Spielern auf MP3-Player mit mehreren GB Kapazität. Auf dem iOS-Device habe ich in der Regel eine Tonne Spiele dabei (ich hoffe Apple bringt mal ein 64GB-iPhone raus…) Nun gut, arbeitet man mit nicht legalen Möglichkeiten ist ähnliches auch auf dem DS möglich, aber selbst dann fehlen die anderen Fähigkeiten.

Würde mich heute jemand fragen, was er sich für einen Handheld kaufen sollte – gebraucht oder nicht gebraucht, würde ich immer zum iPod Touch oder iPhone raten. Selbst wenn da Mario, Zelda, Metroid und Castlevania fehlen. Es gibt so gute bis sehr gute Spiele, das einem nicht langweilig wird. Für Hardcore-Nintendo-Fans ist das natürlich nichts oder für die, die jammern, das Mario fehlt. Aber egal welchen Handheld ich kaufe, es fehlt immer was. Auf den Nintendo- und Sony-Geräten habe ich kein Carcassone, kein Monkey Island SE, Galaxy of Fire u.a. Irgendwas fehlt immer, aber da muss man sich dann wirklich alle Handhelds kaufen. Dazu kommt die Überlegung wieviel Zeit man zum Spielen hat. Man hat nur begrenzt Zeit. Und da dürften die iOS-Handhelds weitaus mehr Bang für den Euro bieten als die Konkurrenz.

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Für die Interessierten, was auf dem Photo zu sehen ist. Das ist meine Game Boy-, Game Boy Advance-, Nintendo DS- und Wonderswan Crystal-Sammlung (Teile davon, besonders im Game Boy-Bereich gehören meiner Freundin).

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p style=”font-size:12px;”>Links oben ein Game Boy Color, darunter ein Wonderswan Crystal. Dann ein Game Boy Advance SP Mini-Famicom-Edition, darunter ein Nintendo DS 1. Generation. Daneben für den Game Boy:

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p style=”font-size:12px;”>Tetris, Pocket Love (ein japanisches Dating-Spiel), Warioland, Tetris Plus, Parodius, Die Schlümpfe, Hook, Rockman World 2 (die jap. Fassung von Mega Man 2), Seiken Densetsu (Mystic Quest hieß es in Deutschland), Aladdin, Tetris, Super Mario Land, Pokémon Blue

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p style=”font-size:12px;”>Dann für den GBA folgende Mini-Famicom-Spiele (das sind NES-Ports für den GBA): Ice Climber, Super Mario Bros, Super Mario Bros 2 (aka Lost Levels), Zelda 2, Zelda 1

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p style=”font-size:12px;”>Dann von links nach rechts:

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p style=”font-size:12px;”>DS: Metroid Prime Hunters Demo, Feel the Magic XY XX, 2x Super Mario Kart DS, Super Mario 64, Zelda: Phantom Hourglass, Metroid Hunters, Tadashii Kanji Kakitori-Kun (ein “Spiel” zum Lernen japanischer Schriftzeichen für jap. Grundschüler), Anno 1701, Tetris DS, Taiko no Tatsujin, The World Ends with You, Chrono Trigger, Final Fantasy IV, Final Fantasy Tactics A2

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p style=”font-size:12px;”>GBA – nach den ersten 5 Spiele, kommen nur noch japansiche, daher das andere Verpackungsformat: Earthworm Jim, Shining Force, Final Fantasy 5, Final Fantasy 6, Metroid: Zero Mission, Shin’yaku Seiken Densetsu (ein Remake von Seiken Densetsu, s.o.), Final Fantasy 1&2, Golden Sun 1, Golden Sun 2, Tales of Phantasia, Family Tennis, Donkey Kong Country, Super Mario Advance 2 (aka Super Mario World), Super Street Fighter 2 Turbo, Zelda 3, Final Fantasy Tactics Advance, Super Mario Advance 3 (aka Super Mario Bros 3); in einer der DS-Packungen steckt noch Super Mario Advance 4 (aka Yoshi’s Island)

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p style=”font-size:12px;”>GB (japanisch; daher das Packungsformat): Zelda 4, Gargoyles Quest

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p style=”font-size:12px;”>Wonderswan Crystal: Final Fantasy IV, Front Mission

Computer, iPhone, Japanisch

Wörterbücher im Netz und auf dem Rechner

Nach einem Artikel über iPhone-Apps zum Japanisch-Lernen und Artikel zu Wörterbüchern auf dem iPhone, gibt’s nun etwas Material zu Wörterbüchern im Netz, für Mac OS X und Linux. Dies hier soll eine Übersicht bieten. Die meisten Anwendungen, die ich hier erwähne nutze ich selber schon ziemlich lange. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Online

Wadoku.de: Das Wadoku ist wohl das bekannteste japanisch-deutsche Wörterbuch im Netz sein. Selten trifft man auf fehlende Wörter und findet man doch einmal ein Wort das fehlt, kann man es relativ einfach selbst registrieren. Zum Zeitpunkt des Artikels sprechen sie von ca. 250.000 Einträgen.

 

Japanisch-Deutsches Kanji-Lexikon: Das Japanisch-Deutsche Kanji-Lexikon ist, wie der Name sagt ein Wörterbuch um Kanji herauszusuchen. Meines Wissens nach die einzige Möglichkeit im Netz nach deutschen Übersetzungen von Kanji zu suchen.

WWWJdic: Das WWWJdic ist ein Interface für mehrere Online-Wörterbücher. Das Bekannteste dürfte hierbei wohl das edict sein. Ein sehr umfangreiches Wörterbuch das Japanisch-Englisch spricht. Es ist auch ein Interface für das Wadoku, wobei es meines Wissens nach nicht so aktuell ist wie das “richtige” Wadoku sondern immer ein etwas älterer Snapshot. Ein weiteres interessante Wörterbuch im WWWJdic ist das enamdict. Wer sich schon mal mit japanischen Namen auseinandersetzen musste, wird wissen wie schwer es ist Lesungen dafür herauszufinden. Das enamdict ist dann das passende Wörterbuch hierfür. Allerdings muss man warnen, dass man bei Namensübersetzungen von Autoren deren Werke man zitieren will, besser noch einmal Google eingehend befragt, da viele Namen mehrere Lesungen besitzen und man sich nie 100% sicher sein kann, wenn man Autorennamen und Lesung nicht nebeneinander stehen gesehen hat. Das WWWJdic hat außerdem auch eine sehr brauchbare Möglichkeit um Kanji nachzusehen. Als Datengrundlage benutzt es das kanjidic.

ALC: Habt ihr mit sozialwissenschaftlichen Texten (z.B. Texte aus der Politik oder Wirtschaft) zu tun werdet ihr des öfteren an die Grenzen von Wadoku und Edict stoßen. Dann ist ALC, ein erweitertes Interface zum Eijirō euer Freund. Es enthält nicht nur den Content des Eijirōs, sondern auch viele Beispielsätze und daher kommt seine Stärke. Viele Wörter wird man nur in Beispielsätzen und deren Übersetzung finden und kann daran sehen wie bestimmte Wörter benutzt werden. Außerdem hat es im Bereich Wirtschaft und Politik noch einiges mehr an Wörtern als die obigen beiden.

Denshi Jisho: Denshi Jisho ist ein weiteres Interface für edict und kanjidic. Allerdings sieht es um einiges hübscher aus als das WWWJdic. Beim kanjidic bietet es ein schönes Ajax-Interface um sich Kanji zusammen zu klicken. Besonders nützlich ist dies auf dem iPhone, da es hierfür ein angepasstes Interface gibt, das schnell und zuverlässig funktioniert.

Kotobank: Seit einiger Zeit gibt es ein freies Japanisch-Japanisch-Wörterbuch im Netz: Kotobank. Es speist sich aus einer ganzen Reihe Wörterbücher und ist eine wirklich feine Sache. Natürlich ist so etwas nur für fortgeschrittene Lerner.

Popjisyo: Popjisyo möchte ich hier nur für eine Funktion erwähnen: seine Bookmarklets. Ein Bookmarklet ist ein Lesezeichen, das Javascript enthält und dann etwas mit der Seite tut auf die man es anwendet. Nutzt man die Bookmarklets von Popjisyo kann man auf einer japanischen Seite über die Wörter fahren und bekommt Lesungen und Übersetzungen. Es gibt sowohl eins für Deutsch als auch für Englisch. Da es ein Bookmarklet ist funktioniert das Ganze browserunabhängig.

Rikaichan: Der einzige Grund warum ich manchmal zum Firefox greife ist Rikaichan. Dies ist ein FF-Plugin, dass an sich das Selbe macht wie Popjisyo aber schneller und zuverlässiger ist. Darüberhinaus kann man auch mehrere Wörterbücher gleichzeitig verwenden für die Übersetzungen. Damit habe ich das umfangreichere Japanisch-Englisch-Wörterbuch, ein japanisch-deutsches und das enamdic zur Verfügung.

Reading Tutor: Der Reading Tutor ist ein Projekt der Tokyo International University. Er ist nützlich beim Lernen von japanischen Texten. Man wirft einen japanischen Text rein und bekommt diesen mit einer Wörterliste raus. Jede Vokabel, die er erkannt hat, ist dann verlinkt und drückt man auf den Link bekommt man rechts in einem Frame die entsprechende Vokabel angezeigt. Zusätzlich wird diese dann einer Vokabelliste hinzugefügt (bei einem Test während des Schreibens dieses Artikels hat diese Funktion allerdings nicht funktioniert). Der Reading Tutor kann Japanisch-Japanisch, Japanisch-Englisch, Japanisch-Deutsch und mehr. Vor Popjisyo und Rikaichan definitiv noch nützlicher gewesen aber zu Übungszwecken immer noch brauchbar.

 

Mac OS X

JEDict: Es gibt für den Mac sicherlich noch mehr Anwendungen als JEDict aber keine hat sich über die Zeit als so nützlich herausgestellt. JEDict ist Shareware und erlaubt in seiner nicht registrierten Variante nur die Benutzung von edict und kanjidic. Registriert man es jedoch ($25 normal/$15 für Schüler und Studenten) kann auch weitere Wörterbücher im edict-Format nutzen. Auf Jim Breen’s Japanese Page gibt es eine Liste mit weiteren Wörterbüchern. U.a. gibt es auch welche mit Spezialvokabular für Jura, Informatik, Buddhismus und mehr. Das Wadoku gibt es hier im edict-Format. JEDict erlaubt es nun offline über alle installierten Wörterbücher gleichzeitig zu suchen. Zusätzlich hat es auch einen Service um nach Wörtern zu suchen und überwacht die Zwischenablage. Kopiert man also ein Wort, brauch man nach dem Wechsel zu JEDict nur noch Enter zu drücken um danach zu suchen. Außerdem kann man nach Kanji suchen in dem man sie zusammenklickt oder auch per rudimentärer Handschrifteingabe. Neue Wörter kann man über ein Userdict hinzufügen.

Jisho: Jisho von Sugoisoft ist eine Shareware, die $17 kostet. Es benutzt das JMDict und kann daher sowohl Englisch als auch Deutsch. Sein Interface ist sehr simpel und erlaubt nur die einfache Suche nach Wörtern. Schaue ich mir seit Jahren immer mal wieder an aber es ist dem obigen JEDict einfach weit unterlegen, da es weder eine ordentliche Kanji-Suche noch die Verwendung mehrerer Wörterbücher erlaubt.

Live Dictionary: Über Twitter wurde ich auf Live Dictionary aufmerksam gemacht. Es verspricht unter Mac OS X das Selbe zu leisten wie Rikaichan, allerdings für Safari. Aus meinen früheren Erfahrungen war es ganz nützlich, nur hatte ich den Mehrwert gegenüber Popjisyo oder Rikaichan nicht wirklich gesehen, wenn man es nur für Japanisch nutzen will. Vor allem, weil es knapp 18€ kostet und die anderen beiden Lösungen kostenfrei zur Verfügung stehen. Gegenüber den anderen beiden Lösungen bietet es allerdings noch eine größere Anzahl weiterer Sprachen an (z.B. Chinesisch, Schwedisch, Türkisch…). Bei meinem erneuten Test vor ein paar Minuten wollte es leider einfach nicht funktionieren, daher kann ich nichts zum aktuellen Stand der Software sagen. Im Forum der Anwendung gibt es auch einen Eintrag wie man die Anwendung für andere Anwendungen (z.B. Mail) benutzen kann.

 

Linux

GJiten: Für Linux ist mir an sich nur GJiten bekannt. Ein sehr einfacher edict-Client, der aber auch das Arbeiten mit mehreren Wörterbüchern unterstützt. Unter FreeBSD habe ich ihn leider nie zum Laufen gebracht.

Tagaini Jisho: Heute bin ich noch über Tagaini Jisho gestolpert. Dieses ist betriebssystemübergreifend und damit mit Windows, Mac OS X und Linux benutzbar. Es scheint das edict und kanjidic zu benutzen. Es soll nicht nur zum Nachschlagen sondern auch zum Lernen verwendet werden. Man kann hierfür Wörter einer Vokabelliste hinzufügen, die durch das Programm abgefragt wird. Allerdings ist es eine ziemlich hässliche Java-Anwendung.

Wadoku-Notify: Wadoku-Notify wurde mir vom Entwickler per Mail zugetragen. Wadoku-Notify kann man sich laut ihm wie ein systemweites Rikaichan vorstellen. Allerdings greift es auf das Wadoku zu und nicht auf das JMDict. Laufen tut das Ganze aktuell unter Linux, Windows und auf dem Nokia N900. Eine OS X-Version ist wohl in Vorbereitung. Der Sourcecode ist auf github zu finden. Getestet habe ich die Anwendung selbst nicht.

Über Ergänzungen, Kommentare und Fragen freue ich mich wie immer 🙂

iPhone, Japanisch

Wörterbücher für das iPhone

Ein kurzer Artikel zu den zwei Wörterbücher, die ich für das iPhone benutze. Ich habe mehrere durchprobiert aber die beiden halten sich schon seit langem auf meinem iPhone. Allerdings muss ich sagen, dass ich sie nur benutze um mal schnell ne Vokabel unterwegs nachzuschlagen. Wenn ich z.B. richtig Übersetzungsarbeit leisten muss, im Internet was Japanisches lese oder Fachtexte auf Japanisch lese, benutze ich andere Mittel aber das soll nicht Bestandteil des Artikels sein, sondern sich mit Wörterbüchern auf dem iPhone auseinandersetzen.

Kotoba: Kotoba ist ein kostenloses multilinguales Wörterbuch, dass auch nach Deutsch übersetzt. Als Grundlage nutzt es das JMDict. Im AppStore sagen sie zwar, dass sie auf das EDICT aufsetzen, da es jedoch multilingual ist, denke ich, dass es das JMDict nutzt. Das ist aber ehrlich gesagt für den Endnutzer einer Wörterbuchanwendung kein großer Unterschied. Die Anwendung hat keine Möglichkeit Kanji nachzuschlagen. Die Anwendung ist wie beschrieben kostenlos im AppStore erhältlich.

Update 29.10.09: Die Anwendung hat heute ein Update erfahren. Die größte Neuerung ist wohl, dass es jetzt Beispielsätze aus dem Tanaka-Corpus (Englisch) und dem Tatoeba-Project gibt. Verbkonjugationen können jetzt auch nachgeschlagen werden. Warum die Anwendung bei jedem Start nach meiner Standort fragt ist mir allerdings nicht klar aber da werde ich beim Entwickler nachfragen und hier ein Update geben. Update 29.10.2009: Inzwischen hat mir der Entwickler geantwortet. So wie es aussieht telefoniert die Anwendung “nach Hause” um anonymisierte Nutzungsstatistiken abzuliefern. U.a. will er auch ermitteln wo die Anwendung so genutzt wird. Mehr dazu auf der Seite des Entwicklers. Ich werde mich dann wohl mal wieder nach Alternativen umsehen. Persönlich habe ich kein Problem damit Nutzungsstatistiken an Entwickler weiterzugeben, so lange ich danach gefragt werde, ob ich damit einverstanden bin.

Kotoba ist übrigens Donationware. Also kostenlos im Appstore erhältlich und der Entwickler bittet um Spenden auf seiner Webseite.

Japanese: Diese Anwendung ist weitaus umfangreicher. Die Anzahl der Einträge ist gefühlt qualitativ besser, es wird aufgeführt welche Kanji in einem Wort sind und was deren Bedeutung ist, es gibt ggf. auch Alternativen für ein Wort, man kann an Wörterbucheinträge Notizen hinzufügen und mit Hilfe mehrerer Methoden Kanji nachschlagen (jedoch keine Handschrifteingabe). Leider sind hier die Übersetzungen alle auf Englisch. Der Preis ist mit 15,99€ auch relativ happig aber ein ordentliches Papierwörterbuch kostet mehr (vor allen Dingen, da man hier ja mehrere benötigt). Hier ist der Link zum AppStore.

Jisho Touch: Die einzige Alternative im AppStore, die auch Deutsch-Japanisch/Japanisch-Deutsch beherrscht scheint Jisho Touch zu sein. Es basiert auf dem JMDict und hat einen englischen, französischen, deutschen und russischen Datensatz. Die App hat eine simple Suche, die ausreichend schnell funktioniert und man kann Lesezeichen für Wörter setzen, die man öfter nachschlägt. Die Ausgabe der Ergebnisse ist meines Erachtens nicht wirklich übersichtlich gelungen. Meiner Meinung nach unterliegt Jisho in jedem Punkt Kotoba. Darüberhinaus kostet es 7,99€ im AppStore.

Ein Tipp zum Schluss: Legt euch trotz unzähliger Angebote im Netz u.ä. ein Kanji-Nachschlagewerk in Papierform zu. Ein gutes Papierwörterbuch ist mir aktuell nicht bekannt aber Kanji-Nachschlagewerke sind wirklich empfehlenswert, der Lerneffekt beim Nachschlagen ist größer. Und wer zufällig an der FU Berlin Japanologie studiert, der weiß, dass zumindest dort in den Prüfungen jegliche Form elektronischer Wörterbücher in Prüfungen verboten sind. Und da sollte man vorher mit geübt haben. Ein elektronisches Wörterbuch aus Japan ist übrigens meist nicht so empfehlenswert. Die haben nämlich das Problem, dass sie für Japaner gemacht sind und nicht für Ausländer und daher nicht so einfach zu bedienen sind und auch hier die besten Einträge im Japanisch-Japanisch-Wörterbuch zu finden sind.
Mehr hierzu aber in einem Folgeartikel.

Kotobank: Im japanischen AppStore gibt es eine iPhone-Anwendung für Kotobank. Ein japanisch-japanisch Wörterbuch, das offline funktioniert und ziemlich fix in der Suche ist. Eingebaut ist das ポケットプログレッシブ国語辞典. Über die Qualität des Buchs konnte ich leider erst einmal nichts herausfinden.

Es lassen sich weitere Wörterbücher über In-App Purchases nachladen. Die Preise werden mir in Euro angezeigt, aber ich hatte erstmal nicht das Bedürfnis welche nachzukaufen und daher auch gar nicht versucht, es mit meinem deutschen Account zu machen. Vermutlich lassen sie sich aber nur mit einem japanischen iTunes-Account nachkaufen. Ein bisschen googlen und man findet japanische Giftcards online, die man per Paypal (überteuert) kaufen kann. In der Regel geht jemand in Japan für einen dann shoppen und schickt den Code auf der Karte per Mail zu.

iPhone

Gengou zum Devisen umrechnen

Hier geht’s jetzt nicht um Fremdwährungen, sondern um Jahresdevisen. In Japan gibt es “zwei Zeitrechnungen”: Zum einen nach dem gregorianischen Kalender, zum anderen nach Jahresdevisen (年号 – nengō). Die gibt es seit 645 (大化 – taika, große Veränderung) und werden auch heute noch gebraucht (aktuell sind wir bei 平成 (heisei – Frieden überall)). Die Jahresdevise fängt an mit der Thronbesteigung eines Kaisers und wird dann heutzutage nur noch hochgezählt. Wer ein bisschen geschichtlichen Hintergrund haben will, schaut am Besten mal in die Wikipedia.
Wer jetzt des öfteren mal sich mit japanischen Texten rumschlagen muss, insbesondere mit Texten von der japanischen Regierung oder auch Universitäten wird dort in der Regel die Jahresrechnung nach Jahresdevise finden und nicht nach gregorianischem Kalender und dann beginnt das lästige Umrechnen. Schon ziemlich früh gab es hierfür auf dem iPhone die wundervolle App Gengou, die das für einen übernimmt.
Heute gibt es Gengou Free (kostenlos) welches vier moderne Devisennamen umrechnen kann (ab Meiji – also ab 1868) und Gengou (0,79€), welches auch die historischen Daten umrechnet. Für die meisten wird Gengou Free reichen und es hat auch das schönere Icon 😉
Bei der Uni Tübingen gibt es auch eine Webseite zum Umrechnen.

Kommentare und Anmerkungen sind wie immer gewünscht 🙂

iPhone, Japanisch, Japanisch Lernen

Japanisch lernen mit dem iPhone bzw. iPod Touch

Das mit dem Japanisch lernen mach ich schon länger, habe mir eine Reihe Bücher gekauft, tausende von Karteikarten geschrieben, mir Computerprogramme und Webseiten angeschaut und bin immer auf der Suche nach dem besten Weg für mich Japanisch und damit auch Kanji zu lernen. Seitdem ich meinen iPod Touch bzw. später ein iPhone besitze muss ich sagen, dass ich selten so viel aber insbesondere so kontinuierlich Japanisch gelernt habe (mal abgesehen von meinem Vorstudium…aber das ist ein anderes Thema). Daher will ich mal ein wenig über die Apps schreiben, die ich so verwende um Japanisch zu lernen.

Bitte beachte auch meinen aktuellen Artikel: Zur Wiedervorlage: Japanisch lernen mit dem iPhone bzw. iPod Touch

Vokabeln:

Lernt man im Unterricht bzw. mit einem Lehrbuch, gibt es in der Regel für die einzelnen Sitzungen bzw. Lektionen Vokabellisten, die man auswendig lernen sollte. Auf dem iPhone gibt es hier zwei empfehlenswerte Anwendungen: iFlash Touch Dies ist der kleine Bruder von iFlash, eine Karteikartenanwendung für Mac OS X. Ihr Vorteil ist, dass man dreiseitige Karteikarten anlegen kann. Also eine für Kanji, Lesung und Übersetzung. Es gibt auch viele Listen zum Herunterladen durch die Desktopanwendung. Die Desktopanwendung kostet $15, die iPhone-App ist kostenlos.

iCards

Diese Anwendung habe ich nur relativ kurz getestet, da man ursprünglich nicht vernünftig Vokabeln hinzufügen konnte. Als einzige mir bekannte Flashcard-App außer iFlash Touch beherrscht auch sie dreiseitige Karteikarten. Inzwischen kann man sich über Google Spreadsheets Vokabellisten zum Importieren bauen. Im Gegensatz zu iFlash Touch benötigt man also keine Desktopanwendung. Kostenpunkt ist 0,79€

Zen Nihongo

Wer sich auf den JLPT vorbereitet und dem Englischen mächtig ist, kann ich Zen Nihongo nur wärmstens ans Herz legen. Vokabellisten für die Level 1 bis 4 liegen vor. Leider nur Japanisch->Englisch (und auch nicht umgekehrt). Dafür gibt es aber Automatismen zum Lernen. Man sieht die Vokabel auf Japanisch (Lesung kann eingeblendet werden), drückt auf die Vokabel und bekommt die englische Antwort. Dann kann man die Vokabel von 0 – 5 einstufen. Wobei 0 bedeutet, dass man die Vokabel überhaupt nicht kann, bei 1 wird sie noch am selben Tag wiederholt, bei 2 am nächsten, bei 3 nach drei Tagen, bei 4 nach vier – 5 Tagen und bei 5 nach einer Woche (wurde sie mehrfach auf 5 wiederholt, wird sie erst nach zwei Wochen wieder angezeigt). Weiß man eine Vokabel nicht, sollte man sie wieder auf Level 0 stellen, zumindest ist das meine Methode. Anfangs gab es ein paar Probleme mit dem Algorithmus, die sind aber jetzt behoben. Seit der letzten Version wird auch direkt auf der Karte angezeigt auf welchem Level man sie als letztes eingestellt hatte. Der Support durch den Autor ist gut und die Intervalle scheinen inzwischen in Ordnung zu sein. Zur Zeit hab ich etwa 1800 Vokabeln im Einsatz mit über 1500 Vokabeln auf Level 5 und immer so um die 30 auf Level 2 und habe täglich zwischen 150 und 200 Vokabeln zu wiederholen. Das geht aber durch die Direktanzeige des Levels relativ fix. Aktuell hat das Programm einen Sonderpreis von 4,99€ – normalerweise kostet es glaub ich 1 – 2€ mehr.

Die App kostet 3,99€.

Update 01.06.2010: Inzwischen habe ich Level 2 nahezu vervollständigt. Es gibt keine neuen Wörter mehr und ich habe permanent seit 2 – 3 Wochen etwa 30 Wörter auf Stufe 3 und 80 auf Stufe 4. Zu wiederholen habe ich damit etwa 230 Vokabeln pro Tag. Durch ein Update ist es möglich geworden die kumulativen Decks abzuschalten. Ich wiederhole also aktuell auf Level 2, gehe dann aus der App raus, schalte die kumulativen Decks ab und wechsel dann zu Level 1. Danach schalte ich die kumulativen Decks wieder an. Ist zwar ein wenig lästig, funktioniert aber.

Update: Mit dem heutigen Update hat Zen Nihongo Beispielsätze dazu bekommen. Zu jeder Vokabel gibt es damit mehrere Beispielsätze (in Japanisch und englischer Übersetzung). Das verbessert die App um einiges und lässt sie damit definitiv aus der Masse herausstechen. Leider gibt es hier ein großer ABER: In der aktuellen Fassung gibt’s zumindest bei mir böse Performance-Einbußen sobald ich die Beispielsätze “aufmache” (man muss sie bei jeder Karte explizit laden) – entweder reagiert die App mehrere Sekunden nicht oder in einem Fall ist sie sogar abgestürzt. Das Problem tritt nur auf wenn ich die Sätze lade und passiert auf nem 3GS. Der Entwickler schrieb mir, dass auf seinem Classic und 3G die Probleme nicht auftreten und er es sich nochmal genauer anschauen würde.

Update 01.06.2010: Das Performance-Problem ist seit einiger Zeit behoben und ein paar Beispielsätze werden immer automatisch geladen, was ich sehr praktisch finde.

iSRS

Große Erwartungen hatte ich an iSRS. Es hat zwar nur zwei Seiten aber ein ordentliches Spaced Repetition System. Die App ermittelt selber anhand dessen, wie man Vokabeln wertet, wie oft sie wiederholt werden. Über das Mnemosyne-Projekt kann man am Desktop Karten für die App erstellen, eine extra Anwendung (iSRS-Sync) synchronisiert die Kartensätze mit der iPhone-App. Leider hatte ich viele Abstürze mit der App, die zu Datenverlusten führten (State der Karte bzw. selbst eingegebene Karten in der App gingen verloren). Daher kann ich von iSRS nur abraten. Wer trotzdem Interesse hat, kann sich die Light-Version runterladen, die aber unter anderem keine Unterstützung für den Full-Screen-Modus hat. Evtl. sind die Probleme gelöst, aber nachdem der Entwickler zwei Updates veröffentlicht hat, die die Probleme lösen sollten und dies aber nicht taten, wollte ich nicht mehr mit der App weiterarbeiten.

Kostenpunkt: 3,99€

Katakana und Hiragana

Hier kann ich mich leider nicht zu äußern, da ich die schon länger Lesen und Schreiben kann. Die zwei folgenden Kanji-Anwendungen haben jedoch auch eine Kana-Pendant und sind sicherlich ähnlich gut (wenn nicht sogar besser, da Kana weitaus weniger Umfang haben): iKana Touch – 3,99€ Kana LS Touch – 2,99€

 

Kanji

Für Kanji verwende ich aktuell zwei Apps, die ich im folgenden kurz vorstellen will mit ihren Vor- und Nachteilen. Beide umfassen aktuell an die 2000 Kanji.

Update 01.06.2010: Für Kanji benutze ich aktuell nur noch iKanji Touch.

iKanji Touch iKanji Touch ist toll designt und hat einen tollen Modus zum automatisierten Lernen. Es gibt eine Unterteilung der Kanji in 6 Klassenstufen, die einem um die 1000 Kanji näher bringen oder in den Stufen des JLPT. Natürlich kann man auch eine eigene Kanji-Liste erstellen. Meine Empfehlung ist hierbei folgende: Lernt man mit einem Buch oder Unterricht, erstellt man eine eigene Liste, die mit der Zeit wächst. Hält man sich in Japan auf, sollte man nach Klassenstufen lernen, da es hierfür tolles Komplementärmaterial für japanische Grundschüler gibt, bereitet man sich auf den JLPT vor, nimmt man natürlich die Unterteilung in den JLPT. Wobei man jedoch beachten muss, dass in Level 2 z.B. nicht die Kanji von Level 3 und 4 enthalten sind, diese müssen also extra gelernt werden. Also einfach “hochlernen”. Innerhalb der Einteilungen sind die Kanji nochmal in 20er-Packs unterteilt. Mein Lieblingsmodus ist nun “Teach me these KanjI”. Hierbei wird einem ein Kanji mit Lesungen und Übersetzungen gezeigt, danach die Strichfolge. In einem Multiple-Choice-Test wird dann erst die Bedeutung, dann die Lesung, dann die Strichfolge abgefragt. Wie auch bei Zen Nihongo wird in Lernstufen eingeteilt, aber die Anwendung macht das von alleine. Bei einem Fehler geht’s sofort wieder zurück auf Level 0. Die Intervalle (selber Tag, ein Tag, drei Tage, eine Woche, ein Monat) sind sehr angenehm. Zusätzlich gibt es noch Tests für Komposita (Wörter, die aus mehreren Kanji zusammengesetzt sind) und einzelne Tests für Lesungen etc aber diese benutze ich nicht. Was sind nun die Schwachpunkte der App? Der erste Punkt ist, dass die App ausschließlich auf Englisch verfügbar ist. Der zweite ist der Strichfolgentest. Zum einen sind weniger als 1000 Strichfolgen enthalten, was sich beim Lernen für den JLPT Level 2 relativ schnell bemerkbar macht (jedoch nicht für Anfänger und nicht ganz so weit Fortgeschrittene), zum anderen gibt es immer mal wieder Fehler.

Update 01.06.2010: Seit ein paar Wochen gibt es mit dem aktuellen Update Strichfolgen für alle JLPT Level 2-Kanji und einige JLPT Level 1-Kanji.

Inzwischen sind jedoch ein großer Teil der Fehler behoben und meldet man sie im Forum des Entwicklers wird bei den unregelmäßigen Updates auch Fehlerbehebung in der Datenbank gemacht. Es kann jedoch stellenweise ziemlich nerven. Ein anderes Problem am Strichfolgentest ist, dass das Kanji gezeigt wird und man es nachzeichnet. Ein Fehler und man hat das Kanji falsch gemacht. Was mich stört ist, dass das Kanji gezeigt wird und man keine leere Fläche bekommt.

Update 01.06.2010: Schon seit längerem wurde der Test verbessert. Man bekommt zwar immer noch keine leere Fläche, dafür wird einem aber angezeigt ob die App den Ansatzpunkt richtig erkannt hat. Das reduziert Fehler, lädt aber auch zum Schummeln ein.

Da ist das folgende Kanji LS Touch besser. Außerdem gibt es bei allen Tests das Problem, dass eine falsche Berührung das ganze Kanji auf Falsch setzen und damit wieder auf Level 0 zurück. Die Erkennung von unabsichtlichen Berührungen ist zwar besser geworden, ich würde mir jedoch eine “Abgabe-Bestätigung” und Korrekturmöglichkeit wünschen. Leider sieht es nicht so aus als ob das kommen würde. Auf der Webseite gibt’s auch Videos zur App. Die App kostet 6,99€

Kanji LS Touch Kanji LS Touch hat einen großen Vorteil gegenüber iKanji Touch: Alle Bedeutungen sind auch auf Deutsch vorhanden und das tolle ist, dass man die Sprache OS-unabhängig einstellen kann (OS auf Englisch, App auf Deutsch). Die App hat auch weitaus mehr Strichfolgen, wieviele weiß ich leider nicht (alle vermute ich mal) genau. Der Strichfolgentest ist auch besser. Man bekommt eine schwarze Fläche, zeichnet das Kanji rein, klickt auf das Fertig-Icon und dann wird einem gezeigt in welcher Reihenfolge man die Striche gesetzt hat und wie es richtig wäre. Dazu gibt es einen Übungsmodus um das Schreiben zu lernen und eine ganze Reihe Testmodi. Leider gibt es keine Automatismen zum Lernen, darum ist es bei mir nur eine Komplementär-App zu iKanji Touch. Will ich ein Kanji unterwegs üben oder lerne ich Kanji aus irgendwelchen Unterrichtsmaterialien verwende ich lieber Kanji LS Touch. Für das reine Einpauken um Kanji-Wissen aufzubauen nehme ich iKanji Touch. Als letzter Kritikpunkt ist anzumerken, dass das Design meiner Meinung nach stark zu wünschen übrig lässt. Für viele denke ich jedoch, ist Kanji LS Touch – insbesondere wenn man es zusätzlich zum Unterricht einsetzen will – die bessere Wahl. Da es einem ermöglicht das Schreiben zu üben und die Bedeutungen auch auf Deutsch vorhanden sind. Der Entwickler hat auch Videos von der App auf seiner Webseite. Der Preis beträgt 9,99€

Ich freu mich über Kommentare und wenn es Fragen zu den vorgestellten Apps gibt, fragt 🙂

P.s.: Eine Webseite, die definitiv einen Blick wert ist, ist smart.fm, allerdings lernt man auch hier Japanisch über Englisch und der Zugriff mit dem iPhone ist “dank” Flash nicht möglich. Eine iPhone-App ist wohl in Vorbereitung. Eine iPhone-App gibt es inzwischen auch. Ich hatte sie kurz installiert, war nicht sonderlich begeistert und habe sie seitdem nicht mehr benutzt. Daher kann ich hier auch kein Urteil drüber abgeben.