Fever° – Review

Update: Der Artikel hieß einmal: Fever° – ein Fehlkauf. Inzwischen bin ich anderer Meinung, vor allem mit der Ankündigung der Abschaltung von Google Reader und habe das in entsprechenden Update-Bereichen angemerkt.

Fever° ist ein RSS-Client aka Feedreader, der besonderes verspricht. Er sucht sich die Links raus, über die am meisten gesprochen wird und sortiert danach die Artikel. Damit wird Fever umso besser, je mehr Feeds man folgt. Bis jetzt habe ich im Web nur positive Reviews gefunden. Für mich stellte es sich aber als absoluter Fehlkauf heraus.

Ich habe es mir gekauft, weil ich mir dachte, dass ich mich zum Einen unabhängig von Google Reader machen kann, da man ja nie weiß, ob der Service vielleicht mal eingestellt wird und zum Anderen so etwas habe wie ein personalisiertes Google News, mit einer besseren Darstellung was mir wichtig ist.

Installation und Benutzung

Die Software ist in PHP geschrieben und benötigt eine MySQL-Datenbank. Sie ist sehr einfach auf einem Webspace/Server installiert der die Anforderungen erfüllt. Vor dem Kauf bekommt man ein paar Dateien, um zu überprüfen, ob Fever mit dem eigenen Webspace funktioniert. Danach heißt es nur noch kaufen, Seriennummer eintragen und fertig. Vorhandene Feeds können per OPML importiert werden. Ein Multi-User-Betrieb ist nicht möglich, da die Registrierung an der Domain/Sub-Domain hängt.

Benutzen kann man Fever über ein Web-Interface, das auch eine Anpassung für Smartphones hat. Eine API befindet sich aktuell in der Beta. Auf der Webseite gibt es eine Hilfestellung, um es mit [Fluid](http://fluidapp.com/ “Fluid – Turn Your Favorite Web Apps into Real Mac Apps.”) zum Laufen zu bringen. Neue Feeds werden über ein Bookmarklet hinzugefügt.

Für das iPhone gibt es keine explizite App, für das iPad gibt es Ashes über das mir auf Twitter erzählt wurde, dass es wohl sehr absturzfreudig ist. Auf dem Mac gibt es ChillPill. ChillPill ist aber nur ein schicker Wrapper um Fever, der Shortcuts hat und sich nativ als RSS-Reader ausgeben kann.

Das Web-Interface ist sehr gut zu benutzen. Einfach gehalten, man kann seine Feeds in der Hot-Ansicht lesen, die einen anzeigt, worüber gerade viel geschrieben wird oder in Gruppen bzw. Feed für Feed.

Auf dem iPhone ist es eine typische Web-App. Funktioniert, aber man merkt, dass sie nicht nativ ist. Fühlt sich langsam an, die Icons sind leider nicht ans Retina-Display angepasst. Aber es funktioniert und man kann es benutzen.

Der Unique Selling Point: Hot

Wenn man Fever installiert hat, sollte man es mit vielen Feeds füllen, so viel wie möglich. Einsortiert werden diese in Gruppen oder Kindling Sparks. In Kindling Sparks sollten Feeds rein, die viel posten und somit einfach nur die “Temperatur” für Artikel erhöhen. Kandidaten dürften dafür sein: Slashdot oder Rivva. Spiegel Online aber nicht, und warum das gibt es im nächsten Abschnitt zu lesen.

Im Abschnitt “Hot” sieht man dann die Themen über die alle gerade bloggen. Den Zeitraum für “Hot” kann man auch einstellen. Wie sich für mich herausgestellt hat, funktioniert es mit längeren Zeiträumen besser, da die Blogs Zeit brauchen um etwas zu verlinken.

Update: Die Funktion Kindling zeigt alle Feeds, die keine Sparks sind. Die Funktion ist aber für mich auch nutzlos, da ich meine Feeds nach Gruppen sortiert habe (Entertainment, Computer, etc.) und ich nach Gruppen lese. Da sind auch High Volume-Feeds drin, weil ich da auch mal durchskippen will. Und da Sparks aus den Gruppen rausfliegen, kann ich heise und The Verge für mich nicht in Sparks reinkippen, da ich solche High Volume-Feeds nicht unsortiert rumfliegen haben will.

Werbelinks kann man blacklisten. Sponsort also jemand reihum Blogs und alle posten, dass in ihre RSS-Feeds so wandert das ganz schnell nach oben.

Fehlkauf

Warum war es nun ein Fehlkauf für mich? Fever scheint wirklich nur mit Links zu arbeiten. Folgt man vielen Blogs und diese verlinken immer wieder auf den selben Link, so steigt er in der Hotness an. Das habe ich nur in wenigen Situationen als wirklich funktional gesehen. Z.B. zum Thema Zynga kopiert Tiny Towers, Twitter fängt an zu zensieren u.ä.

Schon an diesen zwei Beispielen sieht man Fevers Schwäche: es funktioniert nur, wenn die Blogs immer wieder auf’s Selbe Verlinken. Und dadurch funktioniert es nur mit Blogs. Und Blogs haben meiner Ansicht nach eine Schwäche: sie decken nur einen sehr begrenzten Themenraum ab. Fever funktioniert bei mir mit Tech-News. Da werden Links benutzt und viele linken auf die selbe Quelle, aber damit war es das auch.

Ich will aber nicht nur Tech-News lesen. Und die Webseiten, die den alten Medien entspringen verlinken nun einmal nicht auf die Agenturmitteilung, sondern schreiben einen eigenen Artikel. Und damit kann Fever nichts anfangen. Selbst bei den Tech-News schwächelte es. Selbst mit Slashdot, Engadget, Ars Technica und Heise in den Feeds klappte es nicht wirklich, außer bei sehr wenigen Themen. Das einzige Thema mit Blog-Streuung konnte ich bei der Twitter-Zensur sehen: Engadget, Netzpolitik, Nerdcore.

Am Besten funktionierte es bei Mac-News. Da schreiben aber eh alle beim Gruber ab. Da reicht’s dann auch Daring Fireball direkt zu lesen.

Für normale News habe ich mir eine Reihe Zeitungsfeeds abonniert und Google News in der entsprechenden Sprache. Auf Englisch Huffington Post, LA Times, Economist, Time, New York Times, Washington Post u.a. Auf Deutsch SpOn, Tagesschau, Zeit, FAZ, TAZ, SZ, Handelsblatt u.a.

Gebracht hat es exakt nichts. Da diese keine Links benutzen, bekomme ich auch in Fever ein und dieselbe News dutzendfach dargestellt. Und Blogs schreiben selten über tagespolitische Themen, Weltpolitik und Wirtschaft und verlinken dabei auf bestimmte Artikel ein und derselben Quelle (außer es geht um die Piraten…).

Damit waren das $30 für die Katz. Eine Geld zurück-Garantie gibt es nicht bei Unzufriedenheit. Schließlich bekommt man den Source unverschlüsselt geliefert. Aus dem selben Grund gibt es auch keine Demo-Version. Seh ich ein, ist aber sehr ärgerlich bei missfallen.

Fazit

Update: Heute (14.03.2013) hat Google angekündigt, dass Google genau das tun wird. Nun ja, also dann doch Fever für den Sync.
Während die Funktionalität des “Hot” überhaupt nicht für mich funktioniert, ist es jedoch ein brauchbarer Web-Reader für RSS-Feeds und da es mit Reeder und Sunstroke inzwischen native iOS-Clients gibt, ist dieser Bedarf auch gedeckt. Keine Ahnung wie es bei Android aussieht.
Aber ich schaue auch mit großem Interesse auf Newsblur und dann ist noch Feed Wrangler. Newsblur finde ich am interessantesten, aber die mobile App kommt lange nicht an Reeder ran imho, dafür ist die Webapp um einiges besser als die von Fever. Man wird wohl abwarten müssen, was die ganzen nativen RSS-Clients anbieten werden zum Syncen. Meines Wissens nach ist die Newsblur-API auch offen (Newsblur ist im insgesamten sogar Open Source). Bei Fever zahlt man halt einmal und kann nicht testen. Bei Newsblur zahlt man einen geringen Betrag pro Jahr (zwischen $12 und $36 nach eigener Wahl) oder kann vermutlich auch selber hosten mit dem oben verlinkten Source Code. Bei Feed Wrangler ist noch nichts bekannt.

Altes Fazit:

Altes Fazit: Ich kann Fever wirklich nicht empfehlen, außer man interessiert für einen sehr begrenzten Themenbereich und hat da alles an Blogs abonniert was es gibt. Aber dann kann man auch einfach seine Feeds auf die paar wenigen Meinungsführer reduzieren.

Lasst Fever° lieber links liegen und gebt das Geld für einen anständigen Feedreader aus und hofft, dass Google Reader nie seinen Dienst zwecks Sync aufgibt. Baut euch eine gute Liste an Leuten, denen ihr auf Twitter folgt und benutzt Google News für das tagespolitische, da es nach Kontexten Nachrichten nach oben bringt.

Schade. Tolle Idee, die aber zumindest für mich überhaupt nicht funktioniert.

Wir wollen doch alle das Gleiche

Ich würde mich nicht als Feminist bezeichnen, aber die Kommentare zu einem Blogbeitrag von Map (teils bereits wegmoderiert) haben mich zum Grübeln gebracht, weil ich teils mein selbst von vor zehn Jahren darin gesehen habe. Ich war auch einmal der Meinung, dass Frauen mehr als genug gefördert werden (hey, spezieller Unterricht für Mädchen, weil sie angeblich so schlecht in Naturwissenschaften sind), wir müssen zum Bund oder zum Zivi, die nicht etc. Und wer hat nicht gerne ein Bild von einer Frau mit ausladendem Charakter auf dem Desktop?

Nun, inzwischen sehe ich das alles etwas anders. Irgendwann sind mir zwei Dinge klar geworden über die Gesellschaft in der ich leben will. Zum Einen, will ich, dass jeder gleichberechtigt ist. Zum Anderen will ich, dass mich jeder behandelt, wie ich sie behandle. Beides ist nicht so einfach umzusetzen, wie man sich das denkt. Vor allem bedingen sich beide gegenseitig meiner Meinung nach.

Das Problem ist, dass wir von Rollenklischees geprägt sind. Natürlich, Klischees machen das Leben einfacher und unser Gehirn ist so verdrahtet, dass es sie auch braucht, um schnell Entscheidungen treffen zu können. Das Problem ist nur, dass die Rollenklischees, die auf Frauen gelegt werden in der Regel nicht damit kompatibel sind, dass Frauen in Führungspositionen gehören, Ahnung von Mathe, Naturwissenschaften, Technik usw. haben. Frauen können kochen, Handarbeiten sind Frauensache, sie kümmern sich um die Kinder und den Haushalt.
Seitdem ich ein Kind habe, kenne ich hier z.B. auch die andere Seite. Wenn ich mit meinem Sohn im Familienzentrum bin und mich mit anderen Müttern unterhalte, schauen die meisten nicht nur auf ihr Kind, sondern auch vermehrt auf meinen Sohn. Da wird dann hingegangen und bevor ich was machen kann, die Mütze wieder über seine Ohren gezogen. Und wisst ihr was, dass ist ein dämliches Gefühl. Das vermittelt einem ein “du bist ein Mann, du kannst das eh nicht richtig”. Unschön. Aber in der Gesamtheit der Gesellschaft sind das in der Regel nicht so große Bereiche und vor allem nicht so wichtige. Stellt euch mal vor ihr würdet an eurem Rechner sitzen, bastelt und regelmäßig kommt wer an und fragt euch, ob man euch helfen kann. Irgendwann bekommt man das Gefühl von “Halten die mich alle für doof”.

Aber das betrifft ja nicht nur die “männlichen” Fähigkeiten. Das Ding ist, dass da so viel strukturell in unserer Gesellschaft drin ist, dass es keinen Spaß mehr macht. Frauen die keinen Job bekommen, weil sie Kinder haben. Schließlich bleibt ja die Frau zu Hause und nicht der Mann, wenn eins der Kinder krank ist. Oder Frauen, die keinen Job bekommen, weil sie eine Frau sind. Sie könnte ja schwanger werden und ausfallen.
Dann ist es so, dass aktuell eher Männer in Führungspositionen sind als Frauen. Ich such jetzt nicht die Paper dazu raus, aber gleiches zieht gerne gleiches hoch. Weiße Männer in Führungspositionen stellen lieber weiße Männer an und fördern diese (und das richtig Böse daran: das passiert ohne das man es merkt und man kann nicht viel dagegen machen). Man bleibt gerne in seiner Gruppe. Und aus solchen Gründen gibt es Gesetze, die Männer “diskriminieren”. Weil in unserer Gesellschaft aufgrund von gewachsenen Strukturen heraus in der Regel eine Menge Vorteile eingeräumt werden. Und da muss dann gegengesteuert werden. Notfalls per Gesetz, Quote was auch immer. Der Mittel gibt es viele. Wann welches das richtige ist, ist eine andere Frage.

Ach ja, die Desktop-Bilder hab ich vergessen – oder Werbung, Fotos, you name it. Da werden Frauen von Menschen zu Objekten, die angegafft werden. Da werden Menschen reduziert auf ihr Aussehen und ihre Rollenklischees. Und nein, das ist nicht gut. Klar, könnt die vollbusige Dame mit tiefem Ausschnitt auf dem Desktop haben, aber dann wundert euch nicht, wenn jemand anderes ein Problem damit hat. Ja, ich weiß, das Äquivalent gibt es auch für Männer. Aber da ist es weitaus nicht so gehäuft und die Klischees für Männer sind meist weitaus positiver belastet, als die für Frauen. Es ist einfach mistig.

Ihr wollt doch auch, dass es keinen Rassismus mehr gibt? Sprich: alle Menschen egal welcher Herkunft und Hautfarbe sollen gleichbehandelt werden. Was ist daran so schwer, das Gleiche auch auf Geschlecht auszudehnen? Ihr seid gegen Racial Profiling, aber gegen Gender Profiling, das einfach in vielen Köpfen immer noch stattfindet, wollt ihr nicht wirklich was tun? Zugegeben ich habe mit der verwendeten Sprache von so manchem feministischem Blog auch so meine Probleme und das Wort “Kackscheiße” ist sicherlich nicht eins meiner Lieblingswörter. Und ich bin auch der Meinung, dass es der Sache schaden könnte. Aber auch die nicht moderaten muss es geben. Weil sie häufig viel Zeit in die Sache stecken. Die Sache ist, dass ich sie besser verstehen kann, als der pure Hass, der auf der “Gegenseite” auftritt. Die Frauen und Männer, die äußerst provokant für Gleichberechtigung von Frauen schreiben, haben gegebenenfalls Erfahrungen, die sie dazu bringt diese Sprache zu nutzen. Aber der Hass auf der Seite der Anti-Feministinnen. Wo kommt der her? Ich versteh es nicht. Da muss doch noch irgendwas tieferes hinterstecken. Vielleicht beim nächsten Schreiben eines Kommentars nochmal tief durchatmen, eine Nacht schlafen und in sich gehen, was da eigentlich steht und was das eigene Problem damit ist und versuchen sich in die andere Seite hineinzuversetzen. Empathie ist etwas tolles.

Wie auch immer. Ich denke wir sind uns einig, dass wir alle wollen, dass alle gleichbehandelt werden, oder? Ich bin froh, dass ich ein weißer Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft bin, der fürsorgliche Eltern hat. Alles Vorteile, die mir voraussichtlich mein ganzes Leben zur Seite stehen weil die Gesellschaft entsprechend gepolt ist. Ich hoffe aber, dass all diese Vorteile sich irgendwann aufheben. Ich versuche an mir zu arbeiten, um dieses Ideal zumindest für mich umzusetzen. Aus dem einfachen Grund, weil ich nicht scheiße behandelt werden will und davon ausgehe, dass Menschen mich (hoffentlich) so behandeln, wie ich sie behandle.
Ist häufig nicht einfach, aber man kann es ja zumindest versuchen. Du doch auch, oder?

My problem with high fantasy-rpgs

I have a role-playing group for years now. For a long time we played games like Shadowrun or Eclipse Phase. Right now we are playing Pathfinder. Pathfinder is a high-fantasy system based on Dungeons & Dragons 3.5. Until now I played a Life Oracle aka a powerful healbot. I did one thing and I did it well: heal my group. In the last session my character died because of some wrong decisions of the group regarding an overpowerful enemy. Well, I am not sad at all. It got pretty boring to play a healbot. In combat I buffed a bit, but most of the time I just tried to get near people for in-combat healing, when there were undead enemies I could do some damage and otherwise I just tried to not get hurt and heal everyone after combat. That’s pretty much it.

Now I have the chance to build a new character. Since we are a group of 6 players a lot of the roles are set already. There is tank (dwarven fighter), a big weapon (half-orc barbarian), the range-combat guy (elven ranger), a buffer (drow wizard whose main job now is to hand out haste…) and a rogue who can do some damage and can disable traps. Since I do not want to play the healbot anymore I had a look around other classes and I came to the conclusion that each and every class seems pretty boring.
Whatever you are doing, the only thing that is expected as it seems is to optimize the heck out of your character, I mean specializing it because the game mechanics do not allow anything else. And everything is very much straight forward it seems. I just do not see how most of the abilities can be used within the setting and the rules in a creative way. And finding holes in the rules isn’t the creativity I mean. There is just not a lot of space to do unexpected things. Even a magic based character can’t do that unexpected stuff.

And the setting is more suited to rail roading than to open gameplay. Rail roading in that case means that there is not much in terms of left and right what we can actually do. In games that play nowadays or in the future have in my experience an intel- and a mission phase. In the intel phase you do your legwork. Try to get information etc. More than just ask around in the local tavern but go to the target location and find out information that will make the mission easier and come up with unconventional ways to solve it. But doing intel with a classic dungeon crawl, on a graveyard or some “bad” place isn’t really possible because you get thrown into the “mission” usually immediately if you are coming near the dangerous terrain. And therefore the mission phase becomes usually pretty straightforward as well because the setting rarely allows for unconventional solutions.

Maybe it is just me but I think I found now out why I actually do not like fantasy-settings. I would be grateful for any suggestions how I can make it more fun for me and I would be really really grateful if someone could give me some hints for interesting builts that allow a diversified gameplay for a new pathfinder-character. I planned to do a Paladin but that’s in the end more or less only one action all the time as well.

Getting out of touch

The last few weeks I am mainly posting on App.net and I am rarely using Twitter. I noticed today more than ever before that Twitter became in the last years my main news-source. Yesterday Dirk Bach, a famous German comedian, died and I didn’t knew it. Apparently it was all over the place in Germany: TV, radio, newspapers, twitter, you name it. Wouldn’t I have the subway today, which are equipped in Berlin with little TVs with news etc., I still wouldn’t know it.

And I have to say that I actually do not care that I do not get my news asap and all the time. I don’t miss it. I like it that App.net is right now a place to chat, which isn’t flooded by hype after hype. At the same time I do not feel that uninformed.

Once I heard from someone who is subscribed only to a weekly newspaper with the following reasoning: The hypes are already boiled down and only the important news that actually survived a week make it in there. I’m in a similar place. My main ways to get news right now are podcasts. My RSS-feeds deliver too much of an output that I could check them in a reasonable time when I’m really busy (like right now). It’s mainly for news about Japan that I check them because of a lack of a good podcast. If someone knows one in German, English or Japanese, please mention it in the comments.

For world news I listen to Newz of the World. It’s a weekly podcast in English about well Newz of the World from the point of view of the two podcasters Tim Pritlove and Bicycle Mark. They do in my opinion a good selection of news items – a good mixture of the important and the underreported news. For net politics related news I listen to the German podcast Logbuch: Netzpolitik. For economics I listen to Planet Money and Freakonomics. Not always actual topics, but a good selection, entertaining and they do a very good job on reporting. With those four podcasts I listen to all episodes. For anything else, usually Germany related, I listen to hr2 Der Tag and dradio-Hintergrund. They both select quite good actual topics and do good reporting on background information of those topics. I do not listen to each episodes of those two podcasts but select topics interesting to me.

Well, and that keeps me in my opinion actually informed without getting all the short-lived hypes and often quite unimportant news. Even the death of Dirk Bach is actually nothing I’m really caring about and not important enough that I would have needed to read a day long tweets and listen to stuff about him because I didn’t like what he did the last years. It’s sad that he passed away but is sad the same way like the passing away of other people I do not personally know. The important thing is that the significant news reach me.

Tanzverbot in Japan für kleine Clubs und nach Mitternacht

Tanzverbot in Japan für kleine Clubs und nach Mitternacht

Das wusste ich auch noch nicht: In Japan ist es verboten in Clubs zu tanzen, die eine Fläche von weniger als 66m2 haben und auch nach Mitternacht ist das Tanzen verboten.

“It is very difficult for clubs in big cities to find somewhere affordable with a 66-sq.-meter floor allowing them to get the license,” Isobe said in a recent interview with The Japan Times. “It is also unreasonable to prohibit late-night dancing in a society where many restaurants stay open around the clock.”

Der japanische Premier Noda warnt China / Probleme mit Südkorea

Der japanische Premier Noda warnt China / Probleme mit Südkorea

Die Gewalt ist wohl rückläufig in China, dafür gibt es Anzeichen von wirtschaftlichen Sanktionen seitens Chinas.

“Recent delays in customs and visa issuance are of concern,” Mr. Noda continued, referring to reports that Japanese companies were now facing a form of economic harassment…

Noda warnt daraufhin China, dass es auch für China dadurch zu Problemen kommen kann.

“I hope for its levelheaded and rational understanding that anything to discourage that is a disservice to itself”

Außerdem scheint mit Südkorea mal wieder das Trostfrauen-Problem, Frauen, die zur Kriegszeit von Japan in die Prostitution gezwungen wurden, hochzukochen.

The South Korean foreign minister is widely expected to raise demands for new “comfort women” compensation in his U.N. speech.

New York Times über das Senkaku/Diaoyu-Problem

Die New York Times über das Senkaku/Diaoyu-Problem

Die New York Times hat einen sehr schön geschriebenen Artikel über das Senkaku/Diaoyu-Problem geschrieben, der für mich zum Ersten Mal erklärt, was es mit den ganzen Eigentumsrechten auf sich hat. Also wie die Privatbesitzer der Inseln überhaupt in den Besitz der Inseln gekommen sind.

Even before World War II, there were few economic activities on the islands. A small factory on Uotsuri made dried bonito shavings, a favorite Japanese food, and hunters gathered albatross feathers for European fashion boutiques.

Zur Wiedervorlage: Japanisch lernen mit dem iPhone bzw. iPod Touch

Vor mehreren Jahren schrieb ich einen Artikel über das Lernen von Japanisch mit dem iPhone bzw. iPod Touch. In der Zwischenzeit sind natürlich auch eine Reihe anderer Apps erschienen und manche habe ich mir auch angesehen, aber seit ein – zwei Jahren bin ich auf einer Lösung hängen geblieben, da es nichts gibt, was an diese Apps rankommt.

Vokabeln: Anki

Anki ist ein sehr flexibles Karteikartenprogramm, dass nach einem sehr gutem Algorithmus arbeitet, um die Pausen zwischen Wiederholungen festzulegen. Es gibt eine Desktop-App für Mac OS X, Windows, Linux und Free/NetBSD. Die App ist nicht sehr hübsch, tut aber. Dazu gibt es eine inoffizielle Android-App und eine offizielle iPhone-App. In der aktuellen Version ist sie noch nicht so schön, aber sie funktioniert sehr gut. Aktuell läuft die Beta für Anki 2 Mobile und die ist sehr empfehlenswert, aber auch teuer (mehr dazu weiter unten). Über das Web lässt sich das alles synchronisieren (Anki/iPhone importiert auch Decks via iTunes) und dann über ein normales oder ein mobiles Web-Interface auch benutzen. Wer also nicht die 19,99€ für das Erste für die iPhone-App ausgeben will, bleibt erst einmal beim mobilen Web-Interface. Hab ich auch eine Zeit lang so gemacht.

Der Entwickler begründet den Preis seiner iPhone-App damit, dass er alles andere seit Jahren kostenlos zur Verfügung stellt und man ihn so unterstützen kann. Das Geld lohnt sich aber und man kann mit Anki so ziemlich alles in Karteikarten quetschen inkl. Ton, Mathe (über LaTeX) und für Japanisch gibt es sogar Unterstützung für Furigana.

Achtung: Es gibt aktuell für den Desktop und das Web eine Beta für Anki 2. Diese syncen nicht mit der aktuellen Anki Mobile-App für das iPhone (ich weiß nicht, wie es mit der Android-Version aussieht).

Kanji: iKanji Touch

Ausführlich habe ich in meinem alten Artikel draüber geschrieben. Es sieht sehr gut aus, die Tests sind ordentlich (wenn auch nur zum Lesen lernen üben geeignet), aber es ist weiterhin nur auf Englisch verfügbar. Viele Fehler in der Datenbank sind inzwischen ausgebügelt und beim aktuellen Kanjilernen sind mir auch keine über den Weg gelaufen. Aufgrund seiner Optik und der Tests macht es wirklich Spaß damit zu lernen. iKanji Touch kostet 6,99€.

Wer nicht gut genug Englisch kann, dem sei Kanji LS Touch, das sogar Universal ist, für 9,99€ empfohlen. Auch in o.g. Artikel erklärt.

Für das Schreibenlernen von Kanji kann ich keine App empfehlen. Da ist meine Empfehlung weiterhin: Bleistift und Papier. Bleistift, weil man damit auch sehr gut Druckpunkte und Strichfolge erkennen lassen und man besser an seinen eigenen Fehlern arbeiten kann. Und das Ganze manuell, weil es einfach viel Wiederholung brauch und sich Handschrift einfach besser damit übt, als mit dem Finger auf einem Touchscreen-Gerät. Dazu kommt, dass sich so 100 Wiederholungen eines Kanji schlecht auf einem iPhone aufschreiben lassen.

Zwei Filmempfehlungen aus Japan

Gerade bin ich so am Durchgehen meiner Sammlung, vor allem was ich so an japanischen Filmen da habe. Und da stoße ich immer wieder auf zwei Filme, die mir richtig gut gefallen. Leider sind beide, selbst bei Menschen, die sich für ostasiatische, oder japanische Filme im Speziellen interessieren nicht so bekannt. Beide Filme sind mit Kubozuka Yōsuke und Hosoyamada Takato.

Go (2001)

In Go geht es um einen Jugendlichen der der koreanischen Minderheit angehört. Aber er ist in Japan geboren und aufgewachsen, es ist nicht zu erkennen, dass er Koreaner ist. Er entscheidet sich auf eine japanische Oberschule zu gehen, damit er später auf einer besseren Uni studieren kann, um bessere Chancen im Berufsleben zu haben. Vor der Oberschule ging er auf eine nordkoreanische Schule in Japan. Es entwickelt sich eine Beziehung zu einer Japanerin, die ihn aber ablehnt, als sie herausfindet, dass er Nordkoreaner ist. Der Film zeigt die Probleme der Zainichi-Kankokujin (der japanische Begriff für die koreanische Minderheit) und wie die japanische Gesellschaft mit ihnen umgeht. Von damals noch existierenden Ausweis für Ausländer (Japaner tragen keinen), bei dem es eine Strafe mit sich zog, wenn man ihn nicht mit sich trug. Dem vorherrschenden Rassismus in der Gesellschaft. Und auch das Leben in zwei Welten.

Das interessante an dem Film ist, dass er von Japanern gedreht und gespielt wurde. Das Buch auf dem der Film basiert wurde von einem Angehörigen der koreanischen Minderheit geschrieben. Aber es ist das erste Mal, dass sich von japanischer Seite an diese Thematik gewagt wurde durch einen Film.

Ping-Pong (2002)

Ping-Pong ist wie der Name schon andeutet ein Sportfilm. Es geht um zwei Schüler Peco und Smile, die beides sehr gute Ping-Pong-Spieler und Freunde sind. Peco hat großes Talent, aber sieht den Sport nur als Zeitvertreib. Smile muss mehr arbeiten um wirklich gut zu sein, aber für ihn bedeutet der Sport auch mehr. Der Film zeigt die Motivationen und Haltungen gegenüber dem Sport. Was erstmal komisch klingt, entpuppt sich als sehr unterhaltsamer Film, der auch ein bisschen zum Nachdenken anregt und sehr sympathische Charaktere hat. Dazu kommt ein toller Soundtrack.

Wenn ihr die Möglichkeit habt diese Filme zu sehen, lege ich sie euch wärmstens ans Herz. Nur wenige Filme habe ich mir ähnlich oft angesehen.