Fehlende Bürgerbeteiligung beim Tempelhofer Feld

Die TAZ hat einen Artikel geschrieben über die fehlende Bürgerbeteiligung beim Tempelhofer Feld. Essenz des Artikels ist: Alle wollen direkte Demokratie und dann kümmert sich niemand. Nachdem ich den Artikel komplett gelesen habe, dachte ich nur “What the Fuck? You serious?

Seit Dezember 2015 gibt es eine Webseite auf der man sich beteiligen kann beim Tempelhofer Feld. Die Phase des Sammelns der Vorschläge geht laut dem Artikel bis Ende Februar. Tilmann Heuser, der Koordinator der Bürgerbeteiligung und Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz teilt aber mit, dass die Werbung noch nicht richtig angelaufen sei dafür. Wir schreiben übrigens den 20. Januar. Es gebe wohl auch Veranstaltungen vor Ort um den Dialog zu suchen.

Finde ich interessant. Ich wohne etwa 5 – 10 Minuten fußläufig vom Tempelhofer Feld. Und ich wusste exakt nüscht davon. Zugegeben, ich habe mich nicht wirklich gekümmert was da gemacht wird und wie die Bürgerbeteiligung aussehen wird. Ich schließe mal von mir auf andere, aber ich glaube anderen geht es ähnlich. Und zur Abstimmung wurde ja ohne Ende Werbung gefahren.

Meine Vermutung war, dass man informiert wird als Anwohner. Man könnte ja die Anwohner im Umkreis per Flugzettel im Briefkasten informieren. Dürfte nicht so schwer und teuer sein. Und wie kann ich denn bitte eine Plattform zur Bürgerbeteiligung starten, Werbung dafür einplanen und dann die Werbung so spät anlaufen lassen, dass bei der ersten Phase davon noch nahezu nichts zu sehen ist.

Ich glaube nicht, dass es unbedingt am Unwillen der Bürger liegt, dass sich da niemand beteiligt. Sondern an fehlender Kommunikatio und einfach nahezu niemand davon weiß, dass es die Plattform gibt.

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#IdontstandwithLinus

The #Gamergaters have a new hashtag: #IstandwithLinus. As everyone knows who read stuff from conferences or mailing lists where Torvalds speaks or writes, he seems too be a pretty big asshole. He created the Linux Kernel and for this I am grateful. It is an awesome project and helped to get free software a huge momentum.

But that does not justify that he is an asshole.

#IstandwithLinus apparently found its way onto Twitter because Torvalds explained that he does not really care about diversity and people once again called him out on it. And thus the #Gamergaters had found a new hashtag. And oh wonder, it is again about trashing women and trying to find ways to fight people who think we left the 50s and 60s behind us and not about ethics in game journalism. And they do it with the same means: they dox people, they threaten people and try to get to them in the meatspace. Just read the twitter-timeline of @Shanley.

The sad thing people like Torvalds or RMS1 probably do not care about it, so they won’t speak about it. I wonder if at least organizations like the Linux Foundation or the FSF will speak out or some other big FS/OSS-projects. Otherwise it is once again just a sad example how broken the open source-community is. Diversity is important and not being an asshole in social matters is important as well. It is astounding that people still develop for the Kernel while the project leader is just uncouth.

Who wants to know about why diversity is important, I can recommend this presentation by Lena Reinhard:

If you like Linux and free software you shouldn’t use the hashtag #IstandwithLinus. It just is another synonym for #Ihatewomen. You are hurting the whole project more than you do good. Actually you are doing no good at all, you just hurt Linux.

#IdontstandwithLinus


  1. Richard Ms. Stallman

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Kommentar zu WR382 Frau Diener verreist nach Tokio

Holgi hat mit Frau Diener über ihre Reisen im Rahmen ihrer journalistischen Arbeit nach Kyushu und Tokyo geredet. Ich habe dazu einen kürzeren und längeren Kommentar geschrieben:

1) Ehm…Der Shogun (also die Tokugawa-Familie) hatte seinen Sitz in Edo (später Tokyo). Der Kaiser hatte seinen Sitz in Kyoto. Der Umzug der Hauptstadt erfolgte nachdem der Shogun seine Macht verloren hatte. Man wollte zum einen die Ländereien des Shoguns übernehmen und Edo war nun mal die “wirkliche” politische Hauptstadt. Daher wurde der Sitz des Hofs nach Edo verlegt, der Kaiser nahm seinen Platz im Palast des Shoguns (der heutige kaiserliche Palast) ein und die Stadt wurde von Edo in Tokyo (östliche Hauptstadt) umbenannt.

2) Ich hatte ja schon kurze Kommentare vorher abgegeben, jetzt hab ich die Folge komplett durchgehört und habe da ein paar Kommentare und werde chronologisch vorgehen. Kurzer Disclaimer: ich habe vor 10 Jahren für ein halbes Jahr Working Holiday gemacht und in einer japanischen Gastfamilie gelebt und bin Langzeitstudent der Japanologie.
Aber allem voran kurz das Thema Harmonie (ich werde da gegebenenfalls von Wa, dem jap. Begriff schreiben). Ich kauf das nicht mehr. Es ist eine schöne simple Erklärung für komplexe Sachverhalte. Und was wissen wir über schöne simple Erklärungen für komplexe Sachverhalte? In der Regel sind sie Mist.

Thema Aufarbeitung der Kriegsschuld. Ich bin auch lange davon ausgegangen, dass das was mit Scham und über schamvolle Dinge redet man nicht zu tun hat, aber inzwischen würde ich eine andere These haben. Im Gegensatz zu Deutschland lief die “Entnazifizierung” etwas anders ab. Nachdem Japan verloren hatte wollte MacArthur (der General, der die Besatzung leitete) eine Art Schweiz Ostasiens aus Japan machen. Dabei wurden auch die ganzen rechten Kräfte entfernt und linke eingesetzt. Dann gewann Mao den Bürgerkrieg in China und auf einmal gab es eine 180°-Wende. Aus der Schweiz Ostasiens musste ein antikommunistischer Schutzwall werden. Die linken Kräfte wurden wieder entfernt und dafür die rechten von vorher eingesetzt. Die hatten schließlich auch ein Problem mit den Kommunisten. Und die rechtskonservativen waren in Japan immer recht stark und kümmerten sich auch gerade in den “wichtigen” Bereichen um ihre Interessen. Während die Lehrer so eine richtig linke Bastion ist, scheint das nicht der Fall zu sein im Bereich Schulbuchfreigabe und Lehrplänen. Die Lehrpläne behandeln meines Wissens nach im Gegensatz zu Deutschland den 2. WK nur sehr gering. In Deutschland hatte ich das gefühlt ein Dutzend Mal bis zum Abitur. In Japan muss (da bin ich nicht ganz faktenstark ehrlich gesagt) das wohl eher so mal eine Woche vor den Sommerferien sein und fertig. Zu wenig Zeit um das Thema zu behandeln. Dazu kommt das die Lehrbücher das alles wohl recht gekürzt wiedergeben. Außer es kommt mal wieder zu einer Schulbuchkontroverse weil eine sehr rechte Gruppierung ihr Lehrbuch genehmigt bekommen hat und darin Geschichtsrevision betrieben wird. Das Lehrbuch wird zwar dann nur an einer Schule o.ä. eingesetzt, gibt aber trotzdem immer wieder Knatsch mit den Nachbarn. Kein Wunder: überlegt mal ein Verein nahe der NPD würde ein Geschichtsbuch für den Unterricht in der Sekundarstufe 1 zugelassen bekommen.

Zum Nagasaki-Atombombenmuseum und keine Aufarbeitung der Kriegsschuld hatte mich interessiert wer wohl dahintersteht und deswegen griff ich mal zu Google. Ich fand nur ein Nagasaki Friedensmuseum was genau eben jenes zu sein scheint und das hat wohl eine extra Ecke zum Thema Untaten Japans im 2. WK. Ich war nie da, aber ist es evtl. ein Teil gewesen, der nicht wirklich auf Englisch umgesetzt wurde? Anekdotische Evidenz: Heute bin ich im Verkehr- und Technikmuseum gewesen: im Bereich Züge gab es auf Englisch eine Tafel an der ich fast vorbeigelaufen wäre zum Thema die Bahn und der 2. WK. Auf Deutsch gab es da eine Reihe zum Thema Judenvernichtung und deutsche Reichsbahn. Die Fotos waren aber nicht sehr aussagekräftig wenn man nicht wusste was da stand. Nur so als Idee.

Fukushima, Gesicht verlieren, Harmonie: da hat eher niemand was gesagt weil TEPCO (Tokyo Electric Power Co) ein Verbrecherverein ist und vermutlich auch entsprechende Politiker zu tief drin hängen. Das Blog japansubculture.com von u.a. Jake Adelstein, ein US-Amerikaner, der lange in Japan lebte und für den japanischen Teil der größten Tageszeitung lange gearbeitet hat und Autor von Tokyo Vice, hat da ne Menge drüber geschrieben.

Das mit den nicht “nein” sagen können ist einfach Kultursache. Da steigt man irgendwann hinter.

Tokyo ist nicht in der Mitte Japans sondern ziemlich im Osten von Honshu. Durch die Mitte von Honshu läuft ne fette Gebirgskette (die auch der Grund für den wenigen Schnee in Tokyo ist; dafür gibt’s in Westjapan massig Schnee).

Onsen ist nicht das “Bad”, sondern es sind heiße Quellen. Das mit dem vorher abduschen ist eigentlich ganz angenehm. Dafür wird das Wasser halt nicht zugechlort.
Der Yukata ist ein lockerer Sommerkimono, ist halt traditionelle Freizeitkleidung. Wird auch gerne bei Feuerwerken im Sommer getragen.

Kein Koffein: Grüner Tee hat doch Koffein. Und es gibt ja auch noch warmen Dosenkaffee? Man kann halt nicht erwarten, dass es überall den gleichen Kram wie zu Hause gibt ;)

Japanisches Frühstück ist toll. Natto ist aber einfach nur widerlich. Ich hab’s nur mal in nem Maki (Sushi) probiert, weil dafür mein Gegenüber versprach Milchreis zu probieren. Damit kann man Japaner jagen.

Japanische Badezimmer sind ein wenig anders. Ich hab nur ein paar Wohnungen gesehen und nie ein Hotelzimmer. Bei den Wohnungen mit Platz gab es eine große Nasszelle. Das war ein komplett gekachelter Raum, der auch eine Duschbrause hatte und da hat man sich abgeduscht. Daneben gab’s einen extra Raum mit dem Ofuro (der Badewanne). Dadrin war immer sehr warmes Wasser, dass auch von der kompletten Familie genutzt wurde. Nichts ist toller als nach nem Arbeitstag sich vor dem Bett zu duschen und dann nochmal ins Ofuro zu steigen. Leider konnte ich nie meine Gewohnheit ablegen morgens duschen zu müssen. Daher duschte ich dann zweimal am Tag… In Wohnungen mit wenig Platz, die dann auch nur für eine Person gedacht waren gab es nur eine Wanne. Dadrin hat man geduscht und dann sich das Wasser für das Ofuro eingelassen. Ist vermutlich in Hotels ähnlich.

Eine Fahrt mit dem Shinkansen ist in der Regel sogar teurer als ein Inlandsflug. Ist aber geiler.

Toiletten: nie nen Plumpsklo gesehen in Japan? Die waren sehr gewöhnungsbedürftig und ich hab auch ranzige Toiletten gesehen. Bei meiner Gastfamilie gab’s nen beheizten Klositz. Die berühmten High Tech-Toiletten hab ich nur selten gesehen. Aber ich hatte auch nicht wirklich Geld und bin deswegen nie irgendwohin gegangen wo es sowas gab. Selbst in der Kneipe/Restaurant in dem ich arbeitete gab’s das nicht.

Schuhwechsel an jedem Restaurant? Das hab ich exakt einmal gesehen und das war übelst teuer und hätte ich mir nie alleine leisten können. War übrigens ein Tofu-Restaurant und auch wenn ich kein großer Tofu-Fan bin, das war großartig und ich habe mich in Yuba verliebt (so ne Art Tofu-Haut). Die hab ich aber nie außerhalb Japans gefunden :(

Die Sache mit der Musik bei den Toiletten. Es gehört sich nicht, dass man bei Frauen den Pinkelstrahl zu hören bekommt. Daher haben sie immer die Spülung betätigt, wenn sie auf Klo waren. Zwecks Wassersparens wurde dann erst die Imitation des Wasserspülgeräuschs und später die Musik eingeführt. Bei Männern ist das übrigens egal.

Japan ist ne Insel und es gab nie Einflüsse. Ja, nein, stimm ich auch ungern zu. Ja, Japan ist nen Inselstaat der lange isoliert war und man kann sicherlich irgendwie Eigenheiten darauf zurückführen, insbesondere die Xenophobie. Aber auch die ist das größte Problem an der Sache. Einflüsse gab es immer, selbst in der Phase des Komplettabschlusses wurden Dinge aus China und Korea aufgenommen. Später in der Meiji-Zeit, der Industrialisierung durch die Europäer und nach dem zweiten Weltkrieg gab es eine massiver Amerikanisierung. Und diese Einflüsse spiegeln sich überall wieder: in der Architektur, den Religionen, der Mode, Sprache usw usw usw.

Ja, an kawaii kann man eingehen. Oder man gewöhnt sich dran und macht es irgendwann in Maßen selber mit ;)

Tokyo ist seit Ewigkeiten mehrsprachlich was Beschilderung angeht. Aber man muss nur ein wenig rausfahren und schon ändert sich das. Und die verbalen Englischkenntnisse in Japan sind eher gering. Liegt übrigens daran, dass man in Japan Englisch in der Schule durch’s Übersetzen beibringt und wir es durch Konversation lernen.

Es gibt Tagestickets? Seit wann das denn? Ich hatte von meinem Job nen Monatsticket und das galt exakt für die Strecke auf der ich gefahren bin. Ansonstne zieht man halt ein Ticket und zahlt für exakt die Strecke. Und Öffis waren echt teuer. Außer man ist vielleicht im Ring geblieben. Aber da fährt man ja auch kaum Stationen und berechnet wird immer von der günstigsten Strecke.

Blade Runner: Tokyo war in den 80ern wie man sich die Stadt der Zukunft vorgestellt hat. Da war Japan ja auch echt groß und weit voraus (außer bei den Computern, aber das ist eine andere Geschichte). Einmal nachts auf die Hauptstraße von Shinjuku und man findet sich in den Dark Wave- und Cyberpunkromanen der 80er und Anfang der 90er wieder.

Okonomiyaki ist nicht Omelett, sondern Pfannkuchen in den Kohl eingebacken wird. Da kommt dann noch Kram drauf, je nach Region ein Spiegelei, Okonomiyakisauce und japanische Majo und es schmeckt. Vielleicht muss ich dich mal zum Essen einladen, wenn wir zu Hause Okonomiyaki machen ;)
Das ist übrigens ein Essen was man bei Feuerwerken oder anderen Veranstaltungen mit Fressbuden isst oder z.B. in der Kneipe wenn man mit seinen Freunden/Kollegen was trinken geht. Oder man macht es halt zu Hause. Die Seite sieht ganz gut aus in Sachen Okonomiyaki: http://okonomiyakiworld.com/best-okonomiyaki-recipe.html. Im Vinh Loi (http://www.vinhloi.de/store/) bekommst du in Berlin auch die Zutaten.

Was isst der Japaner generell: Fisch und Reis natürlich. Die Fischtheken sind dort wie hier die Wurst/Fleischtheken und das Fleischangebot ist dort, wie hier das Fischangebot (in Berlin). So als grober Vergleich. Man kommt in der Regel mit sechs “Gewürzen” aus: Sojasauce, Mirin (süßer Kochreiswein), Sake und Zucker. Dazu kommt noch helles und dunkles Miso, eine Bohnenpaste. Je nach Verhältnis gibt es andere Saucen. Das ganze dann auf Reis mit Fisch/Fleisch (eher Geflügel als Rind und Schwein) und Gemüse. Dazu kommen Nabemono im Winter, das sind eine Art Eintopf, die man am Tisch kocht. Dann gibt es noch japanische Curry, mein Lieblingsessen, Nudelsuppe und auch Junk Food wie McDonald’s. Es gibt natürlich noch viel mehr und sehr schöne regionale Küchen.

Sushi ist übrigens eigentlich Fast Food, inzwischen halt nur veredelt. Aber es begann sein Leben als Fast Food.

Wenn du mal den guten Thunfisch haben willst, gehst du zu einem guten Sushiladen, in Berlin empfehle ich das Sasaya oder auch inzwischen wieder das Isshin und bestellst Toro. Maguro ist der Standard, Toro ist der geile Kram – ist aber auch teurer.

Tokyo und Zentralismus: Tokyo ist das Zentrum seit der Tokugawa-Zeit, also seit Anfang des 17. Jh. Und Tokugawa Ieyasu, der Macht habende Shogun ab 1603, hatte mit seinen Maßnahmen die Daimyo (Kriegsherren) zu kontrollieren auch massiv dafür gesorgt, dass alle Wege nach Tokyo führen.

Wie oben erwähnt gibt es viele regionale Küchen. Das rohe Pferdefleisch könnte eine regionale Spezialität sein. Äppelwein bekommst du ja auch nicht wirklich gut in Berlin (so als Beispiel).

Die Sache mit ab 40 hat der gemeine Salariman keinen Bock mehr nach Hause zu gehen: na ja, man geht halt erst nach dem Chef in der Regel. Und dann geht man vielleicht noch was trinken mit den Kollegen. Freitags ist das sowieso die Regel, dass man mit den Kollegen und dem direkten Vorgesetztem was trinken geht. Unter Alkoholeinfluss (auch wenn der gar nicht so stark ist) darf man dann auch mal seinen Chef ankacken und niemand nimmt es einem übel. Finde ich eigentlich ne gute Sache. Aber so krass ist das heute auch alles nicht mehr. Vom neuen japanischen Mann der sich mehr um die Familie kümmert, Urlaub haben will und eine bessere Work-Life-Balance anstrebt, reden wir bestimmt schon seit 10 – 15 Jahren, eher länger.

Pachinko ist Volksbelustigung. Ich versteh es auch nicht. Aber ich habe sogar Familien gesehen, wo das ein Familienausflug am Wochenende waren. Die Eltern sind zum Pachinko gegangen und die Kinder in das Game Center (Arcade, Videospielhalle) nebenan. Ich persönlich kannte niemanden der wirklich Pachinko spielen gegangen ist. Eine Bekannte hat’s mir mal gezeigt, aber das war es auch.

Pro-Nordkoreahaltung von Koreanern in Japan: aaaalso. Die Koreaner, die heute in Japan leben stammen in der Regel von den Zwangsarbeitern ab, die nach Japan zur Zeit der Besetzung Koreas geschifft wurden und nach dem zweiten Weltkrieg nicht zurückgekehrt sind. Wie wir wissen war der Süden mit den USA und damit auch mit Japan verbündet und der Norden mit der anderen Seite. Als sich dann die Teilung herauskristallisiert hatte, konnten die Koreaner in Japan wählen, ob sie Nord- oder Südkoreaner werden. Da sie aber gegen Japan waren, trotz dessen dass sie dageblieben waren, waren sie auch gegen Südkorea und damit für Nordkorea. Außerdem haben sie da ggf. auch Verwandtschaft. Die Einnahmen aus dem Pachinko gehen dann auch nicht unbedingt direkt an das nordkoreanische Regime, sondern schon an Verwandtschaft in Nordkorea. Bei dem Geldversand wird dann natürlich auch was eingestrichen. Ich habe so ne Zahl vom 2/3 des nordkoreanischen BIPs kommt von Nordkoreanern in Japan (und zu großen Teilen aus Pachinkohallen kommt von Nordkoreanern in Japan (und zu großen Teilen aus Pachinkohallen)). Ich weiß jetzt aber nicht genau, ob die Zahl so exakt ist. Zum Leben der Koreaner in Japan und den Schikanen denen sie so ausgesetzt sind, empfehle ich wärmstens den Film Go (http://www.imdb.com/title/tt0299937/?ref_=fn_al_tt_2). Großartiger Film.

Wie teuer ist Tokyo: Vor 10 Jahren hieß es, dass man als Tourist 25-30€/Tag + Hotel rechnen sollte.

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Der Fall Uberspace

Heute postete @leitmedium folgendes:

Woraufhin ich mich fragte, ob ich bei den Ubernauten noch meine Sachen lassen will. Natürlich las ich auch den Blogpost vom Geschäftsführer von Uberspace. Und nach einem Gespräch mit meiner Frau, deren Fähigkeiten kritisch zu denken meine übersteigen, bin ich zu dem Schluss gekommen, meine Sachen bei Uberspace zu lassen.

Ich halte nichts von einem Verein der die Legalität des Geschlechtsverkehrs zwischen Kindern und Erwachsenen zum Ziel hat. Allerdings sehe ich auch nicht, warum die Ubernauten eine entsprechende Seite sperren sollte. Solang die Inhalte nicht gegen geltendes Recht verstoßen mögen die Inhalte Mist sein, aber sie sind trotzdessen legal. Die AGB der Ubernauten sind auch recht eindeutig: sie hosten alles, so lang es nicht geltendes Recht verstößt. Das heißt, dass dort die Antifa genauso ihre Inhalten platzieren kann, wie autonome Nationale. So lang die Inhalte legal sind. Das bedeutet halt auch, dass sie nicht die Inhalte von Anti-Abtreibungsgegnern sperren, weil irgendwelche reaktionäre Idioten der Meinung sind, dass das eine schlechte Idee sei. Ich muss sagen, dass mir das lieber ist, als ein Provider, der AGB hat, in denen steht, dass er diese und jene Inhalte sperrt. Und wenn ich nicht mit seiner politischen Meinung übereinstimme, ist auf einmal der Kram weg. Ein großer Freund von Willkür bin ich nicht.

Die Aussage das Infrastruktur politisch ist, halte ich übrigens für Unsinn. Außer die Infrastruktur fängt auf einmal an Dingen den Hahn abzudrehen, der ihr nicht passt. Schon mal überprüft, welcher Strom- und Internetanbieter der NPD-Parteizentrale zuliefert und daraufhin gewechselt?
Die Frage müsste wohl eher lauten, ob Webhosting Infrastruktur ist oder ob nur das Kabel Infrastruktur ist. Die Ubernauten haben für sich die Frage damit beantwortet, dass sie Infrastruktur sind. Andere Anbieter mögen das anders sehen. Ich persönlich sah Webhoster eher als Infrastruktur an. Aber vielleicht müsste man sie auch eher wie einen Vermieter ansehen. Würde ich umziehen, wenn ich herausfinde, dass mein Vermieter auch eine Wohnung vermietet, die ein entsprechender Verein als Geschäftsräume nutzt und er davon weiß? Ich fänd’s nicht gut, würde aber vermutlich in der Wohnung bleiben. Ich find’s nicht gut, dass so Kram bei den Ubernauten liegt, aber fände ich es besser, wenn sie Dinge sperrten, die ihnen nicht passen? Wenn ich das wollte, müsste ich wohl eher zu einem Provider, der eine politische Richtung verfolgt. Aber da liegen meine Prioritäten anders.

Um aber am Schluss noch ein wenig abzuschweifen, muss ich sagen, dass ich die meisten Aktionen in der Richtung inzwischen meist ziemlich bigott finde. Und ich nehme mich da nicht aus. Accounts, die ich eh nicht nutze, werden schnell mal dicht gemacht, bei Accounts bei denen ich echten Nutzen habe, wird über die Probleme gerne hinweg gesehen und weitergenutzt1. Ich frage mich zum Beispiel, warum viele ihren Twitteraccount noch halten, wenn Twitter doch gerade mit sehr problematischen Inhalten noch viel problematischer, nämlich gar nicht, umgeht. Wird der jetzt auch gekündigt? Was ist mit Dropbox, die mit Condoleezza Rice, eine mehr als fragwürdige ehemalige Politikerin in ihren Reihen hat? Facebook, die ihre Kontrolle dazu nutzen Experimente mit den Emotionen von Menschen durchzuführen, ohne dass sie davon wissen? Und wenn wir schon dabei sind, wann habt ihr das letzte Mal ein Produkt von Nestlé gekauft? Die sind vermutlich einer der schlimmsten Konzerne, die es auf diesem Planeten gibt. Bei mir ist es gar nicht so lange her, nachdem ich mir mal die Marken, die zu Nestlé gehören, angesehen habe. Aber ich schweife wirklich ab.


  1. Den Vorwurf könnt ihr mir auch gerne mit Uberspace machen, aber deswegen sprach ich mit meiner Frau drüber, um genau dies auszuschließen. Hätte sie gesagt, dass das Mist ist, was die Ubernauten machen, hätte ich mir was anderes gesucht und ggf. auch erstmal alle Inhalte von mir so lang vom Netz genommen.

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Sollte Tor erklären, wie man sich davor schützt?

@leitmedium hat einen Artikel geschrieben, dessen Essenz meiner Meinung nach ist, dass das Tor-Projekt erklären sollte, wie man sich gegen Belästigung unter dem Mantel von Tor schützen kann. Meiner Ansicht nach könnte so ein Wegweiser aber zu einem großem Problem für Tor werden.
Tor weißt auf seiner Webseite nur auf die positiven Seiten der Anonymität hin. Allerdings ist Tor für mehr als nur ein Tool für Dissidenten, Journalisten und andere die Anonymität im Netz benötigen bzw. dadurch ihren Zugang zum Net vergrößern können. Auch Hater und Stalker nutzen Tor, um ihre Identität zu verschleiern. Man könnte sagen, dass Tor ein Dual Use-Werkzeug ist. Die Frage ist nun, wer hat die Verantwortlichkeit Opfer vor dem Missbrauch durch Tor zu schützen bzw. wer sollte zumindest die notwendige Aufklärungsarbeit leisten. Ich denke nicht, dass das Tor-Projekt dies leisten sollte, weil es dadurch seinen Gegnern nur Munition liefert. Würde das Tor-Projekt auf seine Webseite schreiben, wie man sich gegen den Missbrauch schützt, können wir vermutlich die Tage zählen bis ein Beamter des BKA oder ein CDU-Politiker genau dieses nutzt. Die Argumentation wird sein, dass unter der Maske von Tor soviel Schindluder betrieben wird, dass das Projekt selbst darüber aufklären muss, wie man sich dagegen schützt. Und dann kann man es auch gleich verbieten. Der positive Nutzen Tors ist schließlich ein Dorn im Auge der üblichen Verdächtigen. Und in diesem Spiel werden sie auch jede Möglichkeit nutzen. Eine schönere Vorlage könnte Tor gar nicht bieten. Ich vermute übrigens, dass man im Zuge dessen, dann auch noch gleich VPN-Dienste für Privatpersonen verbieten will. Schließlich kann man solche Dienste auch für Belästigungen nutzen.

Eine Aufklärung für Opfer ist notwendig. Aber das Tor-Projekt sollte dies nicht leisten. Eher müsste es eine unabhängige Seite geben, die diesen Dienst leistet. So eine Seite könnte dann auch gleich noch auf Missbrauchsstellen der sozialen Netzwerke, Beratungsstellen, den Umgang mit Behörden etc. hinweisen und auch Erfahrungsberichte beinhalten.

Aber würde das Tor-Projekt so etwas anbieten, könnte es insgesamt weitaus mehr schaden als nutzen.

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Vorschlag: Sprachservice für Podcaster

Meines Wissens nach haben die Öffentlich-Rechtlichen eine Aussprache-Datenbank für ausländische Begriffe.
Podcaster und YouTuber haben aber ähnliche Probleme: Wie spricht man ausländische Namen, Ortsnamen oder auch z.B. Levelnamen aus Videospielen richtig aus? Meistens gibt es dann vergebliche Versuche und man fragt sich: warum haben sie nicht bei jemanden nachgefragt?

Daher schlage ich vor, dass ein Vermittlungsdienst auf die Beine gestellt wird. Für den Anfang habe ich ein Google Sheet aufgemacht, in dem sich bereitwillige Menschen eintragen können mit Name, Sprache und Kontaktmöglichkeit. Zwecks Sortiermöglichkeit bitte eine Zeile pro Sprache, falls jemand mehrere Sprachen anbieten kann.

Podcaster, die Probleme mit Begriffen haben, können den Leuten dann eine Mail schicken und sie bekommen eine mp3 oder ähnliches zurück.

Da Sprachfähigkeiten in der Regel Fähigkeiten sind, die eine langjährige Ausbildung benötigen, vor allem bei Sprachen aus anderen Sprachfamilien, sollte diese Dienstleistung meiner Ansicht nach nicht kostenfrei erfolgen. Das Minimum sollte ein Flattr-Klick pro Begriff sein, aber mehr geht natürlich immer. Aber das können auch Podcaster und Nachfrager ggf. untereinander aushandeln.

Wer Interesse hat beizutragen, trägt sich bitte per Kommentar im Google Sheet ein. Und jeder der denkt, dass das eine praktische Sache wäre, verteilt es bitte im Netz weiter.

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Manjaro – user friendly for various degrees of user friendliness

Recently I switched to Linux. At first I used Linux Mint but it’s philosophy that there shouldn’t be dist-upgrade but a clean install every six months was not very comforting. Then I heard about Manjaro in an episode of Going Linux about Sonar GNU/Linux. Sonar is a distribution which is specialized for disabled people and they just switched from some distribution to Manjaro. In the episode I heard phrases like “Manjaro does for Arch what Ubuntu does for Debian”. Quite a claim. And since Arch is a rolling release and thus I didn’t have to worry about dist-upgrades anymore and Manjaro is based on Arch but in user-friendly, I gave it a try. Right on the frontpage of the Manjaro-website they boast there is the following sentence in big fat letters:

“Professional and user friendly Linux at its best.”

Sounds great, so I tried it for a short time and my laptop worked with it fine. Thus I decided to abandon the Mint-install and switch to Manjaro and stay with it. I do not want to waste time with switching distributions, even so it is tempting.

Unfortunately Manjaro is user friendly for various degrees of user friendly. Let’s compare it to other distributions, I would call user friendly like Mint or Ubuntu1. I installed Mint and everything worked out of the box. I connected my external hard drives and could read and write to them, I connected my secondary display and in contrast to OS X it directly detected the correct resolution, if I needed some software, I could usually find a deb-package except Gnome Shell, stuff like i3 worked like I would expect it from the manual etc.

Then I started to install Manjaro. I know that it does not yet have reached the state of a 1.0 but it boasts to be user friendly. The graphical installer couldn’t be used by me because when I chose English as UI-language, I couldn’t choose a German locale. Thus I used the command line-based installer which is menu-driven. It worked but I needed the help of Google to set it all up with an encrypted hard drive. I ended up with an XFCe-desktop like I expected. Then I installed Gnome3 because that is actually the desktop I wanted to use and missed from Mint. That worked but suddenly the splash-screen was messy and when I switched to the TTYs I could see parts of the splash screens. The only way I could get rid of it, was to edit my grub-file, thus the splash-screen doesn’t show up anymore.

I tried using the graphical install-tool called Pamac which also supports AUR. AUR are the Arch User Repository. As far as I understand it there are official repositories but those have not a lot of software. So users can add new software via the AUR and with the package manager of Arch, you can easily install them. Unfortunately Pamac had quite often the problem that when I tried to install more than one package from the AUR or had to install dependencies, then it usually stopped working. But I could never got it fail consistently enough to write a bug report. Henceforth I abandoned it and started using the command-line tool called pacman. And learned how to use AURs. Later I found out about yaourt and packer which made my life easier. But really user-friendly is something else.

For more fun: I just learned about how to remove orphans with pacman in manjaro and it just removed git from my system.

Next thing: I installed vim. And when I installed it, it was quite a recent version, nothing like the old stuff Mint gives you (350 patches behind or so). There I had to compile my vim from hand to get something fairly recent. When I opened the first time a markdown-file my vim gave me errors that it is not compiled with python. Thus I had to google and found out that I have to install gvim because the vim-version just gives you a watered-down version and only gvim is compiled with (probably nearly) everything possible. Why? An Ubuntu or CentOS have for example various vim-packages like vim-tiny, vim, vim-gnome etc. So you can quite easily see what you get. I just wondered why my vim won’t work with python and had to google again. Please Manjaro, be friendlier to the user and tell her straight what she gets.

When I wanted to dip my foot into i3, I found a meta-package called i3. I thought that this is great and easily installed. Then I started i3, pushed win+d which should call up dmenu and nothing happened. I really wondered what the problem is. Searched the i3-manual and yes, that should call up dmenu. Well, dmenu wasn’t installed. The i3-meta package handles dmenu as optional because it isn’t required to install dmenu to run i3, even so the i3-user manual on the i3-website prominently speaks about dmenu. When you offer something like a meta-package, you shouldn’t offer a piece of software that is mentioned in the manual of that software only as an optional install but just install it. I didn’t install i3-wm, I installed i3. Yes, I oversaw that dmenu is optional but it shouldn’t be optional in the i3-package but should be included.

When I installed Openbox, it was pretty barebones, too. I expected the full experience since there is a Manjaro-edition with Openbox but nope, not really. And I cannot even find packages that give me a decent configuration.

After installing Gnome 3 I had to set up by myself that the laptop suspends when the lid gets closed. It is configured correctly in XFCe, so why don’t they apply configurations like this to other desktop environments as well?

My secondary display is not detected correctly and shows the same problem as in OS X. Now I have to figure out, how I get it to work in 1280×768 :(

But my absolute favorite is how Manjaro handles external hard drives. I have several disks that are formatted with ext4 and several with HFS+. When I connected the ext4-disks in Mint, I could just use them. Manjaro mounts them by default with user root and group root and the permissions that only they can write to them. Asking in the forums just led to what I could find easily: change by hand on the command line owner and permissions. I know that I can configure it somehow with udev and udisks. But why do I have to? Manjaro claims to be user friendly. It should work as a user expects it who comes from user friendly distributions or beware from Windows or OS X.

I do not expect behavior like that what I described above from Arch or Gentoo. Those distributions are not aiming to be user friendly in my opinion. But Manjaro states that it is. Thus the distribution developers/maintainers should think about the needs of true users. Right now Manjaro is like Arch but at least you have a ready available desktop environment and some applications after installing it. That makes it a bit more user friendly but it is far from user friendly.

I really like Manjaro. It is some work and I have to tinker and learn more about my system. And things work mostly the way I want them to work2 but I would not dare for example to install it on the laptop of my brother-in-law who asked to install Linux instead of Windows on his new used laptop. There I installed Ubuntu since I know from several non-technical persons that they have no real problems with it and could fix their problems easily. With Manjaro, well, I do not waste my time on more inner-family-support calls. But I will keep it on my laptop.


  1. Ok, Mint is based on Ubuntu, so well…

  2. There are some pieces of software I cannot get to work but I had the same problem on Mint with other pieces of software like Gnome 3.

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Using a fingerprint-reader on Thinkpad with Linux

I had the problem that just using fprintd on my system as an authentication-method lead me to a state where I always had to input my fingerprint or fail three times until I could finally type my password.
In the pam.d-config-files not fprintd should be used but fingerprint-gui. That works then also for the TTYs and when you have registered several fingers, you can use them all and not only your right index-finger for authentication.
There is an Arch-How To for this: https://wiki.archlinux.org/index.php/Fingerprint-gui

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Apples Lock-In

As you maybe know I switched recently to Linux and Android and lived before that the Apple-Lifestyle. I had a 2011 MacBook Air, an iPhone 4S and an iPad1. So I really could see what Jobs meant with his e-mail when he wrote”tie all of our products together, so we further lock customers into our ecosystem”.

This is only a critique about Apples way locking someone in. That doesn’t say others do not try the same. Google tries to get you into their eco-systems or Amazon wants you to lock you into the Kindle-ecosystem. Therefore Google can show you more ads and Amazon can sell you more Kindle-books etc. But their lockin-strategy involve to be ubiquitous thus I can at least change the manufacturer of my laptop or my phone. Yes, I know Apple is in the hardware-selling business but not being able to change hardware and operating systems is in my experience worse than having several apps for reading ebooks on my device.

So, let’s start.

iCloud

I’ve seen more and more applications adopting iCloud as a medium to share documents between devices. Usually you need the same applicaiton on all your devices. Like iA Writer on the iPhone and iA Write on the Mac and the iPad to get to those documents. So if you saved your documents to iCloud, you won’t be able to get them onto another operating system.

Contacts and Calendars

Apple uses Caldav and Carddav, standards, to synchronize calendars and contacts between devices. It should be easy to get read/write-acces to them, right? Right? Nope. You can share a caldav-URL easily but that is read-only. If you want to give someone write-access, you can do this only easily when they are also in the Apple-ecosphere. And I cannot remember having something similar available for Contacts at all. Sure you can export all the data and get ics-files for your calendars and vcs-files for your contacts but I cannot use iCloud easily. And I need to use iCloud for syncing because I am doing stuff together with people and we are all accustomed to use the the Apple-service.

Fortunately some other people wrote software to get those URLs2 but you have to find that first.

iTunes

iTunes won’t let you sync music to other devices than iOS-devices and iPods, everybody knows that. And getting your music collection onto those devices iTunes is the only way to use. Btw. I know several people who switched away from iOS-devices or wouldn’t get one because they dislike iTunes or cannot use it for some reason like using Linux.

And iTunes Match is only usable with iTunes and iOS-devices. It’s nice to have but when I thought about switching, I didn’t want to give up that functionality. Contenders have at least software for iOS and Android to make that possible.

And then there is the DRM. It is not necessarily Apples fault but the content industry that wants DRM. But if I do not have iTunes available, I cannot legally watch the video-content I aquired licenses for. Yep, I am into buying DVDs3 again.

Podcasts.app

I checked it today and couldn’t find any way to export podcasts. To be honest it is the only podcast-app on iOS that I know that doesn’t allow exporting subscriptions as opml. But afaik it works great together with all the other Apple-products.

Update: You can export your list of podcasts from iTunes and you can sync the app with iTunes. But you cannot export a list of podcasts right from the podcast-app on the iPhone.

Apple TV

Nice device, if you are living the Apple-lifestyle. Step away from the path and it becomes pretty useless afaik.

Facetime and Messages

Oh, you want to use Messages or facetime with someone who doesn’t have an Apple-device? That’s your problem. All the people you know have iOS-devices, but you don’t? Well you can’t use what they might be accustomed to.

Apps

This is actually a problem of all operating systems and ecosystems. But this was a reason for years for not even thinking about switching to another mobile OS. I just spent too much money on apps, that I won’t be able to use anymore. This was really hard to overcome in my mind.

The Future

Thinking about upcoming releases and the lock in, Continuity comes to mind. The feature in which you can start working on something on your computer and seemlessly continue to work on it on your iOS-device. Sounds great, but moving away from Apple and that feature will be lost.

Conclusion

Using only Apple-products is great. Everything works pretty much seamlessly together but moving away one step and a lot of things just break. Thus Apple really tries to get you to use their new features, so you integrate them into your workflows. And when you use only Apples products and some of their third-party-developers like Omni, you are becoming dependent on them and cannot switch easily to anything else. After all you have to rethink how you get things done at the end of the day. With using those features you gain some utility but also loose a bit of freedom of choice in the future.

I don’t have a grudge against Apple that they are doing what they are doing. It is an important strategy to get more sales. But I see often complains about other companies that try to lock you in, but Apple mastered it imho.


  1. which I still have and use

  2. A solution for desktop-computers is here. For syncing iCloud-calendars on Android you need iCloud Sync for Android and for syncing contacts you need Sync for iCloud Contacts. Or if you have already the URLs you can probably, just use apps for adding caldav- and carddav-support to Android which makes it a more general approach.

  3. And maybe sometime in the future Bluerays but HD doesn’t give me enough bang for the buck that I will start using Blueray in the near future.

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Installing Oracle JDK in Mint

When I installed the Android Developer Studio and started it, I got the message that OpenJDK has performance issues and that one should install the JDK/JRE by Oracle. Oracle offers only tar-balls and rpms, thus I needed to find a way to install it. Thanks to Google the solution wasn’t far away but for making it easier findable for me, I post the way I did it in the end here as well in a more generalized way.

Download the JDK from Oracle, then start by removing OpenJDK:

sudo apt-get update && apt-get remove "openjdk"

Then go to your downloads-directory and untar the tar.gz (tar -xzvf jdk-$version)

Create a folder in /opt for the jdk:

sudo mkdir -p /opt/java

Move the JDK to the folder:

sudo mv ~/Downloads/jdk$version /opt/java/

Make the JRE and JDK the default
sudo update-alternatives --install "/usr/bin/java" "java" "/opt/java/jdk$version/bin/java" 1

sudo update-alternatives --set java /opt/java/jdk§version/bin/java

sudo update-alternatives --install "/usr/bin/javac" "javac" "/opt/java/jdk$version/bin/javac" 1

sudo update-alternatives --set javac /opt/java/jdk§version/bin/javac

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