Review: Beyerdynamic MMX 101iE

Update: Seit dem Kauf wurden die Kopfhörer jetzt zweimal ausgetauscht wegen Kabelbruchs. Das erste Mal sind sie Ende August kaputt gegangen (hielten also etwa 1,5 Monate), das zweite Mal Anfang Dezember (also 2 – 3 Monate) und jetzt sind sie wieder defekt (1,5 Monate). Da werde ich wohl mein Geld zurückverlangen und mich nach einem anderen Produkt umsehen.

Update: Ich bin begeistert. Innerhalb von wenigen Tagen (weniger als einer Woche) wurde mir der Kaufbetrag inkl. der Kosten für das Einschreiben zurückerstattet. Toller Service.


Wie gewünscht ein kurzes Review der Beyerdynamic MMX 101iE (In-Ear-Kopfhörer) und warum ich diese und keine anderen Kopfhörer gekauft habe. Ich bin nicht audiophil und akkustisch reichen mir auch die Apple-Kopfhörer. Natürlich ist es schön, wenn Kopfhörer auch Bass haben. Benutzt habe ich die Beyerdynamic mit einem iPhone 3GS, einem Late 2006 iMac 17″ und einem iPod Shuffle 2. Generation.

 

Beyerdynamic MMX 101iE Bildquelle: Beyerdynamic.de - http://www.beyerdynamic.de/shop/media/catalog/product/cache/2/image/x218/040ec09b1e35df139433887a97daa66f/m/m/mmx101_3c.jpg

Die Beyerdynamic sind klangtechnisch klasse. Ein sehr ausgewogenes Klangbild, ordentliche Bässe aber nicht zu starke Tiefen, die Höhen stimmen auch. Ein Nachjustieren über den Equalizer ist für mich jedenfalls nicht nötig.

Die Umwelt hört die eigene Musik nicht mit. Die Kopfhörer sitzen gut, könnten aber besser sitzen. Dafür müsste ich dann aber wohl nochmal 120€ zahlen, um eine Anpassung für meine Ohren zu bekommen. Die Kabel sind recht steif, die Verstärkungen an der Klinke und an der Stelle, an der sich die Kabel teilen sind verstärkt um Kabelbruch entgegenzuwirken.

Die Fernbedienung entspricht von der Funktionalität der Fernbedienung, die beim iPhone 3G beilag. Also nur ein Knopf, kein lauter und leiser stellen. Funktionieren tut sie einwandfrei. Beim Telefonieren war die Gegenseite etwas “zu weit weg” akkustisch. Beschwerden über die Sprachqualität auf meiner Seite gab es nicht.

Bestellt habe ich die Kopfhörer direkt bei Beyerdynamic im  Webshop. Geliefert wurde schnell, beigelegt waren noch zwei CDs, in die ich aber noch nicht reingehört habe. Die Lieferung (für ca. 5€ Porto) ging schnell, aber es war langsamer als bei einer Bestellung über Amazon.

Warum nun die Entscheidung für diese Kopfhörer und nicht für ein  Modell anderer Hersteller?
Die Beyerdynamic sind die einzigen In-Ear-Kopfhörer, im Preisbereich bis 100€, bei denen ich ausschließlich gute bis sehr gute Reviews zum Klang gelesen habe. Bei anderen gab es irgendwo immer etwas zu bekritteln. Der Klinkenstecker ist L-förmig und geht nicht grade hoch, wie bei anderen Kopfhörern. Dadurch ist die Gefahr für einen Kabelbruch schon einmal reduziert. Zusätzlich sind es die einzigen Kopfhörer bei denen explizit beworben wird, dass sie Verstärkungen gegen Kabelbruch haben. Die Kabelbrüche bei den Apple-Kopfhörern alle drei Monate sind mir leid. Bei anderen Herstellern halten bei mir Kopfhörer im Schnitt 6 Monate (bis auf ein bestimmter Sony-Kopfhörer, der mehrere Jahre ausgehalten hat und leider kein ordentliches Nachfolgemodell hat). Ich hoffe, dass die Verstärkung hilft.Und als letztes ist Beyerdynamic die einzige Firma bei der ich die Garantiebedingungen schnell und einfach auf der Webseite finden konnte. Bei keinem anderen Hersteller ist mir das so wirklich gelungen.

Also toller Klang, sitzen gut, Fernbedienung funktioniert, L-förmige Klinke, Kabelbruchprävention und Garantiebedingungen findet man auch.

Ca. 100€ im Internet.

Flattr this

Digitale Zeitschriften…so nicht…

Es gibt eine britische Zeitschrift namens Retro Gamer, die meiner Meinung nach mit eines der besten Magazine ist, die ich je gelesen habe. Leider ist der Import relativ teuer und ne Menge alte Ausgaben sind vergriffen. Eine digitale Version wird natürlich nicht angeboten. Aber…Trommelwirbel…es gibt eine iPhone/iPad-App. 1,59€ und die aktuelle Ausgabe ist inklusive. Also gekauft und mit der Erwartung, dass das wohl für iPhone und iPad optimiert ist.

Pustekuchen. Ich habe kein iPad, sondern nur ein iPhone. Vom Goodreader weiß ich, dass PDFs halbwegs funktionieren können. Aber diese Anwendung der Firma Pixelmags ist ziemlicher schrott (zumindest auf dem iPhone). Zoom auf Textstellen funktioniert nicht, der Text wird nicht immer scharf gerendert, Copy und Paste funktioniert nicht etc. Also den iPhone Explorer angeworfen und nachgeschaut, ob man die PDF rausziehen kann aus der App. Ja und nein. Die PDF ist keine PDF, sondern eine Zeitung ist ein Ordner mit einer Sammlung von JPGs. Jede Datei ist dreimal vorhanden – small, medium und large. Kein Wunder, dass das nicht ordentlich funktioniert.

Dazu kommt eine search_term.plist und eine Datei namens “keyfile”.

Dann mal alles auf den Rechner gezogen und wie die Datei keyfile vermuten lässt ist alles verschlüsselt. XCode öffnet die search_term.plist nicht weil sie korrupt sei, die JPGs können auch nicht geöffnet werden. So soll es sein. Danke Imagine Publishing und Pixelmags. Ihr wisst wie man Kunden zufrieden stellt.

Die Preise sind fair – 4€ pro Ausgabe und die Abos sind auch günstig, wenn man außerhalb der Vereinigten Königreiche lebt, aber so geht das nicht. Es macht keinen Spaß dieses tolle Magazin auf dem iPhone zu lesen, etwas rauskopieren kann ich auch nicht. Was soll das? Ich will den Kram auf jedem meiner Geräte lesen können; wenn’s eine PDF sein muss, ok. Aber JPGs? Nichts mit Durchsuchen, nichts mit kopieren von Textstellen? Und dann auch noch alles mit DRM verpackt, damit der Kunde auch gar nichts damit anfangen kann? WTF? aufreg

Flattr this

Teurere Spiele brauch das Land

Die Universal App für iPad und iPhone kostet 3,99€. Nicht billig, aber für Fans definitiv ein Muss. (aptgetupdateDE)

Ein Trend, den ich schon seit längerem beobachte, “dank” der Spottpreise im AppStore. Spiele kosten 4 – 5€ und bekommen als Kommentare: nicht billig, viel zu teuer etc. Mir scheint es, dass die Leute sich keinerlei Gedanken machen, wie teuer die Entwicklung von solchen Spielen ist.

Natürlich gibt es Spiele, die innerhalb weniger Tage zusammengeschrieben sind. Die meisten dürften aber wohl eher im Rahmen von 6 – 12 Monaten liegen und ggf. sogar mehrere Entwickler am Start haben. Sagen wir mal 12 Monate Teilzeitentwicklung von einer Entwicklerin, die noch in ihrem Dayjob steckt und nebenher entwickelt. Gehen wir von 20 Stunden Entwicklung pro Woche aus. Das sind 80 Stunden pro Monat und dann kommen wir auf 960 Stunden Entwicklungszeit. Das ist nicht wirklich viel. Die gute Frau will außerdem ordentliche Musik und Graphiken in ihrem Spiel haben. Sie ist aber weder Musikerin noch Designerin. Also kommen die auch hinzu. Gehen wir mal von 500€ für Musik und 1000€ für Graphiken aus. Das ist meines Wissens nach nicht sonderlich viel (bei einem Stundensatz von 100€ inkl. Mehrwertsteuer – nicht ganz billig, aber wir wollen ja ordentlichen Kram). Das heißt 960 Stunden Arbeitszeit vorinvestiert. Gehen wir von 7,50€/Stunde aus, so als Art Mindestlohn (ja, ich weiß – das ist verdammt wenig und sie verdient in ihrem Dayjob vermutlich mehr). Dann sind wir bei 7200€ + 1500€, also 8700€ Vorinvestition. Das ist afaik eine sehr niedrige Zahl. Aufgrund der niedrigen Preis im AppStore verkauft sie ihr Spiel für 1,59€. Ein Drittel geht an Apple – also 0,53 Cent, bleiben ihr also noch 1,06€.

Das bedeutet, dass sich das Spiel 8206 mal verkaufen muss, damit sie ihre Vorinvestition raus hat. Ach ja, das ist übrigens Brutto. Steuern müssen natürlich auch gezahlt werden und der Stundenlohn ist wirklich gering.

Würdet ihr für 7,50€/Stunde Brutto einer Arbeit nachgehen, die euch zwar Spaß macht aber wirklich aufwendig ist? Und die meisten Spiele sind vermutlich von mehr als nur einer Entwicklerin gebaut worden. Die wollen alle bezahlt werden. Macht euch mal nen Kopf wieviel Entwicklungszeit so ein Spiel oder eine App kostet. Das muss auch wieder reinkommen. Software kostet Geld. Gute Software kostet meist gutes Geld. Geiz ist nicht Geil, sondern macht eher die Entwicklerstudios kaputt. Bei digitaler Distribution darf ein portables Spiel ruhig 8 – 20€ kosten. Für nen NDS- oder PSP-Spiel gibt man auch locker 30 – 40€ aus. Die sind nicht unbedingt umfangreicher oder bringen euch mehr Spaß. Für euren Kinobesuch zahlt ihr vermutlich im Schnitt 8€. Für Junkfood 6€ und bei nem Spiel, das euch stundenlang Spaß bereitet sind 4€ teuer? Geht’s noch? aufreg

Flattr this

“Notwendige” Podcastliste

Wie auf Twitter angekündigt, habe ich heute meine Podcast-Liste ausgedünnt und hoffe ihr damit wieder Herr zu werden. Über 400 Folgen ungehört und es wird nicht weniger. Aber es schien einiges Interesse daran zu geben, was ich höre. Also hier die Liste mit einer kurzen Begründung. Alle Podcasts sollte es im iTunes Store geben oder einfach per Google zu finden sein (für die Apple-Nichtmöger). Dahinter eine kurze Liste von erwähnenswerten Podcasts, die geflogen sind (aber da waren noch mehr).

Arming the Donkeys

Dan Ariely, Prof. für Verhaltensökonomie an der Duke University, interviewt in unregelmäßigen Abständen Kollegen in den verschiedensten Arbeitsbereichen. Ariely befragt seine Gegenüber woran sie gerade arbeiten und was noch viel wichtiger ist: Was ihre Arbeit für “uns” bedeutet. Die Länge beträgt 5 – 10 Minuten. Englisch.

Build and Analyze

Der einzige Podcast aus dem 5by5-Imperium, der über geblieben ist. Dan Benjamin redet mit Marco Arment (Tumblr, Instapaper) über diverse Themen. In der Regel sehr Mac-lastig. Arment ist ein angenehm anzuhörender Gesprächspartner mit interessanter Meinung. Den Podcast mit Gruber konnte ich mir z.B. nicht anhören, weil der Mann einfach “zu gelassen” war. 60 – 75 Minuten, einmal pro Woche. Englisch.

Chaosradio Express

Tim Pritlove interviewt zu den unterschiedlichsten Themen unterschiedliche Leute. Oft technisch, aber nicht immer, dafür immer nerdig. Sehr hohe Qualität. Bis jetzt gab es glaub ich nur drei oder vier Folgen, die ich mir nicht angehört habe. Im Schnitt 120 Minuten. Deutsch.

Das Erste – Anne Will

Hier werde ich immer gefragt, warum ich mir das antue. In dieser Talkshow bekomme ich ein aktuelles Thema präsentiert und die Gäste repräsentieren meist die wichtigsten involvierten Parteien. So bekommt man wenigstens einmal die gesammelte Polit-PR zu dem Thema zu hören, ohne sich groß kümmern zu müssen. Ca. 60 Minuten, einmal die Woche. Deutsch.

Der Lautsprecher

Tim spricht mit ausgewählten Gästen über das Podcasten. Gibt glaub ich keinen der qualifizierter ist. Da ich selber Interesse daran habe mal was zu machen (und bald mache), ist es eine gute Quelle. Im Schnitt 120 Minuten iirc. Deutsch.

Die Profis – Der Benecke

Eine Sendung von Radio Eins in der Mark Benecke, bekannter Kriminalbiologe, zu seltsamen wissenschaftlichen Themen interviewt wird. Schöner unterhaltsamer Blick über den Tellerrand. Ca. 10 Minuten, einmal die Woche. Deutsch.

[Die Wahrheit]

Marcus Richter aka Monoxyd spricht mit unterschiedlichen Gästen unregelmäßig über unterschiedliche Themen. Bisher nur fünf Folgen, aber die waren ganz interessant. Ist noch auf der Trial-Liste. 60 – 75 Minuten. Deutsch.

dradio-Hintergrund

Jeden Tag ein Thema, meist aktuell, gut recherchiert und zusammengefasst. Ca. 20 Minuten, die sich täglich lohnen. Deutsch.

Elementarfragen

Nicolas Semak sucht sich interessante Themen raus und dazu die passenden Gesprächspartner. Leider sehr unregelmäßig aber mit sehr hoher Qualität. Länge schwankt sehr iirc. Deutsch.

Fanboys

Martin “map” Pittenauer und Dominik “monkeydom” Wagner von den Coding Monkeys sprechen über Apple, Netzpolitik und ähnliche Sachen. Zwei Leute die gut informiert sind und einen ordentlichen technischen Hintergrund im Appleverse haben. Für Fanboys ein Muss. Im Schnitt 75 Minuten, einmal die Woche. Deutsch.

Freakonomics

Ein Volkswirtschaftsprof und noch jemand sprechen sehr gut produziert über unterschiedliche ökonomische Themen. Sehr interessant, sehr angenehm zu hören. 15 – 30 Minuten, einmal die Woche. Englisch.

MobileMacs

Tim Pritlove, Max Winde, Denis Ahrens und Hukl quatschen 3 – 4 Stunden über Macs und andere Tech-Neuigkeiten. Sehr unterhaltsam, der technische Hintergrund ist sehr hoch und dadurch wird es interessant. Hier stimmt die Mischung an Unterhaltung und Gesprächsgehalt, so dass man auch bei der Länge nicht abschaltet. 3 – 4 Stunden, zweiwöchentlich. Deutsch.

Nicolas Semak | Podcast

Wie Elementarfragen, die Themen sind nur nicht so elementar. Deutsch.

Not Safe for Work

Holger “Holgi” Klein und Tim Pritlove quatschen über Gott und die Welt. Sehr unterhaltsam, oftmals auch sehr interessant. 3 – 4 Stunden, ich glaube alle zwei Wochen. Deutsch.

NPR: Planet Money

Eine sehr gut produzierte Radiosendung über die US-Wirtschaft. Ist gerade mal wieder auf der Trial-Liste. Eigentlich sind mir die Themen zu US-zentriert. Freakonomics ist da Allgemeiner und gefällt mir deswegen besser. Englisch.

Quarks & Co

Verschiedene Themen werden unter der Moderation des sympathischen Ranga Yogeshwar beleuchtet. In der Regel sehr hohe Qualität und ein schöner Überblick über das entsprechende Thema. 45 Minuten, einmal die Woche. Deutsch.

Raumzeit

Tim Pritlove produziert diesen Podcast in gewohnt hoher Qualität zusammen mit dem DLR und der ESA. Wie CRE, nur dass die Gesprächspartner grundsätzlich so richtig richtig Ahnung vom Thema haben. Meiner Meinung nach der mit Abstand beste Podcast der Metaebene und daher ein Muss. 90 – 120 Minuten. Deutsch.

Tagesschau (Audio-Podcast)

Muss man hier was sagen? Der Blick über den Tellerrand außerhalb meines Twitterstreams und meiner RSS-Feeds. Irgendwie muss man ja die aktuellen Nachrichten zusammengefasst bekommen, um gegebenenfalls einen Ansatz zu haben für die Meinungsbildung. 20 Minuten, täglich. Deutsch.

This American Life

Die vermutlich beste Radiosendung der Welt. Top produziert, tolle Themenauswahl, unterhaltsam und interessant zugleich. Einfach toll. 60 Minuten, einmal die Woche. Englisch.

WRINT / K-Leitung

Holger “Holgi” Klein macht jetzt Talkradio im Livestream und veröffentlicht es als Podcast. Er ist ein meiner Meinung nach sehr guter Talkradio-Moderator, aber noch gibt es nicht genug Stoff um mir eine richtige Meinung bilden zu können, ob es wirklich in die “notwendig”-Lise gehört, daher noch im Trial. Aber ich bin zuversichtlich Zu Länge und Regelmäßigkeit kann ich aktuell nichts sagen. Deutsch.

Geflogen:

Bits und so

Ein an sich toller Mac-Podcast, leidet meiner Meinung nach aber an der Zusammensetzung der Gäste. Die Meinung von Alex Olma (iPhoneBlog) und Leo Becker (fscklog und heise) kenne ich schon, da ich ihre Blogs lese. Viel Neues kommt nicht rüber. Thorsten Philipps Part ist oft interessant, bringt aber nicht genug Mehrwert. Hessi ist inzwischen leider leider viel zu selten dabei. Andere Gäste sind inzwischen leider abgewandert. Timo Hetzel ist mir inzwischen ehrlich gesagt nur noch mäßig sympathisch, da ich mit seinem Humor und den Running Gags nicht viel anfangen kann. Dazu kommt, dass Bits und so inzwischen einfach zu lang geworden ist. Da ich schon drei Podcasts habe, die sehr Apple-zentrisch sind und die Gästezusammensetzung imho nicht mehr so richtig passt, ist er aus der “notwendig”-Liste geflogen. Inzwischen im Schnitt 3 Stunden, einmal die Woche. Deutsch.

HR2 – Der Tag

Ein ganz toll produzierter Podcast mit aktuellen Themen. Aber täglich 60 Minuten Stoff schaffe ich nicht mehr. Fünfmal pro Woche, 45 – 60 Minuten. Deutsch.

HR2 – Wissenswert

Das sind zwar nur 15 Minuten und interessante Themen aber steht irgendwie immer ganz hinten an, wenn ich was zu hören raussuche. Inzwischen über 70 ungehörte Episoden sprechen eine deutliche Sprache, daher geflogen. Fünfmal pro Woche, 15 Minuten. Deutsch.

Flattr this

Und jederzeit könntest du herausgefordert werden…

Grade wurde ich auf Twitter angesprochen, was ich denn von Handhelds/Smartphones im Vergleich zu Mac/PCs/Konsolen halte im Sinne des Spielgefühls.

Ja, es ist ein anderes Gefühl. Wenn ich richtig tief eintauchen will, eignet sich das fette Display mit Surround-Sound besser. Aber ich kann mich auch an Sessions auf Handhelds erinnern, bei denen ich richtig gefesselt war. Man muss halt wissen, was man spielen will. Und ich habe hier auch ein Setup mit dem ich auf 80cm Bildschirmdiagonale, 16:9 und nem 11kg-schweren Arcadestick für zwei Spieler ordentlich Spielhallenspiele spielen kann. Aber selbst das ist ein anderes, als das Gefühl in einer verrauchten Spielhalle in Tokyo zu sitzen, ein Prügelspiel zu spielen und jederzeit herausgefordert werden zu können zu einer Runde; ohne dass man sich gegen die Herausforderung wehren kann. Und wenn man verliert, können einen nur neue 100 Yen und die Revanche retten, nicht den aktuellen Spielfortschritt zu verlieren.

Man kann manche Dinge einfach nicht vergleichen

Flattr this

Das iPhone als Handheld

GBGBADS

Auf Twitter habe ich seit einigen Tagen eine kleine Diskussion mit @Truhe von Tap to Play!, für das ich auch mal geschrieben habe, wie das iPhone als Handheld dasteht. Er selbst hat sich vor Kurzem auf ebay einen Game Boy Advance SP geschossen. Da 140 Zeichen nicht ausreichen, werde ich jetzt mal meine Meinung dazu ausbreiten.

Ich habe selbst einen Game Boy Advance SP (GBA) und einen Nintendo DS (DS). Für den GBA etwa 20 Spiele, für den DS etwa ein Dutzend. Für mein iPhone dürfte es irgendeine dreistellige Zahl sein.

Für alle drei Handhelds (und auch für die PSP, auch für andere “tote” Handhelds) gibt es großartige Spiele. Auf dem iPhone fehlen natürlich die Nintendo-Franchises und auch andere diverse exklusive Titel. Den GBA SP habe ich mir damals hauptsächlich wegen der Remakes geholt. Es gab nur wenige neue Spiele für den Handheld, die etwas taugten. Auf dem DS gab es mehr neue Spiele, die etwas taugten, aber auch hier nicht so viele wie man denken würde.

Auf dem iPhone hingegen gibt es eine wahre Explosion an Spielen. Viele haben nur eine kurze Spieldauer, aber kosten auch nur wenig. Selbst “große” Titel wie Final Fantasy 3 kosten nur etwas mehr als 10 Euro, in der Regel sogar weniger als 10€.

Selbst mit kleinem Geldbeutel kann man sich eine stattliche Spielesammlung aufbauen. Viele der Spiele mögen “kleiner” sein, als die von GBA oder DS aber der Preisfaktor alleine entschädigt. iOS-Spiele sind selbst im Vergleich zu gebrauchten GBA- oder DS-Spielen in der Regel um einiges günstiger. Dazu kommt, dass man sein iPhone immer dabei hat. Und selbst als ich nur einen iPod Touch hatte, war der immer am Mann. Schließlich sind es auch verdammt gute PDAs und MP3-Player. MP3s, Videos und PDA-Funktionen lassen sich auch bei einem DS oder GBA nachrüsten aber die sind weit entfernt von dem, was auf einem iOS-Gerät möglich ist. Also muss ich die Geräte immer zusätzlich einpacken und habe das Risiko nicht das Spiel dabei zu haben, auf dass ich gerade Lust habe. Die ganze Sammlung will man schließlich nicht mit sich rumschleppen. So ähnlich wie der Umstieg damals von Walkman oder tragbaren CD-Spielern auf MP3-Player mit mehreren GB Kapazität. Auf dem iOS-Device habe ich in der Regel eine Tonne Spiele dabei (ich hoffe Apple bringt mal ein 64GB-iPhone raus…) Nun gut, arbeitet man mit nicht legalen Möglichkeiten ist ähnliches auch auf dem DS möglich, aber selbst dann fehlen die anderen Fähigkeiten.

Würde mich heute jemand fragen, was er sich für einen Handheld kaufen sollte – gebraucht oder nicht gebraucht, würde ich immer zum iPod Touch oder iPhone raten. Selbst wenn da Mario, Zelda, Metroid und Castlevania fehlen. Es gibt so gute bis sehr gute Spiele, das einem nicht langweilig wird. Für Hardcore-Nintendo-Fans ist das natürlich nichts oder für die, die jammern, das Mario fehlt. Aber egal welchen Handheld ich kaufe, es fehlt immer was. Auf den Nintendo- und Sony-Geräten habe ich kein Carcassone, kein Monkey Island SE, Galaxy of Fire u.a. Irgendwas fehlt immer, aber da muss man sich dann wirklich alle Handhelds kaufen. Dazu kommt die Überlegung wieviel Zeit man zum Spielen hat. Man hat nur begrenzt Zeit. Und da dürften die iOS-Handhelds weitaus mehr Bang für den Euro bieten als die Konkurrenz.

Flattr this

 

Für die Interessierten, was auf dem Photo zu sehen ist. Das ist meine Game Boy-, Game Boy Advance-, Nintendo DS- und Wonderswan Crystal-Sammlung (Teile davon, besonders im Game Boy-Bereich gehören meiner Freundin).

<

p style=”font-size:12px;”>Links oben ein Game Boy Color, darunter ein Wonderswan Crystal. Dann ein Game Boy Advance SP Mini-Famicom-Edition, darunter ein Nintendo DS 1. Generation. Daneben für den Game Boy:

<

p style=”font-size:12px;”>Tetris, Pocket Love (ein japanisches Dating-Spiel), Warioland, Tetris Plus, Parodius, Die Schlümpfe, Hook, Rockman World 2 (die jap. Fassung von Mega Man 2), Seiken Densetsu (Mystic Quest hieß es in Deutschland), Aladdin, Tetris, Super Mario Land, Pokémon Blue

<

p style=”font-size:12px;”>Dann für den GBA folgende Mini-Famicom-Spiele (das sind NES-Ports für den GBA): Ice Climber, Super Mario Bros, Super Mario Bros 2 (aka Lost Levels), Zelda 2, Zelda 1

<

p style=”font-size:12px;”>Dann von links nach rechts:

<

p style=”font-size:12px;”>DS: Metroid Prime Hunters Demo, Feel the Magic XY XX, 2x Super Mario Kart DS, Super Mario 64, Zelda: Phantom Hourglass, Metroid Hunters, Tadashii Kanji Kakitori-Kun (ein “Spiel” zum Lernen japanischer Schriftzeichen für jap. Grundschüler), Anno 1701, Tetris DS, Taiko no Tatsujin, The World Ends with You, Chrono Trigger, Final Fantasy IV, Final Fantasy Tactics A2

<

p style=”font-size:12px;”>GBA – nach den ersten 5 Spiele, kommen nur noch japansiche, daher das andere Verpackungsformat: Earthworm Jim, Shining Force, Final Fantasy 5, Final Fantasy 6, Metroid: Zero Mission, Shin’yaku Seiken Densetsu (ein Remake von Seiken Densetsu, s.o.), Final Fantasy 1&2, Golden Sun 1, Golden Sun 2, Tales of Phantasia, Family Tennis, Donkey Kong Country, Super Mario Advance 2 (aka Super Mario World), Super Street Fighter 2 Turbo, Zelda 3, Final Fantasy Tactics Advance, Super Mario Advance 3 (aka Super Mario Bros 3); in einer der DS-Packungen steckt noch Super Mario Advance 4 (aka Yoshi’s Island)

<

p style=”font-size:12px;”>GB (japanisch; daher das Packungsformat): Zelda 4, Gargoyles Quest

<

p style=”font-size:12px;”>Wonderswan Crystal: Final Fantasy IV, Front Mission

Kindle FAQ

Regelmäßig erreichen mich Fragen zum Kindle bzw. dessen Benutzung (im Sinne von Best Practices). Ich versuche sie hier alle zusammenzutragen und ausführlich zu beantworten.

 

Flattr this

Kann der Kindle mit ePub umgehen?

Aktuell (Juni 2011): Nein; kommt aber vielleicht. Der Kindle kann mit mobi umgehen und ausschließlich mit dem DRM von Amazon. Wenn man sich ebooks also außerhalb von Amazon kauft, sollten diese DRM-frei sein. Es lässt sich aber so ziemlich alles nach alles umwandeln.

Kann der Kindle mit PDFs umgehen?

Ja. Aber das will man eigentlich nicht. Für das Lesen von PDFs sollte es dann schon ein Kindle DX oder ein iPad sein. Falls es doch sein muss, benutzt man am Besten den “Landscape”-Mode des Kindle und hat dann PDFs im Din A4/Letter-Format in brauchbarer Größe. Eine Seite benötigt dann zwei “Kindle-Seiten”. Auf einem Kindle der dritten Generation geht das Scrollen erträglich schnell, aber schön ist es nicht. Ich würde es eher als Notlösung beschreiben.

Wie verwaltet man am Besten seine eBooks?

Ich benutze zur Verwaltung Calibre. Das ist wie iTunes für eBooks, nur hässlicher und langsamer – und das ist ernst gemeint. Aber eine bessere Alternative habe ich noch nicht gefunden. Ein paar Tipps und warum das Programm doch ganz praktisch ist, gibt es weiter unten.

Wie bekommt man seine Bücher am Besten auf den Kindle, wenn sie nicht bei Amazon gekauft wurden?

Entweder per USB oder per E-Mail. Der Kindle wird von Rechnern als Massenspeicher erkannt. Dann werden einfach die gewünschten Bücher ins Documents-Verzeichnis kopiert. Jeder Kindle-Kunde bekommt eine Kindle-Mail-Adresse von Amazon um Dinge an seinen Kindle zu schicken. Für Kindle der dritten Generation gibt es auch eine @free.kindle.com-Adresse. Über diese Adresse erreichen einen nur Sachen, wenn man sich in einem WLAN befindet. Dafür ist die Zustellung gegenüber der @kindle.com-Adresse kostenfrei.Calibre kann auch sehr schön per USB oder E-Mail Sachen zustellen. Hat man in Calibre eine ePub und weist es an, die ePub an den Kindle zu übertragen, wird sie automatisch nach mobi umgewandelt.

Wie wandelt man am Besten seine Bücher um?

Wenn die Bücher schon in Calibre sind, kann man einfach Calibre nutzen. Das wandelt so ziemlich alles DRM-freie nach mobi.

Das Umwandeln von ePubs, die noch nicht in Calibre sind, ich aber jetzt auf dem Kindle haben will,  erledigt bei mir in der Regel kindlegen. Ein plattformübergreifendes Kommandozeilentool von Amazon, das einfach zu bedienen ist und seinen Job sehr schnell erledigt (vor allem schneller als Calibre). Wenn es mal Probleme gibt, weil Metadaten fehlen benutze ich Sigil. Dieses kann recht einfach Metadaten nachtragen.

Wenn ich selber eine mobi erzeugen will aus einem Text den ich vor mir habe, benutze ich eine Reihe an Tools. Erst formatiere ich den Text mit Markdown. Dann wird er mit Hilfe von pandoc nach ePub umgewandelt und dann geht’s per kindlegen in Richtung mobi. Das ist der schnellste Weg, den ich bisher gefunden habe um einen Rohtext ordentlich formatiert nach mobi zu bekommen. Damit habe ich die reinen Hintergrundteile von Sunward (geschätzt etwa 140 Seiten Text) nach mobi umgewandelt.

Wie funktioniert Instapaper mit dem Kindle?

Instapaper bietet die Möglichkeit an die 20 neuesten Artikel an den Kindle zu schicken. Diese werden im Format eines Magazins gesendet. Der Vorteil besteht darin, dass man ein schönes Inhaltsverzeichnis hat. Der Nachteil, dass Magazine nach und nach automatisch gelöscht werden. Nach einer gewissen Anzahl von Instapaper-Magazinen werden diese automatisch vom Kindle gelöscht.

Es besteht aber die Möglichkeit in den Eigenschaften eines Magazins (Cursor rechts auf dem Kindle) die Option Keep this Issue auszuwählen. Dann wird es nicht mehr von der automatischen Löschung betroffen.

Die Magazine lassen sich auch automatisch jeden Freitag automatisch zustellen per E-Mail. Leider funktioniert dies in letzter Zeit sehr unzuverlässig.

Für Subscriber bei Instapaper gibt es seit Neuestem auch ein “Send to Kindle”-Bookmarklet. Damit wird die aktuelle Webseite direkt an den Kindle per E-Mail geschickt über den Instapaper-Service. Funktioniert einwandfrei.

Achtung: Die versendeten Artikel werden nicht archiviert oder sonst wie markiert.

Wie benutzt du Instapaper mit dem Kindle?

Ich habe immer mein iPhone bei mir. Wenn ich auf dem Kindle Instapaper-Sachen lese, markiere ich sie nachdem ich sie gelesen habe auf dem iPhone als gelesen (archiviere sie) und gebe dem Artikel ggf. ein “like” oder schicke ihn nach Twitter. In letzter Zeit benutze ich immer häufiger das “Send to Kindle”-Bookmarklet. Erst schicke ich den Artikel zum Kindle, dann nach Instapaper (das passiert nicht automatisch mit dem “Send to Kindle”-Bookmarklet). Je nach Situation lese ich dann auf’m Kindle oder auf’m iPhone. Falls ich auf’m Kindle lese, wird bei nächster Gelegenheit auf dem iPhone archiviert, ein Like gesetzt o.ä. Lese ich auf dem iPhone, lösche ich den Artikel bei nächster Gelegenheit vom Kindle.

Gibt es Vorteile Bücher im Kindle-Store zu kaufen?

Oh ja. Wenn man sich im Amazon-Wunderland aufhält sind die Wiesen definitiv grüner. Dann werden bei Netzzugang die Leseposition, Markierungen, Notizen etc. synchronisiert und können auf anderen Kindle-Anwendungen (z.B. auf dem iPhone) zurücksynchronisiert werden. Z.B. hatte ich heute meinen Kindle vergessen, hatte aber mein iPhone mit der Kindle-App dabei. iPhone gezückt, kurz synchronisiert und ich konnte weiterlesen, wo ich war in meinem Buch. Zu Hause wieder angekommen, den Kindle ins WLAN gehängt und weiter ging es an der Stelle, an der ich aufgehört hatte.

Was kann Calibre noch so tolles?

Calibre kann Metadaten autovervollständigen, in der Masse bearbeiten, abstrahiert das Dateisystem wie es iTunes tut, man kann Bücher bewerten und vieles vieles mir. Außerdem hat es ein Feature namens Recipes, mit denen man Webseiten von Tageszeitungen oder andere Webseiten wie Magazine lesen kann. Ein Feature, dass sich jeder ansehen sollte.

Ist der Kindle etwas für mich?

Schwer zu sagen. Ich würde den Kindle nur jemandem empfehlen, der auch gerne Bücher liest – sowohl Belletristik als auch Sachbücher. Alles was es jetzt schon in S/W gibt, kann der Kindle in der Regel auch sehr gut darstellen. Nur für Instapaper, RSS-Feeds o.ä. ist man damit schlecht beraten. Zusätzlich zu Büchern hat man mit einem Kindle noch die Möglichkeit Instapaper oder die Recipes aus Calibre zu nutzen, aber allein dafür sollte man ihn nicht kaufen.

Wenn man nicht gerne auf Englisch lesen will, sollte man sich vorher eine Liste von Büchern machen, die man gerne lesen will und diese im deutschen Kindle-Store überprüfen. Meine letzte Stichprobe (Ende Mai 2011) ergab ein 3 aus 8. Im englischsprachigen Bereich habe ich aber bis jetzt eine Trefferquote von nahezu 100% gehabt.

Zur Qualität der Bücher muss ich sagen, dass ich bis jetzt gute Erfahrungen bei Amazon gemacht habe. Ein einziges Buch sah aus wie ein Scan und verwendete nicht den Kindle-Standardfont. Dadurch war der Kontrast gemindert, alle anderen Funktionen waren nicht beeinträchtigt.

Flattr this

BusyCal und egroupware

Als die letzte MobileMe-Verlängerung anstand, überlegte ich, ob ich den ganzen Sync-Kram nicht auch die günstiger über die Bühne kriege. Für Dateien nehm ich Dropbox, für Bookmarks browsereigenen Sync oder xmarks (und mit dem iPhone über iTunes), Adressen, Kalender und Mail bei Google. Damit die Kalender richtig ordentlich funktionieren habe ich mir BusyCal zugelegt. Und nachdem, was ich bis jetzt von iCal aus 10.7 gesehen habe, habe ich einen weiteren Grund glücklich über meine BusyCal-Lizenz zu sein.

Zum eigentlichen Thema: Gestern und heute versuchte ich einen Caldav-Kalender von egroupware einzurichten unter BusyCal. Unter iCal funktioniert es ohne weitere Probleme, auch auf dem iPhone. Es gibt zwar nur einen Kalender und Farben werden nicht synchronisiert, aber das sind Einschränkungen mit denen ich in diesem speziellen Fall leben kann.

Leider scheint egroupware Caldav nicht 100% nach Standard umzusetzen, wodurch BusyCal nicht so recht damit syncen will. Der Support von BusyMac hat immer schnell und freundlich geantwortet. Leider war die finale Antwort, dass sie nichts unterstützen, was nicht 100% dem Standard folgt. Ich hoffe nicht, dass BusyMac je auf die Idee kommt, einen Mail-Client zu entwickeln…

Aber für Google Calendar (und wohl auch inzwischen MobileMe) ist BusyCal toll. Insbesondere die Möglichkeit sich zwei Wochen auf einmal ansehen zu können und dass Kalender von Google im System wie lokale Kalender auftauchen.

Flattr this

SSD-Upgrade

Mein Hauptrechner ist ein 4,5 Jahre alter 17″-iMac. Noch so ein schönes weißes Gerät und wohl die kleinste Kiste auf der noch Mac OS 10.7 aka Lion laufen wird. Ein Core2Duo mit 2GHz, 3GB RAM, X1600 mit 256 MB VRAM, ehemals 250 GB Festplatte und SATA-1. Für heutige Verhältnisse recht schmalbrüstig aber ehrlich gesagt, läuft der Rechner immer noch wie eine 1. Das erste Mal, dass ich einen Rechner besitze bei dem ich nach fast fünf Jahren nicht das Gefühl habe, dass er alt und schäbig ist, sondern vollkommen ausreicht.

Mein iMac

Die Geschichten, dass SSDs das Gras grüner machen, waren mir bekannt aber den Unterschied konnte ich selbst noch nie spüren. Vor kurzem hatte ich dann ein paar SSDs beruflich verbaut und selbst unter Windows XP gab’s doch nen ordentlichen Unterschied zu spüren. Vor kurzem ist es dann möglich geworden, mir eine SSD zuzulegen. Geworden ist es eine Crucial C300 mit 128 GB, dazu ein Rahmen von OCZ um sie zu 3,5″ kompatibel zu machen und ein SATA-Dock von Sharkoon (Quickport Combo) um meine alte Festplatte einfach weiterverwenden zu können. Das Tolle an dem Dock: es spricht nicht nur SATA, sondern hat auch einen Anschluss für IDE-Festplatten und gleich auch alle Kabel für 3,5″ und 2,5″-IDE-Festplatten dabei.

iFixit hat natürlich für so eine alte Kiste auch die passende Anleitung. Wie immer bei Apple-Geräte war ich ein wenig unsicher, wie gut das Aufmachen ohne Gehäuse-Beschädigung und ähnliches klappt. Meine Sporen hatte ich mir vermutlich aber schon mit erfolgreichen iBook G4-Reperaturen mit gefühlt 2000 Schrauben verdient.

Das Gerät aufzumachen war ein wenig Fummelei, ging aber. Die Stecker für Webcam und Mikro reißen auch nicht so schnell wie gedacht.

iMac offen

Das Display-Panel durch die Gegend zu bewegen und wieder die Sorge z.B. das Inverter-Kabel zu beschädigen, waren da gefühlt schlimmer. Keinen Dunst wie empfindlich der Kram ist. Ein paar Schrauben später, kam ich dann auch bei der Platte an, und da begann dann dank OCZ der wirkliche Spaß.

Die Festplatte des iMac ist natürlich nicht in einem Standardrahmen befestigt. Die Befestigung besteht aus einem Plastikteil, das die Festplatte einhängt und vermutlich die Schwingungen vom Gehäuse entkoppelt. Auf der anderen Seite sind zwei kopflose Schrauben, die in eine Gummibefestigung reingedrückt werden. Eine 3,5″-Festplatte hat auf beiden Seiten 3 Bohrungen (Vorne, Mitte, Hinten). Der OCZ-Rahmen verlängert eine 2,5″-Platte nur auf die Bohrungen Vorne und Mitte. Rahmen, die nicht in 08/15-Gehäusen stecken, benutzen aber anscheinend eher die Bohrungen vorne und hinten. Zumindest kenn ich das auch so von Dell-Desktops, die für das einfachere Entfernen extra Vorrichtungen haben. Zum anderen sind die Bohrungen bei dem Rahmen minimal kleiner als die Standardbohrungen von Festplatten, wodurch die Schrauben vom iMac nicht passen. Die mitgelieferten vom Rahmen passen natürlich, aber was hat sich bloß der Rahmenentwickler gedacht, dass er nicht die Standardgröße genommen hat?

Nun ja, einen Tag später ging es dann in ein Conrad, einen Computer-Bastelladen und ein K&M. Die erste erschreckende Entdeckung: In keinem der Läden, konnte ich den Leuten problemfrei klar machen, was ich eigentlich haben will. Im Conrad wollte man mir wieder einen Rahmen verkaufen, konnte mir aber nichts zu den Bohrungen sagen und sah das Problem mit der Größe nicht (auch wieder nur halbe Größe). In dem Computer-Bastelladen suchte man nach einem Adapter von 3,5″ auf 2,5″ (wie auch immer das gehen soll…) und im K&M bot man mir als erstes den OCZ-Rahmen an, über den ich 30 Sekunden vorher gemeckert hatte. Wenigstens hatte man dort Winkel um von 2,5″ auf 3,5″ mit voller Länge zu kommen.

SSD im Rahmen

Zu Hause wieder angekommen, wurde der ganze Kram dann wieder zusammengeschraubt. Eine Schraube blieb übrig, da sie sich unter den ganzen Schrauben für die Rahmen versteckt hatte. Beim Zusammenbau natürlich erst einmal einen Fehler gemacht. Oben hatte ich den iMac nicht richtig zusammengesteckt, was dazu führte, dass das “Kameraktivitätslicht” die ganze Zeit leuchtete. Außer man drückte den Rahmen zusammen. Man denkt, dass das Licht erstmal nicht stört, aber ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl abgefilmt und beobachtet zu werden… Nun ja, beim Lösen des Problems konnte ich dann auch noch gleich die fehlende Schraube zurückpacken. Im Großen und Ganzen, war die ganze Aktion des Aus- und wieder Zusammenbauens nicht allzu schwer.

Viel persönliches geschrieben, aber wie ist es denn nun mit SSD bei so ner “alten Möhre”. Der Wahnsinn. Der Rechner fühlt sich an wie neu. Lese- und Schreibgeschwindigkeiten sind um einiges besser als bei der Platte aber nutzen die Möglichkeiten der SSD lange nicht aus. Seit dem ich die SSD drin habe, habe ich aber keine Beachballs mehr gesehen. Alle Anwendungen starten in ein bis zwei Dockhüpfern – von Sparrow über iTunes und Monkey Island Special Edition bis Word. Der Rechner ist mit allen Login-Items in unter einer Minute hochgefahren und arbeitsbereit. Wird er aus dem Sleep geweckt habe ich das erste Mal das Gefühl von Instant-On. Keine Festplatte mehr im Weg, die erst wieder andrehen muss. Wenn Time Machine läuft, war das früher deutlich zu spüren, jetzt merke ich davon nichts mehr. VMWare Fusion mit Windows 7 (1GB RAM, Disk auf einer externen Platte) hochgefahren, Time Machine lief und sowohl Windows als auch Mac OS X ließen sich bedienen als wäre nichts. Früher wäre entweder Windows oder Mac OS X halbwegs gut gelaufen und ein schneller Wechsel ein Krampf.

Der Prozessor und der RAM scheinen wirklich nicht mehr das Problem heute zu sein. Selbst mit relativ wenig RAM für heutige Verhältnisse und einem “älteren” Prozessor lässt sich sehr flüssig arbeiten mit der SSD. Wenn man überlegt sich aufgrund der Geschwindigkeit einen neuen Mac zuzulegen, sollte man sich vielleicht Gedanken machen, ob man nicht erstmal in eine SSD investiert und damit neues Leben in den Rechner einhaucht. Das ist um einiges billiger und wenn der eigene Rechner es noch tut, ist das doch eine feine Sache. Falls der Rechner doch Hops geht, kann man die SSD immer noch in einem externen FW800- oder Thunderbolt-Gehäuse weiter benutzen oder ggf. sogar in den neuen Rechner einbauen. Das ist das dritte Mal, dass ich gemerkt habe, dass ein Upgrade eines Rechners signifikanten Unterschied gemacht hat. Das erste und das zweite Mal war das Umrüsten von Rechnern auf mehr als 256MB RAM (das vorher genannte iBook G4 auf 756MB und eine FreeBSD-Kiste auf 1GB). Der Sprung meines iMacs z.B. von 2GB auf 3GB war da im Gegensatz nicht wirklich spürbar. Und jetzt ist es die SSD. Alles fühlt sich schneller an und der Rechner wieder frisch. Einfach grandios und jedem empfehlenswert.

Kleiner Nachtrag: Nachdem ich heute Bits und so fertig gehört habe, etwas zur Wärmeentwicklung. Die Temperatur an der CPU ist im Schnitt 10° kühler als vor dem Einbau (von 67° auf 57°C). Die HDD-Temperatur habe ich früher nie wirklich betrachtet, beträgt jetzt aber in der Regel 39°C.

Flattr this

In welcher Gesellschaft willst DU leben?

Die letzten Tage habe ich öfter über die Menschenrechte, politische Formen u.ä. diskutiert. In den letzten Jahren habe ich öfter über wirtschafts-, arbeits- und sozialpolitische Entscheidungen Entscheidungen mit anderen diskutiert. Immer wieder komme ich für mich auf eine Frage zurück:

In welcher Gesellschaft will ich leben?

Persönlich versuche ich nach einem einfachen Grundsatz zu leben: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst.

Vermutlich hat das jeder schon einmal gehört. Aber es ist schwerer gesagt, als getan. Bewusst danach zu leben ist nicht einfach. Zum Beispiel will ich nicht diskriminiert werden.

Als weißer Mann in einer patriarchischen Gesellschaft mit einer weißen Mehrheit ist man so ziemlich der Letzte, der diskriminiert wird. Ich hatte das Glück in einem Auslandsaufenthalt manchmal zu spüren zu bekommen, was es bedeutet einer Minderheit anzugehören und auch diskriminiert zu werden. Es waren zwar nur sechs Monate und keine offene Diskriminierung mit Beleidigungen o.ä., aber es hat gereicht um ein Bewusstsein zu schaffen. Und ich bin dankbar dafür.

Ich möchte auch nicht, dass man über mich lästert. Leider wird man öfter dazu verführt als einem lieb ist. Für mich rechtfertige ich es in der Regel, dass die, über die gelästert wird, wahrscheinlich das Selbe tun. Richtig ist es dennoch nicht.

Und dann gibt es noch eine ganze Menge mehr Sachen, die dazu gehören. Da wären die offensichtlichen. Zum Beispiel will ich nicht bestohlen werden, also stehle ich auch nicht.

Und wenn ich mir die Gesamtheit betrachte, kommt es zur Frage: In welcher Gesellschaft möchte ich leben?

Möchte ich in einer Gesellschaft leben in der man den Schwachen hilft? Möchte ich in einer Gesellschaft leben, in der Erfolg das einzige ist, was zählt? Möchte ich in einer Gesellschaft leben, in der jeder jedem seine Glaubensansichten aufzudrücken versucht? Möchte ich in einer Gesellschaft leben, in der Fehler nicht als Niederlage gesehen werden, sondern als etwas, aus dem man lernt? Möchte ich in einer Gesellschaft leben, welche die Menschenrechte achtet?

Es kann unglückliche Fügungen geben, durch die man auf einmal auf der “falschen Seite” der Gesellschaft steht. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man über diese Frage nachdenkt.

Komme ich noch einmal auf die Menschenrechte zurück. Diese spielten in den letzten Tagen aufgrund des Todes Bin-Ladens häufiger eine Rolle in meinen Gesprächen mit anderen. Überraschenderweise stand ich ziemlich alleine da mit der Meinung, dass es falsch war ihn umzubringen, sondern, dass auch ein Bin-Laden ein Recht auf die Feststellung seiner Schuld durch ein ordentliches Gericht hat. Die Diskutanten begründeten ihre Position damit, dass es schon ok ist für jemanden, der (vermutlich) einen Anschlag  auf Hochhäuser mit mehreren Tausend Menschen verübt hat. Oder sie meinten, dass meine Position eine andere wäre, wenn ich ein Betroffener wäre. Trotzdem bleibe ich dabei, dass ich es nicht gut finde. Denn wo soll man die Grenze ziehen? Schließlich bedeutet, dass auch, dass man jeden Mörder oder Totschläger hinrichten sollte und vielleicht Dieben die Hand abschlagen. Aber in einer solchen Gesellschaft will ich nicht leben.

Ich will auch nicht in einer Gesellschaft leben, in der die Schwachen zurückgelassen werden. Wer weiß, vielleicht bin ich irgendwann selber auf der Seite der Schwachen und benötige die Hilfe der Gesellschaft.

Am Ende läuft es wieder darauf hinaus, wie ich behandelt werden will – unabhängig von Individuen oder der Masse. Es sollte sich jeder bewusst machen, wie er oder sie behandelt werden. Und einen Anfang machen, in dem er seine Mitmenschen entsprechend behandelt. Wenn man weiß, wie man selbst behandelt werden will, weiß man auch, in was für einer Gesellschaft man leben will. Und dann wird es einfacher Meinungen zu finden, zu bilden, dafür einzustehen und auch die Meinung zu begründen.

Also:

<

p style=”text-align:center;”>
Wie willst DU behandelt werden?

<

p style=”text-align:center;”>In was für einer Gesellschaft willst DU leben?

<

p style=”text-align:left;”> Flattr this