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Computer Japanisch

rikaikun – Rikaichan für Google Chrome

Vor nicht allzu langer Zeit bin ich auf Google Chrome umgestiegen. Meiner Meinung nach ein sehr ordentlicher Browser von Google, der u.a. die tolle Eigenschaft hat, dass jeder Tab einen neuen Prozess aufmacht und wenn damit aus irgendeinem Grund eine Seite nicht mehr reagiert oder ein Plug-In abstürzt nur der eine Tab abstürzt und nicht alles. Um genau zu sein auf die Nightly Builds von Chrome namens Chromium, da diese auch unter Mac OS X Extensions unterstützen.
Für Firefox gibt es das großartige Rikaichan, dass ich schon mal in diesem Blog vorgestellt habe.

Jetzt gibt es rikaikun: eine Portierung von Rikaichan nach Google Chrome. Großartig 🙂
Leider unterstützt es aktuell nur das Wörterbuch für Japanisch-Englisch aber zumindest für mich ist das erstmal ausreichend. Hoffentlich werden aber noch weitere Wörterbücher nachgeschoben.
rikaikun kann hier heruntergeladen werden.

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Computer Japanisch

Google geht ein weiteres Problem an: Japanischeingabe

Vor zwei Wochen hat Google den Google IME für Japanisch veröffentlicht (jap. Google-Blogeintrag). Während ich schon mehrfach auf Twitter davon gelesen hatte, bin ich jetzt erst dazu gekommen ihn mir genauer anzusehen. Ich muss sagen, dass ich begeistert bin.

Was aber ist ein IME? (Jeder der das bereits weiß, kann diesen Teil überspringen)
IME steht für Input Method Editor und ist das Tool, das benutzt wird um Japanisch auf einem Computer einzugeben.
Als Endnutzer sehe ich folgendes:
Man beginnt mit der Eingabe einer Umschrift mit Hilfe von lateinischen Buchstaben (Romaji) und diese wird dann entsprechend der Regeln der Umschrift in Hiragana umgewandelt. Drückt man die Leertaste, wird das Geschriebene kontextabhängig in eine Mischform aus Hiragana, Katakana und Kanji umgewandelt. Danach können noch Korrekturen an der Umwandlung bzw. des Geschriebenen vorgenommen werden.
Im Hintergrund steckt eine Datenbank auf die zugegriffen wird, je nach IME ist diese mal kleiner oder größer. Dasselbe gilt für die Qualität der Heuristik. Bei allen mir bekannten IMEs kann man zusätzlich neue Wörter hinzufügen.

Nun aber zu Googles IME. Entstanden ist der Google IME aus einem der 20%-Projekte bei Google. Mitarbeiter bei Google bekommen 20% ihrer Arbeitszeit freigestellt um an eigenen Projekten zu arbeiten. Die Anfänge des IMEs liegen bei Google’s “Meinten Sie”. Jeder kennt das. Man gibt etwas bei Google ein, vertippt sich vielleicht und startet die Suche. Über den Ergebnissen steht dann oftmals ein “Meinten Sie: Suchbegriff”, welches bei einem Vertipper den korrekt geschriebene Suchbegriff anzeigt. Diese Technologie wurde als Grundlage für Googles IME genommen.

Das Ergebnis ist klasse. Fängt man an zu tippen, so gibt es, wie auch bei anderen IMEs bekannt, Vorschläge, was man tippen will. Jedoch scheinen mir die Vorschläge bei Googles IME besser und vor allen Dingen aktueller zu sein. Selbst relativ neue Wörter wie z.B. オン寝 (On’ne – das Einschlafen während man auf eine Antwort im Chat bzw. auf eine E-Mail wartet) sind enthalten.
Bei der Installation kann man auswählen ob die Anwendung nach Hause telefonieren darf um die Ergebnisse des IMEs zu verbessern.

Aktuell ist der IME verfügbar für Windows (XP SP2, Vista SP1, 7) und Mac OS 10.5+.

Fragen und Anmerkungen sind in den Kommentaren wie immer gern gesehen 🙂

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Studium

Was studiert man eigentlich in der Japanologie?

Gerade habe ich angefangen mir die zweite Ausgabe von Studienwahl.tv anzusehen. Es geht in der Ausgabe um Sprachwissenschaften. Unter anderem wird hier Sinologie, Japanologie und Koreanistik erwähnt. Sprache ist meiner Erfahrung nach, in allen drei Fächern nur ein Werkzeug um z.B. Fachliteratur oder auch Zeitungstexte in der entsprechenden Sprache lesen zu können. Je nach Universität sind auch Literatur und Kultur keine Schwerpunkte.

Daher dachte ich mir, dass es vielleicht ganz gut ist mal zu schildern wie die Japanologie an der FU Berlin aussieht. Ich kann aus erster Hand nur vom auslaufenden Magisterstudiengang berichten, habe aber auch reichlich Informationen über den Bachelorstudiengang Ostasienstudien/Japanwissenschaften und dem Masterstudiengang Japanologie. Aus Erzählungen von Freunden, sind die Bachelorstudiengänge der Korea- und Chinastudien inhaltlich ähnlich. Der Bezug liegt natürlich auf dem entsprechendem Land.

Beginnen werde ich mit dem Magisterstudiengang Japanologie. Bei einem Magisterstudiengang hat man entweder zwei Hauptfächer oder ein Hauptfach und zwei Nebenfächer. Ich selbst studiere Japanologie im ersten Hauptfach.

Am Anfang stand ein einjähriger Intensivsprachkurs Japanisch. Wir hatten an drei Tagen je vier Stunden Unterricht. Erwartet wurde, dass man zu Hause nochmal das Doppelte Zeitpensum dafür aufwendet. Wöchentlich gab es Tests für chinesische Schriftzeichen, die nicht in die Endnote zählten und alle drei Wochen einen Test der in die Endnote miteinberechnet wurde. Die Durchfallquote war relativ niedrig. Dies lag aber auch an der hohen Abbruchquote. Bis Weihnachten hatten etwa 50% das Studium beendet.

Hatte man die Hürde des Vorstudiensprachkurses genommen, stand das Grundstudium an. Das Grundstudium hatte eine Vielzahl unterschiedlicher Kurse. In zwei Geschichtskursen hat man einen Abriss über die gesamte japanische Geschichte bekommen. In zwei Landeskundekursen wurde das Alltagsleben aber auch z.B. Geographie behandelt. Dann konnte man aus drei Bereichen zwei auswählen, in denen man je einen Einführungskurs und ein Proseminar machte. Diese Bereiche sind Kultur, Gesellschaft und Politik und Wirtschaft. Kultur ist bei uns sehr literaturwissenschaftlich. Die zwei gewählten Bereiche führt man im Hauptstudium weiter.
Ich habe in allen drei Bereichen Einführungskurse und Proseminare besucht. Der Einführungskurs Kultur behandelte Semiotik (Gebrauch von Zeichen) als auch Literatur. Der Wirtschaftseinführungskurs behandelte japanisches Management (z.B. Total Quality Management) und auch Aufbau japanischer Firmen. Der Einführungskurs Politik war ein Abriss moderner politischer Geschichte und Grundlagen zu den Theorien, die es zur Funktionsweise der japanischen Politik gibt.
Die Kulturproseminare waren zum Einen ein Proseminar über japanische Science Fiction-Literatur, zum anderen eins über Manga. Beides hat mir viel gebracht, vor allem weil mir dies auch eine Grundlage zum Verständnis der entsprechenden Literatur gegeben hat. Eine Anmerkung noch: Manga aus wissenschaftlicher Sicht auseinander zu nehmen macht lange nicht so viel Spaß, wie man denkt. Das Wirtschaftsproseminar behandelte klein- und mittelständische Unternehmen. Das Politikproseminar behandelte japanische Außenpolitik.
Zu diesen Kursen kommen dann noch zwei Kurse in japanischer Grammatik sowie sieben weiterführende Sprachkurse. Da ist dann von Übersetzung, Konversation, Hörverständnis usw. alles mögliche dabei.
Als letzte Pflichtübung im Grundstudium gilt es dann noch einen Schein in Übersetzungspraxis 1 abzulegen. Das bedeutet insgesamt soviel zu übersetzen, dass das Ergebnis 20 Seiten Deutsch umfasst. Viele übersetzen Zeitungsartikel, ich hatte aus einem Übersetzungskurs ein Buch weiter übersetzt.

Die dreißig Minuten lange Zwischenprüfung umfasst eine Japanischprüfung. Man bekommt eine Woche vor der Prüfung einen japanischen Text, der ein bis zwei Din A4-Seiten umfasst. Diesen muss man flüssig lesen und übersetzen können. Die Grammatik muss auch erklärt werden. Außerdem gibt man vor der Prüfung eine Bücherliste ab, die drei Bereiche umfasst, wobei man zu zwei Bereichen drei Bücher list und zu einem Bereich vier Bücher. Im meinem Fall waren die Bereiche Gesellschaft, Wirtschaft und Außenpolitik.

Im Hauptstudium geht es dann weiter. Die Sprachausbildung umfasst vier Sprachkurse, die vom Niveau her natürlich höher sind als die des Grundstudiums. Dazu kommt ein Sprachkurs in vormodernem Japanisch welcher insbesondere für die sozialwissenschaftlich Interessierten wichtig ist. Fachtexte in diesem Bereich nutzen öfters grammatikalische Formen des vormodernen Japanisch.
Weiterhin gilt es drei Leistungsscheine in Hauptseminaren abzulegen. Wobei hier wieder die Bereiche aus dem Grundstudium zum Tragen kommen. In einem der dort gewählten Bereiche legt man zwei Leistungsscheine ab, in dem anderen einen Leistungsschein. Ein Leistungsschein bedeutet das Seminar zu besuchen, dort ein Referat zu halten, eine 20-seitige Hausarbeit mit 20% japanischen Quellen zu schreiben und die dazugehörige Übung zu besuchen. In der Übung werden zur Thematik passende japanischsprachige Quellen gelesen und der Inhalte diskutiert. In der Regel läuft es aber leider auch nur auf einen Übersetzungskurs hinaus.
Zusätzlich gilt es sechs Semesterwochenstunden, also drei Kurse zu besuchen, die Japanbezug haben aber keine Sprachkurse sind.
Hauptseminare, die ich beispielsweise besucht habe handelten von der japanischen Außenpolitik, dem Sozialstaat, die Beziehung zwischen der Politik und den Älteren, den Arbeitsmarkt usw. Im kulturwissenschaftlichen Bereich sind es oftmals literaturwissenschaftliche Seminare, die sich jeweils mit einem Autor intensiv auseinandersetzen.
Zur Vorbereitung auf die Magisterarbeit gibt es noch ein Kolloquium.
Als letztes steht auch hier eine Übersetzungspraxis an. Das Ergebnis umfasst diesmal aber 80 Din A4-Seiten.
Dann kommen Magisterprüfung- und Arbeit, wobei ich diese noch nicht abgelegt habe. Diesmal gilt es auch drei Bereiche anzugeben, die diesmal aber enger eingegrenzt sein können. Die Bücherliste umfasst 15 Bücher zu jedem der Bereiche. In einem Bereich legt man eine schriftliche Prüfung ab. Zu dieser bekommt man einen japanischen Text, der zwei oder mehr Seiten umfasst. Als Hilfsmittel sind nur Papierwörterbücher zugelassen. Hat man jahrelang nur mit elektronischen gearbeitet ist das eine Herausforderung für sich aber schon im Vor- bzw. Grundstudium hat man gelernt mit Papierwörterbüchern umzugehen. Diesen Text gilt es auf Deutsch zusammen zu fassen und dann Fragen zur Thematik zu beantworten. Wahlweise kann die Prüfung auch auf Englisch oder Japanisch abgelegt werden. In der mündlichen Prüfung werden auf Deutsch die anderen beiden Bereiche abgeprüft.
Die Magisterarbeit will natürlich auch geschrieben werden.

Der Bachelorstudiengang sieht anders aus. Ein Vorstudium gibt es hier nicht. Weder in den Japan- noch in den China- oder Koreastudien. Die Sprachausbildung ist Teil des Studiums und verfolgt einen bis zum Schluss. Die Landeskundekurse sind umfassender als im Magisterstudium und umfassen auch Geschichte. Es gibt auch hier Einführungskurse und Proseminare, später Hauptseminare mit Übungen wobei es aber nur noch die Bereiche Sozialwissenschaften (Politik, Wirtschaft, Gesellschaft) und Kulturwissenschaften (in der Regel Literatur) gibt. In der allgemeinen Ostasienkunde befasst man sich dann mit den zwei anderen Ländern in Hinblick auf Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft. Zu diesen Kursen kommen dann noch ein affiner Bereich hinzu, der frei zusammenstellbar ist. Desweiteren gibt es dann noch Kurse zur Allgemeinen Berufsvorbereitung (ABV), die alles mögliche umfassen. Vom Umgang mit MS Office oder auch Linux, über Sprachkurse bis hin zu Genderkursen.
Abgeschlossen wird der Bachelor mit einer etwa 30 Seiten umfassenden Bachelorarbeit.

Der Masterstudiengang Japanologie baut auf dem BA-Studiengang Ostasienwissenschaften/Japanstudien auf. Hier gilt es wieder Sprachkurse abzulegen, die darauf vorbereiten sollen, die Masterarbeit auf Japanisch verteidigen zu können. Im ersten Semester macht man desweiteren Methodikkurse. Ab dem zweiten Semester gilt es dann wieder Hauptseminare abzulegen. Man muss sowohl im sozial- als auch im kulturwissenschaftlichen Bereich Hauptseminare machen. Wobei man im Schwerpunktbereich zwei besucht, im anderen eins. Außerdem gilt es außerhalb der Japanologie weitere Kurse zu besuchen, die einem weitere Grundlagen für die Masterarbeit geben sollen. Abgeschlossen wird mit der Masterarbeit und einer Verteidigung der selbigen.

An anderen Universitäten sieht der Studiengang natürlich anders aus und jede Universität legt andere Schwerpunkte. Es gilt also vorher sich mal genauer den entsprechenden Studiengang anzusehen.

Wer Fragen oder Anmerkungen hat, bitte die Kommentarfunktion nutzen 🙂

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Computer iPhone Japanisch

Wörterbücher im Netz und auf dem Rechner

Nach einem Artikel über iPhone-Apps zum Japanisch-Lernen und Artikel zu Wörterbüchern auf dem iPhone, gibt’s nun etwas Material zu Wörterbüchern im Netz, für Mac OS X und Linux. Dies hier soll eine Übersicht bieten. Die meisten Anwendungen, die ich hier erwähne nutze ich selber schon ziemlich lange. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Online

Wadoku.de: Das Wadoku ist wohl das bekannteste japanisch-deutsche Wörterbuch im Netz sein. Selten trifft man auf fehlende Wörter und findet man doch einmal ein Wort das fehlt, kann man es relativ einfach selbst registrieren. Zum Zeitpunkt des Artikels sprechen sie von ca. 250.000 Einträgen.

 

Japanisch-Deutsches Kanji-Lexikon: Das Japanisch-Deutsche Kanji-Lexikon ist, wie der Name sagt ein Wörterbuch um Kanji herauszusuchen. Meines Wissens nach die einzige Möglichkeit im Netz nach deutschen Übersetzungen von Kanji zu suchen.

WWWJdic: Das WWWJdic ist ein Interface für mehrere Online-Wörterbücher. Das Bekannteste dürfte hierbei wohl das edict sein. Ein sehr umfangreiches Wörterbuch das Japanisch-Englisch spricht. Es ist auch ein Interface für das Wadoku, wobei es meines Wissens nach nicht so aktuell ist wie das “richtige” Wadoku sondern immer ein etwas älterer Snapshot. Ein weiteres interessante Wörterbuch im WWWJdic ist das enamdict. Wer sich schon mal mit japanischen Namen auseinandersetzen musste, wird wissen wie schwer es ist Lesungen dafür herauszufinden. Das enamdict ist dann das passende Wörterbuch hierfür. Allerdings muss man warnen, dass man bei Namensübersetzungen von Autoren deren Werke man zitieren will, besser noch einmal Google eingehend befragt, da viele Namen mehrere Lesungen besitzen und man sich nie 100% sicher sein kann, wenn man Autorennamen und Lesung nicht nebeneinander stehen gesehen hat. Das WWWJdic hat außerdem auch eine sehr brauchbare Möglichkeit um Kanji nachzusehen. Als Datengrundlage benutzt es das kanjidic.

ALC: Habt ihr mit sozialwissenschaftlichen Texten (z.B. Texte aus der Politik oder Wirtschaft) zu tun werdet ihr des öfteren an die Grenzen von Wadoku und Edict stoßen. Dann ist ALC, ein erweitertes Interface zum Eijirō euer Freund. Es enthält nicht nur den Content des Eijirōs, sondern auch viele Beispielsätze und daher kommt seine Stärke. Viele Wörter wird man nur in Beispielsätzen und deren Übersetzung finden und kann daran sehen wie bestimmte Wörter benutzt werden. Außerdem hat es im Bereich Wirtschaft und Politik noch einiges mehr an Wörtern als die obigen beiden.

Denshi Jisho: Denshi Jisho ist ein weiteres Interface für edict und kanjidic. Allerdings sieht es um einiges hübscher aus als das WWWJdic. Beim kanjidic bietet es ein schönes Ajax-Interface um sich Kanji zusammen zu klicken. Besonders nützlich ist dies auf dem iPhone, da es hierfür ein angepasstes Interface gibt, das schnell und zuverlässig funktioniert.

Kotobank: Seit einiger Zeit gibt es ein freies Japanisch-Japanisch-Wörterbuch im Netz: Kotobank. Es speist sich aus einer ganzen Reihe Wörterbücher und ist eine wirklich feine Sache. Natürlich ist so etwas nur für fortgeschrittene Lerner.

Popjisyo: Popjisyo möchte ich hier nur für eine Funktion erwähnen: seine Bookmarklets. Ein Bookmarklet ist ein Lesezeichen, das Javascript enthält und dann etwas mit der Seite tut auf die man es anwendet. Nutzt man die Bookmarklets von Popjisyo kann man auf einer japanischen Seite über die Wörter fahren und bekommt Lesungen und Übersetzungen. Es gibt sowohl eins für Deutsch als auch für Englisch. Da es ein Bookmarklet ist funktioniert das Ganze browserunabhängig.

Rikaichan: Der einzige Grund warum ich manchmal zum Firefox greife ist Rikaichan. Dies ist ein FF-Plugin, dass an sich das Selbe macht wie Popjisyo aber schneller und zuverlässiger ist. Darüberhinaus kann man auch mehrere Wörterbücher gleichzeitig verwenden für die Übersetzungen. Damit habe ich das umfangreichere Japanisch-Englisch-Wörterbuch, ein japanisch-deutsches und das enamdic zur Verfügung.

Reading Tutor: Der Reading Tutor ist ein Projekt der Tokyo International University. Er ist nützlich beim Lernen von japanischen Texten. Man wirft einen japanischen Text rein und bekommt diesen mit einer Wörterliste raus. Jede Vokabel, die er erkannt hat, ist dann verlinkt und drückt man auf den Link bekommt man rechts in einem Frame die entsprechende Vokabel angezeigt. Zusätzlich wird diese dann einer Vokabelliste hinzugefügt (bei einem Test während des Schreibens dieses Artikels hat diese Funktion allerdings nicht funktioniert). Der Reading Tutor kann Japanisch-Japanisch, Japanisch-Englisch, Japanisch-Deutsch und mehr. Vor Popjisyo und Rikaichan definitiv noch nützlicher gewesen aber zu Übungszwecken immer noch brauchbar.

 

Mac OS X

JEDict: Es gibt für den Mac sicherlich noch mehr Anwendungen als JEDict aber keine hat sich über die Zeit als so nützlich herausgestellt. JEDict ist Shareware und erlaubt in seiner nicht registrierten Variante nur die Benutzung von edict und kanjidic. Registriert man es jedoch ($25 normal/$15 für Schüler und Studenten) kann auch weitere Wörterbücher im edict-Format nutzen. Auf Jim Breen’s Japanese Page gibt es eine Liste mit weiteren Wörterbüchern. U.a. gibt es auch welche mit Spezialvokabular für Jura, Informatik, Buddhismus und mehr. Das Wadoku gibt es hier im edict-Format. JEDict erlaubt es nun offline über alle installierten Wörterbücher gleichzeitig zu suchen. Zusätzlich hat es auch einen Service um nach Wörtern zu suchen und überwacht die Zwischenablage. Kopiert man also ein Wort, brauch man nach dem Wechsel zu JEDict nur noch Enter zu drücken um danach zu suchen. Außerdem kann man nach Kanji suchen in dem man sie zusammenklickt oder auch per rudimentärer Handschrifteingabe. Neue Wörter kann man über ein Userdict hinzufügen.

Jisho: Jisho von Sugoisoft ist eine Shareware, die $17 kostet. Es benutzt das JMDict und kann daher sowohl Englisch als auch Deutsch. Sein Interface ist sehr simpel und erlaubt nur die einfache Suche nach Wörtern. Schaue ich mir seit Jahren immer mal wieder an aber es ist dem obigen JEDict einfach weit unterlegen, da es weder eine ordentliche Kanji-Suche noch die Verwendung mehrerer Wörterbücher erlaubt.

Live Dictionary: Über Twitter wurde ich auf Live Dictionary aufmerksam gemacht. Es verspricht unter Mac OS X das Selbe zu leisten wie Rikaichan, allerdings für Safari. Aus meinen früheren Erfahrungen war es ganz nützlich, nur hatte ich den Mehrwert gegenüber Popjisyo oder Rikaichan nicht wirklich gesehen, wenn man es nur für Japanisch nutzen will. Vor allem, weil es knapp 18€ kostet und die anderen beiden Lösungen kostenfrei zur Verfügung stehen. Gegenüber den anderen beiden Lösungen bietet es allerdings noch eine größere Anzahl weiterer Sprachen an (z.B. Chinesisch, Schwedisch, Türkisch…). Bei meinem erneuten Test vor ein paar Minuten wollte es leider einfach nicht funktionieren, daher kann ich nichts zum aktuellen Stand der Software sagen. Im Forum der Anwendung gibt es auch einen Eintrag wie man die Anwendung für andere Anwendungen (z.B. Mail) benutzen kann.

 

Linux

GJiten: Für Linux ist mir an sich nur GJiten bekannt. Ein sehr einfacher edict-Client, der aber auch das Arbeiten mit mehreren Wörterbüchern unterstützt. Unter FreeBSD habe ich ihn leider nie zum Laufen gebracht.

Tagaini Jisho: Heute bin ich noch über Tagaini Jisho gestolpert. Dieses ist betriebssystemübergreifend und damit mit Windows, Mac OS X und Linux benutzbar. Es scheint das edict und kanjidic zu benutzen. Es soll nicht nur zum Nachschlagen sondern auch zum Lernen verwendet werden. Man kann hierfür Wörter einer Vokabelliste hinzufügen, die durch das Programm abgefragt wird. Allerdings ist es eine ziemlich hässliche Java-Anwendung.

Wadoku-Notify: Wadoku-Notify wurde mir vom Entwickler per Mail zugetragen. Wadoku-Notify kann man sich laut ihm wie ein systemweites Rikaichan vorstellen. Allerdings greift es auf das Wadoku zu und nicht auf das JMDict. Laufen tut das Ganze aktuell unter Linux, Windows und auf dem Nokia N900. Eine OS X-Version ist wohl in Vorbereitung. Der Sourcecode ist auf github zu finden. Getestet habe ich die Anwendung selbst nicht.

Über Ergänzungen, Kommentare und Fragen freue ich mich wie immer 🙂

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Japanisch

Neue Kanji kommen

In 30 Jahren gab es keine Kanji-Reform aber ab nächsten Herbst wird die Liste der Kanji für den täglichen Gebrauch (常用漢字 – Jōyō-Kanji) reformiert. Die Liste der Veränderungen wurde vorgestern bekannt gegeben.
Bevor ich hier aber ins Detail gehe, ein paar kurze Erläuterungen zum japanischen Schriftsystem. Wer es kennt, kann also die nächsten Absätze überspringen.

Es gibt zwei Silbenschriften à 46 Zeichen, die durch Diakritika noch ein paar Lautverschiebungen abbilden.

Zum einen sind dies Hiragana (平仮名/ひらがな), zum anderen Katakana (片仮名/カタカナ). Heutzutage werden Hiragana in der Regel verwendet um Grammatik abzubilden und um eine ganze Reihe Wörter zu schreiben. Mir wurde einmal erzählt, dass um so öfter ein Wort verwendet wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht mehr das chinesische Schriftzeichen dafür verwendet sondern es in Hiragana schreibt. Allerdings konnte ich dafür bisher keine Quelle finden. Wörter deren chinesische Schriftzeichen man nicht kennt, schreibt man in der Regle auch in Hiragana.
Katakana werden normalerweise verwendet um Lehnwörter z.B. aus dem Englischen zu schreiben (wie バーチャル・リアリティー — Virtual Reality) oder z.B. aus dem Deutschen (バイト – baito; von Arbeit und bedeutet soviel wie Nebenjob).
Dann gibt es noch Kanji (漢字), Schriftzeichen, die aus dem Chinesischen stammen. Davon gibt es viele 😉
In der Grundschule lernt man die Kyōiku-Kanji (教育漢字). Das sind 1006 Zeichen, die über die sechs Jahre Grundschule beigebracht werden. Darüber hinaus gibt es die Jōyō-Kanji (常用漢字). Das sind seit ’81 1945 Zeichen, die vorherige Liste von 1946 hatte nur 1850 Zeichen. Diese Kanji, sind die Zeichen für den täglichen Gebrauch und werden in der Mittelschule und Oberschule beigebracht. Die sollte jeder (Japaner) kennen. Es gibt dann noch mal etwas über 100 Zeichen, die zusätzlich legal in Namen verwendet werden dürfen.
Soviel zur Kurzeinführung.

Nächstes Jahr im Oktober wird es eine reformierte Liste an Jōyō-Kanji geben. Vorgestern wurden die Neuerungen veröffentlicht und das ist eine ziemlich große Nachricht, da es schließlich vor 30 Jahren die letzte Veränderung gab an dieser Liste. Allerdings kann sich die Liste der Veränderungen noch ändern. Die endgültige Liste wird zwischen Februar und April 2010 die endgültige veröffentlicht.
Hier nun aber eine Zusammenfassung der Änderungen.
Fünf Zeichen werden aus der Liste entfernt.
勺 (shaku, ein Hohl- bzw. Flächenmaß – 18ml bzw. 0,033qm)
銑 (SEN, Roheisen)
脹 (CHOU, Schwellung)
錘 (tsumu, Spindel)
匁 (monme, eine Gewichtseinheit – ca. 3,75g)

Es gibt eine Liste von 191 Kanji, die hinzugefügt werden sollen und seit einem Jahr nicht verändert worden sind. Zu dieser Liste sollten noch neun weitere hinzugefügt werden, wovon es aber nur 5 geschafft haben. Damit vergrößert sich die Liste der Jōyō-Kanji auf 2136.
Einige der neuen Kanji auf der Liste sind Zeichen, bei denen ich mich zumindest immer gewundert habe, warum sie nicht zu den Jōyō-Kanji gehören, da man ihnen andauernd begegnet wie z.B. 誰 (dare – wer) oder 俺 (ore – ich; eins der vielen Wörter, die “ich” bedeuten aber nur von Männern unter bestimmten Bedingungen verwendet werden kann), andere neue Kanji sind welche, die in Namen von Präfekturen sind.
Eine komplette Liste mit englischer Übersetzung gibt es bei KanjiClinic.com. Ausführlichere Erläuterungen auf Englisch gibt es bei der Japan Times (Englisch). Die Asahi hat auch einen ganz interessanten Artikel (Japanisch).

Fragen und Kommentare sind wie immer gern gesehen.

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iPhone Japanisch

Wörterbücher für das iPhone

Ein kurzer Artikel zu den zwei Wörterbücher, die ich für das iPhone benutze. Ich habe mehrere durchprobiert aber die beiden halten sich schon seit langem auf meinem iPhone. Allerdings muss ich sagen, dass ich sie nur benutze um mal schnell ne Vokabel unterwegs nachzuschlagen. Wenn ich z.B. richtig Übersetzungsarbeit leisten muss, im Internet was Japanisches lese oder Fachtexte auf Japanisch lese, benutze ich andere Mittel aber das soll nicht Bestandteil des Artikels sein, sondern sich mit Wörterbüchern auf dem iPhone auseinandersetzen.

Kotoba: Kotoba ist ein kostenloses multilinguales Wörterbuch, dass auch nach Deutsch übersetzt. Als Grundlage nutzt es das JMDict. Im AppStore sagen sie zwar, dass sie auf das EDICT aufsetzen, da es jedoch multilingual ist, denke ich, dass es das JMDict nutzt. Das ist aber ehrlich gesagt für den Endnutzer einer Wörterbuchanwendung kein großer Unterschied. Die Anwendung hat keine Möglichkeit Kanji nachzuschlagen. Die Anwendung ist wie beschrieben kostenlos im AppStore erhältlich.

Update 29.10.09: Die Anwendung hat heute ein Update erfahren. Die größte Neuerung ist wohl, dass es jetzt Beispielsätze aus dem Tanaka-Corpus (Englisch) und dem Tatoeba-Project gibt. Verbkonjugationen können jetzt auch nachgeschlagen werden. Warum die Anwendung bei jedem Start nach meiner Standort fragt ist mir allerdings nicht klar aber da werde ich beim Entwickler nachfragen und hier ein Update geben. Update 29.10.2009: Inzwischen hat mir der Entwickler geantwortet. So wie es aussieht telefoniert die Anwendung “nach Hause” um anonymisierte Nutzungsstatistiken abzuliefern. U.a. will er auch ermitteln wo die Anwendung so genutzt wird. Mehr dazu auf der Seite des Entwicklers. Ich werde mich dann wohl mal wieder nach Alternativen umsehen. Persönlich habe ich kein Problem damit Nutzungsstatistiken an Entwickler weiterzugeben, so lange ich danach gefragt werde, ob ich damit einverstanden bin.

Kotoba ist übrigens Donationware. Also kostenlos im Appstore erhältlich und der Entwickler bittet um Spenden auf seiner Webseite.

Japanese: Diese Anwendung ist weitaus umfangreicher. Die Anzahl der Einträge ist gefühlt qualitativ besser, es wird aufgeführt welche Kanji in einem Wort sind und was deren Bedeutung ist, es gibt ggf. auch Alternativen für ein Wort, man kann an Wörterbucheinträge Notizen hinzufügen und mit Hilfe mehrerer Methoden Kanji nachschlagen (jedoch keine Handschrifteingabe). Leider sind hier die Übersetzungen alle auf Englisch. Der Preis ist mit 15,99€ auch relativ happig aber ein ordentliches Papierwörterbuch kostet mehr (vor allen Dingen, da man hier ja mehrere benötigt). Hier ist der Link zum AppStore.

Jisho Touch: Die einzige Alternative im AppStore, die auch Deutsch-Japanisch/Japanisch-Deutsch beherrscht scheint Jisho Touch zu sein. Es basiert auf dem JMDict und hat einen englischen, französischen, deutschen und russischen Datensatz. Die App hat eine simple Suche, die ausreichend schnell funktioniert und man kann Lesezeichen für Wörter setzen, die man öfter nachschlägt. Die Ausgabe der Ergebnisse ist meines Erachtens nicht wirklich übersichtlich gelungen. Meiner Meinung nach unterliegt Jisho in jedem Punkt Kotoba. Darüberhinaus kostet es 7,99€ im AppStore.

Ein Tipp zum Schluss: Legt euch trotz unzähliger Angebote im Netz u.ä. ein Kanji-Nachschlagewerk in Papierform zu. Ein gutes Papierwörterbuch ist mir aktuell nicht bekannt aber Kanji-Nachschlagewerke sind wirklich empfehlenswert, der Lerneffekt beim Nachschlagen ist größer. Und wer zufällig an der FU Berlin Japanologie studiert, der weiß, dass zumindest dort in den Prüfungen jegliche Form elektronischer Wörterbücher in Prüfungen verboten sind. Und da sollte man vorher mit geübt haben. Ein elektronisches Wörterbuch aus Japan ist übrigens meist nicht so empfehlenswert. Die haben nämlich das Problem, dass sie für Japaner gemacht sind und nicht für Ausländer und daher nicht so einfach zu bedienen sind und auch hier die besten Einträge im Japanisch-Japanisch-Wörterbuch zu finden sind.
Mehr hierzu aber in einem Folgeartikel.

Kotobank: Im japanischen AppStore gibt es eine iPhone-Anwendung für Kotobank. Ein japanisch-japanisch Wörterbuch, das offline funktioniert und ziemlich fix in der Suche ist. Eingebaut ist das ポケットプログレッシブ国語辞典. Über die Qualität des Buchs konnte ich leider erst einmal nichts herausfinden.

Es lassen sich weitere Wörterbücher über In-App Purchases nachladen. Die Preise werden mir in Euro angezeigt, aber ich hatte erstmal nicht das Bedürfnis welche nachzukaufen und daher auch gar nicht versucht, es mit meinem deutschen Account zu machen. Vermutlich lassen sie sich aber nur mit einem japanischen iTunes-Account nachkaufen. Ein bisschen googlen und man findet japanische Giftcards online, die man per Paypal (überteuert) kaufen kann. In der Regel geht jemand in Japan für einen dann shoppen und schickt den Code auf der Karte per Mail zu.

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Japanisch Japanisch Lernen Politics Society

Altersdiskriminierung und Grammatikbücher

Die letzten zwei Wochen habe ich relativ viel an einer Hausarbeit gearbeitet und hatte deswegen keine Zeit was für’s Blog zu schreiben. Es ging um gesetzliche Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und wie Japan so im internationalen Vergleich dasteht. Um’s kurz zu machen: ziemlich schlecht. Es gibt nur ein Gesetz, dass aussagt, dass man Bei Stellenausschreibungen und Anwerbung nicht auf Basis des Alters diskriminieren darf und das Pflichtverrentungsalter wurde angehoben. Und bei letzterem haben die Firmen schon in der Vergangenheit gezeigt, welche Methode sie haben um das Ganze zu umgehen. In anderen Ländern sind die entsprechenden Gesetze eher mit nem menschenrechtlichen Ansatz versehen: Diskriminierung ist grundsätzlich schlecht, auch auf Basis des Alters (egal ob jungen oder älteren Menschen gegenüber).
Na ja, mal schauen was es wird. Wer Interesse hat, kann ja nen Kommentar hinterlassen, dann mail ich ihm die Arbeit zu.

yoku_wakaru_bunpouAch ja, und dann gibt’s da noch ne Sache. Ich hab mir vor Jahren ein Buch gekauft mit dem Titel “よくわかる文法” (Grammatik leicht verständlich) und dachte, dass es nicht schlecht wäre ein Buch auf Japanisch zu haben, dass Grammatik erklärt. Damals dachte ich, dass es für Ausländer sei, die in Japan Japanisch lernen. Aber das Buch war mir damals zu schwer und ich dachte, dass es wohl eher für nen höheren Level ist. Heute hab ich das Buch mal wieder rausgekramt und irgendwo am Anfang aufgeschlagen. Und was muss ich da lesen?
“Grammatik ist für Leute, die Japanisch lernen und keine Muttersprachler sind, nicht so einfach. Selbst muttersprachliche Erstklässler haben am Anfang eine großes Grammatikwissen.” Dann kommt ein kleiner Textabschnitt und es wird ein Satz herausgenommen:
“おじさんは、とってもりっぱなかさをもっていました。” (Der Onkel hat einen ganz tollen Regenschirm gehabt).
“Der Kommentar dazu: Der Text hat wenige Kanji (chinesische Schriftzeichen) aber selbst die Grammatik dieses Satz ist schwer. Leute, die Japanisch als Fremdsprache lernen müssen bereits über 50 Stunden Japanisch gelernt haben um die Grammatik dieses Satzes zu verstehen.” (keine wortwörtlichen Übersetzungen und dazu auch noch zusammengefasst)

Da hab ich mich wohl damals beim Buchkauf etwas getäuscht und hätte vielleicht keinen Impulskauf tätigen sollen. Schon auf dem Buchtitel steht, dass das Buch für nen Test ist, für Leute, die Japanisch als Fremdsprache unterrichten wollen. D’oh
Na ja, inzwischen versteh ich das was die so schreiben ganz gut, vielleicht ist ja auch neue Grammatik bei. Und wenn ich Glück hab nehm ich sogar was mit, wenn es mal dazu kommen sollte, dass ich selber Japanischunterricht gebe.

Für Anmerkungen und Fragen bin ich immer offen und freue mich über jeden Kommentar 🙂

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Strichfolgen-Suche

Wer ein bisschen Japanisch kann und sich mit Kanji auseinandergesetzt hat, weiß, dass Kanji eine feste Strichfolge haben. Als Beispiel das Kanji 本 (wird “hon” bzw. “moto” gelesen und bedeutet so viel wie Buch oder Ursprung). Hierfür einfach mal diesem Link folgen. Dort gibt es eine Animation mit der korrekten Strichfolge.

Komplexere Kanji bestehen aus mehreren Teilen, die Radikale genannt werden. Und hier fängt das Problem an, dass mich gestern beschäftigt hat. Es geht um das Kanji 組 (bedeutet soviel wie Gruppe, Klasse, Partei usw.). Der linke Teil nennt sich “ito-hen” und stammt von dem Kanji 糸 (ito, bedeutet Faden). Schaut man sich die Animation von 糸 an, sieht man das der “untere Teil” in der Reihenfolge Mitte, Links, Rechts geschrieben wird. Schaut man sich jedoch die Animation von 組, stellt man fest, dass der untere Teil vom ito-hen Links, Mitte, Rechts geschrieben wird. Schaut man in “Langenscheidt’s Handbuch und Lexikon der japanischen Schrift: Kanji und Kana 1” wird es auch von Links nach Rechts geschrieben. Darüber gestolpert bin ich übrigens weil iKanji Touch (hab ich hier drüber geschrieben Meiner Meinung nach, wird aber auch ito-hen wie 糸 Mitte, Links, Rechts geschrieben) auch dieser “Fehler” existiert.

Es war gar nicht mal so einfach festzustellen welche Reihenfolge denn nun richtig ist. Im Gegensatz zu der Liste über Kanji im täglichen Gebrauch ist die Strichfolge meines Wissens nach nicht staatlich reguliert. Aber sie ist wichtig um Handschriften lesen zu können und damit die eigene Handschrift gelesen werden kann (und damit man nicht von Japanern kritisiert wird 😉 ). Über die Mailingliste der TLUG (Tokyo Linux User Group), zu Fragen über die japanische Sprache (die ML nennt sich “lingo”) habe ich dann schlussendlich Antwort bekommen: Eines der Mitglieder hat seine Tochter, die gerade in der sechsten Klasse in Japan ist, gefragt. Da in Japan in der Grundschule Kanji wichtiger Bestandteil sind und es häufig Tests gibt, ist sie eine hervorragende Referenz. Mitte, Links, Rechts ist richtig. Ihr Kanji-Wörterbuch (für lernende Japaner) bestätigt dies auch und ich hatte total vergessen, dass ich auch noch ein Buch für japanische Grundschüler besitze, das die Strichfolge bestätigt.
Aus Erfahrung wird aber wohl auch die Reihenfolge von Links nach Rechts in Handschriften verwendet (davon hat die Sechstklässlerin aber noch nie was gehört). Also ist wohl beides richtig, nur ist eines richtiger.

Update: Auf Anfrage hin, hab ich mal ein Photo gemacht um das obige zu verdeutlichen.
ito-hen

Rechts sieht man das ito-hen in “Druckschrift”. Daneben in den o.g. Varianten. Links in der Variante “Mitte, links, rechts” und in der Mitte in der Variante “von links nach rechts”. Wie man sehen kann, ist das Erscheinungsbild anders und aus diesem Grund sind die Strichfolgen so wichtig. Schreibt man schnell, ziehen sich die Striche zusammen und nur wenn man die “richtige” Strichfolge nutzt bleibt das Ganze lesbar.

Ich hab die Sache übrigens noch weiter verfolgt. In einer Richtlinie von 1981 zu der Thematik sind beide Varianten als korrekt angegeben und bei einer Umfrage vor va. 35 Jahren haben mehr Japaner angegeben, dass sie die Variante “links nach rechts” benutzen. Anfang 2010 wird es nach 30 Jahren ein Update der Richtlinie geben und man wird sehen ob diese Strichfolge immer noch “richtig” ist.

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iPhone Japanisch Japanisch Lernen

Japanisch lernen mit dem iPhone bzw. iPod Touch

Das mit dem Japanisch lernen mach ich schon länger, habe mir eine Reihe Bücher gekauft, tausende von Karteikarten geschrieben, mir Computerprogramme und Webseiten angeschaut und bin immer auf der Suche nach dem besten Weg für mich Japanisch und damit auch Kanji zu lernen. Seitdem ich meinen iPod Touch bzw. später ein iPhone besitze muss ich sagen, dass ich selten so viel aber insbesondere so kontinuierlich Japanisch gelernt habe (mal abgesehen von meinem Vorstudium…aber das ist ein anderes Thema). Daher will ich mal ein wenig über die Apps schreiben, die ich so verwende um Japanisch zu lernen.

Bitte beachte auch meinen aktuellen Artikel: Zur Wiedervorlage: Japanisch lernen mit dem iPhone bzw. iPod Touch

Vokabeln:

Lernt man im Unterricht bzw. mit einem Lehrbuch, gibt es in der Regel für die einzelnen Sitzungen bzw. Lektionen Vokabellisten, die man auswendig lernen sollte. Auf dem iPhone gibt es hier zwei empfehlenswerte Anwendungen: iFlash Touch Dies ist der kleine Bruder von iFlash, eine Karteikartenanwendung für Mac OS X. Ihr Vorteil ist, dass man dreiseitige Karteikarten anlegen kann. Also eine für Kanji, Lesung und Übersetzung. Es gibt auch viele Listen zum Herunterladen durch die Desktopanwendung. Die Desktopanwendung kostet $15, die iPhone-App ist kostenlos.

iCards

Diese Anwendung habe ich nur relativ kurz getestet, da man ursprünglich nicht vernünftig Vokabeln hinzufügen konnte. Als einzige mir bekannte Flashcard-App außer iFlash Touch beherrscht auch sie dreiseitige Karteikarten. Inzwischen kann man sich über Google Spreadsheets Vokabellisten zum Importieren bauen. Im Gegensatz zu iFlash Touch benötigt man also keine Desktopanwendung. Kostenpunkt ist 0,79€

Zen Nihongo

Wer sich auf den JLPT vorbereitet und dem Englischen mächtig ist, kann ich Zen Nihongo nur wärmstens ans Herz legen. Vokabellisten für die Level 1 bis 4 liegen vor. Leider nur Japanisch->Englisch (und auch nicht umgekehrt). Dafür gibt es aber Automatismen zum Lernen. Man sieht die Vokabel auf Japanisch (Lesung kann eingeblendet werden), drückt auf die Vokabel und bekommt die englische Antwort. Dann kann man die Vokabel von 0 – 5 einstufen. Wobei 0 bedeutet, dass man die Vokabel überhaupt nicht kann, bei 1 wird sie noch am selben Tag wiederholt, bei 2 am nächsten, bei 3 nach drei Tagen, bei 4 nach vier – 5 Tagen und bei 5 nach einer Woche (wurde sie mehrfach auf 5 wiederholt, wird sie erst nach zwei Wochen wieder angezeigt). Weiß man eine Vokabel nicht, sollte man sie wieder auf Level 0 stellen, zumindest ist das meine Methode. Anfangs gab es ein paar Probleme mit dem Algorithmus, die sind aber jetzt behoben. Seit der letzten Version wird auch direkt auf der Karte angezeigt auf welchem Level man sie als letztes eingestellt hatte. Der Support durch den Autor ist gut und die Intervalle scheinen inzwischen in Ordnung zu sein. Zur Zeit hab ich etwa 1800 Vokabeln im Einsatz mit über 1500 Vokabeln auf Level 5 und immer so um die 30 auf Level 2 und habe täglich zwischen 150 und 200 Vokabeln zu wiederholen. Das geht aber durch die Direktanzeige des Levels relativ fix. Aktuell hat das Programm einen Sonderpreis von 4,99€ – normalerweise kostet es glaub ich 1 – 2€ mehr.

Die App kostet 3,99€.

Update 01.06.2010: Inzwischen habe ich Level 2 nahezu vervollständigt. Es gibt keine neuen Wörter mehr und ich habe permanent seit 2 – 3 Wochen etwa 30 Wörter auf Stufe 3 und 80 auf Stufe 4. Zu wiederholen habe ich damit etwa 230 Vokabeln pro Tag. Durch ein Update ist es möglich geworden die kumulativen Decks abzuschalten. Ich wiederhole also aktuell auf Level 2, gehe dann aus der App raus, schalte die kumulativen Decks ab und wechsel dann zu Level 1. Danach schalte ich die kumulativen Decks wieder an. Ist zwar ein wenig lästig, funktioniert aber.

Update: Mit dem heutigen Update hat Zen Nihongo Beispielsätze dazu bekommen. Zu jeder Vokabel gibt es damit mehrere Beispielsätze (in Japanisch und englischer Übersetzung). Das verbessert die App um einiges und lässt sie damit definitiv aus der Masse herausstechen. Leider gibt es hier ein großer ABER: In der aktuellen Fassung gibt’s zumindest bei mir böse Performance-Einbußen sobald ich die Beispielsätze “aufmache” (man muss sie bei jeder Karte explizit laden) – entweder reagiert die App mehrere Sekunden nicht oder in einem Fall ist sie sogar abgestürzt. Das Problem tritt nur auf wenn ich die Sätze lade und passiert auf nem 3GS. Der Entwickler schrieb mir, dass auf seinem Classic und 3G die Probleme nicht auftreten und er es sich nochmal genauer anschauen würde.

Update 01.06.2010: Das Performance-Problem ist seit einiger Zeit behoben und ein paar Beispielsätze werden immer automatisch geladen, was ich sehr praktisch finde.

iSRS

Große Erwartungen hatte ich an iSRS. Es hat zwar nur zwei Seiten aber ein ordentliches Spaced Repetition System. Die App ermittelt selber anhand dessen, wie man Vokabeln wertet, wie oft sie wiederholt werden. Über das Mnemosyne-Projekt kann man am Desktop Karten für die App erstellen, eine extra Anwendung (iSRS-Sync) synchronisiert die Kartensätze mit der iPhone-App. Leider hatte ich viele Abstürze mit der App, die zu Datenverlusten führten (State der Karte bzw. selbst eingegebene Karten in der App gingen verloren). Daher kann ich von iSRS nur abraten. Wer trotzdem Interesse hat, kann sich die Light-Version runterladen, die aber unter anderem keine Unterstützung für den Full-Screen-Modus hat. Evtl. sind die Probleme gelöst, aber nachdem der Entwickler zwei Updates veröffentlicht hat, die die Probleme lösen sollten und dies aber nicht taten, wollte ich nicht mehr mit der App weiterarbeiten.

Kostenpunkt: 3,99€

Katakana und Hiragana

Hier kann ich mich leider nicht zu äußern, da ich die schon länger Lesen und Schreiben kann. Die zwei folgenden Kanji-Anwendungen haben jedoch auch eine Kana-Pendant und sind sicherlich ähnlich gut (wenn nicht sogar besser, da Kana weitaus weniger Umfang haben): iKana Touch – 3,99€ Kana LS Touch – 2,99€

 

Kanji

Für Kanji verwende ich aktuell zwei Apps, die ich im folgenden kurz vorstellen will mit ihren Vor- und Nachteilen. Beide umfassen aktuell an die 2000 Kanji.

Update 01.06.2010: Für Kanji benutze ich aktuell nur noch iKanji Touch.

iKanji Touch iKanji Touch ist toll designt und hat einen tollen Modus zum automatisierten Lernen. Es gibt eine Unterteilung der Kanji in 6 Klassenstufen, die einem um die 1000 Kanji näher bringen oder in den Stufen des JLPT. Natürlich kann man auch eine eigene Kanji-Liste erstellen. Meine Empfehlung ist hierbei folgende: Lernt man mit einem Buch oder Unterricht, erstellt man eine eigene Liste, die mit der Zeit wächst. Hält man sich in Japan auf, sollte man nach Klassenstufen lernen, da es hierfür tolles Komplementärmaterial für japanische Grundschüler gibt, bereitet man sich auf den JLPT vor, nimmt man natürlich die Unterteilung in den JLPT. Wobei man jedoch beachten muss, dass in Level 2 z.B. nicht die Kanji von Level 3 und 4 enthalten sind, diese müssen also extra gelernt werden. Also einfach “hochlernen”. Innerhalb der Einteilungen sind die Kanji nochmal in 20er-Packs unterteilt. Mein Lieblingsmodus ist nun “Teach me these KanjI”. Hierbei wird einem ein Kanji mit Lesungen und Übersetzungen gezeigt, danach die Strichfolge. In einem Multiple-Choice-Test wird dann erst die Bedeutung, dann die Lesung, dann die Strichfolge abgefragt. Wie auch bei Zen Nihongo wird in Lernstufen eingeteilt, aber die Anwendung macht das von alleine. Bei einem Fehler geht’s sofort wieder zurück auf Level 0. Die Intervalle (selber Tag, ein Tag, drei Tage, eine Woche, ein Monat) sind sehr angenehm. Zusätzlich gibt es noch Tests für Komposita (Wörter, die aus mehreren Kanji zusammengesetzt sind) und einzelne Tests für Lesungen etc aber diese benutze ich nicht. Was sind nun die Schwachpunkte der App? Der erste Punkt ist, dass die App ausschließlich auf Englisch verfügbar ist. Der zweite ist der Strichfolgentest. Zum einen sind weniger als 1000 Strichfolgen enthalten, was sich beim Lernen für den JLPT Level 2 relativ schnell bemerkbar macht (jedoch nicht für Anfänger und nicht ganz so weit Fortgeschrittene), zum anderen gibt es immer mal wieder Fehler.

Update 01.06.2010: Seit ein paar Wochen gibt es mit dem aktuellen Update Strichfolgen für alle JLPT Level 2-Kanji und einige JLPT Level 1-Kanji.

Inzwischen sind jedoch ein großer Teil der Fehler behoben und meldet man sie im Forum des Entwicklers wird bei den unregelmäßigen Updates auch Fehlerbehebung in der Datenbank gemacht. Es kann jedoch stellenweise ziemlich nerven. Ein anderes Problem am Strichfolgentest ist, dass das Kanji gezeigt wird und man es nachzeichnet. Ein Fehler und man hat das Kanji falsch gemacht. Was mich stört ist, dass das Kanji gezeigt wird und man keine leere Fläche bekommt.

Update 01.06.2010: Schon seit längerem wurde der Test verbessert. Man bekommt zwar immer noch keine leere Fläche, dafür wird einem aber angezeigt ob die App den Ansatzpunkt richtig erkannt hat. Das reduziert Fehler, lädt aber auch zum Schummeln ein.

Da ist das folgende Kanji LS Touch besser. Außerdem gibt es bei allen Tests das Problem, dass eine falsche Berührung das ganze Kanji auf Falsch setzen und damit wieder auf Level 0 zurück. Die Erkennung von unabsichtlichen Berührungen ist zwar besser geworden, ich würde mir jedoch eine “Abgabe-Bestätigung” und Korrekturmöglichkeit wünschen. Leider sieht es nicht so aus als ob das kommen würde. Auf der Webseite gibt’s auch Videos zur App. Die App kostet 6,99€

Kanji LS Touch Kanji LS Touch hat einen großen Vorteil gegenüber iKanji Touch: Alle Bedeutungen sind auch auf Deutsch vorhanden und das tolle ist, dass man die Sprache OS-unabhängig einstellen kann (OS auf Englisch, App auf Deutsch). Die App hat auch weitaus mehr Strichfolgen, wieviele weiß ich leider nicht (alle vermute ich mal) genau. Der Strichfolgentest ist auch besser. Man bekommt eine schwarze Fläche, zeichnet das Kanji rein, klickt auf das Fertig-Icon und dann wird einem gezeigt in welcher Reihenfolge man die Striche gesetzt hat und wie es richtig wäre. Dazu gibt es einen Übungsmodus um das Schreiben zu lernen und eine ganze Reihe Testmodi. Leider gibt es keine Automatismen zum Lernen, darum ist es bei mir nur eine Komplementär-App zu iKanji Touch. Will ich ein Kanji unterwegs üben oder lerne ich Kanji aus irgendwelchen Unterrichtsmaterialien verwende ich lieber Kanji LS Touch. Für das reine Einpauken um Kanji-Wissen aufzubauen nehme ich iKanji Touch. Als letzter Kritikpunkt ist anzumerken, dass das Design meiner Meinung nach stark zu wünschen übrig lässt. Für viele denke ich jedoch, ist Kanji LS Touch – insbesondere wenn man es zusätzlich zum Unterricht einsetzen will – die bessere Wahl. Da es einem ermöglicht das Schreiben zu üben und die Bedeutungen auch auf Deutsch vorhanden sind. Der Entwickler hat auch Videos von der App auf seiner Webseite. Der Preis beträgt 9,99€

Ich freu mich über Kommentare und wenn es Fragen zu den vorgestellten Apps gibt, fragt 🙂

P.s.: Eine Webseite, die definitiv einen Blick wert ist, ist smart.fm, allerdings lernt man auch hier Japanisch über Englisch und der Zugriff mit dem iPhone ist “dank” Flash nicht möglich. Eine iPhone-App ist wohl in Vorbereitung. Eine iPhone-App gibt es inzwischen auch. Ich hatte sie kurz installiert, war nicht sonderlich begeistert und habe sie seitdem nicht mehr benutzt. Daher kann ich hier auch kein Urteil drüber abgeben.