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Bye Bye Clear

Schöner Zufall, gerade dachte ich mir, dass ich darüber ja schreiben wollte, ob Clear weiterhin auf dem Homescreen bleibt, da lese ich, dass Clear heute teurer wird.

Wer mir auf Twitter folgt, wird heute schon gesehen haben, dass Clear von meinem ersten Homescreen wieder verschwunden ist. 30 Zeichen sind einfach zu wenig, zumindest auf Deutsch. Für die Einkaufsliste reicht es noch, aber da sind andere Apps, vielleicht nicht schneller aber komfortabler und damit besser. Ansonsten bin ich dauernd gegen das Zeichenlimit gestoßen. Ich habe mal gelesen, im Rahmen der Übersetzung von Videospielen (zu SNES-Zeiten), dass Deutsch wohl 1,5 mal länger ist als Englisch. Genau hier könnte es haken. Man merkt schon auf Twitter, dass 140 Zeichen Deutsch, eindeutig kürzer sind als 140 Zeichen Englisch (und auf Japanisch kann man ja fast schon Romane schreiben…) aber bei Clear führt es für mich zur Unbenutzbarkeit. Also wieder OmniFocus für alles. Warum auch nicht, es tut. OmniFocus ist toll. Dazu vielleicht aber mal später was.

Und um die Frage vorwegzunehmen, warum da eine zweite Todo-App auf dem Homescreen zu sehen ist. Todo.txt ist ein schönes Konzept. Todos in einer Textdatei und dabei auch noch weit weit aus billiger als Taskpaper (wenn auch nicht ganz so schön). Aber es ist nicht nur, dass ich das Konzept mag, aber bei meinem aktuellen Job habe ich nur einen Windows-Rechner zur Verfügung und damit ist OmniFocus auf dem Rechner keine Option. Aber ein Texteditor ist immer zur Hand, Dropbox auch und schon hab ich eine kleine feine Todo-App auf dem iPhone zum Synchronisieren für die Tasks, die so über den Tag anfallen und keinen extra Eintrag im Ticket-System verdient haben.

Clear - ein paar Gedanken

Ich mag Listen. Da schreibt man Dinge auf und wenn man fertig ist, kann man sie abhaken.

Seit Jahren nutze ich GTD mit diversen Hilfsmitteln und als ich vor über einem Jahr OmniFocus entdeckte, spürte ich ein kleines Gefühl der Erleuchtung. Für einen GTD-Nutzer ist es meiner Meinung nach der König unter den Programmen. Egal ob er das Buch eins-zu-eins umsetzt oder seine eigene Variante entwickelt hat.

Normalerweise schüttele ich deswegen den Kopf bei einfachen Programmen zur Verwaltung von Listen. Das kann ich auch mit OmniFocus. Heute ist allerdings eine App für das iPhone rausgekommen, die vorher sehr viel Hype erfahren hat, aufgrund ihres Aussehens und des Bedienkonzepts. Ich spreche von Clear.

Clear ist eine App zur Erstellung von Listen, die auf Geschwindigkeit ausgelegt ist. Es gibt keine Knöpfe, alles ist auf Gesten- und Einhandbedienung ausgelegt und Listeneinträge dürfen max. 30 Zeichen lang sein. Wieder einmal stellte ich mir die Frage wofür. Aber die Neugier nahm überhand, ich kaufte und inzwischen liegt es auf dem ersten Homescreen.

Clear ist schnell und das ist seine Stärke. OmniFocus will erst einmal synchronisieren. Ein Task will eigentlich ein Projekt und einen Kontext haben. Mit Clear geht das alles flotter. Natürlich synchronisiert es mit nichts und von Projekten, Kontexten, Due Dates u.ä. will man Abschied nehmen. Aber für die schnelle Liste zwischendurch: Einkaufsliste, kleine projektunabhängige Einzeltasks, die schnelle Notiz zwischendurch u.ä. Dafür ist Clear super geeignet. Mal sehen ob ich es wirklich benutze, aber es ist ein interessanter Ansatz. Ich werde berichten.

Push aus

Noch am selben Abend schnell einen weiteren Post hinterherschieben. Man hat ja sonst nichts zu tun…außer vielleicht…lassen wir das.

Heute habe ich meine Push Notifications am iPhone nahezu komplett ausgeschaltet. Nahezu nichts macht mehr einen Pieps, nahezu nichts erzeugt mehr einen Banner. Carcassonne und Co sind noch im Notification-Center und Lock-Screen zu finden, aber sie sind leise.

Das einzige, das noch bleibt ist Messages, OmniFocus, Calendar und eine Absender-E-Mail-Adresse. Letzteres ist über Boxcar geregelt.

E-Mails werden nur noch manuell abgeholt und wenn mir eine bestimmte Absenderadresse etwas schickt, dann wird die Mail weitergeleitet an Boxcar und ich bekomme eine Push-Notification mit allem drum und dran. Tolles Feature.

Auf meinem Mac sind Badges auch passé, bis auf OmniFocus. Growl ist auch nur sehr selten am Start.

Und warum das Ganze?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn mein Telefon Geräusche macht, höre ich ein “Schenk mir AUFMERKSAMKEIT! Du könntest etwas verpassen und die WELT KÖNNTE UNTERGEHEN, ohne dass du es mitbekommst!!!Eins11!

In der Regel ist dem nicht so…

Und damit hab ich den Kram jetzt ausgeschaltet und hoffe weitaus weniger Aufmerksamkeit meinem Smartphone, als meiner Umwelt zu schenken. Das Gleiche gilt übrigens auch für Badges, Töne und Growl am Mac. Das nervt einfach nur und ist übrigens ein Argument für mich Software nicht zu benutzen (Hallo Twitterrific und Postbox). Ich hoffe das klappt, wie ich mir das denke…

@scottsimpson My new standard of cool: when I'm hanging out with you, I never see your phone ever ever ever. (via Build & Analyze)

iTunes Match FAQ

Heute ist iTunes Match gestartet und es sind eine Menge Fragen aufgekommen. Ich versuche sie hier zu beantworten mit dem was ich mir angelesen habe bzw. aus eigener Erfahrung raus. Flattr this

  1. Was kostet iTunes Match?
  2. Kann man mit einem iTunes Gutschein bezahlen?
  3. Was ist die Grenze an Titeln?
  4. Was passiert wenn ich mehr als 25.000 Titel habe?
  5. Wie bekomme ich auch mit mehr als 25.000 Titeln Match?
  6. Werden die Metadaten angetastet?
  7. Was wird auf keinen Fall gematcht?
  8. Was wird gematcht?
  9. Kann ich Lieder mit zu niedriger Bitrate trotzdem matchen?
  10. Wie lange dauert das Prozedere?
  11. Wie sehen Titel aus, die ich lösche und neu herunterlade?
  12. Was passiert wenn ich Match auf meinem iOS-Gerät aktiviere?
  13. Kann ich Lieder auf meinem iOS-Gerät löschen?
  14. Wie funktioniert das automatische Löschen?
  15. Funktionieren Smart Playlists auf iOS?
  16. Ist ein Ersatz für Spotify- oder andere Streaming-Dienste? Ich will doch Platz auf meiner Platte frei schaufeln oder meinem iOS-Device.
  17. Was passiert wenn Match ausläuft?
  18. Werden Lyrics synchronisiert?

1. Was kostet iTunes Match?

iTunes Match kostet 24,99€ pro Jahr.

2. Kann man mit einem iTunes Gutschein bezahlen?

Ja und nein. Ihr könnt über Guthaben bezahlen (aufgeladen z.B. durch einen Gutschein), es muss aber eine Kreditkarte oder Click’n’Buy als Zahlungsmittel im Konto hinterlegt sein.

3. Was ist die Grenze an Titeln?

Man kann max. 25.000 Titel + im iTMS (iTunes Music Store) gekaufte Titel haben. Es gibt drei Status: Matched, Uploaded und Purchased. Matched und Uploaded zählen in die 25.000 Titel rein, Purchased nicht.

4. Was passiert wenn ich mehr als 25.000 Titel habe?

Dann kann Match nicht aktiviert werden.

5. Wie bekomme ich auch mit mehr als 25.000 Titeln Match?

iTunes mit alt gedrückt starten (unter OS X) und eine neue Library anlegen, die max. 25.000 Titel enthält.

6. Werden die Metadaten angetastet?

Anscheinend nicht.

7. Was wird auf keinen Fall gematcht?

Titel, die größer als 200MB sind, Titel mit einer Bitrate < 96KBit, Hörbücher, ogg, mp4 (auch ohne Video), QuickTime-Dateien (danke an @gerritvanaaken). Bei FLAC und Losless hab ich leider keine Erfahrung.

8. Was wird gematcht?

Es wird gematcht über Titel, Künstler, Album, Song-Länge und ein Audio-Fingerprint. So wie es aussieht, wird auf jeden Fall nicht gematcht, was es nicht schon im deutschen iTunes Store zu kaufen gibt, auch wenn ein Titel in einem anderem internationalen iTMS erhältlich ist. (Danke @tblar)

9. Kann ich Lieder mit zu niedriger Bitrate trotzdem matchen?

Neu enkodieren mit höherer Bitrate. Am Besten in iTunes unter “Advanced -> Create AAC Version” konvertieren. Die Sachen hören sich danach natürlich immer noch räudig an. Mit Glück werden sie aber gematcht und nicht hochgeladen, dann könnt ihr euch die gute Qualität saugen.

10. Wie lange dauert das Prozedere?

Hängt von der Größe der Bibliothek ab, der Geschwindigkeit eurer Platte (meine USB-Platte war beim Datensammeln am Anschlag des USB2-Limits) und wenn’s ums Hochladen geht, von eurem Upstream. Ich rechne damit, dass meine 7500 “Artikel”, die hochzuladen sind, ein paar Tage brauchen werden.

11. Wie sehen Titel aus, die ich lösche und neu herunterlade?

Vier Fälle: Purchased ohne DRM, Purchased mit DRM, Matched und Uploaded.

  • Purchased ohne DRM: Die Datei bleibt wie sie ist inkl. Metadaten (inkl. Play und Skip Count, Rating etc.). Hat sich allerdings der Name bei der Rechnungsadresse geändert oder der Account, so ändert sich auch der Name im "Purchased by"-Feld bzw. -Account-Feld.
  • Purchased mit DRM: Herzlichen Glückwunsch, kostenloses Upgrade auf eine iTunes+-Datei (256 kBit, kein DRM), ansonsten identisch wie bei Purchased ohne DRM.
  • Matched: Der Titel kommt in 256KBit AAC runter und ist signiert (mit dem Namen in der Rechnungsadresse eures Zahlungsmittels), unabhängig vom vorherigen Format 128 und 320KBit MP3. Die Metadaten bleiben bis auf die Signatur identisch (inkl. Play und Skip Count, Rating etc.).
  • Uploaded: Die Datei kommt so runter, wie sie hochgeladen wurde. Keine Signatur, gleiche Qualität, die Metadaten sind identisch (inkl. Encoder und Kram).

12. Was passiert wenn ich Match auf meinem iOS-Gerät aktiviere?

Eure Library wird gelöscht und ihr dürft alles über’s Netz, das ihr hören wollt neu herunterladen. Batch-Download geht album- oder playlistweise. Die Lieder sollten beim Status Uploaded also in der Originalbitrate runtergeladen werden, alles andere (Matched, Purchased) in 256KBit - die Option der Reduktion der Bitrate kann dann nicht mehr verwendet werden. Ein lokaler Sync der Musik über USB oder WLAN ist dann nicht mehr möglich. Alles andere kann weiterhin lokal synchronisiert werden.

13. Kann ich Lieder auf meinem iOS-Gerät löschen?

Ja, aber wie in iTunes nicht aus einer Playlist heraus. Ansonsten geht es album- und songweise aus den anderen Ansichten heraus über die Swipe-Geste auf dem Lied oder dem Album. Die gesamte Musik lässt sich löschen über: Einstellungen → Allgemein → Benutzung → Musik auswählen, dann die Swipe-Geste ausführen. (Danke @ilikeapfelmus und @seagers)

14. Wie funktioniert das automatische Löschen?

Wenn euer Gerät voll läuft, fängt iOS wohl das selbstständige Löschen an. Gelöscht wird wohl nach dem was ihr schon lange und wenig gehört habt.

15. Funktionieren Smart Playlists auf iOS?

Ja, mit Einschränkungen. Limits (max. 25 Lieder z.B.) funktionieren nicht. Ob “zuletzt gespielt am” und Play/Skip Counts synchronisiert werden ist unklar. Einige Leute sehen es, andere nicht. Ratings werden synchronisiert. Ob es noch weitere Einschränkungen gibt, ist mir unbekannt. In iTunes funktionieren die Listen normal, aber unter iOS kann man dann Playlists wie die obigen komplett vergessen. (Danke @hessi und @tschookki)

16. Ist ein Ersatz für Spotify- oder andere Streaming-Dienste? Ich will doch Platz auf meiner Platte frei schaufeln oder meinem iOS-Device.

Ja und nein. iTunes auf einem Computer betreibt scheinbar echtes Streaming, allerdings müssen die Dateien einmal vorhanden gewesen sein für den Matching-Prozess. Ein automatisches Löschen für heruntergeladene Dateien gibt es aber wohl nicht.

Außerdem sollte man dran denken, dass wohl alle Dateien weg sind, die man nicht lokal lagert, wenn iTunes Match ausläuft. Daher ist es wohl geraten die komplette Musik min. einmal vorrätig zu halten.

Allerdings bedeutet das auch, dass man z.B. bei Computern mit kleiner Festplatte, die komplette Library auf einer externen Platte halten kann und dann unterwegs eine zweite Library anlegt (unter OS X iTunes mit alt gedrückt starten und eine neue kreieren). Bei der zweiten Library wird nur gestreamt bzw. nur ein Teil der Musik runtergeladen. Dank iTunes Match findet trotzdem eine Synchronisation statt.

Unter iOS wird die Datei runtergeladen und während sie runterlädt wird angefange abzuspielen. Das Abspielen setzt erst dann ein, wenn genug von der Datei runtergeladen wurde.

17. Was passiert wenn Match ausläuft?

iTunes Match lässt sich nicht mehr aktivieren, alle nicht lokal gespeicherten Songs werden gelöscht. (Danke @tblar)

18. Werden Lyrics synchronisiert?

So wie es aussieht, werden Lyrics nicht synchronisiert. (Danke Sebastian)

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MacBook Air 13" 2011 - ein Bericht

Heute kam es zu einem kurzen Chat auf Twitter weil @phildav sein neues MacBook Air ausgepackt hat und @mercurix gerne einen Erfahrungsbericht hätte. Ich habe mein MacBook Air auch erst vor ca. zwei Wochen erhalten und anstatt die Erfahrungsberichte auf dem Metaebenen-Hörerstammtisch am Sonntag auszutauschen, schreibe ich hier schon mal meine Gedanken nieder.

Kurzfassung: Es rockt.

Langfassung: ich glaube ich erzähle erstmal woher ich komme und das hier wird wohl ein längerer Blog-Post.

Bei meinen Eltern hatten wir mal einen Highend-286er mit Hercules-Graphikkarte, aber danach war es eigentlich immer recht rückständig, was Rechner anging. Mein erster eigener Rechner war dann ein Subnotebook von irgendeinem No Name-Hersteller. Sehr leicht, Batterielaufzeit war nicht prächtig aber ok für 2001 und der CD-Brenner extern. Und wenn ich mich richtig erinnere war es ein Mobile Pentium III mit 1GHz und das war glaube ich damals fixer als der Nachfolger. Aber so ganz bekomme ich das nicht mehr zusammen. Windows 98SE war das Betriebssystem der Wahl. Mit Linux hatte ich schon öfter mal rumgespielt, aber für die Prime Time war es für mich noch nichts. Leider hielt die Maschine nicht so lange, wie ich mir das gewünscht habe und so brauchte ich einen neuen Rechner. Das war dann eine selbstgebaste Kiste, die als einziges Ziel hatte möglichst billig zu sein. Unter 300€ mit DVD-Brenner, das Celeron-Äquivalent von AMD, der Monitor kam später gebraucht von nem Kumpel. Windows 2000 wegen der besseren Unterstützung von Japanisch war damals angesagt und ab und zu mal ein Boot nach Linux. Wobei das auch immer öfter wurde.

Als nächstes kam ein Kumpel, der hobbymäßig defekte Thinkpads auf ebay kaufte und sie dann zu einem funktionierendem zusammenwarf. Dem kaufte ich so eine Kiste ab, ein T20. Tolle Maschine. Ich hab großen Respekt vor den Thinkpads, die IBM damals baute. Wirklich tolle Maschinen. Da kam dann Linux only drauf. Und weil ich zu der Zeit nicht studierte, sondern Vollzeit arbeitete um mir meinen Japanaufenthalt zu finanzieren, hatte ich in den langweiligen Nachtschichten viel Zeit um mir die Kiste mit Bleeding Edge-Kram regelmäßig zu zerschießen. Viel Bastelei und viel gelernt. Und dann wurde sie mir leider gestohlen. Das regt mich immer noch auf, wenn ich drüber nachdenke… :(Und dann suchte ich eine Maschine, die für den Japanaufenthalt geeignet sein sollte. Klein (12" - Widescreen war Ende 2003/Anfang 2004 noch nicht so weit verbreitet), nicht allzu schwer, ordentliche Batterielaufzeit, weltweite Garantie, muss unter 1.000€ kosten und das Linux soll ohne Hürden sofort laufen. Damals hatte ich schon länger mit Sehnsucht auf Macs geschaut. Die UI war einfach schön und die Nachbauten in KDE kamen da einfach nicht ran.Und das iBook G4 12" 800 MHz war damals einfach der Laptop der alle meine Kriterien erfüllte. Tolle Batterielaufzeit für die Größe, weltweite Garantie, die kaum ein Hersteller hat(te?), max. 1000€ (wenig für die Größe damals) und es gab zwar kein Linux aber ein Betriebssystem mit *nix-Unterbau, das auch noch toll aussah. Yellow Dog Linux habe ich übrigens versucht zum Laufen zu bekommen, war aber nicht erfolgreich.Als ich irgendwann den RAM von 256 MB auf 768 MB aufrüstete, hatte ich das erste und einzige Mal wirklich das Gefühl, dass das Aufrüsten von RAM so richtig was brachte. Es war ein riesiger Sprung.

Leider hatte ich ein Montagsgerät - am Ende hatte es glaube ich 3 oder 4 LogicBoards und 4 SuperDrives in sich gehabt. Da es in Japan rumzickte und ich aus irgend einem mir heute unverständlichen Grund nicht in den AppleStore in der Ginza gefahren bin, habe ich mir ein Toshiba Libretto L5 gekauft. Eine super interessante Maschine. Ein Transmeta Crusoe mit 800 MHz (na, wer kann sich an den Prozessor noch erinnern?), ein 10,5"-Widescreen-Display mit einer Auflösung von 1280x600 (das sind ca. 135 PPI und das 2002!). Das Neuinstallieren eines OS stellte sich als etwas problematisch heraus - Festplatte ausbauen, in einen anderen Laptop einbauen, Linux drauf und dann wieder zurückbauen. Den Ethernetanschluss musste ich mir über eine PCMCIA-Karte hinzukaufen. Der Mensch im Computershop konnte mir leider nicht sagen, welcher Chipsatz verwendet wird. Aber zumindest in den großen Computerläden in Japan haben die Leute, denen man Fragen stellen kann, eine Hotline bei der sie anrufen können, wenn ihnen der Rat ausgeht. Tolle Sache.

Nun ja, das Libretto kam jedes Mal zum Einsatz, wenn das iBook in Reparatur war. Irgendwann wurde mir das iBook umgetauscht auf ein iBook G4 mit 1,2GHz, aber auch das gab dann nur wenige Monate nach Garantieende den Geist auf. Eine Lötstelle Nähe der Graphikkarte war vermutlich gebrochen, ein häufiger Fehler bei den Dingern.

Ende 2006 hatte ich mir dann einen iMac 17" mit Core2Duo gekauft, da ich gerne zu meinem iBook eine schnelle Ergänzung für zu Hause wollte. Außerdem wurde für die Uni Windows wichtig, da in den Statistik-Veranstaltungen eine Windows-Software ohne Mac-Ersatz verwendet wurde und ich auch zu Hause damit arbeiten wollte. Auch eine sehr schöne Maschine. Irgendwann wurden ihre 2GB auf 3GB aufgerüstet, aber das machte nur einen geringen Unterschied. Externe Festplatten sollten die interne 250GB-Platte später unterstützen und ein gebrauchtes 19"-Display kam dann auch noch dazu.

Anfang 2009 entschied ich mich dann doch wieder einen Laptop zu kaufen. Diesmal war es ein MacBook Air. Revision B (MBA 2,1) mit der NVIDIA-Graphik und Festplatte. Die SSD machte damals 500€ Aufpreis aus. Und oh Mann habe ich mich geärgert, als die Kisten sechs Monate später ca. 500€ im Preis fielen. Das ist die einzige Maschine, die ich in meiner gesamten Zeit in der ich einen Computer besaß als Fehlkauf interpretieren würde.Die Maschine war aufgrund ihrer lahmen Festplatte immer relativ langsam. Wenn ich das Air nur als bessere Schreibmaschine benutzt hatte, war es ok, aber das war es auch. Die “echte” Batterielaufzeit war mit 2,5h - 3h relativ kurz und irgendwie war das alles nicht so der Bringer. Als ich einmal meinen iMac für ein - zwei Wochen meinen iMac verliehen hatte, war es gerade so erträglich. Das MacBook Air war ein toller Zweitrechner, aber als Primärrechner untauglich meiner Meinung nach. Dazu kam, dass ich weitaus weniger als geplant den Laptop mit mir rumtrug. Nun ja, jetzt hab ich ihn meiner Freundin gegeben und sie ist sehr zufrieden damit. Sie hatte davor ein MacBook Pro 15", auch Late 2006 - na ja, an sich mein iMac nur als Laptop. Und der hat ne Menge rumgezickt und wurde nie richtig repariert.

Dieses Jahr habe ich mir dann für meinen iMac, der inzwischen fünf Jahre auf dem Buckel hat, eine 128GB-SSD besorgt. Nach dem Einbau, konnte man aber auf einmal die Lüfter deutlich hören. So richtig konnte ich das nicht fixen. Und dann war auf einmal der CPU-Lüfter auf einmal der Meinung regelmäßig zu melden, dass er sich nicht mehr drehen würde. Die Reaktion des Rechners war natürlich sich in einen Staubsauger zu verwandeln. Und das war nicht tragbar. Also wurde der Kauf von einem MacBook Air 13" vorgezogen. Eigentlich war das erst für Januar geplant, nun ja jetzt ist es halt schon im September da.

Warum ein MacBook Air und kein MacBook Pro? Das DVD-Laufwerk brauch ich selten und wenn ich es mit mir rumtrage, dann ist das nur zusätzlicher Ballast. Die zusätzlichen Ports sind ganz nett, aber mir reichen auch die zwei USB-Ports. Hauptsache die Kiste ist leicht. Das war mir bei einem Laptop schon immer das wichtigste. Und schon von meinem alten MacBook Air wusste ich, dass das Beste an dem Teil ist, dass ich es in die Tasche packe und es sich weder vom Platzverbrauch, noch vom zusätzlichen Gewischt so anfühlt, als ob ich einen Laptop dabei habe.

Warum ein 13", wenn es doch möglichst leicht sein soll? Da habe ich lange herumüberlegt und bin zu folgendem Schluss gekommen. Wenn das MBA nur ein Zweitrechner sein soll, und man zu Hause einen iMac o.ä. rumstehen hat, ist das 11" die bessere Wahl. Soll es jedoch der einzige Rechner sein, spielt die Auflösung eine wichtige Rolle und da will ich die 1440x900 haben. Für eine tagtägliche Nutzung sind mir die 768 Pixel vertikal einfach zu wenig.

Und nun sitze ich hier mit einem MacBook Air 13" mit i5-Prozessor und 128 GB. Angeschlossen daran ein aktiver 7-Fach-USB-HUB und daran nochmal ein aktiver 4-Fach-USB-Hub. An dem 7-Fach-USB-Hub hängen zwei externe 1TB-Festplatten, ein Scanner, das Kabel für’s iPhone und der 4-Fach-USB-Hub aktuell. Die Platten und der große Hub sind unter’m Tisch, die Kabel werden alle durch so Kabelführungslöcher durch die Gegend geführt und alles inkl. sämtlicher Stromkabel liegt in einem Kabelkorb unter dem Tisch. Der 4-Fach-Hub steht oben auf dem Tisch, wenn ich meine PSP, meinen Kindle oder z.B. Joypads anschließen will, sprich ein paar mehr USB-Ports auf dem Tisch haben will.Die iTunes-Bibliothek liegt auf einer der externen Platten. Und alles an großen Daten liegt auf den externen Platten.

Wie sind meine Erfahrungen bis jetzt? Es ist eine großartige Maschine. Sie ist unwahrscheinlich schnell. Handbrake ist drei - viermal so schnell gegenüber dem iMac. Alles fühlt sich rund und flüssig an. Die Lüfter drehen selten auf und selbst dann ist es eher ein Rauschen als ein Pusten.  Außerdem haben sie ein Problem gelöst, das mich bis jetzt bei jedem Laptop und Netbook gestört hat. Wenn die Kisten wärmer werden, wird die Handablage und die Tastatur warm. Und es nervt mich tierisch, wenn die Tastatur warm wird. Aber irgendwie hat es Apple geschafft, das selbst bei großer Last und hohen Temperaturen die Flächen, wo sich die Hände und die Finger aufhalten kühl bleiben. Na ja, nicht kühl, aber unter 37°C. Super Sache.

Die Auflösung ist hoch genug, dass ich einen Text-Editor und eine PDF nebeneinander haben kann, genauso wie auf meinem 17"-iMac.

Eine Schwachstelle hat das MacBook Air jedoch: es gibt keinen Line-In, aber den brauche ich nur selten. Für den Retrozirkel benutze ich ein USB-Mikrofon und das ist auch so mit das einzige, wofür ich nen Line-In brauche.

Die Akku-Laufzeit ist lang, aber ich konnte sie noch nicht wirklich austesten. Flash senkt sie aber rapide. Na ja, für Flash benutze ich Chrome, für alles andere Safari. Das spart Strom.

Die Tastatur ist gut wie immer, das Trackpad ist angenehm groß. Besser als das Multitouch-Trackpad vom alten MacBook Air. Aber leider zu klein für einige Lion-Gesten (5-Finger-Pinch, vor allem wenn man etwas mit einem Finger “festhält”, das man gerade draggt), da ist mir das Magic Trackpad lieber.

Aktuell versuche ich nur mit dem internen Display klar zu kommen und lasse das externe Display aus. Ich habe festgestellt, dass ich mich besser konzentrieren kann, wenn ich nur das eine kleine Display vor mir habe. Es lässt sich besser damit arbeiten. So richtig begründen kann ich es aber nicht.

Ich hab den Laptop erst zwei Wochen, aber ich würde sagen, dass es der beste Computer ist, den ich je besessen habe. Bei der Aussage beziehe ich Zeit und Umstände mit ein. Schließlich ist ein Laptop von 2011 grundsätzlich einer Kiste von 2003 überlegen. Hardwaretechnisch liegt es selbst vor dem T20, das bis dahin meine liebste Maschine war. Es ist schön wieder nur einen Rechner zu haben und nicht mehrere. Weitaus weniger Stress zwecks Synchronisation. Zu Hause benutze ich das Air viel stationär wegen der externen Platten, aber auch wenn ich mich damit rumbewegen will, macht der Akku nicht gleich schlapp und es wird auch nicht zu heiß.Ich find’s toll und störende Punkte, bis auf den Line-In habe ich auch noch nicht gefunden.

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Was mach ich mit den alten Rechnern?

Achtung: First World Problems ahead!

Wenn alles nach Plan verläuft, sollte ich in den nächsten Wochen ein MacBook Air 13" in den Händen halten.

Nun hab ich ein Problem. Was mach ich mit meinen alten Rechnern?

Zur Zeit sieht es so aus. Wir haben hier ein MacBook Air Rev. B mit Festplatte, das meine Freundin bekommt. Sie hat aktuell ein fünf Jahre altes MacBook Pro, das inzwischen sehr laut lüftet und sofort ausgeht, wenn der Strom getrennt wird (nein, der Akku und das Netzteil sind es nicht…und ja, ich bin mir sicher). Ich selber habe einen 17"-Intel-iMac. Der hat die Macke das er laut lüftet und vermutlich hat der Sensor des CPU-Lüfters eine Macke. Das Gehäuse sitzt oben nicht mehr 100% (es hakt nicht 100% ein aber das stört nicht). Den CPU-Lüfter umzubauen ist mir zu heiß. Im iMac ist außerdem eine SSD.

Der Plan ist einen der beiden Rechner als Küchenrechner zu benutzen. Kochrezepte, Musik etc. In den soll auch die SSD. Zur Zeit favorisieren wir das MacBook Pro als Küchenrechner. Strom kann es da immer haben.

Aber was mach ich mit dem anderen? Über eBay verkaufen will ich nicht, da ich eBay nicht mag. Ich geb ihn auch gerne weiter an jemand “Bedürftiges” für nen geringen Betrag (und wenn’s nen guten Grund gibt sogar kostenfrei), der sich auch zutraut selber Reparaturen vorzunehmen. Da fällt mir spontan aber niemand ein.

Ansonsten Vorschläge was ich damit machen könnte?

Review: Beyerdynamic MMX 101iE

Update: Seit dem Kauf wurden die Kopfhörer jetzt zweimal ausgetauscht wegen Kabelbruchs. Das erste Mal sind sie Ende August kaputt gegangen (hielten also etwa 1,5 Monate), das zweite Mal Anfang Dezember (also 2 - 3 Monate) und jetzt sind sie wieder defekt (1,5 Monate). Da werde ich wohl mein Geld zurückverlangen und mich nach einem anderen Produkt umsehen.

Update: Ich bin begeistert. Innerhalb von wenigen Tagen (weniger als einer Woche) wurde mir der Kaufbetrag inkl. der Kosten für das Einschreiben zurückerstattet. Toller Service.


Wie gewünscht ein kurzes Review der Beyerdynamic MMX 101iE (In-Ear-Kopfhörer) und warum ich diese und keine anderen Kopfhörer gekauft habe. Ich bin nicht audiophil und akkustisch reichen mir auch die Apple-Kopfhörer. Natürlich ist es schön, wenn Kopfhörer auch Bass haben. Benutzt habe ich die Beyerdynamic mit einem iPhone 3GS, einem Late 2006 iMac 17" und einem iPod Shuffle 2. Generation.

 

Beyerdynamic MMX 101iE Bildquelle: Beyerdynamic.de - http://www.beyerdynamic.de/shop/media/catalog/product/cache/2/image/x218/040ec09b1e35df139433887a97daa66f/m/m/mmx101_3c.jpg

Die Beyerdynamic sind klangtechnisch klasse. Ein sehr ausgewogenes Klangbild, ordentliche Bässe aber nicht zu starke Tiefen, die Höhen stimmen auch. Ein Nachjustieren über den Equalizer ist für mich jedenfalls nicht nötig.

Die Umwelt hört die eigene Musik nicht mit. Die Kopfhörer sitzen gut, könnten aber besser sitzen. Dafür müsste ich dann aber wohl nochmal 120€ zahlen, um eine Anpassung für meine Ohren zu bekommen. Die Kabel sind recht steif, die Verstärkungen an der Klinke und an der Stelle, an der sich die Kabel teilen sind verstärkt um Kabelbruch entgegenzuwirken.

Die Fernbedienung entspricht von der Funktionalität der Fernbedienung, die beim iPhone 3G beilag. Also nur ein Knopf, kein lauter und leiser stellen. Funktionieren tut sie einwandfrei. Beim Telefonieren war die Gegenseite etwas “zu weit weg” akkustisch. Beschwerden über die Sprachqualität auf meiner Seite gab es nicht.

Bestellt habe ich die Kopfhörer direkt bei Beyerdynamic im  Webshop. Geliefert wurde schnell, beigelegt waren noch zwei CDs, in die ich aber noch nicht reingehört habe. Die Lieferung (für ca. 5€ Porto) ging schnell, aber es war langsamer als bei einer Bestellung über Amazon.

Warum nun die Entscheidung für diese Kopfhörer und nicht für ein  Modell anderer Hersteller? Die Beyerdynamic sind die einzigen In-Ear-Kopfhörer, im Preisbereich bis 100€, bei denen ich ausschließlich gute bis sehr gute Reviews zum Klang gelesen habe. Bei anderen gab es irgendwo immer etwas zu bekritteln. Der Klinkenstecker ist L-förmig und geht nicht grade hoch, wie bei anderen Kopfhörern. Dadurch ist die Gefahr für einen Kabelbruch schon einmal reduziert. Zusätzlich sind es die einzigen Kopfhörer bei denen explizit beworben wird, dass sie Verstärkungen gegen Kabelbruch haben. Die Kabelbrüche bei den Apple-Kopfhörern alle drei Monate sind mir leid. Bei anderen Herstellern halten bei mir Kopfhörer im Schnitt 6 Monate (bis auf ein bestimmter Sony-Kopfhörer, der mehrere Jahre ausgehalten hat und leider kein ordentliches Nachfolgemodell hat). Ich hoffe, dass die Verstärkung hilft.Und als letztes ist Beyerdynamic die einzige Firma bei der ich die Garantiebedingungen schnell und einfach auf der Webseite finden konnte. Bei keinem anderen Hersteller ist mir das so wirklich gelungen.

Also toller Klang, sitzen gut, Fernbedienung funktioniert, L-förmige Klinke, Kabelbruchprävention und Garantiebedingungen findet man auch.

Ca. 100€ im Internet.

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Digitale Zeitschriften…so nicht…

Es gibt eine britische Zeitschrift namens Retro Gamer, die meiner Meinung nach mit eines der besten Magazine ist, die ich je gelesen habe. Leider ist der Import relativ teuer und ne Menge alte Ausgaben sind vergriffen. Eine digitale Version wird natürlich nicht angeboten. Aber…Trommelwirbel…es gibt eine iPhone/iPad-App. 1,59€ und die aktuelle Ausgabe ist inklusive. Also gekauft und mit der Erwartung, dass das wohl für iPhone und iPad optimiert ist.

Pustekuchen. Ich habe kein iPad, sondern nur ein iPhone. Vom Goodreader weiß ich, dass PDFs halbwegs funktionieren können. Aber diese Anwendung der Firma Pixelmags ist ziemlicher schrott (zumindest auf dem iPhone). Zoom auf Textstellen funktioniert nicht, der Text wird nicht immer scharf gerendert, Copy und Paste funktioniert nicht etc. Also den iPhone Explorer angeworfen und nachgeschaut, ob man die PDF rausziehen kann aus der App. Ja und nein. Die PDF ist keine PDF, sondern eine Zeitung ist ein Ordner mit einer Sammlung von JPGs. Jede Datei ist dreimal vorhanden - small, medium und large. Kein Wunder, dass das nicht ordentlich funktioniert.

Dazu kommt eine search_term.plist und eine Datei namens “keyfile”.

Dann mal alles auf den Rechner gezogen und wie die Datei keyfile vermuten lässt ist alles verschlüsselt. XCode öffnet die search_term.plist nicht weil sie korrupt sei, die JPGs können auch nicht geöffnet werden. So soll es sein. Danke Imagine Publishing und Pixelmags. Ihr wisst wie man Kunden zufrieden stellt.

Die Preise sind fair - 4€ pro Ausgabe und die Abos sind auch günstig, wenn man außerhalb der Vereinigten Königreiche lebt, aber so geht das nicht. Es macht keinen Spaß dieses tolle Magazin auf dem iPhone zu lesen, etwas rauskopieren kann ich auch nicht. Was soll das? Ich will den Kram auf jedem meiner Geräte lesen können; wenn’s eine PDF sein muss, ok. Aber JPGs? Nichts mit Durchsuchen, nichts mit kopieren von Textstellen? Und dann auch noch alles mit DRM verpackt, damit der Kunde auch gar nichts damit anfangen kann? WTF? aufreg

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Kindle FAQ

Regelmäßig erreichen mich Fragen zum Kindle bzw. dessen Benutzung (im Sinne von Best Practices). Ich versuche sie hier alle zusammenzutragen und ausführlich zu beantworten.

 

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Kann der Kindle mit ePub umgehen?

Aktuell (Juni 2011): Nein; kommt aber vielleicht. Der Kindle kann mit mobi umgehen und ausschließlich mit dem DRM von Amazon. Wenn man sich ebooks also außerhalb von Amazon kauft, sollten diese DRM-frei sein. Es lässt sich aber so ziemlich alles nach alles umwandeln.

Kann der Kindle mit PDFs umgehen?

Ja. Aber das will man eigentlich nicht. Für das Lesen von PDFs sollte es dann schon ein Kindle DX oder ein iPad sein. Falls es doch sein muss, benutzt man am Besten den “Landscape”-Mode des Kindle und hat dann PDFs im Din A4/Letter-Format in brauchbarer Größe. Eine Seite benötigt dann zwei “Kindle-Seiten”. Auf einem Kindle der dritten Generation geht das Scrollen erträglich schnell, aber schön ist es nicht. Ich würde es eher als Notlösung beschreiben.

Wie verwaltet man am Besten seine eBooks?

Ich benutze zur Verwaltung Calibre. Das ist wie iTunes für eBooks, nur hässlicher und langsamer - und das ist ernst gemeint. Aber eine bessere Alternative habe ich noch nicht gefunden. Ein paar Tipps und warum das Programm doch ganz praktisch ist, gibt es weiter unten.

Wie bekommt man seine Bücher am Besten auf den Kindle, wenn sie nicht bei Amazon gekauft wurden?

Entweder per USB oder per E-Mail. Der Kindle wird von Rechnern als Massenspeicher erkannt. Dann werden einfach die gewünschten Bücher ins Documents-Verzeichnis kopiert. Jeder Kindle-Kunde bekommt eine Kindle-Mail-Adresse von Amazon um Dinge an seinen Kindle zu schicken. Für Kindle der dritten Generation gibt es auch eine @free.kindle.com-Adresse. Über diese Adresse erreichen einen nur Sachen, wenn man sich in einem WLAN befindet. Dafür ist die Zustellung gegenüber der @kindle.com-Adresse kostenfrei.Calibre kann auch sehr schön per USB oder E-Mail Sachen zustellen. Hat man in Calibre eine ePub und weist es an, die ePub an den Kindle zu übertragen, wird sie automatisch nach mobi umgewandelt.

Wie wandelt man am Besten seine Bücher um?

Wenn die Bücher schon in Calibre sind, kann man einfach Calibre nutzen. Das wandelt so ziemlich alles DRM-freie nach mobi.

Das Umwandeln von ePubs, die noch nicht in Calibre sind, ich aber jetzt auf dem Kindle haben will,  erledigt bei mir in der Regel kindlegen. Ein plattformübergreifendes Kommandozeilentool von Amazon, das einfach zu bedienen ist und seinen Job sehr schnell erledigt (vor allem schneller als Calibre). Wenn es mal Probleme gibt, weil Metadaten fehlen benutze ich Sigil. Dieses kann recht einfach Metadaten nachtragen.

Wenn ich selber eine mobi erzeugen will aus einem Text den ich vor mir habe, benutze ich eine Reihe an Tools. Erst formatiere ich den Text mit Markdown. Dann wird er mit Hilfe von pandoc nach ePub umgewandelt und dann geht’s per kindlegen in Richtung mobi. Das ist der schnellste Weg, den ich bisher gefunden habe um einen Rohtext ordentlich formatiert nach mobi zu bekommen. Damit habe ich die reinen Hintergrundteile von Sunward (geschätzt etwa 140 Seiten Text) nach mobi umgewandelt.

Wie funktioniert Instapaper mit dem Kindle?

Instapaper bietet die Möglichkeit an die 20 neuesten Artikel an den Kindle zu schicken. Diese werden im Format eines Magazins gesendet. Der Vorteil besteht darin, dass man ein schönes Inhaltsverzeichnis hat. Der Nachteil, dass Magazine nach und nach automatisch gelöscht werden. Nach einer gewissen Anzahl von Instapaper-Magazinen werden diese automatisch vom Kindle gelöscht.

Es besteht aber die Möglichkeit in den Eigenschaften eines Magazins (Cursor rechts auf dem Kindle) die Option Keep this Issue auszuwählen. Dann wird es nicht mehr von der automatischen Löschung betroffen.

Die Magazine lassen sich auch automatisch jeden Freitag automatisch zustellen per E-Mail. Leider funktioniert dies in letzter Zeit sehr unzuverlässig.

Für Subscriber bei Instapaper gibt es seit Neuestem auch ein “Send to Kindle”-Bookmarklet. Damit wird die aktuelle Webseite direkt an den Kindle per E-Mail geschickt über den Instapaper-Service. Funktioniert einwandfrei.

Achtung: Die versendeten Artikel werden nicht archiviert oder sonst wie markiert.

Wie benutzt du Instapaper mit dem Kindle?

Ich habe immer mein iPhone bei mir. Wenn ich auf dem Kindle Instapaper-Sachen lese, markiere ich sie nachdem ich sie gelesen habe auf dem iPhone als gelesen (archiviere sie) und gebe dem Artikel ggf. ein “like” oder schicke ihn nach Twitter. In letzter Zeit benutze ich immer häufiger das “Send to Kindle”-Bookmarklet. Erst schicke ich den Artikel zum Kindle, dann nach Instapaper (das passiert nicht automatisch mit dem “Send to Kindle”-Bookmarklet). Je nach Situation lese ich dann auf’m Kindle oder auf’m iPhone. Falls ich auf’m Kindle lese, wird bei nächster Gelegenheit auf dem iPhone archiviert, ein Like gesetzt o.ä. Lese ich auf dem iPhone, lösche ich den Artikel bei nächster Gelegenheit vom Kindle.

Gibt es Vorteile Bücher im Kindle-Store zu kaufen?

Oh ja. Wenn man sich im Amazon-Wunderland aufhält sind die Wiesen definitiv grüner. Dann werden bei Netzzugang die Leseposition, Markierungen, Notizen etc. synchronisiert und können auf anderen Kindle-Anwendungen (z.B. auf dem iPhone) zurücksynchronisiert werden. Z.B. hatte ich heute meinen Kindle vergessen, hatte aber mein iPhone mit der Kindle-App dabei. iPhone gezückt, kurz synchronisiert und ich konnte weiterlesen, wo ich war in meinem Buch. Zu Hause wieder angekommen, den Kindle ins WLAN gehängt und weiter ging es an der Stelle, an der ich aufgehört hatte.

Was kann Calibre noch so tolles?

Calibre kann Metadaten autovervollständigen, in der Masse bearbeiten, abstrahiert das Dateisystem wie es iTunes tut, man kann Bücher bewerten und vieles vieles mir. Außerdem hat es ein Feature namens Recipes, mit denen man Webseiten von Tageszeitungen oder andere Webseiten wie Magazine lesen kann. Ein Feature, dass sich jeder ansehen sollte.

Ist der Kindle etwas für mich?

Schwer zu sagen. Ich würde den Kindle nur jemandem empfehlen, der auch gerne Bücher liest - sowohl Belletristik als auch Sachbücher. Alles was es jetzt schon in S/W gibt, kann der Kindle in der Regel auch sehr gut darstellen. Nur für Instapaper, RSS-Feeds o.ä. ist man damit schlecht beraten. Zusätzlich zu Büchern hat man mit einem Kindle noch die Möglichkeit Instapaper oder die Recipes aus Calibre zu nutzen, aber allein dafür sollte man ihn nicht kaufen.

Wenn man nicht gerne auf Englisch lesen will, sollte man sich vorher eine Liste von Büchern machen, die man gerne lesen will und diese im deutschen Kindle-Store überprüfen. Meine letzte Stichprobe (Ende Mai 2011) ergab ein 3 aus 8. Im englischsprachigen Bereich habe ich aber bis jetzt eine Trefferquote von nahezu 100% gehabt.

Zur Qualität der Bücher muss ich sagen, dass ich bis jetzt gute Erfahrungen bei Amazon gemacht habe. Ein einziges Buch sah aus wie ein Scan und verwendete nicht den Kindle-Standardfont. Dadurch war der Kontrast gemindert, alle anderen Funktionen waren nicht beeinträchtigt.

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