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Yakuza – eigentlich wollte ich nur einen Wikipedia-Artikel korrigieren

Eigentlich wollte ich nur einen Wikipedia-Artikel korrigieren. Aus diversen Gründen lass ich es aber sein. Daher gibt es jetzt hier einen Artikel dazu.

Yakuza ist ein umgangssprachlicher Begriff für die organisierte Kriminalität japanischen Ursprungs. In den Berichten der Polizei wird meiner Erfahrung nach immer von kriminellen Banden (Bōryokudan – 暴力団; wortwörtlich: gewalttätige Organisation) gesprochen. In neueren Veröffentlichungen spricht die Polizei interessanter Weise von “Organisierter Kriminalität” (Soshiki Hanzai – 組織犯罪), wobei ich aber leider noch nicht rausgefunden habe was der Unterschied ist.
In neueren Veröffentlichungen fasst die Polizei in einem Kapitel inländische und ausländische organisierte Kriminalität (Soshiki Hanzai – 組織犯罪) zusammen. Wobei für die inländische organisierte Kriminalität (also die Yakuza) der Begriff Bōryokudan verwendet wird. Wird über ausländische organisierte Kriminalität geschrieben, wird der Begriff Soshiki Hanzai verwendet.4

Der genaue Ursprung des Begriffs ist unbekannt. Der beliebteste Mythos stammt laut Kaplan1 aus dem Hanafuda (花札), ein japanisches Kartenspiel. Aber auch das scheint nicht 100% richtig, da es eher aus einem Spiel namens Oicho-Kabu (おいちょカブ) kommt, das mit Hanafuda-Karten gespielt wird. Das Spiel ähnelt Blackjack und es geht dabei darum möglichst nahe an die 9 heranzukommen. Ist der Betrag der Zahl auf den Karten größer 9, wird also zweistellig wird die erste Stelle abgeschnitten. 0 Punkte gibt es also für die 10, 20 usw. Die Kartenkombination 8-3-9 ergibt 20 Punkte und ist damit wirklich schlecht.2 Gesprochen wird diese Kombination Ya-Ku-Sa auf Japanisch.3
Diese Kombination wurde wohl von den früheren Glücksspielern als Begriff für etwas Nutzloses genommen und irgendwann wurde der Begriff für die Banden benutzt, welche das Glücksspiel organisiert haben. Diese Banden waren die Bakuto, eine der beiden Ursprungsgruppen der modernen Yakuza.
Die andere Ursprungsgruppe waren Tekiya, fahrende Händler, die auf Märkten u.ä. Stände aufstellten und einen eher schlechten Ruf hatten (z.B. wegen geringer Qualität der gehandelten Waren)

Als letztes noch etwas zu Tätowierungen. Der Ursprung liegt wohl darin, dass Tätowierungen ursprünglich als eine Art Brandmal genutzt worden sind. Die Kriminellen wurde ein schwarzer Ring um einen Arm tätowiert.
Laut Kaplan wurde in einem chinesischem Text aus dem dritten Jahrhundert erwähnt, dass in Japan Oberkörper und Gesicht tätowiert worden sind. Mit der Zeit sind diese komplexer geworden und die Motive waren Götter, Volkshelden, Tiere etc. Im späten 17. Jahrhundert sind diese dann populär geworden bei Menschen, die viel mit freiem Oberkörper gearbeitet haben, wie auch u.a. die oben erwähnten Mitglieder der Glücksspielbanden.

Kommentare und Fragen sind wie immer gern gesehen. Evtl. werde ich in Zukunft mehr über kriminelle Organisationen in Japan schreiben.

[1] Kaplan, David E.; Dubro, Alec (2003). Yakuza: Japan’s Criminal Underworld Expanded Edition. University of California Press. Berkeley; Los Angeles.
[2] Die Spielregeln auf Englisch gibt es hier: http://hanafubuki.org/oichokabu.html
[3] Wie es zur Lautverschiebung von Sa zu Za gekommen ist, weiß ich leider nicht.
[4] Weißbuch der National Police Agency von 2008 (Japanisch)

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Food

Sasaya – bessere Sushi gibt’s in Berlin nicht

Es gibt viele Möglichkeiten in Berlin Sushi zu essen aber um ehrlich zu sein, ist die Qualität in der Regel ziemlich mies.
Es gibt jedoch einen Laden in der Berlin, da ist es einfach großartig: Sasaya. Zum einen ist der Reis perfekt – ich frage mich jedes Mal wie sie ihren Reis zubereiten. Darüber hinaus haben sie vermutlich den besten Fischlieferanten in Berlin. Er ist sehr gut und von wirklich hoher Qualität. Der Toro (fettester Teil am Thunfisch) zergeht auf der Zunge.
Folgende Zusammenstellung kann ich wirklich empfehlen (für 2 Personen): Großes Sushi Omakase (Empfehlungen des Chefs), einmal Sake Oshi-Sushi (Sake heißt Lachs; Oshi-Sushi ist eine Spezialität aus Westjapan) und falls man dann noch Hunger haben sollte z.B. die Rainbow-Rolls. Dazu grüner Tee und als Nachtisch Eis Maccha-Sauce (Maccha ist grüner Tee). Sehr lecker und kostet insgesamt so um die 50€ und ist für zwei Personen.
Natürlichgeht das Ganze auch viel billiger. Mit obigen ist man wirklich voll und kann sich rausrollen. Man kann da auch für unter 10€ pro Person essen.
Eine Reservierung ist unbedingt erforderlich. Am Besten ein paar Tage, wenn nicht sogar ne Woche oder zwei vorher.
Sasaya
Lychener Str. 50
10437 Berlin
Tel.: 030/44 71 77 21
Öffnungszeiten: Ruhetag: Mittwoch, Do-Di 12-14.30 Uhr, 18-22.30 Uhr

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Japanisch

Neue Kanji kommen

In 30 Jahren gab es keine Kanji-Reform aber ab nächsten Herbst wird die Liste der Kanji für den täglichen Gebrauch (常用漢字 – Jōyō-Kanji) reformiert. Die Liste der Veränderungen wurde vorgestern bekannt gegeben.
Bevor ich hier aber ins Detail gehe, ein paar kurze Erläuterungen zum japanischen Schriftsystem. Wer es kennt, kann also die nächsten Absätze überspringen.

Es gibt zwei Silbenschriften à 46 Zeichen, die durch Diakritika noch ein paar Lautverschiebungen abbilden.

Zum einen sind dies Hiragana (平仮名/ひらがな), zum anderen Katakana (片仮名/カタカナ). Heutzutage werden Hiragana in der Regel verwendet um Grammatik abzubilden und um eine ganze Reihe Wörter zu schreiben. Mir wurde einmal erzählt, dass um so öfter ein Wort verwendet wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht mehr das chinesische Schriftzeichen dafür verwendet sondern es in Hiragana schreibt. Allerdings konnte ich dafür bisher keine Quelle finden. Wörter deren chinesische Schriftzeichen man nicht kennt, schreibt man in der Regle auch in Hiragana.
Katakana werden normalerweise verwendet um Lehnwörter z.B. aus dem Englischen zu schreiben (wie バーチャル・リアリティー — Virtual Reality) oder z.B. aus dem Deutschen (バイト – baito; von Arbeit und bedeutet soviel wie Nebenjob).
Dann gibt es noch Kanji (漢字), Schriftzeichen, die aus dem Chinesischen stammen. Davon gibt es viele 😉
In der Grundschule lernt man die Kyōiku-Kanji (教育漢字). Das sind 1006 Zeichen, die über die sechs Jahre Grundschule beigebracht werden. Darüber hinaus gibt es die Jōyō-Kanji (常用漢字). Das sind seit ’81 1945 Zeichen, die vorherige Liste von 1946 hatte nur 1850 Zeichen. Diese Kanji, sind die Zeichen für den täglichen Gebrauch und werden in der Mittelschule und Oberschule beigebracht. Die sollte jeder (Japaner) kennen. Es gibt dann noch mal etwas über 100 Zeichen, die zusätzlich legal in Namen verwendet werden dürfen.
Soviel zur Kurzeinführung.

Nächstes Jahr im Oktober wird es eine reformierte Liste an Jōyō-Kanji geben. Vorgestern wurden die Neuerungen veröffentlicht und das ist eine ziemlich große Nachricht, da es schließlich vor 30 Jahren die letzte Veränderung gab an dieser Liste. Allerdings kann sich die Liste der Veränderungen noch ändern. Die endgültige Liste wird zwischen Februar und April 2010 die endgültige veröffentlicht.
Hier nun aber eine Zusammenfassung der Änderungen.
Fünf Zeichen werden aus der Liste entfernt.
勺 (shaku, ein Hohl- bzw. Flächenmaß – 18ml bzw. 0,033qm)
銑 (SEN, Roheisen)
脹 (CHOU, Schwellung)
錘 (tsumu, Spindel)
匁 (monme, eine Gewichtseinheit – ca. 3,75g)

Es gibt eine Liste von 191 Kanji, die hinzugefügt werden sollen und seit einem Jahr nicht verändert worden sind. Zu dieser Liste sollten noch neun weitere hinzugefügt werden, wovon es aber nur 5 geschafft haben. Damit vergrößert sich die Liste der Jōyō-Kanji auf 2136.
Einige der neuen Kanji auf der Liste sind Zeichen, bei denen ich mich zumindest immer gewundert habe, warum sie nicht zu den Jōyō-Kanji gehören, da man ihnen andauernd begegnet wie z.B. 誰 (dare – wer) oder 俺 (ore – ich; eins der vielen Wörter, die “ich” bedeuten aber nur von Männern unter bestimmten Bedingungen verwendet werden kann), andere neue Kanji sind welche, die in Namen von Präfekturen sind.
Eine komplette Liste mit englischer Übersetzung gibt es bei KanjiClinic.com. Ausführlichere Erläuterungen auf Englisch gibt es bei der Japan Times (Englisch). Die Asahi hat auch einen ganz interessanten Artikel (Japanisch).

Fragen und Kommentare sind wie immer gern gesehen.

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Wörterbücher für das iPhone

Ein kurzer Artikel zu den zwei Wörterbücher, die ich für das iPhone benutze. Ich habe mehrere durchprobiert aber die beiden halten sich schon seit langem auf meinem iPhone. Allerdings muss ich sagen, dass ich sie nur benutze um mal schnell ne Vokabel unterwegs nachzuschlagen. Wenn ich z.B. richtig Übersetzungsarbeit leisten muss, im Internet was Japanisches lese oder Fachtexte auf Japanisch lese, benutze ich andere Mittel aber das soll nicht Bestandteil des Artikels sein, sondern sich mit Wörterbüchern auf dem iPhone auseinandersetzen.

Kotoba: Kotoba ist ein kostenloses multilinguales Wörterbuch, dass auch nach Deutsch übersetzt. Als Grundlage nutzt es das JMDict. Im AppStore sagen sie zwar, dass sie auf das EDICT aufsetzen, da es jedoch multilingual ist, denke ich, dass es das JMDict nutzt. Das ist aber ehrlich gesagt für den Endnutzer einer Wörterbuchanwendung kein großer Unterschied. Die Anwendung hat keine Möglichkeit Kanji nachzuschlagen. Die Anwendung ist wie beschrieben kostenlos im AppStore erhältlich.

Update 29.10.09: Die Anwendung hat heute ein Update erfahren. Die größte Neuerung ist wohl, dass es jetzt Beispielsätze aus dem Tanaka-Corpus (Englisch) und dem Tatoeba-Project gibt. Verbkonjugationen können jetzt auch nachgeschlagen werden. Warum die Anwendung bei jedem Start nach meiner Standort fragt ist mir allerdings nicht klar aber da werde ich beim Entwickler nachfragen und hier ein Update geben. Update 29.10.2009: Inzwischen hat mir der Entwickler geantwortet. So wie es aussieht telefoniert die Anwendung “nach Hause” um anonymisierte Nutzungsstatistiken abzuliefern. U.a. will er auch ermitteln wo die Anwendung so genutzt wird. Mehr dazu auf der Seite des Entwicklers. Ich werde mich dann wohl mal wieder nach Alternativen umsehen. Persönlich habe ich kein Problem damit Nutzungsstatistiken an Entwickler weiterzugeben, so lange ich danach gefragt werde, ob ich damit einverstanden bin.

Kotoba ist übrigens Donationware. Also kostenlos im Appstore erhältlich und der Entwickler bittet um Spenden auf seiner Webseite.

Japanese: Diese Anwendung ist weitaus umfangreicher. Die Anzahl der Einträge ist gefühlt qualitativ besser, es wird aufgeführt welche Kanji in einem Wort sind und was deren Bedeutung ist, es gibt ggf. auch Alternativen für ein Wort, man kann an Wörterbucheinträge Notizen hinzufügen und mit Hilfe mehrerer Methoden Kanji nachschlagen (jedoch keine Handschrifteingabe). Leider sind hier die Übersetzungen alle auf Englisch. Der Preis ist mit 15,99€ auch relativ happig aber ein ordentliches Papierwörterbuch kostet mehr (vor allen Dingen, da man hier ja mehrere benötigt). Hier ist der Link zum AppStore.

Jisho Touch: Die einzige Alternative im AppStore, die auch Deutsch-Japanisch/Japanisch-Deutsch beherrscht scheint Jisho Touch zu sein. Es basiert auf dem JMDict und hat einen englischen, französischen, deutschen und russischen Datensatz. Die App hat eine simple Suche, die ausreichend schnell funktioniert und man kann Lesezeichen für Wörter setzen, die man öfter nachschlägt. Die Ausgabe der Ergebnisse ist meines Erachtens nicht wirklich übersichtlich gelungen. Meiner Meinung nach unterliegt Jisho in jedem Punkt Kotoba. Darüberhinaus kostet es 7,99€ im AppStore.

Ein Tipp zum Schluss: Legt euch trotz unzähliger Angebote im Netz u.ä. ein Kanji-Nachschlagewerk in Papierform zu. Ein gutes Papierwörterbuch ist mir aktuell nicht bekannt aber Kanji-Nachschlagewerke sind wirklich empfehlenswert, der Lerneffekt beim Nachschlagen ist größer. Und wer zufällig an der FU Berlin Japanologie studiert, der weiß, dass zumindest dort in den Prüfungen jegliche Form elektronischer Wörterbücher in Prüfungen verboten sind. Und da sollte man vorher mit geübt haben. Ein elektronisches Wörterbuch aus Japan ist übrigens meist nicht so empfehlenswert. Die haben nämlich das Problem, dass sie für Japaner gemacht sind und nicht für Ausländer und daher nicht so einfach zu bedienen sind und auch hier die besten Einträge im Japanisch-Japanisch-Wörterbuch zu finden sind.
Mehr hierzu aber in einem Folgeartikel.

Kotobank: Im japanischen AppStore gibt es eine iPhone-Anwendung für Kotobank. Ein japanisch-japanisch Wörterbuch, das offline funktioniert und ziemlich fix in der Suche ist. Eingebaut ist das ポケットプログレッシブ国語辞典. Über die Qualität des Buchs konnte ich leider erst einmal nichts herausfinden.

Es lassen sich weitere Wörterbücher über In-App Purchases nachladen. Die Preise werden mir in Euro angezeigt, aber ich hatte erstmal nicht das Bedürfnis welche nachzukaufen und daher auch gar nicht versucht, es mit meinem deutschen Account zu machen. Vermutlich lassen sie sich aber nur mit einem japanischen iTunes-Account nachkaufen. Ein bisschen googlen und man findet japanische Giftcards online, die man per Paypal (überteuert) kaufen kann. In der Regel geht jemand in Japan für einen dann shoppen und schickt den Code auf der Karte per Mail zu.

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Gengou zum Devisen umrechnen

Hier geht’s jetzt nicht um Fremdwährungen, sondern um Jahresdevisen. In Japan gibt es “zwei Zeitrechnungen”: Zum einen nach dem gregorianischen Kalender, zum anderen nach Jahresdevisen (年号 – nengō). Die gibt es seit 645 (大化 – taika, große Veränderung) und werden auch heute noch gebraucht (aktuell sind wir bei 平成 (heisei – Frieden überall)). Die Jahresdevise fängt an mit der Thronbesteigung eines Kaisers und wird dann heutzutage nur noch hochgezählt. Wer ein bisschen geschichtlichen Hintergrund haben will, schaut am Besten mal in die Wikipedia.
Wer jetzt des öfteren mal sich mit japanischen Texten rumschlagen muss, insbesondere mit Texten von der japanischen Regierung oder auch Universitäten wird dort in der Regel die Jahresrechnung nach Jahresdevise finden und nicht nach gregorianischem Kalender und dann beginnt das lästige Umrechnen. Schon ziemlich früh gab es hierfür auf dem iPhone die wundervolle App Gengou, die das für einen übernimmt.
Heute gibt es Gengou Free (kostenlos) welches vier moderne Devisennamen umrechnen kann (ab Meiji – also ab 1868) und Gengou (0,79€), welches auch die historischen Daten umrechnet. Für die meisten wird Gengou Free reichen und es hat auch das schönere Icon 😉
Bei der Uni Tübingen gibt es auch eine Webseite zum Umrechnen.

Kommentare und Anmerkungen sind wie immer gewünscht 🙂

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Altersdiskriminierung und Grammatikbücher

Die letzten zwei Wochen habe ich relativ viel an einer Hausarbeit gearbeitet und hatte deswegen keine Zeit was für’s Blog zu schreiben. Es ging um gesetzliche Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und wie Japan so im internationalen Vergleich dasteht. Um’s kurz zu machen: ziemlich schlecht. Es gibt nur ein Gesetz, dass aussagt, dass man Bei Stellenausschreibungen und Anwerbung nicht auf Basis des Alters diskriminieren darf und das Pflichtverrentungsalter wurde angehoben. Und bei letzterem haben die Firmen schon in der Vergangenheit gezeigt, welche Methode sie haben um das Ganze zu umgehen. In anderen Ländern sind die entsprechenden Gesetze eher mit nem menschenrechtlichen Ansatz versehen: Diskriminierung ist grundsätzlich schlecht, auch auf Basis des Alters (egal ob jungen oder älteren Menschen gegenüber).
Na ja, mal schauen was es wird. Wer Interesse hat, kann ja nen Kommentar hinterlassen, dann mail ich ihm die Arbeit zu.

yoku_wakaru_bunpouAch ja, und dann gibt’s da noch ne Sache. Ich hab mir vor Jahren ein Buch gekauft mit dem Titel “よくわかる文法” (Grammatik leicht verständlich) und dachte, dass es nicht schlecht wäre ein Buch auf Japanisch zu haben, dass Grammatik erklärt. Damals dachte ich, dass es für Ausländer sei, die in Japan Japanisch lernen. Aber das Buch war mir damals zu schwer und ich dachte, dass es wohl eher für nen höheren Level ist. Heute hab ich das Buch mal wieder rausgekramt und irgendwo am Anfang aufgeschlagen. Und was muss ich da lesen?
“Grammatik ist für Leute, die Japanisch lernen und keine Muttersprachler sind, nicht so einfach. Selbst muttersprachliche Erstklässler haben am Anfang eine großes Grammatikwissen.” Dann kommt ein kleiner Textabschnitt und es wird ein Satz herausgenommen:
“おじさんは、とってもりっぱなかさをもっていました。” (Der Onkel hat einen ganz tollen Regenschirm gehabt).
“Der Kommentar dazu: Der Text hat wenige Kanji (chinesische Schriftzeichen) aber selbst die Grammatik dieses Satz ist schwer. Leute, die Japanisch als Fremdsprache lernen müssen bereits über 50 Stunden Japanisch gelernt haben um die Grammatik dieses Satzes zu verstehen.” (keine wortwörtlichen Übersetzungen und dazu auch noch zusammengefasst)

Da hab ich mich wohl damals beim Buchkauf etwas getäuscht und hätte vielleicht keinen Impulskauf tätigen sollen. Schon auf dem Buchtitel steht, dass das Buch für nen Test ist, für Leute, die Japanisch als Fremdsprache unterrichten wollen. D’oh
Na ja, inzwischen versteh ich das was die so schreiben ganz gut, vielleicht ist ja auch neue Grammatik bei. Und wenn ich Glück hab nehm ich sogar was mit, wenn es mal dazu kommen sollte, dass ich selber Japanischunterricht gebe.

Für Anmerkungen und Fragen bin ich immer offen und freue mich über jeden Kommentar 🙂

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Strichfolgen-Suche

Wer ein bisschen Japanisch kann und sich mit Kanji auseinandergesetzt hat, weiß, dass Kanji eine feste Strichfolge haben. Als Beispiel das Kanji 本 (wird “hon” bzw. “moto” gelesen und bedeutet so viel wie Buch oder Ursprung). Hierfür einfach mal diesem Link folgen. Dort gibt es eine Animation mit der korrekten Strichfolge.

Komplexere Kanji bestehen aus mehreren Teilen, die Radikale genannt werden. Und hier fängt das Problem an, dass mich gestern beschäftigt hat. Es geht um das Kanji 組 (bedeutet soviel wie Gruppe, Klasse, Partei usw.). Der linke Teil nennt sich “ito-hen” und stammt von dem Kanji 糸 (ito, bedeutet Faden). Schaut man sich die Animation von 糸 an, sieht man das der “untere Teil” in der Reihenfolge Mitte, Links, Rechts geschrieben wird. Schaut man sich jedoch die Animation von 組, stellt man fest, dass der untere Teil vom ito-hen Links, Mitte, Rechts geschrieben wird. Schaut man in “Langenscheidt’s Handbuch und Lexikon der japanischen Schrift: Kanji und Kana 1” wird es auch von Links nach Rechts geschrieben. Darüber gestolpert bin ich übrigens weil iKanji Touch (hab ich hier drüber geschrieben Meiner Meinung nach, wird aber auch ito-hen wie 糸 Mitte, Links, Rechts geschrieben) auch dieser “Fehler” existiert.

Es war gar nicht mal so einfach festzustellen welche Reihenfolge denn nun richtig ist. Im Gegensatz zu der Liste über Kanji im täglichen Gebrauch ist die Strichfolge meines Wissens nach nicht staatlich reguliert. Aber sie ist wichtig um Handschriften lesen zu können und damit die eigene Handschrift gelesen werden kann (und damit man nicht von Japanern kritisiert wird 😉 ). Über die Mailingliste der TLUG (Tokyo Linux User Group), zu Fragen über die japanische Sprache (die ML nennt sich “lingo”) habe ich dann schlussendlich Antwort bekommen: Eines der Mitglieder hat seine Tochter, die gerade in der sechsten Klasse in Japan ist, gefragt. Da in Japan in der Grundschule Kanji wichtiger Bestandteil sind und es häufig Tests gibt, ist sie eine hervorragende Referenz. Mitte, Links, Rechts ist richtig. Ihr Kanji-Wörterbuch (für lernende Japaner) bestätigt dies auch und ich hatte total vergessen, dass ich auch noch ein Buch für japanische Grundschüler besitze, das die Strichfolge bestätigt.
Aus Erfahrung wird aber wohl auch die Reihenfolge von Links nach Rechts in Handschriften verwendet (davon hat die Sechstklässlerin aber noch nie was gehört). Also ist wohl beides richtig, nur ist eines richtiger.

Update: Auf Anfrage hin, hab ich mal ein Photo gemacht um das obige zu verdeutlichen.
ito-hen

Rechts sieht man das ito-hen in “Druckschrift”. Daneben in den o.g. Varianten. Links in der Variante “Mitte, links, rechts” und in der Mitte in der Variante “von links nach rechts”. Wie man sehen kann, ist das Erscheinungsbild anders und aus diesem Grund sind die Strichfolgen so wichtig. Schreibt man schnell, ziehen sich die Striche zusammen und nur wenn man die “richtige” Strichfolge nutzt bleibt das Ganze lesbar.

Ich hab die Sache übrigens noch weiter verfolgt. In einer Richtlinie von 1981 zu der Thematik sind beide Varianten als korrekt angegeben und bei einer Umfrage vor va. 35 Jahren haben mehr Japaner angegeben, dass sie die Variante “links nach rechts” benutzen. Anfang 2010 wird es nach 30 Jahren ein Update der Richtlinie geben und man wird sehen ob diese Strichfolge immer noch “richtig” ist.

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Die Geschichte von Hello Kitty

Eigentlich kann ich Hello Kitty ja so gar nicht leiden und finde daher die Seite “Hello Kitty Hell” sehr sympathisch. Heute habe ich folgende Präsentation dort gefunden und sie ist äußerst interessant.

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JET – gelebter Kulturaustausch als Weg in die Forschung

Am 03.10. gibt es in der japanischen Botschaft in Berlin eine Infoveranstaltung zum JET-Programm mit dem Titel “JET – gelebter Kulturaustausch als Weg in die Forschung”.
Eine Anmeldung per E-Mail ist bis zum 28.09. erforderlich. Weitere Infos zur Veranstaltung und was alles in der Anmeldung enthalten sein sollte gibt es hier

Das JET-Programm (The Japan Exchange and Training Programme) ist ein interkulturelles Austauschprogramm mit dem man die Möglichkeit in verschiedenen Positionen in Japan zu arbeiten um den interkulturellen Autausch zu fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite des Jet-Programms (Englisch)

Wer noch keinen Hochschulabschluss (min. Bachelor) hat und trotzdem eine längere Zeit nach Japan will, sollte sich mal das Working Holiday-Programm anschauen. Hier ist die Altersgrenze von max. 30 Jahren zu beachten. Mehr Informationen gibt’s auf der Seite des Außenministeriums (Englisch) bzw. auf der Seite der Botschaft von Japan.

Working Holiday habe ich selber gemacht und es war eine sehr gute Erfahrung. Allerdings war es stellenweise eine sehr harte Zeit weil es nicht so einfach war einen Job zu finden, da ich weder ein Muttersprachler in Englisch oder Französisch war und damit locker einen Sprachlehrerjob hätte finden können oder ausreichend gut Japanisch konnte. Trotz dessen: eine sehr gute Erfahrung.

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Japanisch lernen mit dem iPhone bzw. iPod Touch

Das mit dem Japanisch lernen mach ich schon länger, habe mir eine Reihe Bücher gekauft, tausende von Karteikarten geschrieben, mir Computerprogramme und Webseiten angeschaut und bin immer auf der Suche nach dem besten Weg für mich Japanisch und damit auch Kanji zu lernen. Seitdem ich meinen iPod Touch bzw. später ein iPhone besitze muss ich sagen, dass ich selten so viel aber insbesondere so kontinuierlich Japanisch gelernt habe (mal abgesehen von meinem Vorstudium…aber das ist ein anderes Thema). Daher will ich mal ein wenig über die Apps schreiben, die ich so verwende um Japanisch zu lernen.

Bitte beachte auch meinen aktuellen Artikel: Zur Wiedervorlage: Japanisch lernen mit dem iPhone bzw. iPod Touch

Vokabeln:

Lernt man im Unterricht bzw. mit einem Lehrbuch, gibt es in der Regel für die einzelnen Sitzungen bzw. Lektionen Vokabellisten, die man auswendig lernen sollte. Auf dem iPhone gibt es hier zwei empfehlenswerte Anwendungen: iFlash Touch Dies ist der kleine Bruder von iFlash, eine Karteikartenanwendung für Mac OS X. Ihr Vorteil ist, dass man dreiseitige Karteikarten anlegen kann. Also eine für Kanji, Lesung und Übersetzung. Es gibt auch viele Listen zum Herunterladen durch die Desktopanwendung. Die Desktopanwendung kostet $15, die iPhone-App ist kostenlos.

iCards

Diese Anwendung habe ich nur relativ kurz getestet, da man ursprünglich nicht vernünftig Vokabeln hinzufügen konnte. Als einzige mir bekannte Flashcard-App außer iFlash Touch beherrscht auch sie dreiseitige Karteikarten. Inzwischen kann man sich über Google Spreadsheets Vokabellisten zum Importieren bauen. Im Gegensatz zu iFlash Touch benötigt man also keine Desktopanwendung. Kostenpunkt ist 0,79€

Zen Nihongo

Wer sich auf den JLPT vorbereitet und dem Englischen mächtig ist, kann ich Zen Nihongo nur wärmstens ans Herz legen. Vokabellisten für die Level 1 bis 4 liegen vor. Leider nur Japanisch->Englisch (und auch nicht umgekehrt). Dafür gibt es aber Automatismen zum Lernen. Man sieht die Vokabel auf Japanisch (Lesung kann eingeblendet werden), drückt auf die Vokabel und bekommt die englische Antwort. Dann kann man die Vokabel von 0 – 5 einstufen. Wobei 0 bedeutet, dass man die Vokabel überhaupt nicht kann, bei 1 wird sie noch am selben Tag wiederholt, bei 2 am nächsten, bei 3 nach drei Tagen, bei 4 nach vier – 5 Tagen und bei 5 nach einer Woche (wurde sie mehrfach auf 5 wiederholt, wird sie erst nach zwei Wochen wieder angezeigt). Weiß man eine Vokabel nicht, sollte man sie wieder auf Level 0 stellen, zumindest ist das meine Methode. Anfangs gab es ein paar Probleme mit dem Algorithmus, die sind aber jetzt behoben. Seit der letzten Version wird auch direkt auf der Karte angezeigt auf welchem Level man sie als letztes eingestellt hatte. Der Support durch den Autor ist gut und die Intervalle scheinen inzwischen in Ordnung zu sein. Zur Zeit hab ich etwa 1800 Vokabeln im Einsatz mit über 1500 Vokabeln auf Level 5 und immer so um die 30 auf Level 2 und habe täglich zwischen 150 und 200 Vokabeln zu wiederholen. Das geht aber durch die Direktanzeige des Levels relativ fix. Aktuell hat das Programm einen Sonderpreis von 4,99€ – normalerweise kostet es glaub ich 1 – 2€ mehr.

Die App kostet 3,99€.

Update 01.06.2010: Inzwischen habe ich Level 2 nahezu vervollständigt. Es gibt keine neuen Wörter mehr und ich habe permanent seit 2 – 3 Wochen etwa 30 Wörter auf Stufe 3 und 80 auf Stufe 4. Zu wiederholen habe ich damit etwa 230 Vokabeln pro Tag. Durch ein Update ist es möglich geworden die kumulativen Decks abzuschalten. Ich wiederhole also aktuell auf Level 2, gehe dann aus der App raus, schalte die kumulativen Decks ab und wechsel dann zu Level 1. Danach schalte ich die kumulativen Decks wieder an. Ist zwar ein wenig lästig, funktioniert aber.

Update: Mit dem heutigen Update hat Zen Nihongo Beispielsätze dazu bekommen. Zu jeder Vokabel gibt es damit mehrere Beispielsätze (in Japanisch und englischer Übersetzung). Das verbessert die App um einiges und lässt sie damit definitiv aus der Masse herausstechen. Leider gibt es hier ein großer ABER: In der aktuellen Fassung gibt’s zumindest bei mir böse Performance-Einbußen sobald ich die Beispielsätze “aufmache” (man muss sie bei jeder Karte explizit laden) – entweder reagiert die App mehrere Sekunden nicht oder in einem Fall ist sie sogar abgestürzt. Das Problem tritt nur auf wenn ich die Sätze lade und passiert auf nem 3GS. Der Entwickler schrieb mir, dass auf seinem Classic und 3G die Probleme nicht auftreten und er es sich nochmal genauer anschauen würde.

Update 01.06.2010: Das Performance-Problem ist seit einiger Zeit behoben und ein paar Beispielsätze werden immer automatisch geladen, was ich sehr praktisch finde.

iSRS

Große Erwartungen hatte ich an iSRS. Es hat zwar nur zwei Seiten aber ein ordentliches Spaced Repetition System. Die App ermittelt selber anhand dessen, wie man Vokabeln wertet, wie oft sie wiederholt werden. Über das Mnemosyne-Projekt kann man am Desktop Karten für die App erstellen, eine extra Anwendung (iSRS-Sync) synchronisiert die Kartensätze mit der iPhone-App. Leider hatte ich viele Abstürze mit der App, die zu Datenverlusten führten (State der Karte bzw. selbst eingegebene Karten in der App gingen verloren). Daher kann ich von iSRS nur abraten. Wer trotzdem Interesse hat, kann sich die Light-Version runterladen, die aber unter anderem keine Unterstützung für den Full-Screen-Modus hat. Evtl. sind die Probleme gelöst, aber nachdem der Entwickler zwei Updates veröffentlicht hat, die die Probleme lösen sollten und dies aber nicht taten, wollte ich nicht mehr mit der App weiterarbeiten.

Kostenpunkt: 3,99€

Katakana und Hiragana

Hier kann ich mich leider nicht zu äußern, da ich die schon länger Lesen und Schreiben kann. Die zwei folgenden Kanji-Anwendungen haben jedoch auch eine Kana-Pendant und sind sicherlich ähnlich gut (wenn nicht sogar besser, da Kana weitaus weniger Umfang haben): iKana Touch – 3,99€ Kana LS Touch – 2,99€

 

Kanji

Für Kanji verwende ich aktuell zwei Apps, die ich im folgenden kurz vorstellen will mit ihren Vor- und Nachteilen. Beide umfassen aktuell an die 2000 Kanji.

Update 01.06.2010: Für Kanji benutze ich aktuell nur noch iKanji Touch.

iKanji Touch iKanji Touch ist toll designt und hat einen tollen Modus zum automatisierten Lernen. Es gibt eine Unterteilung der Kanji in 6 Klassenstufen, die einem um die 1000 Kanji näher bringen oder in den Stufen des JLPT. Natürlich kann man auch eine eigene Kanji-Liste erstellen. Meine Empfehlung ist hierbei folgende: Lernt man mit einem Buch oder Unterricht, erstellt man eine eigene Liste, die mit der Zeit wächst. Hält man sich in Japan auf, sollte man nach Klassenstufen lernen, da es hierfür tolles Komplementärmaterial für japanische Grundschüler gibt, bereitet man sich auf den JLPT vor, nimmt man natürlich die Unterteilung in den JLPT. Wobei man jedoch beachten muss, dass in Level 2 z.B. nicht die Kanji von Level 3 und 4 enthalten sind, diese müssen also extra gelernt werden. Also einfach “hochlernen”. Innerhalb der Einteilungen sind die Kanji nochmal in 20er-Packs unterteilt. Mein Lieblingsmodus ist nun “Teach me these KanjI”. Hierbei wird einem ein Kanji mit Lesungen und Übersetzungen gezeigt, danach die Strichfolge. In einem Multiple-Choice-Test wird dann erst die Bedeutung, dann die Lesung, dann die Strichfolge abgefragt. Wie auch bei Zen Nihongo wird in Lernstufen eingeteilt, aber die Anwendung macht das von alleine. Bei einem Fehler geht’s sofort wieder zurück auf Level 0. Die Intervalle (selber Tag, ein Tag, drei Tage, eine Woche, ein Monat) sind sehr angenehm. Zusätzlich gibt es noch Tests für Komposita (Wörter, die aus mehreren Kanji zusammengesetzt sind) und einzelne Tests für Lesungen etc aber diese benutze ich nicht. Was sind nun die Schwachpunkte der App? Der erste Punkt ist, dass die App ausschließlich auf Englisch verfügbar ist. Der zweite ist der Strichfolgentest. Zum einen sind weniger als 1000 Strichfolgen enthalten, was sich beim Lernen für den JLPT Level 2 relativ schnell bemerkbar macht (jedoch nicht für Anfänger und nicht ganz so weit Fortgeschrittene), zum anderen gibt es immer mal wieder Fehler.

Update 01.06.2010: Seit ein paar Wochen gibt es mit dem aktuellen Update Strichfolgen für alle JLPT Level 2-Kanji und einige JLPT Level 1-Kanji.

Inzwischen sind jedoch ein großer Teil der Fehler behoben und meldet man sie im Forum des Entwicklers wird bei den unregelmäßigen Updates auch Fehlerbehebung in der Datenbank gemacht. Es kann jedoch stellenweise ziemlich nerven. Ein anderes Problem am Strichfolgentest ist, dass das Kanji gezeigt wird und man es nachzeichnet. Ein Fehler und man hat das Kanji falsch gemacht. Was mich stört ist, dass das Kanji gezeigt wird und man keine leere Fläche bekommt.

Update 01.06.2010: Schon seit längerem wurde der Test verbessert. Man bekommt zwar immer noch keine leere Fläche, dafür wird einem aber angezeigt ob die App den Ansatzpunkt richtig erkannt hat. Das reduziert Fehler, lädt aber auch zum Schummeln ein.

Da ist das folgende Kanji LS Touch besser. Außerdem gibt es bei allen Tests das Problem, dass eine falsche Berührung das ganze Kanji auf Falsch setzen und damit wieder auf Level 0 zurück. Die Erkennung von unabsichtlichen Berührungen ist zwar besser geworden, ich würde mir jedoch eine “Abgabe-Bestätigung” und Korrekturmöglichkeit wünschen. Leider sieht es nicht so aus als ob das kommen würde. Auf der Webseite gibt’s auch Videos zur App. Die App kostet 6,99€

Kanji LS Touch Kanji LS Touch hat einen großen Vorteil gegenüber iKanji Touch: Alle Bedeutungen sind auch auf Deutsch vorhanden und das tolle ist, dass man die Sprache OS-unabhängig einstellen kann (OS auf Englisch, App auf Deutsch). Die App hat auch weitaus mehr Strichfolgen, wieviele weiß ich leider nicht (alle vermute ich mal) genau. Der Strichfolgentest ist auch besser. Man bekommt eine schwarze Fläche, zeichnet das Kanji rein, klickt auf das Fertig-Icon und dann wird einem gezeigt in welcher Reihenfolge man die Striche gesetzt hat und wie es richtig wäre. Dazu gibt es einen Übungsmodus um das Schreiben zu lernen und eine ganze Reihe Testmodi. Leider gibt es keine Automatismen zum Lernen, darum ist es bei mir nur eine Komplementär-App zu iKanji Touch. Will ich ein Kanji unterwegs üben oder lerne ich Kanji aus irgendwelchen Unterrichtsmaterialien verwende ich lieber Kanji LS Touch. Für das reine Einpauken um Kanji-Wissen aufzubauen nehme ich iKanji Touch. Als letzter Kritikpunkt ist anzumerken, dass das Design meiner Meinung nach stark zu wünschen übrig lässt. Für viele denke ich jedoch, ist Kanji LS Touch – insbesondere wenn man es zusätzlich zum Unterricht einsetzen will – die bessere Wahl. Da es einem ermöglicht das Schreiben zu üben und die Bedeutungen auch auf Deutsch vorhanden sind. Der Entwickler hat auch Videos von der App auf seiner Webseite. Der Preis beträgt 9,99€

Ich freu mich über Kommentare und wenn es Fragen zu den vorgestellten Apps gibt, fragt 🙂

P.s.: Eine Webseite, die definitiv einen Blick wert ist, ist smart.fm, allerdings lernt man auch hier Japanisch über Englisch und der Zugriff mit dem iPhone ist “dank” Flash nicht möglich. Eine iPhone-App ist wohl in Vorbereitung. Eine iPhone-App gibt es inzwischen auch. Ich hatte sie kurz installiert, war nicht sonderlich begeistert und habe sie seitdem nicht mehr benutzt. Daher kann ich hier auch kein Urteil drüber abgeben.