Posts in "Rechnerkram"

BusyCal und egroupware

Als die letzte MobileMe-Verlängerung anstand, überlegte ich, ob ich den ganzen Sync-Kram nicht auch die günstiger über die Bühne kriege. Für Dateien nehm ich Dropbox, für Bookmarks browsereigenen Sync oder xmarks (und mit dem iPhone über iTunes), Adressen, Kalender und Mail bei Google. Damit die Kalender richtig ordentlich funktionieren habe ich mir BusyCal zugelegt. Und nachdem, was ich bis jetzt von iCal aus 10.7 gesehen habe, habe ich einen weiteren Grund glücklich über meine BusyCal-Lizenz zu sein.

Zum eigentlichen Thema: Gestern und heute versuchte ich einen Caldav-Kalender von egroupware einzurichten unter BusyCal. Unter iCal funktioniert es ohne weitere Probleme, auch auf dem iPhone. Es gibt zwar nur einen Kalender und Farben werden nicht synchronisiert, aber das sind Einschränkungen mit denen ich in diesem speziellen Fall leben kann.

Leider scheint egroupware Caldav nicht 100% nach Standard umzusetzen, wodurch BusyCal nicht so recht damit syncen will. Der Support von BusyMac hat immer schnell und freundlich geantwortet. Leider war die finale Antwort, dass sie nichts unterstützen, was nicht 100% dem Standard folgt. Ich hoffe nicht, dass BusyMac je auf die Idee kommt, einen Mail-Client zu entwickeln…

Aber für Google Calendar (und wohl auch inzwischen MobileMe) ist BusyCal toll. Insbesondere die Möglichkeit sich zwei Wochen auf einmal ansehen zu können und dass Kalender von Google im System wie lokale Kalender auftauchen.

Flattr this

SSD-Upgrade

Mein Hauptrechner ist ein 4,5 Jahre alter 17"-iMac. Noch so ein schönes weißes Gerät und wohl die kleinste Kiste auf der noch Mac OS 10.7 aka Lion laufen wird. Ein Core2Duo mit 2GHz, 3GB RAM, X1600 mit 256 MB VRAM, ehemals 250 GB Festplatte und SATA-1. Für heutige Verhältnisse recht schmalbrüstig aber ehrlich gesagt, läuft der Rechner immer noch wie eine 1. Das erste Mal, dass ich einen Rechner besitze bei dem ich nach fast fünf Jahren nicht das Gefühl habe, dass er alt und schäbig ist, sondern vollkommen ausreicht.

Mein iMac

Die Geschichten, dass SSDs das Gras grüner machen, waren mir bekannt aber den Unterschied konnte ich selbst noch nie spüren. Vor kurzem hatte ich dann ein paar SSDs beruflich verbaut und selbst unter Windows XP gab’s doch nen ordentlichen Unterschied zu spüren. Vor kurzem ist es dann möglich geworden, mir eine SSD zuzulegen. Geworden ist es eine Crucial C300 mit 128 GB, dazu ein Rahmen von OCZ um sie zu 3,5" kompatibel zu machen und ein SATA-Dock von Sharkoon (Quickport Combo) um meine alte Festplatte einfach weiterverwenden zu können. Das Tolle an dem Dock: es spricht nicht nur SATA, sondern hat auch einen Anschluss für IDE-Festplatten und gleich auch alle Kabel für 3,5" und 2,5"-IDE-Festplatten dabei.

iFixit hat natürlich für so eine alte Kiste auch die passende Anleitung. Wie immer bei Apple-Geräte war ich ein wenig unsicher, wie gut das Aufmachen ohne Gehäuse-Beschädigung und ähnliches klappt. Meine Sporen hatte ich mir vermutlich aber schon mit erfolgreichen iBook G4-Reperaturen mit gefühlt 2000 Schrauben verdient.

Das Gerät aufzumachen war ein wenig Fummelei, ging aber. Die Stecker für Webcam und Mikro reißen auch nicht so schnell wie gedacht.

iMac offen

Das Display-Panel durch die Gegend zu bewegen und wieder die Sorge z.B. das Inverter-Kabel zu beschädigen, waren da gefühlt schlimmer. Keinen Dunst wie empfindlich der Kram ist. Ein paar Schrauben später, kam ich dann auch bei der Platte an, und da begann dann dank OCZ der wirkliche Spaß.

Die Festplatte des iMac ist natürlich nicht in einem Standardrahmen befestigt. Die Befestigung besteht aus einem Plastikteil, das die Festplatte einhängt und vermutlich die Schwingungen vom Gehäuse entkoppelt. Auf der anderen Seite sind zwei kopflose Schrauben, die in eine Gummibefestigung reingedrückt werden. Eine 3,5"-Festplatte hat auf beiden Seiten 3 Bohrungen (Vorne, Mitte, Hinten). Der OCZ-Rahmen verlängert eine 2,5"-Platte nur auf die Bohrungen Vorne und Mitte. Rahmen, die nicht in 08/15-Gehäusen stecken, benutzen aber anscheinend eher die Bohrungen vorne und hinten. Zumindest kenn ich das auch so von Dell-Desktops, die für das einfachere Entfernen extra Vorrichtungen haben. Zum anderen sind die Bohrungen bei dem Rahmen minimal kleiner als die Standardbohrungen von Festplatten, wodurch die Schrauben vom iMac nicht passen. Die mitgelieferten vom Rahmen passen natürlich, aber was hat sich bloß der Rahmenentwickler gedacht, dass er nicht die Standardgröße genommen hat?

Nun ja, einen Tag später ging es dann in ein Conrad, einen Computer-Bastelladen und ein K&M. Die erste erschreckende Entdeckung: In keinem der Läden, konnte ich den Leuten problemfrei klar machen, was ich eigentlich haben will. Im Conrad wollte man mir wieder einen Rahmen verkaufen, konnte mir aber nichts zu den Bohrungen sagen und sah das Problem mit der Größe nicht (auch wieder nur halbe Größe). In dem Computer-Bastelladen suchte man nach einem Adapter von 3,5" auf 2,5" (wie auch immer das gehen soll…) und im K&M bot man mir als erstes den OCZ-Rahmen an, über den ich 30 Sekunden vorher gemeckert hatte. Wenigstens hatte man dort Winkel um von 2,5" auf 3,5" mit voller Länge zu kommen.

SSD im Rahmen

Zu Hause wieder angekommen, wurde der ganze Kram dann wieder zusammengeschraubt. Eine Schraube blieb übrig, da sie sich unter den ganzen Schrauben für die Rahmen versteckt hatte. Beim Zusammenbau natürlich erst einmal einen Fehler gemacht. Oben hatte ich den iMac nicht richtig zusammengesteckt, was dazu führte, dass das “Kameraktivitätslicht” die ganze Zeit leuchtete. Außer man drückte den Rahmen zusammen. Man denkt, dass das Licht erstmal nicht stört, aber ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl abgefilmt und beobachtet zu werden… Nun ja, beim Lösen des Problems konnte ich dann auch noch gleich die fehlende Schraube zurückpacken. Im Großen und Ganzen, war die ganze Aktion des Aus- und wieder Zusammenbauens nicht allzu schwer.

Viel persönliches geschrieben, aber wie ist es denn nun mit SSD bei so ner “alten Möhre”. Der Wahnsinn. Der Rechner fühlt sich an wie neu. Lese- und Schreibgeschwindigkeiten sind um einiges besser als bei der Platte aber nutzen die Möglichkeiten der SSD lange nicht aus. Seit dem ich die SSD drin habe, habe ich aber keine Beachballs mehr gesehen. Alle Anwendungen starten in ein bis zwei Dockhüpfern - von Sparrow über iTunes und Monkey Island Special Edition bis Word. Der Rechner ist mit allen Login-Items in unter einer Minute hochgefahren und arbeitsbereit. Wird er aus dem Sleep geweckt habe ich das erste Mal das Gefühl von Instant-On. Keine Festplatte mehr im Weg, die erst wieder andrehen muss. Wenn Time Machine läuft, war das früher deutlich zu spüren, jetzt merke ich davon nichts mehr. VMWare Fusion mit Windows 7 (1GB RAM, Disk auf einer externen Platte) hochgefahren, Time Machine lief und sowohl Windows als auch Mac OS X ließen sich bedienen als wäre nichts. Früher wäre entweder Windows oder Mac OS X halbwegs gut gelaufen und ein schneller Wechsel ein Krampf.

Der Prozessor und der RAM scheinen wirklich nicht mehr das Problem heute zu sein. Selbst mit relativ wenig RAM für heutige Verhältnisse und einem “älteren” Prozessor lässt sich sehr flüssig arbeiten mit der SSD. Wenn man überlegt sich aufgrund der Geschwindigkeit einen neuen Mac zuzulegen, sollte man sich vielleicht Gedanken machen, ob man nicht erstmal in eine SSD investiert und damit neues Leben in den Rechner einhaucht. Das ist um einiges billiger und wenn der eigene Rechner es noch tut, ist das doch eine feine Sache. Falls der Rechner doch Hops geht, kann man die SSD immer noch in einem externen FW800- oder Thunderbolt-Gehäuse weiter benutzen oder ggf. sogar in den neuen Rechner einbauen. Das ist das dritte Mal, dass ich gemerkt habe, dass ein Upgrade eines Rechners signifikanten Unterschied gemacht hat. Das erste und das zweite Mal war das Umrüsten von Rechnern auf mehr als 256MB RAM (das vorher genannte iBook G4 auf 756MB und eine FreeBSD-Kiste auf 1GB). Der Sprung meines iMacs z.B. von 2GB auf 3GB war da im Gegensatz nicht wirklich spürbar. Und jetzt ist es die SSD. Alles fühlt sich schneller an und der Rechner wieder frisch. Einfach grandios und jedem empfehlenswert.

Kleiner Nachtrag: Nachdem ich heute Bits und so fertig gehört habe, etwas zur Wärmeentwicklung. Die Temperatur an der CPU ist im Schnitt 10° kühler als vor dem Einbau (von 67° auf 57°C). Die HDD-Temperatur habe ich früher nie wirklich betrachtet, beträgt jetzt aber in der Regel 39°C.

Flattr this

Zur Wiedervorlage: Mein Mac OS X-Setup

Alle Texte in Sachen Rechnerkram und iPhone habe ich auf mein neues Blog Rechnerkram umgezogen. Diesen Artikel findet man dort unter folgendem Link:

Zur Wiedervorlage: Mein Mac OS X-Setup auf Rechnerkram

Auf Twitter wurde heute gefragt, was es denn so an guten Anwendungen für OS X gibt und da dachte ich mir, dass ich ja einfach mal auf meinen Text über mein OS X-Setup verweisen könnte. Und was musste ich feststellen? Im letzten Jahr hat sich da eine Menge geändert. Ich muss nicht alles wiederholen, was drin steht, also werde ich nur etwas über die Änderungen schreiben.

Als Mail-Client benutze ich inzwischen kaum noch Postbox, sondern fast ausschließlich Sparrow. Sparrow nimmt weniger Platz auf dem Bildschirm weg, sieht besser aus, fühlt sich mehr nach OS X an und ja, es fühlt sich einfach gut an. Postbox ist ein Arbeitstier, Sparrow ist ein minimalistischer Mail-Client, der tut was er soll. Aktuell funktioniert er nur mit Gmail-Konten, aber das nächste größere Update bringt generelle Unterstützung für IMAP. Die private Beta dafür ist grade in der letzten Phase und das als Tester kann ich sagen, dass grade das Hinzufügen dieses Features Postbox für mich unnötig gemacht hat. Eine Sache stört mich allerdings: Die Suche ist anscheinend nicht ganz so gut. Da sind Mail.app und Postbox besser. Mein Konto über das der Großteil meines Mail-Verkehrs geht ist allerdings ein GMail-Konto und ich suche dann einfach im Web-Interface. Das ist in der Regel eh schneller als Postbox oder Mail.

Als es hieß, dass der native h264-Support aus Chrome rausfliegen wird, bin ich eine zeitlang auf Safari zurückgewechselt, aber vor kurzem bin ich zurück zu Chrome. Und allein die kombinierte URL/Search-bar mit Google Instant ist Gold wert.

Allerdings hat sich bei den Plug-Ins/Extensions was verändert. Eine ganze Reihe wie z.B. Feedly und der Instapaper-Kram sind rausgeflogen. Aber es soll hier um die Neuzugänge gehen:

Hide My Ass” hilft dabei YouTube-Videos zu sehen, die in unseren Landen nicht verfügbar sind und TabCloud “synchronisiert” Tabs und Fenster zwischen Computern. Synchronisieren ist nicht das richtige Wort, Übertragen von einem Rechner auf einen anderen trifft es wohl besser.

xmarks ist übrigens auch geflogen. Bookmarks synchronisiere ich via Chrome. Die einzigen wichtigen Bookmarks sind das knappe Dutzend in der URL-Bar, die hauptsächlich Bookmarklets sind. Die werden zur Not per Hand übertragen bei einem “echten” Browserwechsel. Alle anderen Bookmarks schicke ich zu pinboard.in. Dafür gibt’s inzwischen auch eine brauchbare Extension für Chrome: Pinboard. Bei einem deutschen Tastaturlayout sollte man allerdings die Keyboard-Shortcuts ausstellen, da sie auf den Umlauten liegen.

Mein Feedreader der Wahl ist inzwischen die Beta von Reeder. Reeder sieht schick aus, tut was es soll und lässt sich meiner Meinung nach sehr gut bedienen. Das fehlende Feed-Management stört mich eher weniger, dafür hab ich eh ein Subscribe-Bookmarklet in der Bookmark-Bar. Das neue NetNewsWire Lite sieht schick aus, aber ohne Google Reader-Sync bringt es mir wenig.

Mein gefühlt größter Wechsel ist bei den ToDo-Apps von statten gegangen. Da der Over the Air-Sync von Things immer noch auf sich warten lässt, habe ich mich jetzt doch mal umgeschaut. Und bin am Schluss bei OmniFocus gelandet. OmniFocus sieht nicht ganz so schick aus, aber es ist einfach um so vieles mächtiger als Things und es lässt sich damit so viel besser arbeiten, dass ich mich ohrfeigen könnte, dass ich nicht früher gewechselt bin. Allein schon Due Dates mit lokalen Notifications auf dem iPhone und dem Mac zu einer bestimmten Uhrzeit sind genial und die weitaus bessere Eingabe und Verwaltung von Kontexten, anstatt der halbgaren Tags-Lösung von Things, sind die Mehrausgabe wert.

Allerdings sollte man sich die Video Tutorials dazu anschauen. OmniFocus kostet nicht wenig und braucht Einarbeitungszeit (gefühlt 1 - 2 Stunden…und später dann mal Blog-Artikel und sowas wie Creating Flow with OmniFocus lesen um mehr rauszuholen und um sowas wie Perspektiven zu verstehen), aber es lohnt sich. Der ganzen Geschichte werde ich nochmal einen eigenen Blog-Artikel widmen.

Beim Twitter-Client bin ich jetzt bei Echofon gelandet. Zwischenzeitlich war ich bei der offiziellen Twitter-App aber mit der Optik kam ich nur mäßig klar und dann hatte ich regelmäßig das Problem, dass die Refreshs nicht funktioniert haben. Echofon funktioniert einfach und das sehr gut. Die Optik stört mich auch weniger als früher. Dazu nutzt er die Stream-API, die Echtzeitkommunikation ermöglicht. Und ich freu mich schon sehr, wenn die Mute-Funktion in die Mac AppStore-Version (schon n der “normalen” Version verfügbar) kommt, um Tweets von Clients wie geocaching.com, 4square und Konsorten rausfiltern zu können. Das einzige was mir aus Hibari fehlt, sind Suchergebnisse eingebettet in die Timeline.

simplenote benutze ich nicht mehr. Text- und Markdown-Dateien in der Dropbox in einem spezifischen Ordner reichen aus. Auf dem iPhone benutze ich Elements für den Sync. Im Dock habe ich ein TextMate-Projekt, das dann wiederum den Elements-Ordner in der Dropbox inne hat.

Für Videos bin ich grade zu MPlayer X gewechselt, weil ich es zufällig im Mac AppStore fand. Sieht schicker aus als VLC, tut auch seinen Dienst und ich finde die Shortcuts (die vier Cursortasten) um durch Videos zu springen angenehmer.

Von Launchbar bin ich auch abgekommen und bin zu Alfred mit Powerpack gewechselt. Fühlt sich moderner an als Launchbar, bedient sich besser, ist allerdings noch nicht ganz so funktional, lässt sich dafür aber schneller lernen und ist meiner Meinung nach intuitiver. Die Anwendung wird sehr aktiv weiterentwickelt und hat ein kommunikationsfreudiges Team hinter sich, das auch schnell per Twitter oder etwas weniger schnell per Mail auf Supportanfragen antwortet und auf die Nutzer eingeht. Außerdem funktioniert es im Gegensatz zu Launchbar Out-of-the-Box mit Sparrow und Postbox um Dateien per Anhang zu verschicken u.ä.

Eine kurze Randnotiz an dieser Stelle: das gute alte Quicksilver wird wieder aktiv weiterentwickelt, allerdings fehlt da inzwischen einiges an Plug-Ins um sich an neuere Anwendungen anzudocken. Ein Blick ist aber auf jeden Fall empfehlenswert weil es so verdammt mächtig ist. Aber an sich reicht mir Alfred, nur der Komma-Trick fehlt noch aber da kommt wohl in einem der nächsten Updates was nach, um mehrere Dateien auf einmal nutzen zu können.

Neu hinzugekommen ist außerdem noch Calendarbar und Alarms. Zwei kleine Anwendungen, die sich in der Menüleiste verstecken. Calendarbar zeigt auf Klick eine Liste der anstehenden Ereignisse aus dem Kalender an. Alarms benutze ich viel als Timer (auf’s Menubar-Icon klicken, gedrückt halten und runterziehen) und manchmal für Erinnerungen. Aber letzteres hat seit OmniFocus auch stark abgenommen. Das Erstellen eines Tasks mit Erinnerung über die QuickInput-Box von OmniFocus ist einfach noch schneller als etwas in Alarms reinzuziehen.

Zu guter letzt eine Sache, die ich auch gerne mal von anderen Nutzern sehen würde. Mein Setup an systemweiten Shortcuts, die ich ständig verwende.

Ctrl habe ich über die Systemeinstellungen auf CapsLock umgelegt, wodurch entsprechende Shortcuts angenehmer einzugeben sind.

Ctrl+Space: Alfredapp Alt+Space:  Umschalten zwischen Keyboard-Layouts (insbesondere Deutsch und Japanisch; manchmal auch US für so manches Flash-Spiel) Cmd+Space: OmniFocus Quick Input-Box

Cinch-Shortcuts: Ctrl+Alt+Cmd+links: App-Fenster auf die linke Bildschirmhälfte bringen  Ctrl+Alt+Cmd+rechts: App-Fenster auf die rechte Bildschirmhälfte bringen (die beiden benutze ich viel mit dem Finder) Ctrl+Alt+links/rechts: Anwendung auf den anderen Monitor schieben (ich habe zwei Displays) Ctrl+Alt+M: Anwendung bildschirmfüllend vergrößern (hauptsächlich Chrome, Reeder, iTunes)

KeyboardMaestro-Shortcuts: Ctrl+Cmd+oben: iTunes Play/Pause Ctrl+Cmd+links: iTunes Lied zurück Ctrl+Cmd+rechts: iTunes Lied vor

Flattr this

Mein Mac OS X-Setup

Alle Texte in Sachen Rechnerkram und iPhone habe ich auf mein neues Blog Rechnerkram umgezogen. Diesen Artikel findet man dort unter folgendem Link:

Mein Mac OS X-Setup auf Rechnerkram

 

Mich interessiert immer, welche Software von anderen benutzt wird. Dadurch lernt man neue Software und auch neue Workflows kennen, die evtl. schneller bzw. angenehmer als die eigenen sind. Daher dachte ich mir, dass ich einmal über mein Setup schreibe.

Ich werde einfach mal mein Dock von oben nach unten durchgehen, dann einige Programme, die ich nur ab und zu benutze, dann die Menulets und zum Schluss zusätzliche PreferencePanes.

Als Systemsprache verwende ich Englisch. Erst habe ich Deutsch benutzt aber mir ging es auf die Nerven, dass ich regelmäßig Anwendungen hatte, die nicht lokalisiert waren. Da benutze ich lieber das gesamte System auf Englisch, als dass ich den Sprachmischmasch habe.

Als File-Manager benutze ich den  mitgebrachten Finder ohne Plug-Ins. Allerdings habe ich ein paar Shiny Droplets in der Menüleiste (XCode und TextMate), sowie cd to… um per Klick in den aktuellen Ordner per Terminal zu wechseln.

Mail.app habe ich vor einiger Zeit durch Postbox ersetzt und verwende es in der aktuellen Beta. Ohne weitere Plug-Ins habe ich eine Spaltenansicht, kann Mails per Tastatur durch die Gegend schieben, Threading, dass sich nicht nur auf den aktuellen Ordner bezieht und mehr. Gegenüber Thunderbird ist es weitaus besser ins System integriert. Leider schwächelt die Applescript-Unterstützung noch ein wenig und bei einigen Anwendungen wird bei dem “Send per E-Mail”-Befehl, grundsätzlich Mail.app geöffnet und der eingestellte Standard-Mail-Client ignoriert. Wenn ich Mail.app benutze, dann nur mit MailActOn um Regeln per Shortcut anzuwenden und mit Letterbox für die Spaltenansicht.

Mein Browser der Wahl ist Chrome. Ich finde ihn hübscher (aufgrund der Tabs-on-Top und der nur temporär eingeblendeten Statusleiste) und schneller. Und die kombinierte URL/Google Suchbar hat keine Alternative in anderen Browsern. Außerdem kann ich relativ einfach die Extensions synchronisieren. Bei einem Browser sollte man wohl immer noch die Extensions erwähnen, die installiert sind. Da ich 1Password-Benutzer bin (später hierzu mehr) habe ich natürlich die 1Password-Extension installiert. Dann kommt AdBlock und der BrowserButton for AdBlock um es aus- und wieder einschalten zu können. In die selbe Reihe gesellt sich FlashBlock. Das Netz ist einfach ruhiger damit. Da ich einige Bookmarklets verwende, möchte ich diese einfach per Tastatur anwählen können. Mit der Extension Bookmarks Bar Keyboard Shortcuts ist dies möglich. Leider nur per ctrl+Zahl und nicht per cmd+Zahl wie im Safari. Für eine schönere Aufbereitung von Google Reader benutze ich Feedly. Hat so ein bisschen was von Flipboard für den Browser. Gibt’s allerdings schon wesentlich länger. Da ich aktiver Instapaper-Benutzer bin, habe ich noch die Instapaper Article Tools und Instapaper Greystyled installiert. Sie machen Instapaper schöner und besser bedienbar. Ein Session Manager darf auch nicht fehlen um Tab-Anordnungen zu speichern. Und als letztes kommt xmarks. Damit halte ich meine Browser in Sync, auch den Safari. Da ich nicht immer den Chrome benutzen kann und die Bookmarks auf dem iPhone nur über den Safari synchronisieren brauche ich mehr als den eingebauten Sync von Chrome und xmarks löst dieses Problem. Und als letztes kommt noch iReader. Eine Extension, welche die Reader-Funktionalität im Chrome nachrüstet.

Jetzt zu den Bookmarklets. Auf Platz 1 steht Readability. Macht Seiten lesbarer, schmeißt in der Regel Werbung und Kommentare raus. An zweiter Stelle das Bookmarklet von Instapaper um Artikel im Netz später lesen zu können. Entweder auf der Instapaper-Webseite, dem iPhone oder einem eBook-Reader. Dann noch ein URL-Shortener-Bookmarklet (is.gd!), Send to Delibar, hierzu aber später, ein Bookmarklet um auf meinen Instapaper-Account zuzugreifen und als letztes der Subscribe…-Button von Google Reader.

Weiter geht’s mit den Anwendungen. iCal habe ich vor einiger Zeit mit BusyCal ersetzt. Für Kalender in der Cloud benutze ich GoogleReader und da ist BusyCal für die Verwaltung und Synchronisation um einiges besser geeignet als iCal. Dazu kommt, dass es gefühlt auch noch mächtiger ist und sich besser bedienen lässt.

Mein FeedReader ist NetNewsWire. Er bindet sich schön ins System ein und lässt sich sehr gut mit der Tastatur bedienen. Aber so ganz zufrieden bin ich mit NNW nicht wirklich. Ich kann nicht genau sagen woran es liegt. Er wirkt ein wenig altbacken. Ab und zu benutz ich Google Reader und warte sehr gespannt auf Reeder/Mac und Caffeinated. Andere Feed-Reader habe ich getestet aber NNW stellt sich immer wieder als der Beste heraus.

Für meine To-Dos verwende ich Things. Es tut alles was ich will, der Preis war erträglich, ist fix und synchronisiert schnell über WLAN mit der passenden iPhone-Anwendung. Ich hoffe inständigst auf einen Over-the-Air-Sync (also über’s Internet) aber so lange es den nicht gibt, synchronisiere ich Things auf meinem Deskop-Rechner und Laptop per Dropbox.

Dann kommt JEdict. Da ich häufig Zugriff auf ein Japanisch-Wörterbuch benötige und das edict und das wadoku die besten freien Wörterbücher sind, ist dies der edict-Client meiner Wahl. Leider wird das JMDict-Format nicht wirklich gut unterstützt aber eine wirklich gut benutzbare Alternative habe ich noch nicht gefunden. Aber durch seine Shortcuts, eine sehr gute Kanji-Suche und die Überwachung der Zwischenablage, finde ich damit am schnellsten die Übersetzungen, die ich benötige.

Für Musik benutze ich immer noch iTunes. Es gibt zwar “leichtere” Alternativen aber am Ende muss ich iTunes ja doch aufmachen um mein iPhone zu synchronisieren.

Mein Twitter-Client ist Hibari. Tut im großen und ganzen was er soll, ist eine native App, die schick designt ist (bis auf die Icons in der Icon-Leiste) und unterstützt die Features, die mir wichtig sind bei Twitter.

Texteditoren benutze ich zwei. An sich benötige ich sie nur für LaTeX und nur selten für weiteres. TextMate ist mein Editor der Wahl wenn ich alleine arbeiten. Er ist supermächtig und durch ctrl+cmd+t (einfach mal darin ausprobieren) sehr schnell zu bedienen, wenn man mal Shortcuts nicht weiß. Und die LaTeX- und BibTeX-Unterstützung ist großartig. Wenn ich allerdings mit anderen zusammenarbeite um z.B. einen Text in LaTeX zu korrigieren, während jemand anderes noch darin schreibt, benutze ich SubEthaEdit. Ein großartiger Texteditor für gemeinsames arbeiten.

Meine Literatur verwalte ich mit BibDesk. Das beste Programm, was mir in jeglichem Betriebssystem über den Weg gelaufen ist um Literatur mit Bib-Dateien für BibTeX zu verwalten. Es funktioniert einfach. Meine Bib-Files und die gesammelten Paper synchronisiere ich dann über Dropbox.

Da ich reger Benutzer von simplenote bin, habe ich auch hierfür einen Desktop-Client. Die schönste Alternative, die mir bis jetzt über den Weg gelaufen ist, ist JustNotes. Sieht gut aus, tut was es soll.

Zum Editieren von Blog-Einträgen habe ich lange das Blogging-Bundle von TextMate benutzt. Inzwischen bin ich auf MarsEdit umgeschwenkt. Ich kann damit einfach etwas schneller arbeiten. Vor allen Dingen wenn es um so Dinge geht, wie Kategorien auswählen oder die Veröffentlichungszeit für einen Blog-Post zu setzen. Und darin zu schreiben macht Spaß. Die Vorschau, deren Template man so gestalten kann, dass man direkt sieht wie es im eigenen Blog aussehen wird ist auch ein großartiges Feature.

Um mir Videos anzusehen benutze ich den VLC. Damit geht es einfach am schmerzfreiesten und das Spulen per Shortcut klappt einfach weitaus besser als in Quicktime meiner Meinung nach.

Dann kommt Launchbar. Ein superschneller Launcher, der bei mir auf ctrl+space sitzt (alt+space wechselt Eingabesprachen und cmd+space startet Spotlight). Damit kann ich schnell Anwendungen starten, zu Dateien navigieren, Playlisten in iTunes auswählen, es hat einen vernünftigen Clipboard-Manager integriert und ist einfach eine verdammt mächtige Anwendung, die mein Arbeiten am Rechner beschleunigt. Ich musste mich anfangs an Launcher gewöhnen aber jetzt verfluche ich jedes System auf dem nicht Launchbar o.ä. installiert ist.

Um meine VPN-Verbindungen, zu verwalten benutze ich Shimo. Eine schöne Anwendung dafür, die auch Cisco-Profile verwaltet, wenn denn der Cisco-Client installiert ist. Es kann sogar anhand der ausgewählten Netzwerkumgebung bzw. des WLANs mit dem man sich verbindet, sich automatisch mit einem gewünschten VPN verbinden.

Für Instant Messaging benutze ich Adium, da es von Haus aus OTR und eine ganze Reihe an IM-Protokollen unterstützt.

Für die Kommandozeile benutze ich das OS X-eigene Terminal. Den Vorteil von iTerm habe ich nie wirklich verstanden.

Als Flashcard-Anwendung für das Lernen am Rechner benutze ich Anki. Das SRS ist sehr gut umgesetzt, die Desktop-Anwendung ist kostenfrei und sie lässt sich mit der dazugehörigen (nicht kostenfreien) iPhone-Anwendung synchronisieren.

Der Bittorrent-Client meiner Wahl ist Transmission. Ich mag ihn, er funktioniert und ich sehe keinen Grund auf was anderes zu wechseln.

Für die Verwaltung von Passwörtern benutze ich 1Password. Ich war eine zeitlang 1Password-Nutzer, fand es aber dämlich, dass ich unterwegs dann nicht auf meine Passwörter zugreifen konnte und stoppte dann wieder die Nutzung. Seit der iPhone-App hat sich das geändert und ich bin wieder sehr zufriedener Nutzer, der für jeden Webservice ein anderes min. 20-stelliges zufallsgeneriertes Password hat.

Mein PDF-Viewer der Wahl ist die Opensource-Software Skim. Der große Vorteil gegenüber Preview: Man kann Anmerkungen in PDFs machen, welche die PDF nicht verändern. Skim kann diese nämlich in den Meta-Daten der PDF speichern (die auch über Dropbox synchronisiert werden mit der Foren-Beta von Dropbox) oder in einer extra Datei.

Für Screenshots und sehr einfache Bildmanipulation verwende ich Skitch. Seltsames Interface, funktioniert aber einwandfrei

Jetzt zu den Menulets. Als erstes kommt das bereits oben erwähnte xmarks. Safari for xmarks läuft als Menulet und ich brauche es um die Bookmarks aus anderen Browsern nach Safari zu synchronisieren um sie dann auf mein iPhone schieben zu können.

Als nächstes folgt Dropbox mit dem ich alle wichtigen Dateien und Einstellungen von diversen Programme synchronisiere.

Dann Keyboard Maestro (20% Rabatt gibt es über diesen Link; wegen Transparenz: wenn es drei Leute darüber kaufen bekomme ich das nächste Major Update kostenfrei). Ein Tool mit dem ich z.B. systemweit iTunes kontrollieren kann, Textbausteine über Abkürzungen aktivieren kann und mehr. Es hat für mich u.a. CoverSutra, dass ich hauptsächlich für die iTunes-Kontrolle verwendete, und TypeIt4Me ersetzt.

Die nächsten zwei sind Window-Manager: Cinch und SizeUp. Mit Cinch kann ich Fenster an einen Rand schieben und sie werden automatisch auf die passende Größe gesetzt (z.B. exakt die linke oder rechte Hälfte des Bildschirms). SizeUp macht etwas ähnliches, nur über Tastaturkürzel. Außerdem kann ich damit per Tastaturkürzel Anwendungen zwischen Monitoren springen lassen und habe ein paar mehr Einstellungen als bei Cinch (z.B. nur ein Viertel des Displays etc).

Dann kommt Delibar. Ein sehr schöner Client für Delicious bzw. meinen den Web-Bookmarkservice meiner Wahl pinboard.in. Letzterer kann im Gegensetz zu Delicious nämlich auch Bookmarks aus Instapaper, RSS-Feeds, Twitter u.a. automatisch ziehen.

Das nächste Menulet in der Reihe ist PasteBot Sync um schnell die Zwischenablage zwischen iPhone und OS X auszutauschen - Links, Fotos u.ä.

Für das schnelle Sharen von jeglichen Dateitypen benutze ich CloudApp. Datei drauf schieben, Link kopieren, fertig.

In der Menulet-Reihe folgt dann QuickCursor um Text aus jeglichem Textfenster in den Texteditor meiner Wahl zu schieben.

Und als letztes 3rd-Party-Menulet kommt jetzt noch Growl für Notifications und damit ich es auch schnell mal ausschalten kann. Zum Thema Notifications: Ich benutze inzwischen fast gar keine mehr. Mails werden nicht automatisch abgerufen, Unread-Counts sind abgestellt etc. Growl informiert mich nur noch über DMs und Mentions wenn Hibari läuft (was nicht immer der Fall ist), wenn Transmission etwas fertig heruntergeladen hat, ich mich mit einem VPN verbinde bzw. die Verbindung unterbreche (über Shimo) und wenn Adium läuft (selten) über An- und Abmeldungen von Nutzern bzw. Nachrichten die mir geschickt werden, wenn Adium nicht im Vordergrund ist. Die ganzen Notifications lenken sonst viel zu sehr von dem ab, was ich gerade mache und sind in der Regel nicht wirklich wichtig.

Zum Schluss zu den zusätzlichen Preference Panes, die ich aktiv benutze. Wie ich gerade feststelle könnte ich da mal wieder aufräumen. Preference Panes, die sich auf oben erwähnte Anwendungen beziehe, lasse ich außen vor.

Damit der QuickTime-Player auch  mit Videos ordentlich umgehen kann, habe ich Flip4Mac und Perian installiert. Damit gehen dann auch WMV und sonstige Codecs.

Da ich es regelmäßig schaffe meinen Mouse-Cursor nicht mehr wieder zu finden, benutze ich Mouse Locator. Einmal F13 gedrückt und mir wird deutlich angezeigt, wo sich der Mouse Cursor gerade befindet (funktioniert natürlich auch mit anderen Funktionstasten). Und dann kommt eigentlich nur noch die Preference Pane für den XBox360-Controller-Treiber. Der Treiber wird zwar anscheinend nicht mehr gepflegt und läuft nicht ohne weiteres und Snow Leopard aber wenn man ihn selbst kompiliert und per Hand die Binaries durch die Gegend kopiert, funktioniert es anstandslos.

So, das war’s. Ich hoffe, dieser Post gibt Ideen und vielleicht posten auch mal andere was sie täglich benutzen. Demnächst schreibe ich dann mal über meine ersten beiden iPhone-Homescreens :)

 

Flattr this