Feedback zum Krypto-Post

Auf meinen letzten Artikel gab es einiges Feedback und das soll hier zusammengefasst abgearbeitet werden. Am Ende des Artikels gehe ich auf Dinge wie Verschlüsselung auf Mobiltelefonen ein. Wer sich also dafür interessiert, kann einfach nach unten scrollen.

Es gibt, wie ehrlich gesagt erwartet, eine ganze Reihe an Lesern des Artikels, die selbst Mails verschlüsseln. Auch mit einem Dutzend Leuten. Es gab auch das Feedback, dass jeder nachfragt, was dieser komische Anhang soll, der nicht geöffnet werden kann. Die Konversionsrate von Nicht-Nerds scheint aber vom Feedback her nicht besonders hoch zu sein.

Dann gab es auch die erwarteten Vorwürfe der schlechten Recherche und dass ich statt des Rantens doch lieber Leute aufklären soll. Natürlich durfte ich auch lesen, dass den Leuten schickes Aussehen wichtiger sei, als Sicherheit.

Hier gehe ich einmal von hinten nach vorne durch. Natürlich ist den Leuten das schickes Aussehen, Image und Einfachheit wichtiger. Das ist schließlich das Grundproblem der Sache. Das ist ja mein Punkt. Den meisten sind eben diese Sachen wichtiger. Deswegen benutzen sie heute auch Facebook für alles. Allerdings sollte uns die Geschichte auch zeigen, dass Aufklärung scheinbar nicht wirklich viel hilft. Der Kram muss eben schick aussehen und einfach sein. Ansonsten würden alle die Kommandozeile, vi(m)/emacs und mutt benutzen anstatt Klickibunti-GUI, Textverarbeitung und Webmailer (bzw. heute Facebook). Das ist die typische Nerd-Herangehensweise: Wenn man will, geht’s doch. Die anderen sind alle nur zu blöd und verstehen es nicht und wollen aus dem Grund nicht. So geht aber andere Netznutzer nicht an das Problem ran. Sie sind sich zum Einen des Problems nicht bewusst und selbst dann ist es eben nicht einfach und schön.

Zum Thema Aufklärung. Ich bat um den Elevator-Pitch für die Erklärung. Gerade von denen, die sich beschwerten kamen Mails im Format TL;DR, die mich teils in einer Weise angingen, dass ich da eigentlich keine Lust drauf hatte. Meine Favoriten waren eine verschlüsselte Mail, die ich erst Abends am Rechner lesen konnte und eine Zuschrift per Pastebin. Wenn mir ein Ei-Avatar auf Twitter einfach nur einen Link schickt, wird normalerweise sofort geblockt. Das ist typisches Spammer-Verhalten. Zum Glück habe ich nochmal ein zweites Mal hingeschaut. Von den beiden Mails, gab es auch die nützlichsten Links.

Zur Recherche. Ich hab da schon ein paar Mal recherchiert, aber ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust mehr nach sowas zu suchen. Das ist auch Teil des Problems. Den Kram sollte man gar nicht erst suchen müssen.

Aber man kann auch mobil verschlüsseln und wohl auch in Webmailern (wenn man Firefox benutzt). Allerdings ändert das nichts am Hauptproblem: Die Leute benutzen inzwischen Facebook auf der Webseite um sich Nachrichten zu schreiben und zu chatten. Sie benutzen nicht mehr Mail- und Chat-Clients. Dahin muss man sie erstmal wieder zurückbekommen. Das ist das große Problem. Klar kann man Facebook-Chat auch mit OTR versehen. Aber wie ich schrieb, wird auf der Webseite mit komplettem Logging durch Facebook gechattet. Da wird kein Chat-Client benutzt.

Aber jetzt für die, die verschlüsseln wollen und nicht nur auf ihrem Rechner den Kram verwenden wollen.

Da ich selber privat ausschließlich Mac OS X und ein iPhone benutze, erstmal hierzu.

Benutzt man S/Mime kann man sowohl mit den großen Clients (Mail.app, Thunderbird, Postbox) und auf dem iPhone verschlüsseln. Eine Liste mit Anbietern freier Zertifikate gibt es hier. Mit ein bisschen gegoogle findet man Anleitungen wie man die Zertifikate in seinen Mail-Client einbindet. Ich habe mir das Zertifikat dann noch selbst zugemailt und konnte es dann einfach auf dem iPhone installieren.

Da sich die Leute ja nicht einig sind, ob man lieber S/Mime oder GPG benutzt, empfehle ich die Verwendung von Mail.app auf dem Mac. Mit dem Nightly Build) der GPGTool lässt sich S/Mime und GPG dann parallel auf dem Mac benutzen.

Auf dem iPhone gibt es dann noch zwei Anwendungen zum Ver- und Entschlüsseln mit GPG. Bei beiden wird der Private Key auf dem Gerät gespeichert. Außerdem funktionieren sie beide über Copy&Paste aus der Mail-Anwendung, wenn Inline-GPG verwendet wird.

Beide sind hässlich, iPGMail ist eine der hässlichsten Anwendungen, die ich je für das iPhone gesehen habe, aber es funktioniert. Imho fühlt es sich von der Bedienung schmerzfreier als oPenGP an. Ist trotzdem hässlich wie die Nacht und komfortable Bedienung ist was anderes.

Für den Chat mit OTR gibt es ChatSecure. Das beherrscht XMPP (einfach GMail anklicken und seinen Jabber-Account eintragen) und AIM. Das ist aber auch hässlich wie die Nacht, kann kein Push und da wurde nicht mal auch nur ansatzweise versucht etwas schöner zu machen.

Alles drei fällt unter die Kategorie: “Hurra! Es geht aber börks ist das hässlich”. Das ist keine Software, die ich irgendwem zumuten will.

Für Android geht man am Besten zum GuardianProject/. Da gibt es einen Link zu einem Mail-Client, der GPG eingebaut hat und auch einen Chat-Client, der OTR kann. Zusätzlich bieten die auch Tor für Android an und es gibt noch Links zu anderen Apps, wie eine für verschlüsselte VoIP-Gespräche. Wenn ich es richtig verstehe, will das Projekt mobile Kommunikation sicher machen. Zusätzlich gibt es noch Beem als OTR-Chat-Client. Da wurde mir aber von einem Kollegen erzählt, dass es wohl hässlich wie die Nacht ist. Aber das könnt ihr selbst entscheiden. Zu S/Mime unter Android wurde mir nichts geschrieben und mein Kollege konnte mir dazu leider auch nichts sagen.

Als Abschluss noch die Liste mit Dingen, die ich noch nicht erwähnt habe von @antifarben, die ich kommentarlos hier wiedergebe.

Verschlüsselung in Mail und Chat: Der Kampf ist verloren (oder auch nicht?)

Der Kampf um Verschlüsselung ist verloren. Der Grund: Es ist den meisten einfach egal.

Es ist ihnen egal, trotz solcher Meldungen wie die Durchsuchung von 37,3 Millionen E-Mails durch Deutsche Geheimdienste (siehe z.B. Golem.de). Das Finanzamt greift wohl auch öfter mal im Rahmen der Steuerfahndung auf E-Mail-Konto zu schreibt das Handelsblatt.

Also sollte man sich vielleicht doch mal wieder Verschlüsselung für Mail und Chat ansehen. Selbst wenn geschätzte 99% meiner Mails keine sensitiven Daten enthalten, will ich nicht unbedingt, dass sie großflächig durchsucht werden. Also GPGTools runtergeladen, installiert, Keys erstellt und Mails signiert. Leider ging das nicht so einfach, irgendwie hat das Mail-Plug-In divers rumgezickt. In Postbox habe ich dann Enigmail installiert, wollte auch erst einmal nicht. Am Ende habe ich etwa eine Stunde gebraucht, bis ich die erste verschlüsselte Mail verschickt hatte und Mail.app zeigt mir immer noch Fehler bei jeder Mail mit Signatur. Ehrlich gesagt seh ich auch durch die Signatur/Hol-dir-den-Publickey-Geschichte immer noch nicht ganz durch. Meinem Vater und dem berühmten Durchschnitts-User bekomme ich das Ganze glaube ich nicht erklärt.

In Mail-Clients ist es zumindest unter OS X nicht weitflächig genug eingebaut. Mail.app hat ein Plugin und Thunderbird bzw. Postbox können Enigmail benutzen. Kein Support z.B. in Sparrow oder Mailmate. Warum auch über Plugins in Thunderbird und Postbox? Warum nicht sofort?

Und dann schau ich auf mobile Mailclients und ich kann mich nicht erinnern Support für GPG bei Blackberry gesehen zu haben, bei iOS auch nicht, ich vermute mal, dass es das nicht in Windows Phone gibt. Aber vielleicht gibt es ja einen Client unter Android, der etwas entsprechendes anbietet.

Mal abgesehen davon, dass Freemailer in ihrem Web-Interface wohl nie GPG unterschieben werden. Wo will man auch den Private-Key hinterlegen? Und wie scannt man verschlüsselte E-Mails um Werbung zu generieren? Selbst bei Zimbra ist es wohl seit Ewigkeiten ganz oben auf der Liste der gewünschten Features und immer noch nicht umgesetzt.

Irgendwann habe ich auch mal S/Mime benutzt. Das war weitflächiger vertreten, aber lief auch nicht rund.

Und der nächste Blick geht dann auf die Anzahl der Leute von denen ich signierte Mails empfange. Selbst im meinem recht nerdy Umfeld kann ich die an einer Hand abzählen. Von den Nicht-Nerds habe ich (wie erwartet) noch nie eine signierte Mail bekommen.

Ich hatte ja erwartet, dass die üblichen Vertreter der “Verschlüsselt alles”-Fraktion jetzt ihren Werbefeldzug starten. Aber es ist nichts passiert.

Komm ich jetzt noch zu OTR. OTR ist Verschlüsselung für Chats. Supereinfach und funktioniert. Ich glaube zwar nicht, dass irgendwer jemals die Schlüssel mit seinem Gegenüber überprüft hat, aber zumindest ist es verschlüsselt. Allerdings hat auch OTR meiner Meinung nach das Verbreitungsproblem. Die einzigen Clients in die ich es bis jetzt eingebaut gesehen habe, sind Clients, die auf der libpurple aufbauen. Früher haben aber fast alle meiner Erfahrung nach den Client ihres Anbieters (AIM, ICQ, MSN etc) benutzt, heute benutzen die meisten einfach den eingebauten Chat bei Facebook. Und ich habe auch noch keinen einzigen mobilen Client gesehen der OTR unterstützt.

Aber gerade bei Facebook sieht man auch den meiner Meinung nach, dass der Kampf vermutlich verloren ist für Mail- und Chat-Verschlüsselung.

Warum? Ganz einfach: Sehr sehr viele Leute verschicken heutzutage ihre Nachrichten über Facebook und chatten auch darüber. Unverschlüsselt und mitgeloggt. Komplett. Ohne Ausnahme. Und keiner macht sich einen Kopf. Keiner. Die benutzen nicht Pidgin oder Adium und richten sich ihren Facebook-Account ein und klicken auf OTR, die benutzen die Webseite.

Und da kommen wir auch wieder zur E-Mail. Ich bekomm die Leute sogar nur in seltenen Fällen dazu auf eine E-Mail zu reagieren. Wenn es nicht über Facebook läuft, wird es gar nicht wahrgenommen. Und diesen Leuten dann noch zu erklären, dass Verschlüsselung eine ganz gute Sache wäre, sie aber dann wieder auf diese andere Technologie setzen müssten. No way.

Wieder einmal sind es nur die Nerds, die verschlüsseln und auch da nicht viele. Meiner Meinung nach sind es wohl eher die Aluhutträger die verschlüsseln. Und wenn ich höre, dass jemand all seine Mails signiert. Juhuu, die Nicht-Nerds ignorieren meiner Erfahrung nach alles was sie nicht sofort verstehen. Klar pauschalisiere ich hier, ich kann auch nur aus eigener Erfahrung sprechen. Schreibt mir ne Mail oder meldet euch auf Twitter bei mir, falls sich mal ein Nicht-Nerd aufgrund eurer signierten Mail bei euch gemeldet hat, was der Zeichenmüll unter eurer Mail soll.

Ich sehe nicht, dass das noch was wird mit der Verschlüsselung. Leider.

Aber ich setze sie auch nur ungern ein. In dem Moment, in dem ich anfange zu verschlüsseln kann ich die Mails nicht mehr auf meinem iPhone lesen und der Großteil der Rezeptions und Interaktion des Netzes läuft inzwischen über mein iPhone. Und da will ich nicht die ganzen Mails ignorieren mit Datenmüll, die ich erst lesen kann, wenn ich Abends an meinem Rechner sitze.

Was kann aber nun getan werden, dass hier nur von verlorenen Schlachten und nicht dem Krieg geschrieben wird?

Tja, das wird an sich schon seit Jahren erzählt: Verschlüsselung muss einfach werden. Man muss nicht erst verstehen müssen, was öffentlicher und geheimer Schlüssel sind, bevor man es einsetzen kann. Das muss eine Dreischrittinstallation werden.

  • Schritt 1: Ja, ich will installieren
  • Schritt 2: Ja, hier ist mein Passwort, lass mich in Ruhe
  • Schritt 3: Fertig

Besser noch: Es wird direkt in die Clients eingebunden. Auch muss es mobile Clients geben auf denen ich ver- und entschlüsseln kann. Nicht nur Mails, auch OTR. Ohne die, wird es immer weiter bergab gehen. Wo ist das MobileMail-Overlay in das ich einfach meine Keys importieren kann? Oder gar die MobileMail-Alternative die es direkt eingebaut hat? Wo ist der mobile IM-Client, der OTR kann? Wo? Die müssen her und zwar schnell. Und dann muss es noch Propaganda geben. So schöne Infographiken und Youtube-Videos, welche die Probleme klären und erklären wie es geht. Die eintrichtern, dass man Verschlüsselung will. Übrigens ich will auch gerne überzeugt werden, warum ich Verschlüsselung will und warum ich mir den aktuellen Schmerz antun sollte. Gerne per Mail (siehe Impressum) oder Twitter. Bitte den Elevator-Pitch. Sprich: Ihr habt eine kurze Aufzugfahrt Zeit, um mich zu überzeugen und nicht ganze Bildschirmseiten. Wenn ihr den Durschnittsuser überzeugen wollt, habt ihr auch nicht mehr Zeit.

Die Beantwortung des Feedbacks und Informationen zu Verschlüsselung von Mail und Chat auf Smartphones findet ihr hier.

Bye Bye Clear

Schöner Zufall, gerade dachte ich mir, dass ich darüber ja schreiben wollte, ob Clear weiterhin auf dem Homescreen bleibt, da lese ich, dass Clear heute teurer wird.

Wer mir auf Twitter folgt, wird heute schon gesehen haben, dass Clear von meinem ersten Homescreen wieder verschwunden ist. 30 Zeichen sind einfach zu wenig, zumindest auf Deutsch. Für die Einkaufsliste reicht es noch, aber da sind andere Apps, vielleicht nicht schneller aber komfortabler und damit besser. Ansonsten bin ich dauernd gegen das Zeichenlimit gestoßen. Ich habe mal gelesen, im Rahmen der Übersetzung von Videospielen (zu SNES-Zeiten), dass Deutsch wohl 1,5 mal länger ist als Englisch. Genau hier könnte es haken. Man merkt schon auf Twitter, dass 140 Zeichen Deutsch, eindeutig kürzer sind als 140 Zeichen Englisch (und auf Japanisch kann man ja fast schon Romane schreiben…) aber bei Clear führt es für mich zur Unbenutzbarkeit. Also wieder OmniFocus für alles. Warum auch nicht, es tut. OmniFocus ist toll. Dazu vielleicht aber mal später was.

Und um die Frage vorwegzunehmen, warum da eine zweite Todo-App auf dem Homescreen zu sehen ist. Todo.txt ist ein schönes Konzept. Todos in einer Textdatei und dabei auch noch weit weit aus billiger als Taskpaper (wenn auch nicht ganz so schön). Aber es ist nicht nur, dass ich das Konzept mag, aber bei meinem aktuellen Job habe ich nur einen Windows-Rechner zur Verfügung und damit ist OmniFocus auf dem Rechner keine Option. Aber ein Texteditor ist immer zur Hand, Dropbox auch und schon hab ich eine kleine feine Todo-App auf dem iPhone zum Synchronisieren für die Tasks, die so über den Tag anfallen und keinen extra Eintrag im Ticket-System verdient haben.

Clear – ein paar Gedanken

Ich mag Listen. Da schreibt man Dinge auf und wenn man fertig ist, kann man sie abhaken.

Seit Jahren nutze ich GTD mit diversen Hilfsmitteln und als ich vor über einem Jahr OmniFocus entdeckte, spürte ich ein kleines Gefühl der Erleuchtung. Für einen GTD-Nutzer ist es meiner Meinung nach der König unter den Programmen. Egal ob er das Buch eins-zu-eins umsetzt oder seine eigene Variante entwickelt hat.

Normalerweise schüttele ich deswegen den Kopf bei einfachen Programmen zur Verwaltung von Listen. Das kann ich auch mit OmniFocus. Heute ist allerdings eine App für das iPhone rausgekommen, die vorher sehr viel Hype erfahren hat, aufgrund ihres Aussehens und des Bedienkonzepts. Ich spreche von Clear.

Clear ist eine App zur Erstellung von Listen, die auf Geschwindigkeit ausgelegt ist. Es gibt keine Knöpfe, alles ist auf Gesten- und Einhandbedienung ausgelegt und Listeneinträge dürfen max. 30 Zeichen lang sein. Wieder einmal stellte ich mir die Frage wofür. Aber die Neugier nahm überhand, ich kaufte und inzwischen liegt es auf dem ersten Homescreen.

Clear ist schnell und das ist seine Stärke. OmniFocus will erst einmal synchronisieren. Ein Task will eigentlich ein Projekt und einen Kontext haben. Mit Clear geht das alles flotter. Natürlich synchronisiert es mit nichts und von Projekten, Kontexten, Due Dates u.ä. will man Abschied nehmen. Aber für die schnelle Liste zwischendurch: Einkaufsliste, kleine projektunabhängige Einzeltasks, die schnelle Notiz zwischendurch u.ä. Dafür ist Clear super geeignet. Mal sehen ob ich es wirklich benutze, aber es ist ein interessanter Ansatz. Ich werde berichten.

iPhone geklaut

Heute Abend wurde mir auf der U8 in der U-Bahn mein iPhone geklaut.

Ich will kurz beschreiben, was passiert ist, als Warnung an andere und wie man dann u.a. laut Polizei vorgehen sollte.

Ich saß in der U-Bahn (U8, Leinestraße) und habe gerade Final Fantasy gespielt, als mir von hinten das iPhone aus der Hand gerissen wurde. Natürlich sofort auf und hinterher, aber der Mensch war natürlich zu schnell.

Also ab weiter zum Treffpunkt mit meinem Vater am Kotti, da ich heute eigentlich zum Karate wollte. Von dort die 110 angerufen und mir den nächsten Polizeiabschnitt, durchgeben lassen (U Kochstr.).

Dort habe ich eine Anzeige aufgegeben, die Personenbeschreibung ist imho nicht zu gebrauchen, aber nun ja. Danach habe ich die SIM gesperrt.

Nun zu den Hinweisen:

Polizei

Wenn das Gerät geklaut wurde, soll man laut Polizist sofort zum nächsten Imbiss o.ä. und die 110 rufen, damit man in Tatortnähe bleibt. Die IMEI ist für die Anzeige unbedingt notwendig. Täterbeschreibung sollte natürlich so genau wie möglich sein.

IMEI

Die IMEI ist unbedingt notwendig. Meine IMEI ist 012938001720322 (evtl. googlet die ja jemand). Evtl. wird es bei einer Routinekontrolle gefunden und dabei wird wohl immer die IMEI überprüft.

Die IMEI findet sich auf der Rückseite der iPhone-Verpackung, auf der Rückseite eures Gerätes iirc und im About. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, die ihr bei \[Apple\](http://support.apple.com/kb/ht1267 “”) findet (Danke \[@kventil\](http://twitter.com/#!/kventil/status/160751535352057856 “Twitter”)).

Falls ihr die Verpackung nicht mehr habt: notiert euch die IMEI jetzt!

Falls ihr euer Gerät registriert habe, findet sich im Support-Profil bei Apple nur die Seriennummer und die interessiert die Polizei nicht.

SIM sperren

Das Sperren einer SIM kostet bei den meisten Anbietern. Dafür ruft ihr ihn an oder ihr macht es Online. Die angegebenen Daten, habe ich direkt von den Anbieterseiten und bei O2 durch eigene Erfahrung.

T-Mobile:

Tel. Vertragskunden: +49 (0)180 3 302202

Tel. Xtra-Kunden: +49 (0) 180 5 229494

Sperrkosten 8,80€, Ersatzkarte Vertrag: 20,50€, Ersatzkarte Xtra: 22,50€

Vodafone:

Tel. Normale Kunden: 0800 172 12 12

Tel. Businesskunden: 0800 172 12 34

Bei Vodafone kann man auch sein Handy sperren lassen unter der Angabe der IMEI.

Das Sperren ist kostenfrei.

O2

Die Sperrung ist Online möglich im eigenen Kundenkonto. Ansonsten telefonisch.

Tel.: 01805 – 62 43 57

Sperrkosten 5€ Online, 10€ telefonisch. Laut Hotline kann man sich eine Ersatzkarte beim nächsten O2-Shop holen. Die Kosten dafür sind Kulanzsache, meist bekommt man sie wohl kostenfrei. Unterlagen muss man wohl nicht mitbringen. Dann wohl nochmal ein Anruf bei O2 für die Aktivierung. Falls das anders sein sollte, gibt es morgen ein Update.

Update: SIM-Karte ging ganz unproblematisch und kostenfrei. Die Aktivierung erfolgte automatisch. Danke an den O2-Store am Alex.

e-plus

Tel. Privatkunden: 0 177-177-1000

Tel. Prepaidkunden: 0 177-177-1150

Tel. Geschäftskuden: 0 177-177-1010

Sperrkosten habe ich keine gefunden.

Find my iPhone

Das ist wohl witzlos, wenn das Gerät wiederhergestellt. Also ehrlich Apple, nicht euer ernst oder?

Die Computer der Polizei sind zumindest in meinem Fall so dicht gewesen, dass sie weder me.com noch icloud.com ansurfen konnten.

Wenn es im nachhinein trotzdem hinhauen sollte, kann man mit der Mitteilung des Geschäftszeichen, dass man von bei der Anzeige erhalten hat, zum nächsten Polizeiabschnitt gehen und die veranlassen dann weiteres.

Und ansonsten viel Glück.

Update: Laut dem Menschen im O2-Store gibt es wohl aktuell eine drastische Häufung an Diebstählen von hochwertigen Smartphones, insbesondere iPhones.

Entweder werden sie wie bei mir in der U-Bahn aus der Hand gerissen und weggerannt oder es wird per Trickdiebstahl im Café entwedet. In dem Fall kommt wohl jemand mit ner Karte oder einer Tageszeitung und lenkt ab, während eine zweite Person das Mobiltelefon entwendet. Wenn das wirklich so häufig passiert, könnte es erklären, warum die Polizei auch gleich mit der Kripo telefoniert hatte bei meiner Anzeige. Vielleicht läuft das Ganze ja aktuell organisiert ab.

Match-Q

Match-Q, der: Das Maß für die Abweichung des eigenen Musikgeschmacks vom Mainstream. Gemessen wird daran, wieviel der eigenen Musiksammlung nicht von iTunes Match gematcht wurde.

Match-Q = 1-(Anzahl der gematchten Musikstücke + Anzahl der gekauften Musikstücke) / (Anzahl der Musikstücke in der Library)

Umso größer der Match-Q ist, umso weiter weicht der eigene Musikgeschmack vom Mainstream ab. Ein hoher Match-Q bedeutet auch, dass man z.B. bei Streaming-Diensten eher schlechte Karten hat.

Beispiel: Meine Library hat 11049 Musikstücke. 5171 Stücke haben den iCloud Status Matched oder Purchased. Damit ist mein Match-Q:

Match-Q = 1-(5171) / (11049) ≈ 0,53

Retrozirkels Game of the Year 2011

[Polyneux.de][1] hat für POLYGON 2011 nach den Spielen des Jahres 2011 der Spieleblogs gefragt. Dankenswerterweise wurde nicht nur nach Spielen gefragt, die 2011 erschienen sind. Daher haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Top 3 2011 des Retrozirkels einzureichen.

Leider gibt die Retrozirkel-Seite noch nichts her, um einen entsprechenden Artikel zu veröffentlichen, daher an dieser Stelle.

Platz 3: The Legend of Zelda (NES)

Die Urmutter der Zelda-Spiele. Die Graphik war noch simpel und der Sound in nur fünf Kanälen. Dennoch enthielt The Legend of Zelda schon alles, was die Serie später berühmt und Kaufgrund für Nintendo-Konsolen werden sollte.

Platz 2: GG Shinobi 2 (Game Gear)

Eine wirkliche Überraschung war Shinobi 2 für das Game Gear. Das anspruchsvolle Leveldesign mit interessanten Endgegnern auf einer tragbaren Konsole der frühen 90er schieben dieses Spiel locker auf Platz 2.

Platz 1: Snatcher (Sega-CD)

Eine Reise ins Cyberpunk-Wunderland von Kojima Hideo. Das Spiel hat eine toll geschriebene Story, die bis zum Schluss fesselt und kombiniert diese mit stimmungsvoller Graphik und sehr guten Sprechern. Einfach ein großartiges Adventure, das jeder gespielt haben sollte.

[1]: http://www.polyneux.de/ “Polyneux”

Push aus

Noch am selben Abend schnell einen weiteren Post hinterherschieben. Man hat ja sonst nichts zu tun…außer vielleicht…lassen wir das.

Heute habe ich meine Push Notifications am iPhone nahezu komplett ausgeschaltet. Nahezu nichts macht mehr einen Pieps, nahezu nichts erzeugt mehr einen Banner. Carcassonne und Co sind noch im Notification-Center und Lock-Screen zu finden, aber sie sind leise.

Das einzige, das noch bleibt ist Messages, OmniFocus, Calendar und eine Absender-E-Mail-Adresse. Letzteres ist über Boxcar geregelt.

E-Mails werden nur noch manuell abgeholt und wenn mir eine bestimmte Absenderadresse etwas schickt, dann wird die Mail weitergeleitet an Boxcar und ich bekomme eine Push-Notification mit allem drum und dran. Tolles Feature.

Auf meinem Mac sind Badges auch passé, bis auf OmniFocus. Growl ist auch nur sehr selten am Start.

Und warum das Ganze?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn mein Telefon Geräusche macht, höre ich ein “Schenk mir AUFMERKSAMKEIT! Du könntest etwas verpassen und die WELT KÖNNTE UNTERGEHEN, ohne dass du es mitbekommst!!!Eins11!

In der Regel ist dem nicht so…

Und damit hab ich den Kram jetzt ausgeschaltet und hoffe weitaus weniger Aufmerksamkeit meinem Smartphone, als meiner Umwelt zu schenken. Das Gleiche gilt übrigens auch für Badges, Töne und Growl am Mac. Das nervt einfach nur und ist übrigens ein Argument für mich Software nicht zu benutzen (Hallo Twitterrific und Postbox). Ich hoffe das klappt, wie ich mir das denke…

@scottsimpson My new standard of cool: when I’m hanging out with you, I never see your phone ever ever ever. (via Build & Analyze)