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Japan

  • I read once again a book about living in North Korea and I can only recommend it: Ishikawa, Masaji: A River in the Darkness. One Man’s Escape from North Korea

    It is about a Japanese citizen who had to move to NK as a child and lived there for 36 years (1960-96) until he fled.

  • LADYBABY

    I still don’t know why but I really like LADYBABY with it’s weird combination of cutesy J-Pop and some kind of screaming metal by Ladybeard. So I just put my two favorite songs here for the rest of you. The videos are a lot of fun.

    www.youtube.com/watch

    www.youtube.com/watch

  • Apparently the Japanese pension fund might fund Trumps wall

    http://www.japantimes.co.jp/news/2017/02/02/national/politics-diplomacy/japan-u-s-plan-ministerial-dialogue-team-trade-security-helmed-aso-pence-source/#.WJQVGzykqEd

  • Japanische Pop-Bands mit traditionellen Instrumenten

    Heute habe ich durch Zufall die Band ć’Œæ„œć™šăƒăƒłăƒ‰(Wagakki Bando / Band mit traditionell japanischen Instrumenten) entdeckt und folgendes Video auf Twitter geteilt:

    Daraufhin kam von @SerAlliser folgender Tweet

    twitter.com/SerAllise…

    FĂŒr die Leser, die keine Ahnung haben, wer Corvus Corax ist, hier ein zufĂ€llig ausgewĂ€hltes Video von YouTube:

    Ich habe nur wenig Ahnung von Musik in Japan und ihrer Rezeption, aber ich versuche mal gefĂ€hrliches Halbwissen anzuwenden. Beginnen wir mit dem Label: Wagakki Bando wird anscheinend von Avex verlegt. Wer ist Avex? Avex hat u.a. Hamasaki Ayumi unter Vertrag, die von den Dimensionen in Japan so ein bisschen mit Michael Jackson in den 80ern zu vergleichen ist. Sie wird auch die Kaiserin des J-Pop genannt. Dann kommen wir zur Kleidung. Nach Hörensagen werden wohl teils zwei Videos produziert: eins fĂŒr Japan, eins fĂŒr die internationale ReprĂ€sentation, also auch das was auf YouTube eingestellt wird. Trotzdem ist die Kleidung nichts wirklich “besonderes” imho. WĂ€hrend Corvus Corax in einem Outfit daherkommt, dass ich eher auf MittelaltermĂ€rkten und LARPs verorten wĂŒrde, ist die Kleidung im Video von Wagakki Bando nichts “besonderes”. Das könnte man auch in Shibuya in Tokyo sehen. Und bei Feuerwerken laufen im Sommer viele z.B. im Yukata rum. Und auch sonst sind in Videos gerne mal traditionellere Klamotten angesagt (im Folgenden Yukata):

    Der Gesang erinnert mich ein wenig an Enka, was vielleicht so ein bisschen mit volkstĂŒmlichen Schlager vergleichbar ist. Nur besser imho.

    Der Einsatz der Instrumente dĂŒrfte wohl eher vergleichbar mit Apokalyptica sein:

    Meiner Erfahrung nach haben die traditionellen japanischen Instrumente einen Ă€hnlichen Stellenwert in Japan, wie bei uns Violine und Oboe. Es gibt da auch z.B. die ć‰ç”°ć…„ćŒŸ (Yoshida Kyƍdai / Yoshida BrĂŒder), die Shamisen, eine traditionelle japanische Gitarre, spielen und es damit so weit geschafft haben, dass sie in den USA CDs veröffentlichen.

    Also von daher: Wagakki Bando sind eher Apocalyptica mit viel mehr Mainstream als Corvus Corax meiner Ansicht nach. Und jetzt mal schauen, wo ich mehr davon herbekomme :D

  • Kommentar zu WR382 Frau Diener verreist nach Tokio

    Holgi hat mit Frau Diener ĂŒber ihre Reisen im Rahmen ihrer journalistischen Arbeit nach Kyushu und Tokyo geredet. Ich habe dazu einen kĂŒrzeren und lĂ€ngeren Kommentar geschrieben:

    1. Ehm
Der Shogun (also die Tokugawa-Familie) hatte seinen Sitz in Edo (spĂ€ter Tokyo). Der Kaiser hatte seinen Sitz in Kyoto. Der Umzug der Hauptstadt erfolgte nachdem der Shogun seine Macht verloren hatte. Man wollte zum einen die LĂ€ndereien des Shoguns ĂŒbernehmen und Edo war nun mal die “wirkliche” politische Hauptstadt. Daher wurde der Sitz des Hofs nach Edo verlegt, der Kaiser nahm seinen Platz im Palast des Shoguns (der heutige kaiserliche Palast) ein und die Stadt wurde von Edo in Tokyo (östliche Hauptstadt) umbenannt.

    2. Ich hatte ja schon kurze Kommentare vorher abgegeben, jetzt hab ich die Folge komplett durchgehört und habe da ein paar Kommentare und werde chronologisch vorgehen. Kurzer Disclaimer: ich habe vor 10 Jahren fĂŒr ein halbes Jahr Working Holiday gemacht und in einer japanischen Gastfamilie gelebt und bin Langzeitstudent der Japanologie. Aber allem voran kurz das Thema Harmonie (ich werde da gegebenenfalls von Wa, dem jap. Begriff schreiben). Ich kauf das nicht mehr. Es ist eine schöne simple ErklĂ€rung fĂŒr komplexe Sachverhalte. Und was wissen wir ĂŒber schöne simple ErklĂ€rungen fĂŒr komplexe Sachverhalte? In der Regel sind sie Mist.

    Thema Aufarbeitung der Kriegsschuld. Ich bin auch lange davon ausgegangen, dass das was mit Scham und ĂŒber schamvolle Dinge redet man nicht zu tun hat, aber inzwischen wĂŒrde ich eine andere These haben. Im Gegensatz zu Deutschland lief die “Entnazifizierung” etwas anders ab. Nachdem Japan verloren hatte wollte MacArthur (der General, der die Besatzung leitete) eine Art Schweiz Ostasiens aus Japan machen. Dabei wurden auch die ganzen rechten KrĂ€fte entfernt und linke eingesetzt. Dann gewann Mao den BĂŒrgerkrieg in China und auf einmal gab es eine 180°-Wende. Aus der Schweiz Ostasiens musste ein antikommunistischer Schutzwall werden. Die linken KrĂ€fte wurden wieder entfernt und dafĂŒr die rechten von vorher eingesetzt. Die hatten schließlich auch ein Problem mit den Kommunisten. Und die rechtskonservativen waren in Japan immer recht stark und kĂŒmmerten sich auch gerade in den “wichtigen” Bereichen um ihre Interessen. WĂ€hrend die Lehrer so eine richtig linke Bastion ist, scheint das nicht der Fall zu sein im Bereich Schulbuchfreigabe und LehrplĂ€nen. Die LehrplĂ€ne behandeln meines Wissens nach im Gegensatz zu Deutschland den 2. WK nur sehr gering. In Deutschland hatte ich das gefĂŒhlt ein Dutzend Mal bis zum Abitur. In Japan muss (da bin ich nicht ganz faktenstark ehrlich gesagt) das wohl eher so mal eine Woche vor den Sommerferien sein und fertig. Zu wenig Zeit um das Thema zu behandeln. Dazu kommt das die LehrbĂŒcher das alles wohl recht gekĂŒrzt wiedergeben. Außer es kommt mal wieder zu einer Schulbuchkontroverse weil eine sehr rechte Gruppierung ihr Lehrbuch genehmigt bekommen hat und darin Geschichtsrevision betrieben wird. Das Lehrbuch wird zwar dann nur an einer Schule o.Ă€. eingesetzt, gibt aber trotzdem immer wieder Knatsch mit den Nachbarn. Kein Wunder: ĂŒberlegt mal ein Verein nahe der NPD wĂŒrde ein Geschichtsbuch fĂŒr den Unterricht in der Sekundarstufe 1 zugelassen bekommen.

    Zum Nagasaki-Atombombenmuseum und keine Aufarbeitung der Kriegsschuld hatte mich interessiert wer wohl dahintersteht und deswegen griff ich mal zu Google. Ich fand nur ein Nagasaki Friedensmuseum was genau eben jenes zu sein scheint und das hat wohl eine extra Ecke zum Thema Untaten Japans im 2. WK. Ich war nie da, aber ist es evtl. ein Teil gewesen, der nicht wirklich auf Englisch umgesetzt wurde? Anekdotische Evidenz: Heute bin ich im Verkehr- und Technikmuseum gewesen: im Bereich ZĂŒge gab es auf Englisch eine Tafel an der ich fast vorbeigelaufen wĂ€re zum Thema die Bahn und der 2. WK. Auf Deutsch gab es da eine Reihe zum Thema Judenvernichtung und deutsche Reichsbahn. Die Fotos waren aber nicht sehr aussagekrĂ€ftig wenn man nicht wusste was da stand. Nur so als Idee.

    Fukushima, Gesicht verlieren, Harmonie: da hat eher niemand was gesagt weil TEPCO (Tokyo Electric Power Co) ein Verbrecherverein ist und vermutlich auch entsprechende Politiker zu tief drin hĂ€ngen. Das Blog japansubculture.com von u.a. Jake Adelstein, ein US-Amerikaner, der lange in Japan lebte und fĂŒr den japanischen Teil der grĂ¶ĂŸten Tageszeitung lange gearbeitet hat und Autor von Tokyo Vice, hat da ne Menge drĂŒber geschrieben.

    Das mit den nicht “nein” sagen können ist einfach Kultursache. Da steigt man irgendwann hinter.

    Tokyo ist nicht in der Mitte Japans sondern ziemlich im Osten von Honshu. Durch die Mitte von Honshu lĂ€uft ne fette Gebirgskette (die auch der Grund fĂŒr den wenigen Schnee in Tokyo ist; dafĂŒr gibt’s in Westjapan massig Schnee).

    Onsen ist nicht das “Bad”, sondern es sind heiße Quellen. Das mit dem vorher abduschen ist eigentlich ganz angenehm. DafĂŒr wird das Wasser halt nicht zugechlort. Der Yukata ist ein lockerer Sommerkimono, ist halt traditionelle Freizeitkleidung. Wird auch gerne bei Feuerwerken im Sommer getragen.

    Kein Koffein: GrĂŒner Tee hat doch Koffein. Und es gibt ja auch noch warmen Dosenkaffee? Man kann halt nicht erwarten, dass es ĂŒberall den gleichen Kram wie zu Hause gibt ;)

    Japanisches FrĂŒhstĂŒck ist toll. Natto ist aber einfach nur widerlich. Ich hab’s nur mal in nem Maki (Sushi) probiert, weil dafĂŒr mein GegenĂŒber versprach Milchreis zu probieren. Damit kann man Japaner jagen.

    Japanische Badezimmer sind ein wenig anders. Ich hab nur ein paar Wohnungen gesehen und nie ein Hotelzimmer. Bei den Wohnungen mit Platz gab es eine große Nasszelle. Das war ein komplett gekachelter Raum, der auch eine Duschbrause hatte und da hat man sich abgeduscht. Daneben gab’s einen extra Raum mit dem Ofuro (der Badewanne). Dadrin war immer sehr warmes Wasser, dass auch von der kompletten Familie genutzt wurde. Nichts ist toller als nach nem Arbeitstag sich vor dem Bett zu duschen und dann nochmal ins Ofuro zu steigen. Leider konnte ich nie meine Gewohnheit ablegen morgens duschen zu mĂŒssen. Daher duschte ich dann zweimal am Tag
 In Wohnungen mit wenig Platz, die dann auch nur fĂŒr eine Person gedacht waren gab es nur eine Wanne. Dadrin hat man geduscht und dann sich das Wasser fĂŒr das Ofuro eingelassen. Ist vermutlich in Hotels Ă€hnlich.

    Eine Fahrt mit dem Shinkansen ist in der Regel sogar teurer als ein Inlandsflug. Ist aber geiler.

    Toiletten: nie nen Plumpsklo gesehen in Japan? Die waren sehr gewöhnungsbedĂŒrftig und ich hab auch ranzige Toiletten gesehen. Bei meiner Gastfamilie gab’s nen beheizten Klositz. Die berĂŒhmten High Tech-Toiletten hab ich nur selten gesehen. Aber ich hatte auch nicht wirklich Geld und bin deswegen nie irgendwohin gegangen wo es sowas gab. Selbst in der Kneipe/Restaurant in dem ich arbeitete gab’s das nicht.

    Schuhwechsel an jedem Restaurant? Das hab ich exakt einmal gesehen und das war ĂŒbelst teuer und hĂ€tte ich mir nie alleine leisten können. War ĂŒbrigens ein Tofu-Restaurant und auch wenn ich kein großer Tofu-Fan bin, das war großartig und ich habe mich in Yuba verliebt (so ne Art Tofu-Haut). Die hab ich aber nie außerhalb Japans gefunden :(

    Die Sache mit der Musik bei den Toiletten. Es gehört sich nicht, dass man bei Frauen den Pinkelstrahl zu hören bekommt. Daher haben sie immer die SpĂŒlung betĂ€tigt, wenn sie auf Klo waren. Zwecks Wassersparens wurde dann erst die Imitation des WasserspĂŒlgerĂ€uschs und spĂ€ter die Musik eingefĂŒhrt. Bei MĂ€nnern ist das ĂŒbrigens egal.

    Japan ist ne Insel und es gab nie EinflĂŒsse. Ja, nein, stimm ich auch ungern zu. Ja, Japan ist nen Inselstaat der lange isoliert war und man kann sicherlich irgendwie Eigenheiten darauf zurĂŒckfĂŒhren, insbesondere die Xenophobie. Aber auch die ist das grĂ¶ĂŸte Problem an der Sache. EinflĂŒsse gab es immer, selbst in der Phase des Komplettabschlusses wurden Dinge aus China und Korea aufgenommen. SpĂ€ter in der Meiji-Zeit, der Industrialisierung durch die EuropĂ€er und nach dem zweiten Weltkrieg gab es eine massiver Amerikanisierung. Und diese EinflĂŒsse spiegeln sich ĂŒberall wieder: in der Architektur, den Religionen, der Mode, Sprache usw usw usw.

    Ja, an kawaii kann man eingehen. Oder man gewöhnt sich dran und macht es irgendwann in Maßen selber mit ;)

    Tokyo ist seit Ewigkeiten mehrsprachlich was Beschilderung angeht. Aber man muss nur ein wenig rausfahren und schon Ă€ndert sich das. Und die verbalen Englischkenntnisse in Japan sind eher gering. Liegt ĂŒbrigens daran, dass man in Japan Englisch in der Schule durch’s Übersetzen beibringt und wir es durch Konversation lernen.

    Es gibt Tagestickets? Seit wann das denn? Ich hatte von meinem Job nen Monatsticket und das galt exakt fĂŒr die Strecke auf der ich gefahren bin. Ansonstne zieht man halt ein Ticket und zahlt fĂŒr exakt die Strecke. Und Öffis waren echt teuer. Außer man ist vielleicht im Ring geblieben. Aber da fĂ€hrt man ja auch kaum Stationen und berechnet wird immer von der gĂŒnstigsten Strecke.

    Blade Runner: Tokyo war in den 80ern wie man sich die Stadt der Zukunft vorgestellt hat. Da war Japan ja auch echt groß und weit voraus (außer bei den Computern, aber das ist eine andere Geschichte). Einmal nachts auf die Hauptstraße von Shinjuku und man findet sich in den Dark Wave- und Cyberpunkromanen der 80er und Anfang der 90er wieder.

    Okonomiyaki ist nicht Omelett, sondern Pfannkuchen in den Kohl eingebacken wird. Da kommt dann noch Kram drauf, je nach Region ein Spiegelei, Okonomiyakisauce und japanische Majo und es schmeckt. Vielleicht muss ich dich mal zum Essen einladen, wenn wir zu Hause Okonomiyaki machen ;) Das ist ĂŒbrigens ein Essen was man bei Feuerwerken oder anderen Veranstaltungen mit Fressbuden isst oder z.B. in der Kneipe wenn man mit seinen Freunden/Kollegen was trinken geht. Oder man macht es halt zu Hause. Die Seite sieht ganz gut aus in Sachen Okonomiyaki: okonomiyakiworld.com/best-okon… Im Vinh Loi (http://www.vinhloi.de/store/) bekommst du in Berlin auch die Zutaten.

    Was isst der Japaner generell: Fisch und Reis natĂŒrlich. Die Fischtheken sind dort wie hier die Wurst/Fleischtheken und das Fleischangebot ist dort, wie hier das Fischangebot (in Berlin). So als grober Vergleich. Man kommt in der Regel mit sechs “GewĂŒrzen” aus: Sojasauce, Mirin (sĂŒĂŸer Kochreiswein), Sake und Zucker. Dazu kommt noch helles und dunkles Miso, eine Bohnenpaste. Je nach VerhĂ€ltnis gibt es andere Saucen. Das ganze dann auf Reis mit Fisch/Fleisch (eher GeflĂŒgel als Rind und Schwein) und GemĂŒse. Dazu kommen Nabemono im Winter, das sind eine Art Eintopf, die man am Tisch kocht. Dann gibt es noch japanische Curry, mein Lieblingsessen, Nudelsuppe und auch Junk Food wie McDonald’s. Es gibt natĂŒrlich noch viel mehr und sehr schöne regionale KĂŒchen.

    Sushi ist ĂŒbrigens eigentlich Fast Food, inzwischen halt nur veredelt. Aber es begann sein Leben als Fast Food.

    Wenn du mal den guten Thunfisch haben willst, gehst du zu einem guten Sushiladen, in Berlin empfehle ich das Sasaya oder auch inzwischen wieder das Isshin und bestellst Toro. Maguro ist der Standard, Toro ist der geile Kram – ist aber auch teurer.

    Tokyo und Zentralismus: Tokyo ist das Zentrum seit der Tokugawa-Zeit, also seit Anfang des 17. Jh. Und Tokugawa Ieyasu, der Macht habende Shogun ab 1603, hatte mit seinen Maßnahmen die Daimyo (Kriegsherren) zu kontrollieren auch massiv dafĂŒr gesorgt, dass alle Wege nach Tokyo fĂŒhren.

    Wie oben erwĂ€hnt gibt es viele regionale KĂŒchen. Das rohe Pferdefleisch könnte eine regionale SpezialitĂ€t sein. Äppelwein bekommst du ja auch nicht wirklich gut in Berlin (so als Beispiel).

    Die Sache mit ab 40 hat der gemeine Salariman keinen Bock mehr nach Hause zu gehen: na ja, man geht halt erst nach dem Chef in der Regel. Und dann geht man vielleicht noch was trinken mit den Kollegen. Freitags ist das sowieso die Regel, dass man mit den Kollegen und dem direkten Vorgesetztem was trinken geht. Unter Alkoholeinfluss (auch wenn der gar nicht so stark ist) darf man dann auch mal seinen Chef ankacken und niemand nimmt es einem ĂŒbel. Finde ich eigentlich ne gute Sache. Aber so krass ist das heute auch alles nicht mehr. Vom neuen japanischen Mann der sich mehr um die Familie kĂŒmmert, Urlaub haben will und eine bessere Work-Life-Balance anstrebt, reden wir bestimmt schon seit 10 – 15 Jahren, eher lĂ€nger.

    Pachinko ist Volksbelustigung. Ich versteh es auch nicht. Aber ich habe sogar Familien gesehen, wo das ein Familienausflug am Wochenende waren. Die Eltern sind zum Pachinko gegangen und die Kinder in das Game Center (Arcade, Videospielhalle) nebenan. Ich persönlich kannte niemanden der wirklich Pachinko spielen gegangen ist. Eine Bekannte hat’s mir mal gezeigt, aber das war es auch.

    Pro-Nordkoreahaltung von Koreanern in Japan: aaaalso. Die Koreaner, die heute in Japan leben stammen in der Regel von den Zwangsarbeitern ab, die nach Japan zur Zeit der Besetzung Koreas geschifft wurden und nach dem zweiten Weltkrieg nicht zurĂŒckgekehrt sind. Wie wir wissen war der SĂŒden mit den USA und damit auch mit Japan verbĂŒndet und der Norden mit der anderen Seite. Als sich dann die Teilung herauskristallisiert hatte, konnten die Koreaner in Japan wĂ€hlen, ob sie Nord- oder SĂŒdkoreaner werden. Da sie aber gegen Japan waren, trotz dessen dass sie dageblieben waren, waren sie auch gegen SĂŒdkorea und damit fĂŒr Nordkorea. Außerdem haben sie da ggf. auch Verwandtschaft. Die Einnahmen aus dem Pachinko gehen dann auch nicht unbedingt direkt an das nordkoreanische Regime, sondern schon an Verwandtschaft in Nordkorea. Bei dem Geldversand wird dann natĂŒrlich auch was eingestrichen. Ich habe so ne Zahl vom 2/3 des nordkoreanischen BIPs kommt von Nordkoreanern in Japan (und zu großen Teilen aus Pachinkohallen kommt von Nordkoreanern in Japan (und zu großen Teilen aus Pachinkohallen)). Ich weiß jetzt aber nicht genau, ob die Zahl so exakt ist. Zum Leben der Koreaner in Japan und den Schikanen denen sie so ausgesetzt sind, empfehle ich wĂ€rmstens den Film Go (http://www.imdb.com/title/tt0299937/?ref_=fn_al_tt_2). Großartiger Film.

    Wie teuer ist Tokyo: Vor 10 Jahren hieß es, dass man als Tourist 25-30€/Tag + Hotel rechnen sollte.

  • Japan State Secret Law im Blue Moon

    Am 02.01.2014 hab ich bei Marcus Richter aka Monoxyd im Blue Moon mit freier Themenwahl angerufen und ĂŒber das neue Gesetz zu Staatsgeheimnissen in Japan gesprochen.

    Den Blue Moon gibt es hier zum Download. Ich bin gleich der erste Anrufer.

  • JahresrĂŒckblick 2013

    Hm, JahresrĂŒckblicke. Ich hab ja das große Problem, dass ich teilweise wirklich ein Problem damit habe, was wann geschah und gerne Dinge zeitlich durcheinander werfe. Da denkt man sich, dass das alles ganz kurz zurĂŒck liegt und dann ist schon viel lĂ€nger her und andere Dinge fĂŒhlen sich so weit weg an und dann ist das gerade erst ein paar Monate her.

    TL;DR:

    Ergo: alles nicht so schön.

    NSA

    Versuche ich trotzdem mal meine Gedanken zum Jahr 2013 in Worte zu fassen. Das große Thema war wohl die Sache mit der NSA, die immer noch weiterlĂ€uft. Aktueller Stand in meinem Kopf ist, dass sie alles und jeden abhören können, erstmal mitschneiden, wie der GMail-Bot scannen und evtl. mehr Interesse an der eigenen Person Ă€ußern. Wer dieses und jenes kommuniziert hat, begeht auch hĂ€ufiger einen Anschlag. Und die “westliche” Geheimdienstgemeinde teilt sich ihr Wissen auch.

    Was bedeutet das fĂŒr mich? Wenn ich kommuniziere, kann ich davon ausgehen, dass zumindest die USA, wenn nicht auch andere Nachrichtendienste inkl. deutscher zumindest erstmal abgreifen. Hat sich dadurch meine Kommunikation geĂ€ndert? Nicht wirklich. Ich hab’s versucht mit SSL-Everywhere, aber das funktioniert nicht im Safari und auch nicht unter iOS. PGP-Signaturen sehe ich immer noch selten und Jabber nutz ich eh wenig, wobei dann hĂ€ufiger mal mit OTR. Mein Dropbox-Nutzungsverhalten hat sich auch nicht geĂ€ndert und ich nutze weiterhin OS X. Also nein. Keine Änderung.

    Es gibt nur ein allgemeines GefĂŒhl von Ohnmacht und wenn mich jemand zur Thematik fragt und was sie oder er machen soll, antworte ich: VerschlĂŒsselung ist grundsĂ€tzlich gut. Damit kann man zumindest den Hacker aus Kleinkleckersdorf in der Regel abhalten. Wenn du Angst vor einem Nachrichtendienst hast, hast du noch ganz andere Probleme und du wĂŒrdest vermutlich nicht mit dieser Frage zu mir kommen. Gegen einen Nachrichtendienst kann man sich als einzelne Person nur begrenzt verteidigen. Und digitales Leben wird dann sehr kompliziert. ↑

    Linux

    Im Zuge der ganzen Sache, habe ich mir aber wieder mehr Gedanken ĂŒber Linux gemacht. Als Tante 30 Tage mit OS X gelebt hat (Podcast-Feed), habe ich versucht mit Linux fĂŒr einen begrenzten Zeitraum zu leben und habe darĂŒber gepodcastet (Folgen 8-11). In meinem Job habe ich auch einen Linuxversuch gestartet. Beide Versuche sind gescheitert. Am Laptop lag es daran, dass ich von einem USB-Stick lebte. Der erste war zu klein und zu langsam, der zweite war viel zu langsam. Im Job war Linux in der VM und Windows das Host-OS. Am Ende hĂ€ngt man dann doch wieder hauptsĂ€chlich im Host-OS rum.

    Am Ende muss ich aber sagen, dass das Leben mit Linux ginge. So viel zu vermissen gĂ€be es auch nicht. OS X ist schicker, aber wenn mir mein MacBook Air irreparabel kaputt gehen wĂŒrde und ich nicht mal ansatzweise eine Finanzierungsmöglichkeit sehen wĂŒrde fĂŒr ein neues GerĂ€t, könnte ich zu Linux wechseln ohne allzu großes Gejammer. In meinem Job könnte ich vermutlich auch zu Linux wechseln und die Fachanwendungen einfach in ner VM laufen lassen.

    Das einzige was ich vermutlich so richtig vermissen wĂŒrde, wĂ€re OmniFocus, OpenEmu und BibDesk.

    Außerdem hatte ich fĂŒr nen Monat oder zwei eine Kommandozeilenphase. Da habe ich mich mit tmux, mutt, ttytter und Texapp auseinandergesetzt. Und alles funktionierte erstaunlich gut. Da war die Haupterkenntnis am Schluss, dass auch ein Leben mit Linux wirlich gut ginge. Aber nur in der Shell leben geht leider fĂŒr mich nicht so ohne weiteres. Obwohl mit einem extra GerĂ€t fĂŒr PDFs das vermutlich schon wieder ginge. Aus frĂŒheren Zeiten weiß ich, dass ich auf einem recht schwachbrĂŒstigem GerĂ€t (ein Toshiba Libretto L1) auch Videos auf’m Framebuffer schauen konnte. Was wiederum heißt, dass ich auch mit sehr kleinem Geldbeutel notfalls arbeiten könnte und mir mal wieder bewusst gemacht hat, was fĂŒr ein Luxus eigentlich so ein MacBook Air ist. Ab und zu schau ich schon mit ein wenig Neid auf Thinkpads. Die sind einfach so viel besser zu warten. ↑

    Apple

    Allgemein hat sich eh mein VerhĂ€ltnis zu Apple mal wieder verschlechtert. Mein MacBook Air von Oktober 2008 hat sich mit einem RAM-Fehler verabschiedet. Und so konnte ich einen Laptop, den ich normalerweise fĂŒr 15€ hĂ€tte reparieren können in die Tonne treten. Oder in meinem Fall sogar noch auf ebay verscherbeln. Ein sehr unschönes GefĂŒhl, wenn sich ein 1000+€-GerĂ€t so verabschiedet. Ich drĂŒcke beide Daumen, dass mein aktuelles MacBook Air lange hĂ€lt. Und dann stand der Kauf von neuen iPhones an. Das alte 3GS hat eine kaputte Scheibe und vibriert ohne Ende wenn der Mute-Schalter gedrĂŒckt ist. Mal abgesehen davon, dass nur noch iOS6 funktioniert. Und wenn man sich mal bewusst wird, wieviel so ein neues iPhone kostet, ĂŒberlegt man sich das doch dreimal, ob iOS das wirklich wert ist und ob man es braucht, vor allem wenn der Monat hĂ€ufiger doch noch ein paar Tage hat, wenn das Geld all ist. Aber zum GlĂŒck arbeite ich jetzt Vollzeit. Damit wird zumindest das 3GS ein 5S und das 4S bleibt noch ein Jahr in Betrieb. Aber ein schaler Geschmack bleibt. Vor allem, wenn man sich die Preise von nem Nexus ansieht, was in einer Ă€hnlichen Klasse spielt. Aber da hat man dann keine Software fĂŒr und hĂ€ngt an Google. ↑

    Das war es in Sachen Technik denke ich.

    Bundestagswahl

    Was gab es noch? In Sachen Politik gab es die Wahl zum Bundestag. Meiner Meinung nach sehr enttĂ€uschend. Auch wenn die Piraten sich selbst zerlegt haben, hatte ich doch gehofft, dass sie gerade so die 5% reißen. Dass die AfD fast 5% erreicht hat, ist erschreckend. Aber sie haben sich vermutlich gut verkauft und von GesprĂ€chen, scheinen viele nicht die rechten Untertöne gehört zu haben. Die FDP ist raus, das ist gut. Aber die kommen vermutlich wieder. Schwarz-Rot ist nicht unerwartet. Eine alleinige Regierung durch die CDU hĂ€tte ich besser gefunden. Dann hĂ€tten sie keine Ausreden mehr gehabt. Schwarz-GrĂŒn wĂ€re ganz schön gewesen, damit viele der GrĂŒn-WĂ€hler endlich mal mitbekommen, wie konservativ die GrĂŒnen und auch sie selber sind. Und Rot-Rot-GrĂŒn wĂ€re grandios gewesen, aber nun ja. Mit der Linken will ja niemand. Tja, wenn alles gut lĂ€uft, passiert vier Jahre nichts. Wenn alles schlecht lĂ€uft, haben wir am Schluss Vorratsdatenspeicherung mit entsprechender VerfassungsĂ€nderung, keinerlei NetzneutralitĂ€t und weitere arge Einschnitte im Sozialwesen. Die Reihenfolge sagt nichts ĂŒber die Wichtigkeit dieser drei Dinge aus. ↑

    Japan

    Zum Thema Japan fĂ€llt mir nur ein, dass wir eine relativ rechte Regierung haben, die fĂŒr mehr MilitĂ€r ist und ein Gesetz eingefĂŒhrt hat, dass Whistleblower bis zu zehn Jahre in den Knast bringen kann und Journalisten, die entsprechendes Verhalten motivieren bis zu fĂŒnf. Vermutet wird, dass es zur Vertuschung von Skandalen eingesetzt werden wird. Außerdem findet der aktuelle Premier die Geschichtsschreibung nicht so pralle und will da vermutlich Änderungen in den BĂŒchern vornehmen lassen. Den Yasukuni-Schrein besucht er auch. Wen wundert’s.

    China hat dazu eine Luftverteidigungszone ĂŒber dem Ostchinesischem Meer ausgerufen aufgrund der Senkaku/Diaoyu-Inseln. Ist jetzt nicht so gut.

    Und dann gibt’s da noch die Abenomics. Ein Versuch der Regierung zusammen mit der japanischen Zentralbank (ab hier BoJ) die Nachfrageseite der Wirtschaft anzukurbeln. Zurzeit sieht es meines Wissens nach ganz gut fĂŒr die Wirtschaft aus, dafĂŒr hat die Sparrate gelitten. Aber das ist ja auch kein Wunder, wenn die Nachfrageseite angekurbelt wird. NĂ€chstes Jahr werden wir sehen, wie gut die Abenomics wirklich funktionieren. Ich bin gespannt. Auch im Rahmen der Auswirkungen auf die Bevölkerung. ↑

    Nordkorea

    In Nordkorea wurde der Onkel Jang Song-Thaek von Kim Jong-Un zum Putschist erklĂ€rt und relativ fix exekutiert. Er war die Nummer Zwei im Staat und wenn ich es richtig verstanden habe, ein wichtiger Kontaktpunkt zu China. Seine VerbĂŒndeten erleiden das gleiche Schicksal, so wie es aussieht. Aber die Auswirkungen sind nicht so drastisch wie man erwartet. Also nicht ganz so viele Tote. Die Lage könnte sich trotzdem destabilisieren und wenn die Verbindung zu China schlechter wird ist das auch kein gutes Zeichen. Außerdem hat Amnesty International berichtet, dass ausgehend von aktuellen Satellitenbildern Lager fĂŒr politische Gefangene vergrĂ¶ĂŸert werden. Also alles in allem sieht es nach einer Verschlechterung der Lage in Nordkorea aus. ↑

    Mehr Themen fallen mir spontan nicht ein, aber sicher ist noch mehr passiert 2013. Aber an sich kein schönes Jahr in allen Bereichen, die mich interessieren. Vielleicht wird 2014 besser.

  • Alles nicht ganz so demokratisch

    Aktuell kann ich nicht so gut tippen, da meine Linke Hand verhindert ist. Daher habe ich heute nicht gebloggt, sondern “geblockt”.

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  • Ein wenig Japan im Blue Moon

    Ich hab gestern beim WochenrĂŒckblicks-Blue Moon von Holgi angerufen und ein wenig ĂŒber meine zu schreibende Magisterarbeit, Japan und meinen dortigen Aufenthalt erzĂ€hlt. Wen’s interessiert: hier lang, so lang es noch nicht depubliziert ist (ich vermute mal, dass das passieren wird). Die Shownotes finden sich hier.

  • Some comments about Japan and the latest Newz of the World

    In the latest Newz of the World Bicyclemark and Tim Pritlove talked about Japan and that people are having less sex because of an article in the Washington Post. Being me I had to comment about some of the things they said. For completeness I am posting my comment which is awaiting moderation at this moment here as well. I am grateful for any comment which shows problems in my statements since this is some stuff I didn’t look into in some time but have to for my final examinations (in 6 - 9 months).

    My comment:

    Even though applied social sciences is not my specialities in regards to Japan but more the political and economical side, I have to comment on some of the statements made about Japan ;)

    1. Japan is crowded and it is not bad if the population gets reduced. The problem is that with a decreasing population your work force decreases. Since the pension system is a pay-as-you-go-system you have a real problem in financing the pensions. Especially with the baby boomers leaving the work force soon. The increase in total factor productivity is just not high enough to finance these pensions when the labor force continues to decrease. Yes it is crowded (120 million people in a country with the size of Germany but inhabitable is only a third of it). But at least the pension system just can’t afford it (and I am still wondering what happens to China in regards to that). There are discussions to invite more immigrants to counter the demographic change or to find a way that women get faster back into the labor force again (or do not leave it in the first place).

    2. For sex they are going usually into love hotels because you are living usually in one room and the walls are thin. a) Young people tend to go to love hotels because walls are thin and well you don’t want that your parents could hear you. In addition it is still not really socially acceptable that a boy and a girl are together at home in one room. A boy meeting a girl alone already means that they usually have to have a date. Or you have parents who want to have some time together, people with affairs, prostitution (even though that one is kinda forbidden) etc. Love hotels have themed rooms which you won’t get in a normal hotel. b) People do not always live together in one room. Normal apartments have several rooms and a lot of people even have a house with two levels. The rooms are usually smaller but that is balanced out with practical furniture (closets in the wall, the futon which you can put away into the closet when you are not sleeping etc. – but beds are becoming more popular) Anecdote: When I lived in Japan I didn’t know a lot of people with only one room – and they usually lived alone, didn’t have a lot of money or lived in very very expensive areas. Oh wait, the same accounts for people in Germany with one-room-apartments. In my case I lived with a Japanese family (mother, daughter, grandmother, another foreigner and me). The grandmother, the other foreigner and me had all our own rooms. The mother and the daughter slept in the living/dining room. Since we all used futon, you didn’t see on the day anything that the living/dining room was used for sleeping. Rooms were all small but not uncomfortable. And don’t forget that you can always go up in terms of height of buildings even in countries with a lot of earthquakes.

    3. Maid bars are aimed at business men. Ehm, no. Usually they are aimed at Otakus, nerds. Yes, there are otakus who are also business men, but the target group are more or less nerds. Targeted at business men are hostess clubs. There you pay a lot of money to talk with a pretty looking woman which lets you feel that you are the king (and they usually do not serve to foreigners
I knew someone who was a waiter in such a club, so I got some anecdotal evidence about that). But foreigners usually wouldn’t probably also do not pay for that service. You pay around $100 per hour to talk with a woman plus drinks etc. Only in the cheap clubs you might have a chance to go with a woman to a love hotel after the club is closed if you pay extra (don’t forget prostitution is forbidden in Japan
but there are also loop holes).

    4. You never get an apartment with room mates Yes and no. It is not as common as here but it is getting more common. I even knew someone who lived with a roommate together in a one-room-apartment. But there are guest houses in bigger cities which essentially work like living in an apartment with roommates. Everyone has his/her own room. There are usually shared bath rooms and maybe shared kitchens.

    5. You live at home or alone Problem 1) Having an own apartment is really expensive. You pay 3 months of rent as kind of a gift to the land lord and there is an additional 3 months deposit. Thus you do not leave home if it is not necessary (my favorite phenomenon in that regard are the parasite singles). Btw. this is different with guest houses. There is the “gift” not involved and the deposit is far lower. Problem 2) As a couple you do not live together before you didn’t marry because it is socially not acceptable. So again a problem there with leaving home (oh and getting children; btw. abortions are in Japan afaik more “popular” as in the US or in Europe. Iirc one reason is that there is no Christian background to condemn it and Shinto and Buddhism both don’t really condemn it iirc. But this is something from far deep in the back of my head I wouldn’t swear on.)

    In addition besides of students or people who studied (or expats) I actually did not yet learn so many people to know here as well who share an apartment. Even with students it seems to decrease in Germany and people seem to tend to live longer at home since the change to a Bachelor/Master-system here. And the Japanese I learned to know here who are doing working holidays are often sharing an apartment with others ;)

    1. There was something in the podcast also about women and the labor force in Japan but I just can’t find it right now. Women usually are expected to leave the labor force when they are getting children. It is even getting so far that when people are marrying that the company will try to convince the woman to leave the company because she has now to take care of the household and has to get babies. Women who do not want that do not marry and it is hard for women to marry after 30. In the past there was this great metaphor for the christmas cake (which you eat on christmas which is there more like a party with friends and new years eve is the family thing) which gets bad after the 25th of December. Meaning that women have problems finding a men when they are than 25. Nowadays you talk about the New Years cake (which gets bad after the 31st). In addition things like kindergardens have usually chronically bad opening times for people who work. And since flexible time programs are usually not existent (and which would solve also this overcrowded train-problem in the rush hour), you just can’t combine work/career and children. Thus you see an M-curve in the labor participation rate by age. Which brings me back to the problem with the demographic problem. Women usually return to the labor force after their children grew up only as part-timers. Henceforth they can’t bring in a full wage into the social system.

    But I think that is enough before I get lost in my trail of thoughts. I hope that clarified some things about Japan. And I really have to read up again on some of the stuff before I go into my final examinations :/

  • Tanzverbot in Japan fĂŒr kleine Clubs und nach Mitternacht

    Tanzverbot in Japan fĂŒr kleine Clubs und nach Mitternacht

    Das wusste ich auch noch nicht: In Japan ist es verboten in Clubs zu tanzen, die eine FlÀche von weniger als 66m2 haben und auch nach Mitternacht ist das Tanzen verboten.

    "It is very difficult for clubs in big cities to find somewhere affordable with a 66-sq.-meter floor allowing them to get the license," Isobe said in a recent interview with The Japan Times. "It is also unreasonable to prohibit late-night dancing in a society where many restaurants stay open around the clock."
  • Der japanische Premier Noda warnt China / Probleme mit SĂŒdkorea

    Der japanische Premier Noda warnt China / Probleme mit SĂŒdkorea

    Die Gewalt ist wohl rĂŒcklĂ€ufig in China, dafĂŒr gibt es Anzeichen von wirtschaftlichen Sanktionen seitens Chinas.

    "Recent delays in customs and visa issuance are of concern," Mr. Noda continued, referring to reports that Japanese companies were now facing a form of economic harassment


    Noda warnt daraufhin China, dass es auch fĂŒr China dadurch zu Problemen kommen kann.

    "I hope for its levelheaded and rational understanding that anything to discourage that is a disservice to itself"

    Außerdem scheint mit SĂŒdkorea mal wieder das Trostfrauen-Problem, Frauen, die zur Kriegszeit von Japan in die Prostitution gezwungen wurden, hochzukochen.

    The South Korean foreign minister is widely expected to raise demands for new "comfort women" compensation in his U.N. speech.
  • New York Times ĂŒber das Senkaku/Diaoyu-Problem

    Die New York Times ĂŒber das Senkaku/Diaoyu-Problem

    Die New York Times hat einen sehr schön geschriebenen Artikel ĂŒber das Senkaku/Diaoyu-Problem geschrieben, der fĂŒr mich zum Ersten Mal erklĂ€rt, was es mit den ganzen Eigentumsrechten auf sich hat. Also wie die Privatbesitzer der Inseln ĂŒberhaupt in den Besitz der Inseln gekommen sind.

    Even before World War II, there were few economic activities on the islands. A small factory on Uotsuri made dried bonito shavings, a favorite Japanese food, and hunters gathered albatross feathers for European fashion boutiques.
  • Zwei Filmempfehlungen aus Japan

    Gerade bin ich so am Durchgehen meiner Sammlung, vor allem was ich so an japanischen Filmen da habe. Und da stoße ich immer wieder auf zwei Filme, die mir richtig gut gefallen. Leider sind beide, selbst bei Menschen, die sich fĂŒr ostasiatische, oder japanische Filme im Speziellen interessieren nicht so bekannt. Beide Filme sind mit Kubozuka Yƍsuke und Hosoyamada Takato.

    Go (2001)

    In Go geht es um einen Jugendlichen der der koreanischen Minderheit angehört. Aber er ist in Japan geboren und aufgewachsen, es ist nicht zu erkennen, dass er Koreaner ist. Er entscheidet sich auf eine japanische Oberschule zu gehen, damit er spĂ€ter auf einer besseren Uni studieren kann, um bessere Chancen im Berufsleben zu haben. Vor der Oberschule ging er auf eine nordkoreanische Schule in Japan. Es entwickelt sich eine Beziehung zu einer Japanerin, die ihn aber ablehnt, als sie herausfindet, dass er Nordkoreaner ist. Der Film zeigt die Probleme der Zainichi-Kankokujin (der japanische Begriff fĂŒr die koreanische Minderheit) und wie die japanische Gesellschaft mit ihnen umgeht. Von damals noch existierenden Ausweis fĂŒr AuslĂ€nder (Japaner tragen keinen), bei dem es eine Strafe mit sich zog, wenn man ihn nicht mit sich trug. Dem vorherrschenden Rassismus in der Gesellschaft. Und auch das Leben in zwei Welten.

    Das interessante an dem Film ist, dass er von Japanern gedreht und gespielt wurde. Das Buch auf dem der Film basiert wurde von einem Angehörigen der koreanischen Minderheit geschrieben. Aber es ist das erste Mal, dass sich von japanischer Seite an diese Thematik gewagt wurde durch einen Film.

    Ping-Pong (2002)

    Ping-Pong ist wie der Name schon andeutet ein Sportfilm. Es geht um zwei SchĂŒler Peco und Smile, die beides sehr gute Ping-Pong-Spieler und Freunde sind. Peco hat großes Talent, aber sieht den Sport nur als Zeitvertreib. Smile muss mehr arbeiten um wirklich gut zu sein, aber fĂŒr ihn bedeutet der Sport auch mehr. Der Film zeigt die Motivationen und Haltungen gegenĂŒber dem Sport. Was erstmal komisch klingt, entpuppt sich als sehr unterhaltsamer Film, der auch ein bisschen zum Nachdenken anregt und sehr sympathische Charaktere hat. Dazu kommt ein toller Soundtrack.

    Wenn ihr die Möglichkeit habt diese Filme zu sehen, lege ich sie euch wÀrmstens ans Herz. Nur wenige Filme habe ich mir Àhnlich oft angesehen.

  • Newz on the World ĂŒber Senkaku/Diaoyu

    In Newz of the World, der großartige Podcast aus der MetaebeneÂ ĂŒber Neuigkeiten des Weldgeschehens berichten Tim Pritlove und Bicycle Mark diese Woche unter anderem ĂŒber die Diaoyu/Senkaku-Problematik ab Min. 24:07. PrĂ€dikat hörenswert.

    Ich konnte es mir natĂŒrlich nicht verkneifen, nach dem ich die letzten Woche(n?) immer wieder auf Artikel dazu verlinkt habe, zum Thema zu kommentieren.

  • In der Katastrophenplanung vergisst Japan die Vulkane

    In der Katastrophenplanung vergisst Japan die Vulkane

    Daran hab ich auch noch nicht gedacht, dass ein Erdbeben ja auch die Vulkane auslösen kann. Und der Fuji ist auch immer noch aktiv, der letzte Ausbruch war aber vor 300 Jahren.

    "They always forget about the volcanoes," he (Fujii (sic!)) said. "The government has never included Mt. Fuji in its earthquake scenarios."

    Tƍkyƍ wĂ€re dann auch in Gefahr.

    The volcano is active and if an eruption was to occur it would potentially threaten a vast area including Tokyo, 100 km (62 miles) away.
  • Psychoaktive Drogen in Japan

    Psychoaktive Drogen in Japan

    In Japan scheint man es derzeit etwas zu “ĂŒbertreiben” mit psychoaktiven Drogen, die wohl auch nicht sonderlich gut reguliert sind.

    On the NHK show, it was revealed that one doctor prescribed drugs to a two-year-old because his parents claimed the toddler had trouble sleeping.
  • Wirkungen des Diaoyu/Senkaku-Konflikts auf die Wirtschaft

    Wirkungen des Diaoyu/Senkaku-Konflikts auf die Wirtschaft.

    Schöne kurze Zusammenfassung des Konflikts und wie er sich auf die japanische Wirtschaft auswirkt.

    Sales of Japanese-branded passenger cars fell last month in China, compared with gains of more than 10 percent for German, American and South Korean vehicles. China is the world’s largest car market.
  • Sechs chinesische Schiffe bei den Diaoyu/Senkaku-Inseln

    Sechs chinesische Schiffe bei den Diaoyu/Senkaku-Inseln.

    Ich mach das mit dem Link-Blogging ja erst seit kurzem und (leider) nur wenig, aber gerade komme ich mir vor, wie eine Senkakue/Diaoyu-Insel-Soap.

    A flotilla of six Chinese surveillance ships entered Japan's territorial waters early Friday near the recently nationalized Senkaku Islands, the Japan Coast Guard said, prompting crisis panels to be set up in the prime minister's office and the National Police Agency.

    Die “China’s State Oceanic Administration” sagt dazu:

    The ships demonstrated "China's jurisdiction over the Diaoyu Islands and its affiliated islets and ensure the country's maritime interests," it said.
  • Antijapanische Proteste auf den Titelseiten von chinesischen Zeitungen

    Antijapanische Proteste auf den Titelseiten von chinesischen Zeitungen.

    Die Zentralregierung, oder wer die entsprechenden Verantwortlichen sind, “erlauben” der Öffentlichkeit nun ihrem Ärger Luft zu machen im Rahmen der Inselstreitigkeiten.Übrigens war die öffentliche Meinung in China frĂŒher weitaus positiver gegenĂŒber Japan eingestellt. Erst in den 90ern kam es zu einem neuen Nationalismus. Die KP braucht diesen wohl, damit sie sich weiterhin stabil halten kann, wenn die schwindende kommunistische Ideologie die KP nicht mehr legitimiert1.

    1. Gries, Peter Hays (2005): „China's "New Thinking" on Japan“. The China Quarterly 184: 831—850.
  • Japans Finanzminister erhĂ€ngt sich am WeltsuizidsprĂ€ventionstag

    Japans Finanzminister erhÀngt sich am WeltsuizidsprÀventionstag.

    Ist ja nicht das erste Mal, dass ein Politiker in Japan Suizid begeht, aber genau an diesem Tag? Zufall oder Absicht?

    Grund ist vermutlich Stress im Job.

    Alles in allem ein schöner Artikel ĂŒber das Problem Selbstmord (è‡Șæźș - Jisatsu) in Japan.

  • Und weiter geht es im Konflikt um die Diaoyu/Senkaku-Inseln

    Und weiter geht es im Konflikt um die Diaoyu/Senkaku-Inseln.

    Langsam wird es unangenehm


    “We’re nearing very dangerous territory in that sense because both countries are activating their patrol activities in the same areas," said Yoichiro Sato, director of the Japan-based International Strategic Studies at Ritsumeikan Asia Pacific University. "The possibility of accidental incidents between the two security forces is rising with these recent activities,” he said.

    aber


     Metzl doesn’t foresee a naval conflict between China and Japan.  Most experts agree neither nation is likely to spill blood over a few uninhabited islands.   The dispute is evidence of what Metzl calls a new post-American era in the Asia-Pacific region.   “China is flexing its muscles to not only pressure other countries, but to test the relationship between some of these countries - particularly Japan and the United States,” said Metzl. 
  • Über den Mythos, dass Japan Bankrott sei

    Über den Mythos, dass Japan Bankrott sei

    Lesenswerter Artikel mit einer interessanten Ansicht zu Japans Schulden in Höhe von 230% seines BIPs.

  • Verringerung von Emissionszielen durch den Atomausstieg Japans

    Verringerung von Emissionszielen durch den Atomausstieg Japans

    Mit dem Atomausstieg wird Japan wohl nicht den Emissionsabbau von 25% bis 2020 schaffen im Vergleich zu den Werten von 1990, da nicht schnell genug Kraftwerke fĂŒr erneuerbare Energien gebaut werden können.

    “There is no doubt the government will scrap the 25 percent target,” Keigo Akimoto at the Research Institute of Innovative Technology for the Earth wrote in an e-mail response to questions. Without nuclear, Japan would have to buy 320 million tons of overseas emission credits a year to meet the target

  • Mit China wird man sich wohl arrangieren mĂŒssen

    Mit China wird man sich wohl arrangieren mĂŒssen

    In Japan gibt es keine großen Sympathien fĂŒr China. 71% der Japaner in einer Regierungsumfrage haben Antipathien gegenĂŒber China:

    According to the October 2011 government opinion poll on diplomacy (available in Japanese only), 71% of the Japanese do not have any “feelings of sympathy” (èŠȘèż‘æ„Ÿ, shinkinkan) toward China

    Was sie wohl nicht wissen, dass Japan ohne China noch schlechte da stÀnde

    While more than 70% of the Japanese express dislike for China, many of those 70% may, knowingly or not, work for a company benefiting massively from the economic growth in China. Without that growth, Japan’s economic performance over the last 10–15 years would have been even worse.