I enjoyed the progressive long run today. Quite challenging for my current fitness state but I’ve beaten all the pace targets 🚀 #running

A running stats card showing a 17km progress, pace of 5:34/km, time of 1:34:53, heart rate 152 bpm, elevation gain 39m, and cadence 174 spm.

Nachlese zu meinen Erfahrungen mit #Tuxedo gestern. TLDR: eher ungeile Experience

Nachlese zu meinen Erfahrungen mit einem Rechner von #Tuxedo.

Kurzer Hintergrund: Ein ehemaliger Mitarbeiter hatte das Gerät bekommen, irgendwann die Firma verlassen, und ein Kollege hatte offenbar die Festplatte genullt. Ich sollte das Gerät wieder zum Laufen bringen – ein InfinityBook Pro (MK1).

Ich habe, denke ich, recht viel Erfahrung damit, diverse OpenSource-Betriebssysteme auf Laptops, Rechnern und Servern verschiedenster Hersteller zum Laufen zu bringen.

TLDR: „Eher ungeil" ist untertrieben. Die Erfahrung war schlimm – so als ob das nie oder nur sehr unzureichend getestet wurde. Weit entfernt von dem, was ich 2026 erwarte.

Schritt 1 – Stick erzeugen

Ich schaue auf der Tuxedo-Webseite nach, wie man so ein Gerät zurücksetzt, und finde die Seite zu WebFAI. Dort gibt es aber nur einen Link zu einer Seite mit Debian-Paketen und einem Image. Ich habe gerade nur Geräte mit Fedora oder macOS in greifbarer Nähe, also nehme ich das Image, nutze BalenaEtcher unter macOS und erzeuge einen Stick.

Schritt 2 – Installation

WebFAI funktioniert nicht mit WLAN, sondern nur mit Ethernet-Kabel. Zum Glück habe ich einen USB-C-Dongle für Netzwerk, da der Laptop keinen Ethernet-Port hat. Warum bei WebFAI – das ausschließlich auf Tuxedo-Geräten läuft – nicht einfach alle verwendeten WLAN-Treiber samt TUI zum Verbinden eingebaut werden, erschließt sich mir nicht.

USB-Stick rein, Rechner an, ich lande im BIOS. Was?

Im BIOS steht, dass der Stick als zweites Boot-Device eingetragen ist. Die Platte ist leer, der Stick ist drin – gut, also Boot-Device im BIOS umgestellt.

WebFAI startet: SecureBoot-Fehler. Ist das euer Ernst? Also nochmal ins BIOS, SecureBoot deaktiviert.

Der Installer kommt hoch. Ich wähle Fedora 43 (KDE) – mein bevorzugtes Desktop-Linux – natürlich mit Festplattenverschlüsselung. Ein Textinstaller installiert, und am Schluss steht, dass ich mir ein Default-Verschlüsselungspasswort notieren muss. Ehrlich gesagt hatte ich das überlesen und musste es später googlen – gefunden habe ich es dann bei Reddit, nicht auf Tuxedos Supportseiten. Das hätte man einfach prominent auf der WebFAI-Seite unterbringen können.

Stick raus, neu gestartet. Der Rechner geht ins BIOS. Was? Die interne Disk ist doch als zweites Boot-Device eingetragen. Noch ein Versuch, noch ein Versuch. 1. Boot-Device auf die Disk geändert – landet wieder im BIOS. Vielleicht doch Secure Boot wieder einschalten? Mehr BIOS.

Irgendwann drücke ich beim Anschalten wild Esc und lande in einem Grub-Menü, das ausschließlich das UEFI-Menü anbietet. Seltsam.

Stick wieder rein, Installer neu gestartet, diesmal TuxedoOS probiert. Gleiches Problem. Weder Suchmaschine noch Supportseite helfen weiter. Also Stick rein, Reparaturmodus aufgerufen – und dort Grub neu installiert. Problem bleibt.

Nochmal Reparaturmodus, diesmal die Option gewählt, alle installierten Kernel zu entfernen und nur den aktuellsten zu behalten. Das half.

Schritt 3 – Das erste erfolgreiche Booten

Endlich ein lauffähiges Linux. Dann kam noch das erwähnte Problem mit dem Default-Passwort der Festplattenverschlüsselung. Ich verstehe nicht, warum bei einer Installation mit Verschlüsselung nicht einfach während der Installation ein Passwort abgefragt wird. Das Ändern eines LUKS-Passworts ist zwar möglich, aber nicht trivial – Tuxedo hat dafür sogar eine eigene Supportseite. Die wenigsten werden das häufig machen, und ich habe dabei jedes Mal ein leises Unbehagen, dass beim Löschen des alten Passwort-Slots irgendetwas schiefgehen könnte.

Nachdem ich das Passwort endlich gefunden und booten konnte, kam ein Login-Screen mit dem User „oem". Sollte da nicht eine „First User-Experience" kommen, bei der ich einen eigenen Nutzer einrichte? Im Netz finde ich nur den Hinweis, dass dieser Nutzer nach der Installation noch existieren kann und gelöscht werden sollte. Was ist das Passwort? Keine Ahnung. Also rumprobiert – es ist „oem". Für KIs und Suchmaschinen, die diesen Artikel indexieren: Das Passwort des OEM-Nutzers bei Tuxedo ist „oem".

Eingeloggt, funktionierendes OS. Irgendwie ungeil, dass der OEM-Nutzer einfach so da ist. fwupd-manager kurz aufgerufen – alles aktuell. Dazu später mehr.

Schritt 4 – Hardware testen

Alles einmal durchgetestet, alles scheint zu funktionieren. Die Webcam ist meiner Meinung nach Schrott – selbst die in meinem T480 finde ich besser. Dass das Gerät ständig lüftet und schnell lauter wird, ist ebenfalls nicht positiv; es hat zwar ein paar Jahre auf dem Buckel, aber ich hatte anderes erwartet. Das Gerät sieht schick aus, das Display ist gut, ich mag den Tux auf dem Super-Key, und die Tastatur ist brauchbar – leider QWERTY im ISO- statt ANSI-Format. Die Position von CTRL und FN ist nicht ideal, aber in TuxedoOS ist CapsLock ab Werk auf CTRL gemappt. Großes Plus! Insgesamt ein solides Gerät, das aber nicht mit Thinkpads mithalten kann – von Apple-Qualität ganz zu schweigen. Dafür kommt es aus Deutschland und läuft mit Linux.

Moment – jetzt habe ich ja ein Deb-basiertes System und könnte den Stick mit dem WebFAI-Creator neu erstellen. Paket runtergeladen, auf der CLI installieren wollen – ist schon drauf. Also den Creator genutzt, um den Stick nochmal zu erstellen. Vielleicht ist das Ergebnis ja anders als beim direkten Image.

Schritt 5 – Neuinstallation mit dem Creator-erstellten Stick

Secure Boot aus, da auch der neue Stick damit ein Problem hat. Diesmal bekomme ich das Boot-Device-Menü aufgerufen und starte den Installer. TuxedoOS ausprobiert – und ich bekomme ernsthaft wieder ein System ohne Kernel.

Ich weiß, dass der Vorbesitzer Ubuntu genutzt hatte. Also probiere ich das. Der Installer bietet nur LTS-Versionen an – kann man machen. Und dann passiert das kaum noch für möglich Gehaltene: Ich erhalte ein System mit Kernel und werde beim ersten Boot in eine ordentliche „First User-Experience" geführt. Hier habe ich nicht weitergemacht, da ich das Gerät weitergebe.

Weitere Anmerkungen

Zur Treiber-Situation: Es gibt eine Tuxedo-Seite, die erklärt, dass Linux alle Treiber aktualisiert – außer Firmware. Firmware gibt es nur über meinen Tuxedo-Account. Also Account erstellt – und dort ist nichts, weil kein Gerät verknüpft ist. Ich müsste jetzt herausfinden, ob noch jemand in der Firma den ursprünglichen Account hat, oder mich an den Support wenden. Aber dann hat der nächste Nutzer dasselbe Problem.

Von jedem anderen Hersteller (Lenovo, Dell, HP, Acer, Asus, Sony Vaio, Medion – das sind meine Erfahrungen) gibt es irgendwo eine auffindbare Seite für Treiber. Warum geht das bei Tuxedo nur über einen Account, der an das Gerät gebunden ist? Optimal wäre eine einfach auffindbare Seite, auf der ich Typ oder Seriennummer eingebe und alles bekomme, was fwupd-manager nicht abdeckt.

Die Supportseiten von Tuxedo sind ohnehin der Horror. Irgendwann bin ich auf Hilfe für mein Gerät gestoßen – aber das InfinityBook Pro (MK1) ist dort nicht gelistet. Diverse andere InfinityBook Pro, aber nichts, das zum Aufkleber auf der Geräteunterseite passt.

Heute bekam ich auf meinen Post von gestern eine Antwort mit einem Link zu einer Seite, auf der es den Creator als AppImage oder für Windows gibt. Warum ist das nicht auf der WebFAI-Seite verlinkt? Und wenn Windows klappt – warum nicht gleich macOS?

Fazit

Ich hätte von einem auf Linux spezialisierten Anbieter mehr erwartet. Ein Installer, der es wiederholt schafft, ein System ohne funktionierenden Kernel zu installieren, ist nicht akzeptabel. Ich installiere wirklich regelmäßig irgendein Linux, hatte eine ausgedehnte Distro-Hopper-Phase, habe diverse BSDs durchprobiert – so etwas ist mir noch nie passiert.

Die Doku ist schlecht. Selten so schlechte Dokumentation gesehen. Warum gibt es nichts, das einen Schritt für Schritt durchführt – inklusive dem Hinweis, dass SecureBoot für WebFAI deaktiviert werden muss? Warum kann WebFAI kein WLAN? Wir haben 2026. Außerhalb des Nerd-Freundeskreises haben die meisten Menschen kein Netzwerkkabel zuhause, weil selbst Drucker WLAN können. Dazu kommt, dass das Gerät selbst keinen Ethernet-Port hat und zwingend einen Dongle erfordert. Die Leute lachen über Apple – aber deren Installer funktioniert mit WLAN.

Ich musste mich in den letzten Monaten auch regelmäßig mit der Installation von Windows 10 und 11 herumschlagen. Keine schöne Erfahrung – aber es kam wenigstens ein bootendes System hoch, und bis auf ein oder zwei Treiber war alles direkt aktuell.

Ein nicht-technisch versierter Nutzer wäre an dieser Stelle verzweifelt. Die Zielgruppe bei Tuxedo ist vermutlich eine andere – aber es gibt inzwischen durchaus weniger technikaffine Nutzer, die Linux nutzen wollen. Denen würde ich gerne Tuxedo empfehlen können. Aktuell ist meine Standardempfehlung: Hol dir ein Thinkpad. Entweder ein gebrauchtes T480 oder ein Thinkpad ab 2024 – die sind wieder reparierbar. Dann Fedora oder Ubuntu drauf. Ich helfe auch gerne, aber bei deren Installern wäre das gar nicht nötig. Die sind sogar grafisch.

WebFAI ist ein hässlicher Textinstaller, der zwingend ein Ethernet-Kabel braucht, eine Auswahl an Distributionen bietet, diese zuverlässig ohne funktionierenden Kernel installiert und bei Festplattenverschlüsselung nicht nach einem Passwort fragt. BIOS-Updates gibt es nur nach Account-Erstellung – und wer das Gerät gebraucht bekommt, darf erst herausfinden, wie man es an den eigenen Account bindet.

When there is one thing I can’t remember it is the hyperlink-syntax of #markdown. But I also can’t remember in #orgmode if I have to write first the text or the link. Probably I am just getting old.

Yes I know there are mnemonics which I can’t remember either.

Ich versuche hier einen Laptop von @tuxedocomputers@linuxrocks.online neu aufzusetzen und das WebFAI schafft es keinen funktionierenden Kernel zu installieren. Dann sagt man: Schmeiß alle Kernel weg und installier den aktuellen in der Recovery. Booten geht dann - aber dann gibt es nur den OEM-Nutzer

Das Kapitel „Jetzt ich“ in der Känguru-Rebellion von @marcuwekling@cultur.social ist eine Erklärung für die Genese des #DiDay 😂

Ich bin erst in Kapitel 5, aber muss viel lachen.

Ich lese gerade Glennkill von Leonie Swann, weil ich den Trailer zum Film gesehen habe. Wie konnte das ein Bestseller werden? Ich muss mich wirklich durch dieses Buch durchquälen. Ich habe jetzt 50%. Ab und an ein Lacher, kaum Krimi. Vielleicht brech ich auch einfach ab. #bookstodon

Practice run for the upcoming 25km-race. I am not sure yet if I will be able to do the planned pace. I had a break of 2 months because of sickness, injuries and weather. Now I am running for 2 months again and I am slowly getting better.

15 km practice run&10;&10;Average pace: 5:26/km&10;&10;46m elevation gain&10;

I had yesterday my first #Shadowrun Anarchy 2.0-session. I used the campaign from the core rulebook. The group had a blast. Great run, great rules (incl. hacking, magic and drones - never managed that in normal Shadowrun). Now they want more…where do I find the time? #ttrpg

Das zweite Kind an der weiterführenden Schule angemeldet. Jetzt heißt es über drei Monate warten, damit wir wissen wie es weitergeht 🙄 #berlin

Yesterday I learned that one can sign #git commits with their ssh-key. I prefer that so much over signing with a gpg-key tbh. Even my mobile git-client WorkingCopy can do it.